Brad Taylor - Mann in Wut

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  • Pike Logan ist der Kopf einer Spezialeinheit - Taskforce - und für diese muss er hin und wieder Aufträge erledigen. Und dafür ist er längere Zeit seiner Familie fern. 5 - 6 Monate Vorbereitung und Erprobung in Simulationen von entsprechenden Szenarien ohne Kontakt zu seiner Familie zu haben plus die Einsatzzeit selbst. Und er hat seiner Frau Heather versprochen, dass das jetzt sein letzter Einsatz sein soll. Doch sie glaubt es nicht. Und seine Tochter Angie wird zu ihrem Geburtstag wieder ohne Vater sein. Vielleicht kann er ja wenigstens sich für den Zeitraum freistellen lassen. Pike hätte gekonnt, doch seine Mission ist ihm wichtiger, weshalb er sich nicht freistellen lässt. Mitten in Tiflis erfährt er dann, was zu Hause während seiner Abwesenheit passiert ist. Und das zieht ihm den Boden unter den Füßen weg...

    Unterdessen ist Professor Cahill in Guatemala auf der Suche nach einem verborgenen Maya-Tempel, da er die starke Vermutung hat, dass eine Seuche das Indianervolk ausgerottet hat. Doch die Suche erweist sich als außerordentlich schwierig. Als es dann doch gelingt diesen Tempel zu finden, kommt einer der Entdecker mit einem seltsamen Pulver in Kontakt und stirbt auf der Stelle. Dies unterstreicht die Theorie des Professors. Doch nicht nur er ist auf der Suche nach dem Tempel. Sowohl Miguel - einer der örtlichen Schmugglerbosse - als auch die Araber sind ebenfalls hinter der Entdeckung des Professors her, doch sie wissen nicht, wo der Standort des Tempels ist. Um die Information nicht verloren zu geben, schickt er seiner Nichte Jennifer eine Email mit einer MP3-Datei, die als Nebeninformation den Standort des Tempels preis gibt. Doch dadurch bekommt Jennifer Probleme, denn auf einmal ist sie es, die gejagt wird. Und bei dieser Jagd landet sie eher durch Zufall auf dem Hausboot, das ausgerechnet Pike Logan erworben hatte, nachdem er den Dienst quittiert hatte, und nun scheint sich eine neue Mission anzubahnen...

    Wertung:

    Man möchte nicht zu viel verraten aber so ganz kann ich das nicht außer Acht lassen. Da fehlt aber noch einiges von diesem fast 600 Seiten starken modernen Thriller, der mich hier absolut überzeugen konnte. Dafür gibt es sehr viele Gründe. Zum einen ist er immer wieder überraschend, was sich bereits zu Beginn zeigt. Oben habe ich es andeuten müssen, auf dem Klappentext fehlt es, und deshalb bekommt man hier bereits im ersten Teil einiges geboten, was einen mitreißt. Auch die ganzen Spannungssequenzen sind richtig gut dargestellt, so dass man selbst immer schneller liest, da sich das Tempo ebenfalls rasant entwickelt. Zum anderen ist dieser Roman hier auch einfach glaubhaft. Das liegt auch an den vielen Details, die man als Normalbürger gar nicht mitbekommt, wenn auf einmal in diversen Gremien dieses oder jenes beschlossen wird, und das macht den Roman hier einfach gut. Das dritte, was mich hier begeistern konnte, sind die Örtlichkeiten und da vor allem die Szenen in Sarajevo, denn vor nicht allzu langer Zeit habe ich "Der Cellist von Sarajevo" lesen dürfen und von den Beschreibungen dort gleicht sich das einfach und dadurch ergibt sich für mich ein wunderbares Gesamtbild.

    Was man dem Buch ankreiden kann ist zum einen, dass die Einheit nicht wirklich existiert. Der Name "Taskforce" wirkt dabei fast schon ein wenig einfallslos, denn wörtlich übersetzt heißt das "Eingreiftruppe". Was außerdem nicht so ganz 100% zusammen passen will ist dieses merkwürdige Pulver aus Guatemala. Das wirkt alles sehr mysteriös, es klärt sich zwar zum Ende, aber die gesamte Zeit seine Handlung quasi darauf aufzubauen ist sehr sehr gewagt. Es hat am Ende aber funktioniert.

    Sehr gut gefällt mir hier auch die Qualität der Sprache, denn es ist kein 0815-Roman und zumindest diesbezüglich ist ein gewisser Anspruch vorhanden. Wahrscheinlich würde es sich außerdem sehr gut als Verfilmung eignen. Gerade das Zusammenspiel von Jennifer und Pike, was sich natürlich erst entwickeln muss, ist nahezu 100% gelungen und macht sich in einer Art "Agententhriller" immer gut. Eine Verfilmung würde deshalb auch ohne Probleme funktionieren. "All necessary force - Todeszone USA" ist als Fortsetzung ja bereits seit einigen Monaten erhältlich und ich bin sehr gespannt darauf, wie es weiter geht. Der Roman reiht sich deshalb in eine Abfolge hochklassiger Crime-Autoren ein und bekommt von mir im Verhältnis zu den anderen eine ähnlich hohe Punktzahl: 09/10.
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    "Ihr seid Ka-tet, eins aus vielen. So wie ich. Wessen Ka-tet das stärkere ist, werden wir jetzt herausfinden müssen."

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