Edward Lee - Monstersperma

Ann White, Hannah Bowen und Mercy Dexter sind kurz vor dem Start in das neue Semester am Mädchencollege in Dunwich. Verzweifelt haben sie versucht in eine Studentenverbindung hineinzukommen, doch bisher wurden sie einfach überall abgelehnt. Dies macht nicht zuletzt ihr Äußeres: Drei beleibtere, junge Frauen, eher vom Typus ungepflegt und nicht gerade das, was man als Intelligenzbestien bezeichnen würde. Doch sie brauchen eine Verbindung, und gerade Ann's Eltern bestehen darauf, sonst will sie ihr Vater sogar enterben, und das wäre bei ihren wohlhabenden Familienverhältnissen der Supergau. Alle, die nach Dunwich gehen, sind etwas besser betucht.


Doch das, was sie in ihrer Bewährungswoche erwartet, ist nichts, was sie sich zu träumen gewagt hätten. Angezogen von den optischen Eindrücken der Studentenverbindung Alpha-Haus, lassen sie alles mit sich machen. Angefangen von Sperma in einem Kaffee über Sex-Orgien mit Basketballspielern oder Massen-Blow-Jobs in einer Hinterwäldlerkneipe. Ja selbst vor Tieren wird nicht Halt gemacht. Und alles scheint nur dazu zu dienen in der Studentenverbindung aufgenommen zu werden. Doch es steckt mehr dahinter...Shub neb hyr'ik eb hyr'k. Ogthrod ai'f geb'l, ee'h yog-sothoth...


Wertung:


Hab die Geschichte in einem Rutsch runter gelesen, und diese hätte eigentlich gar nicht so schlecht sein müssen, denn von der Grundidee der Story war da durchaus Potential. Die Ich-Erzählerin Ann-White muss hier einiges an Erniedrigungen über sich ergehen lassen, und das führt sogar bis zur Sodomie, und das in mehrfacher Ausführung. Dabei ist die einzige Motivation hierfür in die Studentenverbindung aufgenommen zu werden, und man weis. dass die Studenten des Alpha-Hauses immer mit 1,0 ihren Abschluss gemacht haben. Für Ann hat es noch eine besondere Bedeutung, denn sie würde enterbt werden, wenn sie es nicht in eine Studentenverbindung schafft. Das ist eigentlich zu wenig, um die ganzen Erniedrigungen durchhalten zu wollen, denn teilweise ist es einfach abartig, und das bereits am ersten Tag.


Mehrmals hat es mich beim Lesen vor Eckel geschüttelt, obwohl man hier nichts wirklich neues erfährt. Man kennt anteilig die Erniedrigungen, denn bereits in "Das Schwein" war einiges davon zu lesen. Was außerdem dem noch nicht so lovecraftbewandertem Leser vorenthalten bleibt, sind außerdem die Bezüge zu Dunwich und Cthuhlu. Das mag Lovecraft-Freunden ein "Cool" oder was auch immer entlocken, bei mir ist es lediglich ein Schulterzucken, denn ich kenne diese Geschichten (noch) nicht, und somit fehlt mir vielleicht ein essentieller Bestandteil um "Monstersperma" verstehen zu können. Keine Ahnung, vielleicht ist dem auch nicht so. Insgesamt keine so sehr gelungene Story, aber mir gefiel sie zumindest etwas besser als "Der Muschelknacker". Deshalb gibt es hier auch gerade so etwas mehr als die Hälfte der Punkte: 06/10.

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