Articles in Category “Buchrezensionen” 157

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  • Wer den Film „Fight Club“ gesehen hat, hat schon eine Vorstellung davon, was im Kopfe des Autors Chuck Palahniuk gärt. Weniger bekannt als der Bestseller, aber wahrscheinlich ebenso lesenswert sind seine Kurzgeschichten, von denen 22 in dem Band „Jetzt bist du dran – Unvergessliche Geschichten“ vereint sind.Schwer lässt sich das Genre der Texte fassen. Es geht … um Menschen (ausgenommen die drei grotesken, verstörend modernen Tierfabeln). Diverse Menschen in sehr speziellen Situationen, ihre Gedanken und Schicksale. Seien es nun die Schüler, die erkennen, welch befreiende Wirkung doch extreme Dummheit hat, seien es ein Festival von Verrückten, die sexuellen Abenteuer eines von allen verachteten Außenseiters, arg bedenkliche Ehen oder noch bedenklichere Ereignisse unter Beteiligung von Tieren. Manches kann man als gesellschaftskritisch bezeichnen, anderes mehr als abstrus oder, nur allzu nahe an gesellschaftskritisch, voyeuristisch. Manches ist dabei vulgär, umgangssprachlich oder gar pornographisch, aber stets bewusst eingesetzt und nicht zum Selbstzweck. Oft findet man die Pointe einer Geschichte nicht, die meisten haben wahrscheinlich nicht einmal eine. Was daran reizt, ist oft weniger das Ergebnis, als vielmehr die grotesken Gedankengänge, die dahin führen – die Biographien der skurrilsten Schicksale und Einfälle, auf die die meisten Autoren gar nicht kommen würden. Nicht zuletzt die bisweilen erstaunliche Sprachbeherrschung des Autors macht diese… [Read More]
  • Amy führt zusammen mit ihrem Mastiff-Mischling Jagger eigentlich ein ruhiges Leben, wäre da nur nicht dieser Nichtsnutz Clayton, der Freund ihrer Mitbewohnerin Teresa, denn dieser hat ein gewaltiges Problem am Hals: Bei Hundekämpfen bietet er wetten und es war eine todsichere Sache, als der Ganove Brock bei ihm auf den Hund Bruiser setzen sollte. Doch leider verliert Bruiser den Kampf und damit steht Clayton mit 12.000 $ in den Miesen da. Die einzige Möglichkeit wieder auf einen grünen Zweig zu kommen, bietet ihm ausgerechnet Teresa an, denn sie wollen Jagger mit seinen 100 Kilo dazu bringen, eine Killermaschine zu werden, und das gelingt Clayton auch mit Hilfe dubioser Hintermänner sowie Folter und einer Art Droge, nichts ahnend welche mörderische Bestie sie dadurch erschaffen werden...

    Wertung:

    Man erwartet vom Gesamtbild gar keine großartigen neuen Ideen was Tierhorror und im speziellen Fall auch Hundehorror angeht, sondern man erwartet hier solide aber gar nicht allzu brutale Kost und genau das bekommt man auch, und man fühlt sich unter anderem auch an Stephen Kings "Cujo" erinnert, wenngleich Cujo ein Bernhardiner war. Hier wird die Horrorgeschichte ohne großartige Ausschweifungen erzählt, wobei die Problematik um Clayton einen sehr großen Teil einnimmt und auch exzellent beleuchtet wird. Daneben ist die Geschichte um Jagger selbst natürlich zu sehr großen Anteilen vertreten. Was hier besonders gut gelungen ist, ist auch die Sichtweise des Hundes selbst, wobei
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  • Claire ist Sanitäterin und bekommt allerlei während ihrer Arbeit zu sehen, doch als sie in die Myrtle Avenue 863 gerufen wird, ahnt sie noch nicht, dass sie der Besuch verändern wird: Ein nackter Mann liegt schwer verwundet mit eingeschlagenem Schädel auf einem nackten 4jährigen Mädchen. Claire ist die Situation sofort klar. Und eigentlich würde sie den Täter direkt zur Hölle wünschen. Vor allem, da sie selbst jahrelang von ihrem Vater missbraucht worden ist. Doch als ihre ehemals beste Freundin Olivia sie anruft und ihr mitteilt, dass Claires Vater ins Krankenhaus eingewiesen wurde, macht sie sich tatsächlich auf den Weg sich mit Olivia zu treffen. Und beide hecken einen Plan aus um ihrem Claires Vater eine Falle zu stellen. Doch Claire muss sich vor ihrem Vater, den sie jahrelang nicht gesehen hat, hüten, denn er kann die Menschen manipulieren, und auch Olivia scheint nicht so zu sein, wie Claire dies glauben mag...

