Dicke Bücher vs. Dünne Bücher

      Kommt bei mir ganz auf den Inhalt an, würde ich sagen. Wenn ich weiss, dass ich den Autor, bzw. die Story mag, freue ich mich über einen dicken Buchschinken. Wenn ich nur wissen möchte, wie es ausgeht, dann sind dünne besser. Wobei ich auch auf keinen Fall dünne Bücher mit Minischrift mag. Die richtige Mischung machts. :)
      Wenn ich aktuell in meinem Regal eine fetten Wälzer sehe, denke ich auch ein Bisschen "oje, soviel Mattajahl zum Abarbeiten" oder so (blöder SuB halt). Aber im Laden denke ich "fett ey!" - Also im Grunde freue ich mich über dicke Bücher, sofern der Inhalt nicht nur mit heisser Luft gefüllt ist. Wie heisst es so schön? "Mehr Spass im Glas" ;)

      jörg schrieb:

      elfriede jelinek - bücher wären dann wohl für viele
      von euch ein alptraum. ohne punkt und komma,
      ohne absatz.
      aber eingebettet hohe erzählkunst.

      Von ihr habe ich ein Buch gelesen (Die Ausgesperrten), hat mir wirklich gut gefallen. Es hat mich vom Stil an Hubert Selby erinnert, der ja zu meinen Lieblingsautoren zählt. Wenn man sich in den "Rhytmus" des Schreibstils hineingelesen hat, ist es wirklich wie Poesie. Aber schwer zu beschreiben, was ich damit meine ^^

      "Shogun" von James Clavell hatte hingegen keine solche Poesie, bei ihm war es einfach nur sperrig und ohne jeden Fluss.
      Ganz ehrlich, mir ist das völlig egal....

      Lee kann mir nicht lang genug sein.

      King muß dick sein.Sonst kommt sein Stiel nicht rüber.

      Rollins ohne dicke Seitenanzahl, geht gar
      nicht.

      Kurz und schmerzlos wie Tim Miller,perfekt !!!

      Ähhh ihr merkt schon ich kann und will mich nicht entscheiden.Jede Geschichte sollte so lang sein wie sie spannend und unterhaltend sein kann.

      Yes Sir
      Bond: Wer würde wohl für meinen Tod eine Million Dollar bezahlen? M: Eifersüchtige Ehemänner, wütende Chefs, verzweifelte Schneider…die Liste ist endlos! –

      Der Mann mit dem goldenen Colt

      Tanaka: "In Japan kommen die Männer zuerst, die Frauen als zweite!" Bond: "Hier werde ich mich einmal zur Ruhe setzen!"

      Man lebt nur zweimal, 1967
      Mal sehen, was der neue Clancy, der neue Ellroy oder der neue Greg Iles für einen Zeitaufwand bedeuten. Haben zwischen 850 und 1000 Seiten. Dabei brauchuich für die 450 Seiten von Victor schon verdöächtig lange, weil ich heute bei dem Wetter nicht in Ruhe lesen durfte, sondern mit in die Natur musste. Die ausrede, dass Lesen meine Natur ist, wurde leider nicht akzeptiert.
      The water in my whisky is the poison in my brain
      Nun ja, kommt bei mir auch auf den Inhalt an, obwohl ich eine Seitenzahl von 300 bis 400 als recht angenehm empfinde. 500 bis 600 Seiten, dann muss es schon gut sein. Alles darüber (also was in den Bereich 1000 Seiten rein reicht) sehe ich schon als Lebensaufgabe an, wobei ich hier schon eher Seitenschinderei vermute. Gerade bei Stephen King kann man da bei seinen dicken Schwarten locker ein paar hundert Seiten kürzen, was der Spannung mancher seiner Werke wohl eher zuträglich wäre (auch wenn mir jetzt die King-Fans mit Fackeln und Mistgabeln auf die Bude rücken sollten 8| ). Gerade bei Jack Ketschum z. B. finde ich, passen Seitenzahl und Inhalt/Spannung jedes mal perfekt zusammen.
      Ist halt auch eine Zeitfrage und die ist bei mir durch Job, Stadtrat/Ausschüsse und nun wieder nebenbei noch Rezensionen im Zauberspiegel verfassen, recht knapp bemessen. Was Sport angeht, da reicht es mir, wenn ich am Morgen aus dem Bett falle (der Wecker erschreckt mich jedes mal) und ich mich mit den Zähnen an der Bettkante wieder hochziehen muss :S .
      "Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil ihnen keiner aufs Maul haut."
      (Klaus Kinski)
      "Es ist wichtig, von den richtigen Leuten gehasst zu werden!"
      (Johnny Cash)

      K. Wolfram schrieb:

      Gerade bei Stephen King kann man da bei seinen dicken Schwarten locker ein paar hundert Seiten kürzen, was der Spannung mancher seiner Werke wohl eher zuträglich wäre (auch wenn mir jetzt die King-Fans mit Fackeln und Mistgabeln auf die Bude rücken sollten 8| ).

