Header - Filmkritik

This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

  • Die grundliegende Frage vor der Sichtung des Films ist: Was ist ein Header? Und genau das ergründet dieser Film und zeigt das auch, zwar nicht bis ins letzte Detail aber durchaus schon drastisch, denn das Schlimmste, was die Menschen in der Gegend dort jemandem antun können, ist ein Header (und nein, in dieser Besprechung verrate ich nicht, was ein Header ist). Die Geschichte des Films dreht sich um Travis Tuckton, der aus dem Gefägnis entlassen wurde und bei seinem Opa Jake Martin wohnen kann, da Travis' Eltern nicht mehr leben. Und für die beiden gibt es nichts Besseres, als jemandem einen Header zu verpassen, und damit legen die beiden direkt los. Gegenspieler ist ATF Agent Stewart Cummings, der die Ermittlungen dazu aufgenommen hat. Außerdem ist auch er nicht ohne Fehl und Tadel, denn er befördert Drogen gegen Bargeld, was er aufgrund seiner Arbeit nicht machen sollte.

    Aufgebaut ist der Film durchaus als Backwood-Slasher und er scheint fast noch tiefer in den Wäldern zu spielen als beispielsweise "Wrong Turn", auch wenn "Header" mit der Qualität des Letztgenannten nicht mithalten kann, denn das Budget ist doch ein anderes gewesen. Das Setting ist trotz fremder Sprache gerade so zu verstehen. Die Schwierigkeit besteht hier darin, dass gerade Opi extrem undeutlich mit gespieltem Slang-Einschlag spricht und das erschwert es die Handlung zu verfolgen, die zwar in einem überschaubaren Maße stattfindet aber auf manche essentiellen Bestandteile nicht verzichten kann. Ohne vorherige Lektüre des Buchs wäre mir das nicht gelungen, und ich verfüge eigentlich über gute Englischkenntnisse.

    Die Spannung hält sich in Grenzen. Es darf also nicht von einem klassischen Horrorfilm ausgegangen werden. An einigen Stellen tauchen außerdem Splattereinlagen auf, die halbwegs "ansehnlich" gemacht worden sind. Häufig ist dieser Film aber durch das Verhalten von Opi eher lustig als sonderlich grausam.

    Das Bildniveau ist etwa auf Höhe der einer TV-Film-Produktion zu sehen. Der Ton könnte manchmal etwas besser sein. Gerade Cummings hat in ein und der selben Szene bei lauteren Dialoganteilen einen leicht blechernen Nachhall. Die musikalische Untermalung des Films ist gelungen. Eine gewisse Eingängigkeit stellt sich dadurch ein. Das Besondere ist außerdem, dass sowohl Edward Lee (also der Autor des Buches) und Jack Ketchum einen kleinen Auftritt als Cops haben.

    Insgesamt hat mir das Buch zwar besser gefallen und es erleichtert die Verständlichkeit des Films, aber der Film hat ebenfalls einen gewissen Charme, gerade auch was den "Trash-Faktor" angeht, denn dieser ist hier absolut vorhanden. "Bighead" kann ich nicht als Vergleich heranziehen, da ich diesen nicht kenne. So bleibt diese Werk singulär für sich betrachtet stehen und gerade Trash-Fans könnten auf jeden Fall Gefallen daran finden, auch wenn man das Buch nicht kennt. Jemand, der nicht der
    englischen Sprache mächtig ist, sollte eher aber doch eher zu anderen Werken greifen. Als Wertung bleiben hier 06/10 Punkten stehen.
    Rezensionen im Blog...
    Festa-Sammlung im Forum
    "Ihr seid Ka-tet, eins aus vielen. So wie ich. Wessen Ka-tet das stärkere ist, werden wir jetzt herausfinden müssen."

    549 times read

Comments 0