Richard Laymon....Genie oder Wahnsinn - Schund oder Kult?

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    • Richard Laymon....Genie oder Wahnsinn - Schund oder Kult?

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      Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. Als Schriftsteller debütierte Laymon 1980 mit den Psychothrillern „Your Secret Admirer“ und „The Cellar“ (dt. „Haus der Schrecken“). In den folgenden beiden Jahrzehnten veröffentlichte er mehr als 60 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten. Dabei beschränkte er sich nicht auf die Genres Horror und Thriller, sondern schrieb auch Romanzen oder Westernromane. Laymons Erfolg hielt sich in den USA lange in Grenzen; seine eigentliche Fangemeinde hielt ihm in Europa die Treue. Dafür dürften seine ungeschminkt derben und an blutigen Effekten nicht sparenden, die puritanische Sexfurcht der US-Gesellschaft ignorierenden und anklagenden Geschichten verantwortlich sein. Dennoch wurden Laymon-Werke mehrfach für renommierte Buchpreise nominiert. Im Jahre 2000 wurde „The Travelling Vampire Show“ mit dem „Bram Stoker Award“ für den besten Horrorroman des Jahres ausgezeichnet. Den Preis konnte Richard Laymon nicht mehr selbst in Empfang nehmen. Er starb völlig überraschend am 14. Februar 2001 an einem Herzanfall. Laymon gilt heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

      >>> Richard Laymon's Bibliographie <<< >>> Richard Laymon's Original-Homepage <<<

      >>> The Life of Big “L” by the London Indipendent <<< >>> US Fanpage von Richard Laymon <<<<

      >>> The Frightening World of Richard Laymon <<<
      • Was zeichnet Richard Laymon aus, was macht seine Arbeit so besonders - oder vielleicht auch gerade nicht - und was macht ihn zu derKultfigur die er seit langem ist? Oder wird um ihn nur so ein "Hype" betrieben, weil er schon lange tot ist?
      • Geniale Romane oder einfach nur billiger Schund - missfallen oder gefallen? Eure Meinungen sind gefragt, schreibt euch die Seele vom Leib.
      • Was habt ihr gelesen, welche Romane haben euch gefallen, welche weniger?
      • Alles weitere über den Autor Richard Laymon, alles was ihr schon immer einmal loswerden wolltet. Sämtliche Informationen, links zu Interviews, eure eigenen Roman-Sammlungen usw usw.

      All diesen Fragen können wir uns hier widmen und nachgehen, das ist eure Plattform, hier könnt ihr euch mit Gleichgesinnten austauschen und informieren. Und nun viel Spaß.
      elements-of-crime.de the place for lovers of horror & crime fiction

      Dieser Beitrag wurde bereits 24 mal editiert, zuletzt von Murxer ()

    • Also ich find es kommt darauf an was man von Laymon liest. Seine Horror Romane fand ich fast alle gut (besonders die "Beasthouse Chronicles" und "Resurrection Dreams") Benutzt übrigens lieber die Orginaltitel, da ich die Buchtitel die Heyne verwendet furchtbar finde X(
      Seine Psychothriller find ich stellenweise zum Haareraufen schlecht. Würd aber gern mal den 4. Band der "Beasthouse Chronicles" lesen der is ja bei uns noch nicht erschienen.
      “There are not many persons who know what wonders
      are opened to them in the stories and visions of their youth; for when
      as children we learn and dream, we think but half-formed thoughts, and
      when as men we try to remember, we are dulled and prosaic with the
      poison of life.”
      -H. P. Lovecraft
    • Wohl wahr Dan, es sind wirklich nicht alle Romane gleich gut, aber ich denke das werden wir bei keinem Autor finden.
      Auffällig bei Laymon meines Erachtens ist, dass man nie sagen kann, ob seine früheren- oder eher die späteren Romane besser waren.
      Es war immer wieder mal so oder so :huh: Aber wie auch immer, ins Regal gehört jedes seiner Bücher.

      Mein absolutes Highlight war "Nacht", dabei war die Figur Alice weltklasse :D
      elements-of-crime.de the place for lovers of horror & crime fiction
    • Stimmt "Midnight's Lair" war sehr gut. Fand auch die Idee und das Setting gut. "The Glory Bus" davor hat mir auch gut gefallen.
      “There are not many persons who know what wonders
      are opened to them in the stories and visions of their youth; for when
      as children we learn and dream, we think but half-formed thoughts, and
      when as men we try to remember, we are dulled and prosaic with the
      poison of life.”
      -H. P. Lovecraft
    • Ich muss zugeben, dass ich, als Festa mit Laymon wieder anfing, mir die Goldmann-Bücher besorgt habe und JAHRMARKT DES GRAUENS ziemlich klasse fand. Extrem schwach und albern jedoch IM ZEICHEN DES BÖSEN (= DER RIPPER). Der erste Beast House-Roman lag irgendwo dazwischen. Auch haben mich die Festa-Laymons PARASIT und VAMPIRJÄGER zunächst nicht überzeugt, sondern eher gelangweilt. Am meisten haben mich da die pubertären Fantasien abgenervt. Ich habe trotzdem nicht aufgegeben und mir DIE INSEL als Hörversion (von Audible) besorgt. Mit (pubertären) Längen, doch ein geniales Ende. Damit kam die Wandlung und die Hörversionen der DER KELLER-Trilogie (=Beast House). Nachdem ich Teil 2 auch ziemlich schwach fand, war ich von Teil 3 restlos begeistert. Der Romanaufbau (auf zwei Zeitebenen) und die Überraschung sind einfach genial. Der würde fast auch ohne das Biest funktionieren. Überhaupt ist ja eins der laymon'schen Hauptthemen, dass der Mensch die schlimmste Bestie ist.
      Dann Festas LICHT AUS! (Spitze schräg!) und die Hörversion von DER WALD (hier spielt Laymon mit seinen bekannten Motiven und kombiniert diese überraschend neu).
      Auch Laymons schwafelige Echtzeitschilderungen, die mich zu Anfang nur gelangweilt haben, entwickeln in den Hörversionen einen angenehmen Sog.
      Lange Rede, kurzer Sinn: Wer Hörbüchern etwas abgewinnen kann, sollte unbedingt die Audible (nur exklusiv bei Audible)-Versionen testen, die genial von Uve Teschner gelesen werden.
    • laymons kaffeelöffel

