John Ringo - Unter einem Friedhofshimmel

Kurz bevor öffentlich bekannt wird, dass sich eine Zombieseuche, die viral übertragen wird, gerade im gesamten Land ausbreitet, bekommt Steven einen Tipp, so dass er rechtzeitig seine Sachen und seine Familie einpacken und auf das Meer flüchten kann. Über Kontakte zum Vorschungslabor kommt er sogar an einen Impfstoff für sich und seine Familie. Für die Flucht hat er ein Schiff organisiert, doch er ist nicht der Einzige, den es auf den Atlantik zieht. Und dort heißt es weiter schippern und Überlebende auf anderen Schiffen finden. Doch neben den Zombies sind es hier vor allem die Fremden, denen man nicht trauen kann. Und so beginnt der Kampf ums Überleben weit draußen auf dem Meer...


Wertung:


Der Roman, der den Auftakt zu der vierteiligen Reihe bildet, ist hier aus mehreren Gründen extrem gut gelungen, denn er wirkt gerade durch sein Detailreichtum einfach glaubhaft, was die Ausbreitung und Verarbeitung der Seuche sowie die Herstellung eines Impfstoffs anbelangt. Das mag für nicht medizinisch-interessierte extrem langweilig sein. Für die Interessierten ist es aber durchaus spannend die Entwicklung mitzuverfolgen.


Das große Manko dieses Buches ist aber, dass das Ziel nicht klar definiert ist. Man ist nun auf dem Meer, und wohin soll das nun führen? Das fehlt und es wird hunderte von Seiten nur darum gehen, Überlebende zu finden und Schiffe zu räumen. Dabei schmeißt Ringo ganz schön mit diversen Fachausdrücken aus dem Militär- und Nautik-jargon um sich, Stichwort: EPIRB. Auch bei Faith, eine von Stevens Töchtern, wurde etwas zu viel "militärisch" hinein gebracht, denn diese „Rambomentalität“ wirkt etwas unpassend zu einem jungen Teenager. Eine realistische Darstellung ist da irgendwie etwas anderes.


Dennoch unterhält dieser Roman auf gekonnte Weise den Leser durch seine Erzählweise, wenngleich bei sich wiederholenden Handlungsteilen gerade auf dem offenen Meer bei fehlendem Ziel sich eine gewisse Eintönigkeit herauszukristallisieren scheint. Man darf dabei nicht vergessen, dass der vorliegende Roman nicht abgeschlossen ist. Ob die gesamte Reihe als Ganzes betrachtet einen besseren Eindruck macht als das Einzelwerk bleibt abzuwarten. Für einen aber durchaus guten Roman, der gar nicht so einfach aufnehmbar ist, kann ich vorerst 07/10 Punkten vergeben. Dabei hält er sich vor jedem anderen Zombieroman, den ich bisher gelesen habe. Hoffentlich sehen das andere Leser genauso und hoffentlich kann hier in Zukunft mal eine komplette Romanserie beendet werden.

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"Ihr seid Ka-tet, eins aus vielen. So wie ich. Wessen Ka-tet das stärkere ist, werden wir jetzt herausfinden müssen."

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