Marquis de Sade

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    • das bedeutet, dass meine handyautokorrektur ziemlich mies ist und mich ein weiteres Mal aufzuregen weiß ;)
      'tschuldigung
      I saw the best minds of my generation, starving hysterical naked
      dragging themselves through the negro streets at dawn looking for an angry fix
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      Allen Ginsberg: Howl
    • Okay :D

      Justine und Juliette

      JUSTINE UND JULIETTE BAND 1
      1990
      318 S.
      lila Leinen-Einband
      18 Zeichnungen / Abbildungen (leider keine Namen gefunden :( )
      Übersetzer: Stefan Zweifel und Michael Pfister
      Herausgeber: same
      Essay(s) von: keine Essay(s)

      JUSTINE UND JULIETTE BAND 2
      1991
      297 S.
      Hellorangener Leinen-Einband
      12 Zeichnungen / Abbildungen (siehe Band 1)
      Übersetzer: Stefan Zweifel und Michael Pfister
      Herausgeber: same
      Essay(s) von: keine Essay(s)

      JUSTINE UND JULIETTE BAND 3
      1992
      372 S.
      Türkiser Leinen-Einband
      24 Zeichnungen / Abbildungen (siehe Band 1&2)
      Übersetzer: Stefan Zweifel und Michael Pfister
      Herausgeber: same
      Essay(s) von: keine Essay(s)

      JUSTINE UND JULIETTE BAND 4
      1993
      346 S.
      pinker Leinen-Einband
      7 Zeichnungen / Abbildungen (Maria Lassing)
      Übersetzer: Stefan Zweifel und Michael Pfister
      Herausgeber: same
      Essay(s) von: Georges Bataille / Catherine Cusset / Hans Leyser

      JUSTINE UND JULIETTE BAND 5
      1994
      282 S.
      Hellblauer Leinen-Einband
      7 Zeichnungen / Abbildungen (Christian Ludwig Attersee) (keine neu angefertigten, sondern Originale!)
      Übersetzer: Stefan Zweifel und Michael Pfister
      Herausgeber: same
      Essay(s) von: Stefan Zweifel / Michael Pfister

      JUSTINE UND JULIETTE BAND 6
      1995
      309 S.
      Grauer Leinen-Einband
      11 Zeichnungen / Abbildungen (Andre Masson)
      Übersetzer: Stefan Zweifel und Michael Pfister
      Herausgeber: same
      Essay(s) von: Elisabeth Lenk / Andre de Mandirgues

      JUSTINE UND JULIETTE BAND 7
      1996
      255 S.
      Blassroter Leinen-Einband
      8 Zeichnungen / Abbildungen (Juliao Sarmento) (es sind Gouachen :thumbup:, mehr hier: de.wikipedia.org/wiki/Gouache)
      Übersetzer: Stefan Zweifel und Michael Pfister
      Herausgeber: same
      Essay(s) von: Georges Bataille / Maurice Blanchot

      JUSTINE UND JULIETTE BAND 8
      1996
      325 S.
      Hellgrüner Leinen-Einband
      9 Zeichnungen / Abbildungen (Mimmo Paladino) (wieder Originale, keine neuangefertigten Bilder!)
      Übersetzer: Stefan Zweifel und Michael Pfister
      Herausgeber: same
      Essay(s) von: Roland Barthes / Alain Robbe Grillet / Stefan Zweifel / Michael Pfister

      JUSTINE UND JULIETTE BAND 9
      1999
      239 S.
      Schwarzer Leinen-Einband mit roten Kreuzen drauf
      12 Zeichnungen / Abbildungen (Wolfgang Ernst)
      Übersetzer: Stefan Zweifel und Michael Pfister
      Herausgeber: same
      Essay(s) von: Bernd Mattheus

      JUSTINE UND JULIETTE BAND 10
      2001
      402 S.
      Dunkelroter Leinen-Einband
      8 Zeichnungen / Abbildungen (Chantal Wicki) (wieder Originalillustrationen, keine neuen Bilder!)
      Übersetzer: Stefan Zweifel und Michael Pfister
      Herausgeber: same
      Essay(s) von: Piere Klossowski / Georges Bataille / Daniel Binwanger / Stefan Zweifel / Michael Pfister


      Die ersten fünf Bände enthalten den Roman JUSTINE in neuer Übersetzung, die Bände sechs bis zehn den Nachfolger JULIETTE.