      meine lieblings-laymons sind:
      1. der ripper
      2. der keller
      3. der pfahl
      4. parasit
      5. die familie

      schriftstellerisch ist laymon nicht so begrenzt, wie ihn laymon-hasser oft hinstellen.
      er zeigt durch seine vielen voyeur-andeutungen die prüderie amerikas, er ist ein waffen-narr
      sondergleichen, aber er hat phantasie... und spass am erzählen. darauf kommt es an, für mich. :!:
      "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle."
      Albert Einstein (1879 - 1955)

      jörgs bücher des jahres 2018 :thumbup:
    • Hallo zusammen,

      bin auch ein Laymonfan.

      Am besten fande ich wirklich "Der Gast". Fande sogar das es viel zu kurz war. Hab während dem Lesen nur geschmunzelt und gelacht. Kumpel hat sich im Nebenzimmer total gewundert, warum ich so laut ständig am Lachen war!

      Am schlechtesten fand ich "Vampirjäger"! Habe mich durch dieses Buch leider nur durchgequält.

      Angefangen hatte ich mit, "Die Insel", "Rache" und "Das Spiel". Die ich wirklich alle supergut fand. Vor allem das Ende von "Der Insel", wie makaber, hatte erstmal ein böses Grinsen im Gesicht! :D

      Zuletzt habe ich "Furien" gelesen und war echt begeistert wie gut auch Kurzgeschichten sein können! Top 5 der Kurzgeschichten:
      1. Ein ruhiges, stilles Örtchen (Boar wie böse!!!)
      2. Einschnitte
      3. Joyce
      4. Vorkoster
      5. Die Maske

      Wer kennt von euch Furien? Und welche Geschichten fandet ihr am besten?

      LG
    • Hab bisher nur "In den finsteren Wäldern" und "Das Loch" gelesen.
      In den finsteren Wäldern fand ich ganz herausragend! Ich mag das dreckige Redneck-Backwoods Flair mit inzestuösen Gestalten an jeder Ecke, daher auch mein Faible für Edward Lee :D
      Das Loch war spannend und gut geschrieben aber nicht besonders "shocking".

      Ach sorry...zum Thema: definitiv KULT!
      Jesus wept ;(

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Misanthrop ()

    • Um den Threadtitel zu beantworten: Kult.

      Ich hab alles von Laymon, was es derzeit auf dem deutschen Markt gibt, auch die "ungeschnittene" Version von "Die Insel" (was war ich seinerzeit sauer, als eine Leserin buchstäblich nach Zensur schrie und diese auch durchsetzen konnte, gleiches geschah mit Ketchums "Evil").

      Wen es interessiert: literaturschock.de/literaturforum/index.php?topic=8375.0

      Ansonsten ist Laymon lesen für mich wie einen Horrorfilm aus den 80er gucken: Viel Gefummel und nackte Haut, unlogisches Verhalten der Protagonisten, Splatter...aber ungemein unterhaltend! :D
      "Freaks and fiddles, banjos and beasts: writing redneck horror" - Weston Ochse -
    • Murxer schrieb:

      • Was zeichnet Richard Laymon aus, was macht seine Arbeit so besonders - oder vielleicht auch gerade nicht - und was macht ihn zu derKultfigur die er seit langem ist? Oder wird um ihn nur so ein "Hype" betrieben, weil er schon lange tot ist?
      • Was habt ihr gelesen, welche Romane haben euch gefallen, welche weniger?
      Laymon ist/war überragend! Zusammen mit Ketchum bildet er für mich eine Art Speerspitze, was diese Art von Horror angeht. Genau wie Ketchum schreibt er präzise,knackig, genau auf den Punkt. Solche abgespeckten Sätze sind schwieriger zu schreiben, als endlos langes Gefasel. Und das Wichtigste: Er unterhält!

      Laymon ist Kult, weil er einen völlig eigenen Stil hat. Er paart (meist realistischen) Schrecken mit morbidem Humor, Sex, und verrückten Plots. Er ist einzigartig.

      Ich hab fast alle Laymons gelesen und hab zum Glück auch noch die unzensierte "Insel"-Version im Regal. Meine Faves:"Nacht", "Die Insel", "Rache","DieJagd" und "Das Loch". Die Festa-Übersetzungen zähle ich auch - zumindest größtenteils - zu den Highlights. Abfallend fand ich "Der Wald" und "Finster", die ziehen sich zu sehr in die Länge. Aber sogar da sind noch Knüller-Szenen zu finden.

      Ich halte fest: Wer Laymon kauft, weiß, was er kriegt. So ähnlich wie beim Kauf einer Motörhead- oder AC/DC-Scheibe.
      Auflegen, und ab geht die Luzie. ;)