    Wertung:

    Ich mag diese Story hier sehr, denn Jan Kozlowski versteht es durch Wortwitz und Handlung auf ganzer Linie zu glänzen und zu überzeugen. Dabei verfällt sie weder in Fäkalsprache noch in äußert brutale Handlungsstränge und gerade das ist hier fast schon die Besonderheit, so dass man auch gerne fragen darf, ob dieses Buch hier überhaupt in der Extremreihe richtig zu sein scheint. Das mag jeder Leser für sich entscheiden. Für mich ist hier eher entscheidend, ob mir eine Geschichte gefällt oder nicht, und diese hier halte ich für eine
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  • Am Anfang wirkt es fast noch wie eine Routineaufgabe, als Beckham und sein Team in Gebäude 8 eindringen sollen um eine Probe zu bekommen. Den Soldaten ist zwar klar, dass sie es hier mit einem hochgefährlichen Erreger der höchsten Sicherheitsstufe zu tun haben, doch die wirkliche Bedrohung erkennen sie nicht. Erst als klar wird, dass der Ebolastamm sich bei einem Experiment mit dem als Kampfdroge entwickelten VX-99 zusammen getan hat, und sich dieses Virus rasend schnell zu verbreiten scheint, wird allen klar, dass das Ende der Menschheit bevorstehen könnte, falls sie nicht schnell etwas unternehmen. Aus diesem Grund werden Ärzte vom Center of disease Control und Militärs zusammen gezogen, um eine Lösung zu finden, bevor die Menschen durch das Virus vernichtet werden.

    Wertung:

    Die Handlung ist zwar durchaus überschaubar, aber wie die gesamte Story erzählt wird, ist einfach fabelhaft. Man kommt sich vor wie bei "Outbreak" und auch ein Tim Curran hätte diese Story hier durchaus schreiben können, so dass ich die Bezeichnung eines "neuen Genres" etwas irreführend finde. Das, was daraus insgesamt gemacht wird, ist eine Mischung aus dem oben genannten Film, "The Stand" von Stephen King, einer guten Geschichte von Tim Curran und dem ein oder anderen Resident Evil Teil und fertig ist ein Endzeitszenario gespickt mit Spannung, Action und Horror, so dass die Daseinsberechtigung definitiv im Horror und Thriller-Bereich liegt. Was mich hierbei am meisten beeindruckt hat, sind zum
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  • Eine Meinung.

    Terry Pratchett ist 2015 gestorben. Einer der vielleicht größten Humoristen unserer Zeit. Aber für ihn kam es nicht unvorbereitet, denn hier in „Dem Tod die Hand reichen“ findet sich seine Rede, die er in der Dimbleby Lecture gehalten hat. Aufgrund seiner Alzheimererkrankung war er dazu aber nicht alleine in der Lage. Auf einfache Weise nähert sich hier Pratchett dem Thema Tod und Sterbehilfe an, denn er weiß, dass er sterben wird, und deshalb möchte er die Diskussion hier mit der Rede, die über die BBC übertragen worden ist, wieder in Gang bringen. Und das ist ihm mit diesem Werk gelungen. Natürlich hat man hier Pratchetts teilweise markanten und bekannten Sprachgebrauch aus der Scheibenwelt vor Augen, wenngleich diese hier nur sehr am Rande Erwähnung findet. Inhaltlich ist es einfach ein Buch über den Tod und Sterbehilfe. Natürlich nicht ohne Pointen, aber für Pratchett setzt er sich hier doch recht ernsthaft mit dem Thema auseinander.