      Im Text finden sich immer wieder Fußnoten, die bestimmte Begriffe erklären oder die Auswahl des übersetzten Wortes erklären.

      Warum bei den ersten drei Bänden keine Künstler angegeben sind, weiß ich auch nicht, sorry :)

      Es tut mir leid, wenn man mit meinen Auskünften auch nicht viel mehr anfangen kann als denen auf der Website des Verlages – mehr gibt es einfach nicht zu sagen, die haben da schon ziemlich gute Arbeit geleistet :thumbsup:

      Hier noch der Klappentext, der bei allen Bänden gleich ist:
      In Justine und Juliette treibt Sade seine atheistisch-materialistische Philosophie auf die Spitze und vervollkommnet sein Weltverständnis, das auf kosmologischer Ebene die ewige Bewegung der Materie, auf der politischen die permanente Revolution der Gesellschaft und in individuell-moralischer Hinsicht die treibende Kraft der menschlichen Triebe zum Zentrum hat; alles in allem ein beinahe unentwirrbares Gespinst von Ratio und Eros, dem der Leser auch heute noch mehr oder minder ratlos gegenübersteht; eine Umwertung aller Werte, die nicht bei der Gesellschaft, sondern beim Individuum ansetzt.
      I saw the best minds of my generation, starving hysterical naked
      dragging themselves through the negro streets at dawn looking for an angry fix
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      Allen Ginsberg: Howl
    • "Vor zweihundert Jahren ist der Marquis de Sade gestorben;
      doch seine korrekte Einordnung in die Ideengeschichte fällt
      nach wie vor schwer. Ist Sade ein – inzwischen kanonisierter –
      Held der Aufklärung und der bürgerlichen Emanzipation? Oder doch
      ein psychopathisches Monstrum, dessen Werke allenfalls als
      Fallstudien einer prophetisch schwarzen Moralistik kommentiert
      und gelesen werden dürfen?" nzz
      nzz.ch/feuilleton/buecherherbs…rze-moralistik-1.18396353
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • MARQUIS DE SADEDer Quentin Tarantino des 18. JahrhundertsVolker Reinhardt: "De Sade oder Die Vermessung des Bösen"

      Von Katharina Döbler


      Der Marquis de Sade war ein intelligenter Psychopath, der seine Obsessionen zum Kult erhob. Der Schweizer Historiker Volker Reinhardt widmet ihm nun eine neue Biografie - und begibt sich auf die Suche nach der Natur des Bösen.

      Heutzutage kann man die nach ihm benannten sexuellen Perversionen im Fernsehen betrachten: Der Marquis de Sade (1740-1814) regt niemanden mehr auf. Seine einst verbotenen Schriften sind mittlerweile kanonisiert und die Frage, ob er nun ein Vorkämpfer der Revolution war oder ein selbstherrlicher Aristokrat, löst schon lange keine Debatten mehr aus.

      Nach dem heutigen Stand des Interesses und der Erkenntnis gehört der "göttliche Marquis" (so nannte ihn der Dichter Guillaume Apollinaire) in die Kategorie intelligenter Psychopathen; man könnte ihn sich vielleicht am ehesten als eine Art Quentin Tarantino des 18. Jahrhunderts vorstellen, der seine speziellen Defizite und Obsessionen zum Kult erhob.

      Sex-Orgien und wütender AtheismusDoch der Schweizer Historiker Volker Reinhardt, Spezialist für die italienische Renaissance, untersucht Leben, Werk und Wirkung des Marquis de Sade nicht aus der Gegenwart heraus, sondern mit dem Instrumentarium seines Fachs; dass er solide ökonomische und politische Fakten zugrunde legt, hilft die Legenden zurechtzustutzen. Denn der Lebenslauf dieses provencalischen Adeligen war zunächst nicht untypisch für die alte, bereits einflusslose Aristokratie unter Ludwig dem XV., weder seine Karriere als Kindersoldat noch die Geldheirat und die Vorliebe für sexuelle Orgien.