      Bei Thrillern stimme ich dir zu, die sollten schon möglichst spannend und nicht überlang sein. Aber Stephen King schreibt doch nur wenige Thriller. Bei seinen Romanen geht er meistens mehr auf die Charaktere ein und legt viel Wert auf Atmosphäre. Ich glaube ja, dass viele Leute den Fehler machen, bei Stephen King immer nur kurzweilige, spannende Horrorthriller mit durchgängiger Action zu erwarten. Dann ist es ja kein Wunder, dass sie enttäuscht werden.
      Man liest ja auch nicht Jane Austen und sagt dann: "Da war mir zu wenig Sci-Fi drin" (überstrieben ausgedrückt) ;) Ist vielleicht nur eine falsche Erwartungshaltung.
      Also ich mag sowohl dünne (bis 300 Seiten) , normalllange (300 bis 550 Seiten) und dicke (ab 550 Seiten aufwärts) Bücher.

      Meistens greife ich aber zu den normallangen.
      Mit dünnen ist man meist zu schnell durch und die Charaktere sind mir meist zu leicht beschrieben. Ausnahme ist die Extrem-Reihe von Festa.
      Bei dicken überlege ich mir 50mal ob ich es jetzt lese oder nicht. Im Nachhinein finde ich sie aber extrem gut. Man lebt und liebt dann mit den Charakteren. Ist ein ganz spezielles Erlebnis.

      LG
      "Kummer schwimmt immer oben"
      "Bleib immer weg von offenen Fenstern"

      (John Irving - Hotel New Hampshire)



      Gelesene Bücher/Mangas/Comics 2016 von Power86

      Power86 schrieb:

      Mit dünnen ist man meist zu schnell durch und die Charaktere sind mir meist zu leicht beschrieben.


      Also die dünneren Bücher haben durchaus auch was für sich. Gerade die älteren Sachen wie "Shaft" oder "Yakov" sind da gute Beispiele. Als Autor ist Jean-Patrick Manchette nicht zu verachten. Kurz knapp, aber alles Wesentliche vorhanden, auch ne brauchbare Figurenzeichnung. Klar ist man schnell durch, aber dafür gibt es ja Reihen :D . Shaft hat 7 Bücher, Yakov 4 und und und. Leider komm ich aus dem Grund auch nicht dazu, sie endlich anzugehen. Immer wieder was Neues dazwischen oder halt mal etwas, das nichts mit Lesen zu tun hat - Arbeit z. B. inklusive Hausarbeit. Und Filme müssen ja auch gesichtet werden. Und raus werd ich jetzt, wenn es bald wärmer wird, auch wieder öfter gezerrt und meine selbst auferlegte Antibewegungstherapie schlicht ignoriert.
      The water in my whisky is the poison in my brain

      Bighead schrieb:


      Bei Thrillern stimme ich dir zu, die sollten schon möglichst spannend und nicht überlang sein. Aber Stephen King schreibt doch nur wenige Thriller. Bei seinen Romanen geht er meistens mehr auf die Charaktere ein und legt viel Wert auf Atmosphäre.


      Verstehe schon was du meinst, Bighead. Als Thriller würde ich Stephen King auch nicht wirklich durchgehen lassen wollen. Ich habe auch nichts gegen eine gut beschriebene Atmosphäre in einem Roman, aber King kommt mir da echt zu viel von Hölzchen auf Stöckchen. Zum Beispiel THE STAND (DAS LETZTE GEFECHT) hätte auch perfekt auf...sagen wir mal...600 bis 700 Seiten gepasst mit ausreichend Atmosphäre, die eben nicht zum Nachteil der Spannung geht. Wenn ich nämlich anfange, mehrere Seiten nur noch quer zu lesen, dann ist für mich das kein Pluspunkt für den Autor, sondern ein Zeichen, dass ich innerhalb der Handlung in ein Loch der Langeweile falle.
      "Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil ihnen keiner aufs Maul haut."
      (Klaus Kinski)
      "Es ist wichtig, von den richtigen Leuten gehasst zu werden!"
      (Johnny Cash)

      Ob dünne Bücher oder dicke Schwarten, kein Problem.
      Solange die Geschichte gut geschrieben ist, es gibt ja auch Geschichten mit wenig Seiten die trotzdem einfach langweilig sind.
      Das längste Buch was ich bis jetzt gelesen hatte war die ungekürzte Ausgabe von ES mit über 1500 Seiten und das hatte ich in knapp 3 Wochen mit Pausen durch.