Howard P. Lovecraft

      Howard P. Lovecraft

      die dunkle sonne h.p.lovecraft ( 1890- 1937 ) gilt als wichtigster horrorautor aller zeiten.
      er war ein scheuer, zurückgezogen lebender, südstaaten-konservativer gentleman, mit
      hang zum briefeschreiben und süßen kaffee geniessen.
      er erfand das necronomicon und andere mythen von großer tragweite.

      mein erstes buch von ihm "das ding auf der schwelle" im lila-suhrkamp-gewand von 1977
      fand ich anfang 1988 in einem antiquariat.
      von der erstlesung ist dies exemplar voll mit anstreichungen und randbemerkungen.
      lovecraft fordert heraus, als sei da mehr als heftige "unterhaltung" in seinen texten.
      ich musste dann alles haben, von und über ihn...
      "die farbe aus dem all" ist meine lieblings-geschichte von hpl.

      heute gibt es im netz soviel über ihn, youtube ist z.b.voller filme über ihn und sein werk.
      fanatische jünger nehmen seine texte über-ernst.
      ein freund einer brieffreundin landete, ob seiner taten für die alten götter in der psychiatrie,
      um ein extrem zu nennen.
      diese abgöttische verehrung, einiger, macht mir schon sorge, ehrlich gesagt.

      unzählige verfilmungen, meist grottenschlecht, gibts, meist nach motiven
      seiner texte. meine favoriten:
      1. DIE FARBE ( regie: huan vu ) die-farbe.com/
      2. DAGON ( regie: stuart gordon )
      3. DIE MÄCHTE DES WAHNSINNS ( regie: john carpenter )

      es gibt rollenspiele, büsten des meisters, kaffeetassen, magische verlage bringen
      das necronomicon raus um kontakt aufzunehmen...

      in lovecrafts universum haben sich z.b.: in der kunst h.r.giger, in der musik z.b cai 777,
      in textform e.lee, tim curran, st.king, a.derleth, robert bloch, w.hohlbein, j.thomas u.v.m.
      getummelt.

      erwähnt sei auch hpl`s essay "unheimlicher horror", 1987, ullstein , wo er den
      "prüfstein" für wahren horror findet.

      über ihn gibt es folgende werke:
      lyon spraque de camp: h.p.lovecraft. 2002, hc, festa.
      michel houellebecq: gegen die welt, gegen das leben. 2002, hc, dumont.
      franz rottensteiner: über lovecraft. 1984, tb, suhrkamp.
      franz rottensteiner: der einsiedler von providence... 1992, tb. suhrkamp.

      michel houellebecqs text ist grandios, de camp zeigt den menschen...

      nun könnt ihr... 8) ;) 8o :whistling: :wacko:

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      HPL ist auch für mich einer der Begründer und ganz Großen der Horrorliteratur, welcher ja viele Horrorautoren maßgeblich beeinflußt hat.

      Die Festa Lovecraft Reihe habe ich komplett zu Hause, Lyon Spraque de Camp "H.P.Lovecraft", sowie einige andere Bände mit dem Lovecraft Thema (Die Musik des Erich Zann (EP), Dunwich/Inswich Reiseführer (Basilisk) und Romane neueren Datums mit Themen aus dem Cthulhu Universum und einiges mehr). Insgesamt also eher bescheidene Sammlung, aber trotz ist HPL einer meiner Lieblingsschriftsteller ^^

      Die Verfilmungen an die ich mich erinnern kann, fand ich jetzt insgesamt nicht so pralle, ist aber auch schon ne Weile her.

      In der Edition Phantasia ist auch einiges von ihm in feiner Aufmachung erschienen, so auch seine gesammelten Werke, das meiste davon ist allerdings mittlerweile vergiffen.


      Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


      Ah, endlich!

      "Das Ding auf der Schwelle" war auch meine erste HPL-Geschichte. Sein Einfluß ist im Grunde kaum noch messbar. Im Grunde genommen sieht man den bei jeder Tentakelkreatur (Zoidberg aus "Futurama" beispielsweise).

      Ich finde die "Re-Animator"-Filme ganz gut. Für Splatter zumindest.

      Der Squid aus Alan Moores "Watchmen" ist ganz eindeutig von Lovecrafts Monstern inspiriert. In "Swamp Thing" hat Moore ebenfalls einige Anspielungen auf Lovecrafts Werke eingestreut. Dann gibt es natürlich noch richtige Mythos-Geschichten in Comicform wie beispielsweise Moores Neonomicon.

      Innerhalb der Musik gibt es noch viele, viele ungenannte Beispiele. Da ist es wohl unmöglich, jemals eine komplette Liste zu erstellen. Sehr schön finde ich Nox Arcanas Album "Necronomicon".
      Lovecraft ist ganz klar die graue Eminenz in Sachen Horror. Von keinem anderen Autoren wurde soviel übernommen, abgekupfert und zitiert...

      Die Verfilmungen werden seinen Werken natürlich nicht mal ansatzweise gerecht, weil sie größtenteilsl den Fokus nicht auf die Story an sich, sondern auf andere Dinge legen, "Re-Animator" ist so ein Beispiel, da hier in erster Linie der Splatter und die Effekte im Vordergrund stehen (diese aber wirklich gut inszeniert sind).