    Zwei Punkte sind hier anzumerken, die negativ aufgefallen sind: Zum einen ist es der Umfang bzw. das Format des Buches. Es ist weitaus kleiner als ein Festa-Buch und wirkt sogar noch kleiner, als die kleinen Hardcover, die man so kennt. Fast einem Pixie-Buch gleich. Auf Blocksatz wurde leider im Buch ebenfalls verzichtet, was ich sehr schade finde, denn in einem solchen Werk sollte auch eine entsprechende Form Anwendung finden. Das Andere ist der Textumfang an sich. Bei gerade mal 73 Seiten kompletten Text, entfällt fast 1/5
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  • Pike Logan ist der Kopf einer Spezialeinheit - Taskforce - und für diese muss er hin und wieder Aufträge erledigen. Und dafür ist er längere Zeit seiner Familie fern. 5 - 6 Monate Vorbereitung und Erprobung in Simulationen von entsprechenden Szenarien ohne Kontakt zu seiner Familie zu haben plus die Einsatzzeit selbst. Und er hat seiner Frau Heather versprochen, dass das jetzt sein letzter Einsatz sein soll. Doch sie glaubt es nicht. Und seine Tochter Angie wird zu ihrem Geburtstag wieder ohne Vater sein. Vielleicht kann er ja wenigstens sich für den Zeitraum freistellen lassen. Pike hätte gekonnt, doch seine Mission ist ihm wichtiger, weshalb er sich nicht freistellen lässt. Mitten in Tiflis erfährt er dann, was zu Hause während seiner Abwesenheit passiert ist. Und das zieht ihm den Boden unter den Füßen weg...

    Unterdessen ist Professor Cahill in Guatemala auf der Suche nach einem verborgenen Maya-Tempel, da er die starke Vermutung hat, dass eine Seuche das Indianervolk ausgerottet hat. Doch die Suche erweist sich als außerordentlich schwierig. Als es dann doch gelingt diesen Tempel zu finden, kommt einer der Entdecker mit einem seltsamen Pulver in Kontakt und stirbt auf der Stelle. Dies unterstreicht die Theorie des Professors. Doch nicht nur er ist auf der Suche nach dem Tempel. Sowohl Miguel - einer der örtlichen Schmugglerbosse - als auch die Araber sind ebenfalls hinter der Entdeckung des Professors her, doch sie wissen nicht, wo der Standort des Tempels ist. Um die
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  • Ethan ist ein ganz normaler Teenager, doch dann verliebt er sich und alles wird anders. Erst sitzt er nur neben Jill genannt "Spiderweb" im Bus doch dann fängt er an mehr für sie zu empfinden. Dabei gibt es aber ein großes Problem, denn Jill ist eine Außenseiterin. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen ist sie immer von Spinnen umgeben, was ihr den Spitznamen "Spiderweb" eingebracht hat, und jedes Mal, wenn Gefühle in ihr hochkochen ... nunja... explodiert ihr Gesicht. Bumm! Und ihr Vater muss es dann wieder zusammen flicken. Als sie beginnt für Ethan mehr zu empfinden, fängt ihr Gesicht an zu blubbern und es explodierte einfach, weshalb sie schlagartig nach Hause rannte. Doch sie mag Ethan sehr. Trotz der Narben empfinden Ethan genau das Gleiche für Spiderweb, doch er weiß nicht so ganz genau, wie er mit der Situation umgehen soll. Als er sie dann in einer stillen Minute küsst, explodiert sie wieder, doch das ist nicht das einzige Problem, denn Ethan wird bei ihrem Kuss recht stark verletzt. Davon merkt er nur nichts, da das Blut von Spiderweb als Betäubung wirkt. Man kann Ethans Gesicht aber nicht so lassen, und deshalb nimmt Jill ihn mit zu sich nach Hause. Ihr Vater soll sie selbst und auch Ethan wieder herrichten. Dabei nimmt er Ethan zur Seite, denn dieser soll wissen, dass wenn sich Spiderweb in jemanden verleibt, dass sie sich richtig in ihn verliebt. Und zwar für immer. Und da gibt es noch eine Kleinigkeit, die den beiden erzählen muss, bevor sie Sex
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  • Middleburg ist eigentlich ein kleines, ruhiges Städtchen mit knapp 5.000 Einwohner. Normalerweise passiert dort einfach nichts. Doch eines Tages ging ein schwarzer Regen auf die Stadt nieder und danach war alles anders. Zombieartige Wesen sind in den Straßen unterwegs, und sie sind glühend heiß und sowie sie auf einen Menschen treffen und diesen zu fassen bekommen, verbrennt er innerlich durch eine einzige Berührung. Die Bewohner sind sich recht schnell der Gefahr bewusst, doch es dauert eine Weile bis Abby, die eigentlich nur zum Babysitten bei den Sumners gewesen war, darauf kommt, dass man leise sein muss, denn diese Wesen können nicht sehen. Und anscheinend reagieren sie auf Geräusche und elektrische Geräte wie Handys. Der Kampf ums überleben beginnt, damit die letzten Überlebenden nicht auch in einem Aschehäufchen enden...

