Thriller aus Deutscher Feder

      Ich habe es nicht bereut das erst heute zu Ende zu lesen.

      @ jörg, das Buch von Christian von Ditfurth" Giftflut" musst Du unbedingt lesen.
      Ich würde Dir aber empfehlen, vorher die anderen beiden Bücher um Hauptkommissar
      Eugen de Bodt zu lesen, weil im 3. Buch immer wieder Anspielungen zu den vorherigen Büchern gemacht wird.

      Ich selber werde nur die Bücher um Hauptkommissar Eugen de Bodt von Christian von Ditfurth
      weiter sammeln.
      Bildungshunger und Wissensdurst sind keine Dickmacher. Lothar Schmidt
      "Babylon Berlin" nach Volker Kutschers Romanreihe ist heute auf Sky gestartet und mir gefällt als Leser der Romane die Reihe nach zwei Folgen bisher gut!
      Es gibt einen Grund unsterblich zu sein! Man kann die meisten wichtigen Bücher lesen!
      Real Music Fans: "God Give us Malcom Young back and we give you Justin Bieber!" God: "Fuck no!"

      Fanatic schrieb:

      Was sagt ihr eigentlich zu Konrad Adenauers "Rolle".^^
      In der Presse hat sich so mancher darüber beschwert das der erste Kanzler der BRD so dargestellt wird.^^


      Ob man ihn so darstellen muss? Man hätte es sich auch sparen können. In den Büchern wird er positv und als Nazigegner dargestellt!
      Es gibt einen Grund unsterblich zu sein! Man kann die meisten wichtigen Bücher lesen!
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „McFly74“ ()

      Fanatic schrieb:

      Der Meinung bin ich auch. Wir hier in Deutschland sehen das natürlich anders.
      Doch im Ausland, wo die Serie ausgestrahlt wird, bekommen die Leute ein ganz falsches Bild von Adenauer übermittelt denke ich :/


      Er ist eigentlich ein gutes Beispiel, um den Unterschied zwischen konservativ/heimatverbunden und Nazi darzustellen!
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      Nach vier Folgen "Babylon Berlin" muss ich mich als Leser der Bücher immer wieder etwas umstellen, da es doch einige Unterschiede zur Serie gibt!

      In den Büchern ist z.B. Charlotte Ritter eine Jurastudentin, die ihr Studium als Stenotypistin bei der Polizei verdient und bei der Serie hat sie nur einen Volksschulabschluß und studiert von daher natürlich auch nicht Jura!
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      Ich lese noch immer alle Bücher von Fitzek und dies trotz nachlassender Qualität! Ich kaufe die Bücher aber nicht als gebundene Ausgaben, sondern in Taschenbuchform! Ein mittelmäßiger Fitzik ist noch immer unterhaltsam!
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      der blick fremder augen - andrea sawatzki
      droemer, hc, 2015, 303 seiten.

      alle menschen haben in ihrem leben einen knacks erfahren,
      früher oder später erlebt fast jeder von uns - eine erschütterung,
      eine schädigung des ur-vertrauens.
      und diese wunde läßt uns, mehr oder weniger, je nach schwere
      des knackses, in diesem punkt, "unvernünftig" agieren.
      jeder lernt damit umzugehen, oder auch nicht.
      letzteres führt hier andrea sawatzki ( *1963) dramatisch vor.
      es geschehen morde, rückblenden erklären manches,
      personen und ihr leben, ihre interaktionen.
      fabulieren über leben und tod, glück und unglück,
      beleuchtete die deutsche schauspielerin in ihrem
      2. thriller voll empathie und interesse an ihren protagonisten.
      gänsehauterzeugende passagen. tränen kullerten über meine
      wangen... das buch nimmt mit. die letzten 120 seiten las ich eben, am
      stück, bin atemlos durch die zeilen gefiebert ...
      ein dickes, fettes lob an die autorin!!! :thumbsup:
      Ausgelesen: "Ein allzu braves Mädchen" von Andrea Sawatzki.

      Ich poste meine Rezension zwar hier in diesem Thread, aber von einem Thriller ist das literarische Erstlingswerk der Schauspielerin Andrea Sawatzki meilenweit entfernt, was vermutlich die eine oder andere negative Kritik erklären könnte, die ich im Internet las. Wer Krimiartiges sucht, wird bei "Ein allzu braves Mädchen" kaum fündig, dafür bekommt der geneigte Leser ein vielschichtiges Psychodrama geboten, und dies in einer sprachlichen Qualität, die für eine Buchdebütantin wirklich beachtlich ist. Sawatzki erzählt ihre düster-traurige Geschichte in vielen kleinen Kapiteln, in denen sich nach und nach das tragische Schicksal einer jungen Frau entfaltet, die eines Tages verstört und zitternd im Wald gefunden wird. Der Rest des Buches besteht dann quasi aus den Bemühungen einer Psychologin, hinter das Geheimnis der Unbekannten zu gelangen, da in der Nähe ihres Fundortes ein älterer Mann in seiner Villa ermordet worden ist.
      Auch wenn die weiteren Ereignisse des Buches recht schnell erkennbar und plottechnische Überraschungen kaum zu finden sind, fasziniert die Story durch ihre sprachliche Intensität. Leider werde ich in nächster Zeit kaum in den Genuß weiterer Geschichten Andrea Sawatzkis kommen, da mich ihre dreiteilige heitere Familiengeschichte überhaupt nicht interessiert und die jüngst begonnene Krimireihe mich ebenso wenig anspricht.

      Fazit: Ein erstaunliches, literarisches Debüt. Düster, tragisch, packend und psychologisch vielschichtig. Durchaus empfehlenswert für Bücherfreunde, die bereit sind, solche Geschichten auch ohne Psychothrillereinschlag zu lesen.

      Bewertung: *****