      Mir ist persönlich leider kein Film bekannt, der eine Lovecraft-Story wirklich im Zeitrahmen ihrer Entstehung spielen läßt...oder gibt es solche Werke?

      Musikalisch bieten sich "Konzeptalben" über seine Geschichten und Novellen geradezu an...vielleicht entdecken noch einige Bands diesen in seiner Art einmaligen Schriftsteller und nehmen sich seiner Schöpfungen an...
      Hab durch die Filme "Re-Animator" und "From Beyond" angefangen Lovecraft zu lesen.^^ Bis heute liebe ich das Overacting von Jeffrey Combs in den beiden Filmen:

      Krankenschwest: "You Killed him"
      Herbert West: "No did not. I gave him life"

      Is zwar keine Monumentalszene aber immer noch eine meiner lieblings Filmszenen^^

      Muss auch mal sagen das mir die Hörbuch Fassung der "Bibliothek des Schreckens" von LPL Records sehr gefallen hat. David Nathan hat genau die Stimme die ich mir als Lovecrafts vorstellen würde. Gänsehaut beim hören halt^^

      Da ich großer Horrorpunkfan bin kenn ich einige Bands die Texte zu Lovecraft Erzählungen geschrieben haben z.B. The Crimson Ghost.
      Haben letztes Jahr sogar nen cooles T-shirt rausgebracht:

      “There are not many persons who know what wonders
      are opened to them in the stories and visions of their youth; for when
      as children we learn and dream, we think but half-formed thoughts, and
      when as men we try to remember, we are dulled and prosaic with the
      poison of life.”
      -H. P. Lovecraft
      Nachdem ich jahrelang verschiedene Versionen von Lovecraft gelesen habe, wurde ich durch diese Rubrik hier angeregt, endlich mal (schon oft verschoben, keine Ahnung warum...) den ersten Band der Festa-Lovecraft-Reihe zu bestellen...was ich soeben getan habe! ^^

      Und jetzt harre ich der baldigen Lieferung, um mich wieder ein wenig in Lovecraft einzulesen...

      jörg wald schrieb:

      @ alex: hast du die edition phantasia - bände ?

      Hallo Jörg, leider nein. Erstens zu teuer und ich glaube, als ich damals drauf gestoßen bin, war die erste Ausgabe schon vergriffen.
      Die EP ist übrigends ein Verlag, der mit genau soviel Herzblut geführt wird wie der Festa Verlag :)

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      Ich habe mir gestern mal das Nachwort von Joachim Körber in "Das Grauen aus den Bergen" durchgelesen. Frank Belknap Long war ja ein enger Freund von HPL und veröffentlichte viele Jahrzehnte im Weird Tales Magazin Geschichten.

      Was mich allerdings traurig stimmte war, daß Long zwar sein Leben lang Schriftsteller war, aber völlig verarmt starb und sogar auf einem Armenfriedhof bestattet wurde. Erst durch Spenden seiner Fans wurde eine Umbettung auf einen anderen Friedhof ermöglicht.

      Interessant die Fotos mit ihm und HPL.

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      Ich habe eine Ausgabe von der Edition Phantasia:

      "Die Saat von den Sternen", ein Gedichtzyklus in amerikanischem englisch und mit deutschen Nachdichtungen von Michael Siefener.

      Wunderbare Ausgabe, die mir neue Aspekte in seinem Werk zeigte, seine Gedichte kannte ich bis zu diesem Kauf nicht...

      Leider schon lange vergriffen, ich habe ansonsten alle Ausgaben der Phantastischen Bibliothek Suhrkamp.

      Grüße!
      DIE SAAT VON DEN STERNEN - ich habe das Buch geplant, zusammengestellt, lektoriert und den fertigen Text an den Verlag weitergegeben, weil ich es nicht im Blitz Verlag veröffentlichen wollte/konnte. Leider hat Joachim Körber vergessen, mich im Impressum zu erwähnen, worüber ich damals wirklich traurig war. War keine Absicht, sowas passiert manchmal.
      Ich habe auch noch "Die Musik des Erich Zann" aus der EP hier. Beinhaltet die Erzählung von HPL illustriert von Klaus Hagemeister. Ein schöner Band wie ich finde.
      Habe da sogar die römisch nummerierte 20 erwischt, welche eigentlich nicht in den Verkauf kommt und dementsprechend selten zu erhalten ist ^^

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      ich hab mombert etwa zur gleichen zeit
      wie lovecraft entdeckt. ich hatte oft
      den eindruck lovecraft in poesie zu
      lesen, damals.

      nur eben ist mombert strahlend, gleißend - lovecraft dunkel, verbergend...

      mombert bücher, in auswahl :
      alfred mombert: musik der welt. insel, 1951.
      a.m.: gedichte. reclam, 1967. nachwort: elisabeth höpker-herberg
      a.m. : hundert gedichte vom himmlischen zecher. langewiesche-brandt, 1992.
      bio-bibliographische zeittafel von ulrich weber.

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