Edward Lee – Creekers

Phil Straker ist ein Cop, der vor langer Zeit seine Heimat Crick City verlassen hatte, um zur Metro, der Drogenfahndung, zu gehen. Bei einem Einsatz, bei dem ein Labor hoch genommen wird, wird ein Junge erschossen und das wird Phil angehängt. Er wird daraufhin gefeuert. Er schlägt sich als Nachtwächter in einer Textilfabrik durch, bis ihm eines Tages ein Einbrecher begegnet. Doch dieser Einbrecher ist kein gewöhnlicher Einbrecher: Es ist Chief Mullins, der Polizeichef von Crick City, und er bietet Phil an wieder als Ermittler zu arbeiten, denn er hat in seiner Stadt ein Drogenproblem.


Dreh- und Angelpunkt ist das Sadees, ein Stripschuppen, der von Cody Natter, dem Anführer der Creeker geleitet wird. Und überall in der Gegend leben diese durch Inzucht missgestalteten Wesen. Bei den Ermittlungen, bei dem immer mehr Drogendealer verschwinden zu scheinen, wagt sich Phil immer tiefer in den Abgrund und die Wälder um Crick City und kommt dabei auswegslos auch in Kontakt mit den Creekers. Doch es steckt viel mehr als eine einfache Drogenfahndung hinter der Geschichte, als man je erahnen könnte.


Wertung:


Wieder mal ein Schmankerl von Edward Lee, dem hier eine vorzügliche Geschichte gelungen ist, die vor allem aus Thriller-Elementen zu bestehen scheint, denn man fühlt sich fast in die PCP-Hölle von "Training Day" versetzt. Doch die Creeker besetzen dabei den übernatürlichen Aspekt der Story, die auch um diese herum aufgebaut zu sein scheint. Und irgendwie ist alles, was man in diesem Buch glaubt zu lesen, nicht richtig und stellt sich am Ende doch ganz anders da, als man es erst erwartet hätte.


Die Spannung reißt in diesem Buch nicht ab, denn Lee versteht es hier ein ums andere Mal eine weitere Geschichte zu spinnen, denn es gibt nicht nur Phil und die Ermittlungen. Es gibt die Geschichte um Phil, seine damals verlassene Verlobte Vicky Steele sowie seine neue Flamme Susan, es gibt Phil und die Ermittlungen um die Creekers und das Sadies herum, es gibt Mullins, der immer und immer wieder Informationen vor Phil zurück hält und es gibt den Drogensumpf und das, was die Creekers damit zu tun haben, und das ist einfach genial umgesetzt worden.


Drei Grammatikfehler sind übrigens auch im Buch aufgefallen, aber das tut hier nur wenig zur Sache und kann passieren. Creekers kann auf jeden Fall mit Flesh Gothic mithalten und verdient deshalb auch eine ebensolche Wertung, wenngleich mir letztgenannter ein ganz klein wenig besser gefallen hatte. 10/10


Das Cover passt übrigens wieder nicht zu hundert Prozent. Es sind zwar Entstellungen vorhanden, aber es fehlen die schwarzen Haare und auch die roten Augen kommen nicht richtig deutlich zur Geltung.

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