      Reinhardt untersucht vor allem de Sades Verhältnis zur Gesellschaft des Ancien Régime, die ihn privilegierte und die er, voller Verachtung, so sarkastisch und perfide beschrieb - vor allem den "120 Tagen von Sodom".

      Wie sehr er dabei an das Denken seiner aufklärerischen Zeitgenossen anknüpfte, sich an Rousseaus Vorstellungen von der Natur des Menschen rieb und diese Theorien mit seinem wütenden Atheismus und seinen sexuellen Vorlieben zu verknüpfen versuchte, zeichnet Reinhardt anhand der Schriften genau nach. Der Untertitel "Die Vermessung des Bösen" bezeichnet den – hochinteressanten – Aspekt, unter dem er dieses Material organisiert.

      De Sade ließ seinen schwarzen Fantasien freien LaufDer Sexualverbrecher de Sade, nach mehreren Jahren im Gefängnis, ließ seinen schwarzen Fantasien hemmungslos ihren Lauf, und gleichzeitig dachte er (in dem philosophischen Roman "Aline et Vercours") über eine Gesellschaftsform nach, in der der Schaden, den der Mensch dem Menschen zufügt, möglichst gering ausfiele.

      Optimistisch war er diesbezüglich nicht. Das Böse als Teil der menschlichen Natur: das war Thema und Leitstern seines Schaffens, und er durchdachte es bis zum Überdruss, von der Vergewaltigung bis zum Massenmord in immer neuen Varianten. Es gibt wohl wenige Menschen auf der Welt, die sein schwer erträgliches und ermüdendes Werk, dieses Zeugnis exzessiver Imagination, radikaler Selbsterforschung und intellektueller Wut, wirklich gelesen haben.

      Reinhardt versucht verdienstvollerweise keine gültige Deutung, sondern fokussiert seine Biografie auf die philosophische Kernfrage nach dem Bösen in ihrem sozio-historischen Umfeld. Und unter diesem Aspekt wird der adelige Wüstling, der "unglückliche Zweibeiner", wie er sich selbst bezeichnete, zweihundert Jahre nach seinem Tod noch einmal interessant.

      Volker Reinhardt: De Sade oder Die Vermessung des Bösen
      quelle: hr

      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • habe begonnen:
      sibylle knauss: "die marquise de sade. roman einer ehe."
      list, tb, 2008, 319 seiten.
      klappentext: "Eine der extremsten Lieben, die jemals gelebt wurden.
      Renée-Pélagie de Montreuil ist einundzwanzig, als sie mit
      dem Marquis de Sade verheiratet wird.
      Zwei Tage vor ihrer Hochzeit sieht sie ihn zum ersten Mal.
      Sie träumt von der romantischen Liebe, aber was sie erwartet,
      ist die Hölle."
      die frau die immer zu ihrem mann gehalten hat. an psychologischem
      tiefgang ist diese beziehung von nahezu heilloser abgründigkeit, wenn
      ich mir nach den biographien de sades ein bild seiner ehegattin mache.
      sibylle knauss, eine der wenigen dt.autorinnen die mit ihren büchern in den usa
      beliebt wurde, geht mit auslotender sprache daran rätsel zu lösen.
      blitzlichter aus dem was ich bisher las:
      "er ist aus jeder distanz intim."
      "er macht die frauen zu komplizinnen ihrer eigenen schändlichkeit."
      "es gibt menschen, die, ob sie es wollen oder nicht, witzig sind. er war,
      ob er es wollte oder nicht, anzüglich."
      "es ging darum, mehr zu sein, als man gewesen war."
      "sein eheversprechen: fürchten sie nichts von mir für ihr glück."

      edit: ich werde das buch langsam verfolgend geniessen.
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:

      The post was edited 1 time, last by jörg ().

    • obiges buch von sibylle knauss beendet.
      eine großartige mischung von belegtem und nachgefühltem. :thumbsup:
      ich bin beeindruckt, da der aspekt von frau de sade gerne
      vergessen wird, oder als fußnote wenig beeindruckt von den biographen
      dargestellt wird. die liebende und der eifersüchtige.
      der wüstling und die weise. für mich ist es mehr ein kluges sachbuch
      als die verschwärmten sachtexte betörter sm-jünger über de sade.
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup: