Michaelbrent Collings – Darkbound – Bestrafte Seelen

Jim wartet an der U-Bahn-Station. Am Bahnsteig sind weitere Menschen, und sie scheinen alle die selbe Bahn nehmen zu wollen: Freddy, der Perverse, Karen, die mysteriöse elegante Frau, Xavier, der ein Gangster zu sein scheint, Olik, ein Georgier, Adolfa, eine ältere Dame anscheinend aus Mittelamerika, und eben Jim. Doch als der Zug hält steigt niemand aus, und das ist verwunderlich, denn normalerweise steigt immer jemand an dieser Haltestelle aus. Und die sechs Fahrgäste betreten den Zug.


Aber etwas scheint hier nicht zu stimmen, denn eigentlich hätte der Zug schon wieder anhalten müssen. Außerdem ist es dunkel und die typische Beleuchtung der New Yorker U-Bahn-Tunnel fehlt. Eine Möglichkeit in den vorderen Wagon zu kommen, haben sie nicht, denn die Tür ist verschlossen. Jim glaubte noch Tote darin zu erblicken, doch nun herrscht dort nur Schwärze. Auch die Schüsse aus Oliks Pistole beschädigen die Scheibe nicht. Sie sind im letzten Wagon gefangen. Und dann beginnen Freddy's Finger zu zucken, werden verdreht und verschwindet schlussendlich. Und Freddy schreit. Doch er wird nicht der einzige sein, der schreien wird, denn erst als sich Freddy nach und nach aufgelöst hat, können sie den nächsten Anhänger betreten. Und es sind anscheinend nur 6 lebendige Fahrgäste, die hier mitfahren. Denn alles andere scheinen Tote und Ghoule zu sein...

Wertung:


Hier darf man mal wieder nicht zu viel im Inhalt verraten, denn mit seinen 283 Seiten ist das Buch gar nicht so lang, und es kann schnell passieren, dass ein Stück Ende herausrutscht. Sprachlich ist das Buch zwar kein Hochgenuss aber durchweg so geschrieben, dass es leicht von der Hand zu lesen ist. Was ein wenig fehlt ist die Spannung. Diese ist zwar da, aber der typische Spannungsbogen bis zum Ende fehlt ein wenig. Die einzige Frage, die sich während des Lesens ständig wiederholte, ist einfach die, wo das Ganze hinführen soll? (Jim fragt ja selbst mehrmals, was das alles soll.) Das ist sozusagen das einzige Manko des Buches. Sonst ist die Geschichte exzellent erdacht und gerade das Ende ist hier absolut wunderbar gelungen. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass Michaelbrent Collings noch nicht so sehr lange im Geschäft ist, und diesen Roman ja anfangs zumindest "selbst verlegt" hat. Umso erstaunlicher ist das, was dabei herausgesprungen ist.


Es hat sich auf jeden Fall gelohn diesen Roman zu lesen und es ist herrlich erfrischend unter den alteingesessenen Autoren mal einen anderen dabei zu haben. Es gibt ja auch weitere Romane von ihm und es würde mich freuen, wenn das ein oder andere Werk noch auf deutsch erscheinen würde. Hier gibt es insgesamt 08/10 Punkten.

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