    Wertung:

    Dieses Buch ist vom Szenario eigentlich Tim Curran-typisch, so dass man hier genau das bekommt, was man auch erwarten kann: ein apokalyptisches Endzeitszenario, wo die Menschheit bzw. die Bewohner von Middleburg von einer Katastrophe heimgesucht werden, die in dieser Form nicht unbedingt vorstellbar ist. Das Szenario an sich ist recht gut dargestellt. Es wirkt nicht lächerlich, da keine Absurditäten als These aufgestellt wird. So ganz genau wird aber leider nicht herausgearbeitet, warum diese Feuerwesen jetzt entstanden sind. Ein weiteres Problem hier ist die Anzahl der Charaktere. Dieses Buch hat man gerade etwas mehr als 250 Seiten,
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  • Natasha ist als weiße Frau verliebt in einen schwarzen, aus ihrer Sicht perfekten Mann. Und Natasha hat es in ihrem Leben nicht einfach gehabt. Momentan gibt sie Unterricht an einer Schule, aber auch sie kommt aus der Unterschicht und hat bereits einiges über sich ergehen lassen müssen. Und dann lernt sie in dieser Bar diesen verdammt gut aussehenden schwarzen Mann kennen und beide scheinen sich in ein Abenteuer zu stürzen. Doch die Sache stellt sich ein wenig anders dar, denn Kenyatta will sich nur auf Natasha weiterhin einlassen, wenn sie nach empfinden kann, was sein Volk durchleiden musste. Aus diesem Grund lehnt er seine Handlungen und Taten dem Buch "400 Jahre der Erniedrigung" an, denn Natasha soll in 400 Tagen genau das erleiden, was die Schwarzen ebenfalls erleiden mussten...

    Wertung:

    Die Grundidee dieses Buches ist recht gut, denn hier soll eine Person nachempfinden, was die Schwarzen über die Jahrhunderte erleiden mussten und als Belohnung winkt sozusagen ein "Zusammensein für immer". Natasha ist hier die Weiße, Kenyatta hier der Schwarze, und damit haben wir mal wieder eine nicht generell aber doch häufig verwendete Konstellation in Whites Romanen. Das kann man als Europäer eventuell weniger nachvollziehen als jemand in den USA. Das Problem an dieser Thematik ist leider, dass White das in mehreren Romanen bereits gemacht hat (z. B. Yaccubs Fluch). Er wird dadurch "vorausberechenbarer", genau wie das bei Edward Lee und seinen Dämonen der Fall ist. Das ist
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  • Kolt Raynor war ein Elitesoldat, doch als er seine Einheit wider besseren Wissens in eine Falle lockte und seine Kameraden in der Nähe der afghanischen Grenze in den Tod führte, versuchte er sich erst als Security-Mitarbeiter von Handelsschiffen, um diese vor räuberischen Übergriffen zu schützen, und als er auch dort noch versagte, stürzte er ab. Er zog sich zurück in einen Wohnwagen, wo er sich gehen lies. Er nahm zu und fing an zu trinken und lebte in den Tag hinein.

    Erst als Delta Master Seargent David Monk Kraus an seine Wohnwagentür klopft, scheint sich etwas zu ändern, denn anscheinend hat man herausgefunden, dass Kolts damalige Kameraden nicht umgekommen sind sondern noch immer in den Bergen zwischen Afghanistan und Pakistan gefangen gehalten werden. Und Monk will, dass Kolt herausfindet, ob es sich bei den gesichteten wirklich um die genannten Personen handelt, denn genau sagen konnten die Beobachter dies nicht. Und keiner wäre so verrückt gewesen und eine Aufklärungsmission in diesem Gebiet durchzuführen als jemand wie Kolt. Doch leider ist er ein wenig aus der Übung. In den Staaten wird er deshalb einem Trainigslager unterzogen, um eine Grundfitness wieder herzustellen.

    Das Gelände, welches Kolt in Beobachtung nimmt, gehört Zar Afridi, einem Paschtunen. Unterstützung erhält Kolt von einem einheimischen namens Jamal, der ehemaligen Major nach seinem Fallschirmabsprung über Pakistan einsammelt. Eigentlich sollte Kolt nur beobachten, doch leider bekommt er von
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