Carlton Mellick III – Ultra Fuckers

Tony und seine Frau Tammy sind in Eagle Hill unterwegs. Sie suchen das Haus für die Dinnerparty, die Tammy's Chef veranstaltet, und dieses Mal müssen sie wirklich mal hingehen. Doch als sie in die Siedlung einbiegen, verfahren sie sich, denn alles sieht gleich aus: Die gleichen Häuser, die gleichen Menschen, die gleichen Autos. Und die Straßennahmen sind alle ähnlich: Pueblo Road, Pueblo Main Hill, Pueblo Circut. Doch etwas stimmt hier nicht, denn sie gelangen nicht ans Ziel. Als Tony und seine Frau streiten, verschwindet Tammy. Er hingegen hat Hunger, und bedient sich bei einem Pop-Food-Restaurant. Doch dieses scheint nicht besetzt zu sein. Aber seine Bestellung wird per Kreditkarte beglichen. Seine Frau hingegen bleibt verschwunden, und sie kommen zu spät zur Dinnerparty.


Als Tony begreift, dass er sich wirklich verfahren hat, bestellt er am Schalter eines weiteren Pop-Food-Ladens eine Wegbeschreibung aus diesem Chaos heraus, doch diese fällt geringfügig anders aus, als wie er sich ausgemalt hat. Denn sie ist mehrere Seiten lang. Zu allem Überfluss soll er sich auch noch vor Zyklopen hüten. Und dann taucht auch noch eine Band auf, die aus Japanern besteht, die alles völlig ins Chaos stürzen werden.


Wertung:


Die Geschichte hier ist absolut gut aber nicht ganz so merkwürdig, wie man es von Mellick gewöhnt sein könnte. Hier wird nahezu schon mit einer Normalität einhergehenden Story ein Szenario aufgebaut, welches allerdings sprachlich absolut typisch für Mellick ist. Mit der gerade mal 90 Seiten langen Story, die um Interview, Kritik als auch Vorwort aufgefüllt wurde, schafft es Mellick fast schon eine Gesellschaftssatire abzuliefern, die sehr unterhaltsam daher kommt, da sie sich den gewöhnlichen Dingen widmet, die auch in der normalen Welt Einzug erhalten: Anonymität. Vielleicht kann man das verstehen, wenn man in einer anonymisierten Gegend wohnt und alles nahezu gleich ist. Das Entkommen aus so einer "Vorstadthölle" fällt da nämlich umso schwieriger.


Mehr kann und will ich hier gar nicht sagen, denn dafür ist das Buch einfach zu kurz. Als Wertung bleiben aber 08/10 Punkten stehen. Die volle Punktzahl gibt es dieses Mal nicht, denn dafür ist in der Geschichte zu wenig Informationsgehalt und zu wenig Merkwürdiges enthalten. Lesenswert ist diese aber schon.

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