Edward Lee

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    • Das Gesicht während der Lektüre würde ich echt gerne sehen, Alex
      Bond: Wer würde wohl für meinen Tod eine Million Dollar bezahlen? M: Eifersüchtige Ehemänner, wütende Chefs, verzweifelte Schneider…die Liste ist endlos! –

      Der Mann mit dem goldenen Colt

      Tanaka: "In Japan kommen die Männer zuerst, die Frauen als zweite!" Bond: "Hier werde ich mich einmal zur Ruhe setzen!"

      Man lebt nur zweimal, 1967
    • Gewürm:

      Prof. Nora Craig ist als Polychaetologin mit ihrem Assistenten Loren sowie der Fotografin Annabelle und dem Lieutenant Trent auf einer kleinen Insel vor der Küste Floridas um eine Wurmart zu erkunden. Überall auf der Insel verstreut findet sich eine Wurmart, anfangs noch klein, manchmal aber auch mehrere Meter lang. Lebt an Wasser und an Land und kann sich durch die härtesten Panzer hindurch fressen. Oder durch Schiffsmotoren. Gelbliche Eizellen, die anscheinend auch außerhalb des Organismus überleben können und eigene Überlebensstrukturen entwickelt haben, breiten sich über die gesamte Insel aus. Wer Kontakt mit Würmern oder Eizellen bekommt, wird augenblicklich infiziert und qualvoll als Wirtsorganismus missbraucht. Anfangs ist die Aufgabe für die Teilnehmer der Exkursion noch die Erforschung des Wurms, doch spätestens als die ersten Leichen auftauchen und verlassene Boote gefunden werden, wird ihnen klar, dass hier eine weit größere Gefahr besteht, als sie es zuvor für möglich gehalten haben. Ein schleimiges Grauen beginnt, durch welches die Expedition einen Ausweg finden muss. Doch warum gibt es diese Würmer? Es scheint so, als wären sie eine Kreuzung aus allen möglichen Arten, und es nähert sich der Verdacht, dass diese neue Art keinen natürlichen Ursprung hat...

      Wertung:

      Edward Lee liefert hier mal wieder eins seiner besten Werke ab. Das liegt vor allem daran, dass der Wissenschaftliche Aspekt vollends überzeugen kann. Das mag den ein oder anderen vielleicht langweilen, wenn über Würmer und deren Nomenklatur sowie deren Art gesprochen wird, aber es ist genauso korrekt und spiegelt daher absolut den Realismus wieder, den eine solche Geschichte braucht. Auch die Sprache der "Nerd-Fraktion" kommt gerade wahrscheinlich sogar einem Originalton sehr nahe. Das Einzige, was man hier vielleicht kritisieren könnte ist die Art und Weise, wie die Geschichte aufgelöst wird.
      Spoiler anzeigen
      Dass es sich hier um ein Alienexperiment handelt, tut der Geschichte nicht gut. Ohne diesen Aspekt z. B. mit rein militärischer Gen-Forschung und Mutationsmanipulation wäre es wahrscheinlich besser gewesen.

      Leider ist die Geschichte dieses Mal auch nicht mit anderen Charakteren aus dem "Lee-Universum" verwoben. Er versteht es sonst exzellent gerade diese Verbindungen herzustellen, weshalb sich sonst immer mal wieder ein "Aha-Moment" herauskristallisiert. Dies fehlt hier. Dennoch ist "Gewürm" eins meiner absoluten Lieblingsbücher von Lee und hat seinen Platz in der H&T-Reihe durchaus zurecht. Für die Extremreihe ist es vielleicht nicht Brutal genug, der sexuelle Aspekt würde dafür aber ausreichen.

      Was ein wenig stört ist der Klappentext, denn da heißt es, dass in Deutschland der Erreger nach §7 Infektionsschutzgesetz meldepflichtig sei (= schwerwiegende Gefährdung der Allgemeinheit). Dies ist zwar inhaltlich vom Gesetz her (Abs. (2)) korrekt, hat mit der Handlung aber auch wirklich gar nichts zu tun (es gibt keinen Bezug zu Deutschland).

      Sei es drum. Abschließende Wertung: 9,5/10

      Aktuelles Lee-Ranking:

      1. Incubus
      2. Porträt der Psychopathin als junge Frau
      3. Der Höllenbote
      4. Dahmer ist nicht tot
      5. Gewürm
      6. Flesh Gothic
      7. Creekers
      8. Golem
      9. Mister Torso
      10. Die Minotauress
      11. Der Besudler auf der Schwelle
      12. Haus der bösen Lust
      13. Header
      14. Das Schwein
      15. Bighead
      16. Monstersperma
      17. Shifters
      18. Der Teratologe
      19. Goon
      20. Muschelknacker
      Rezensionen im Blog...
      Festa-Sammlung im Forum
      "Ihr seid Ka-tet, eins aus vielen. So wie ich. Wessen Ka-tet das stärkere ist, werden wir jetzt herausfinden müssen."
    • Ein Kühlschrank voller Sperma:

      Als Micah Hays geboren wurde staunte man nicht schlecht, denn bereits als er den Geburtskanal verließ, hatte er einen mordsmäßigen Ständer, um welchen ihn jeder Erwachsene beneiden würde. Doch Micah wurde in seinem späteren Leben nicht nur der größte Stecher der Region sondern auch Polizist. Sein Partner und Vorgesetzter Richard Kinion verzweifelt ein ums andere Mal, wenn Micah wieder seine Possen und Stories um seine "Eroberungen" loslässt. Dabei macht er vor keinen Obszönität halt, und berichtet en Detail, was dem Captain auf den Magen schlägt und diesem auch anteilig sein Mittagessen kostet. Die Gesamtgeschichte ist auf 5 einzelne aufgeteilt. Dabei macht Lee hier weder vor Werwölfen noch Penisringen, einer Freakshow oder einer spermasaugenden Scheinwitwe halt. Ein Abenteuer nach dem nächsten beginnt für Micah und seinen Vorgesetzten...

      Wertung:

      Wer jemals ein Buch von Edward Lee gelesen hat, weiß, dass es dort ordentlich zur Sache geht. Das, was an Sexualität hier geboten wird, ist an abstrusen Abartigkeiten so dermaßen strange, dass das nicht nur extrem ist, sondern Lee hier mit "Ein Kühlschrank voller Sperma" mit Abstand sein lustigstes Buch abliefert. Teilweise ist dabei extrem derber Humor vorhanden, den man so in dem Text hier gar nicht wiedergeben kann. Dass ist in Ansätzen vielleicht auch bei "Monstersperma" der Fall gewesen, aber hier ist diese noch etwas Besonderer, denn die Geschichte ist zum einen länger und zum anderen auch wesentlich extremer gehalten (das ist natürlich Ansichtssache).

      Das Detailreichtum, was dort beschrieben wird, berechtigt diese Kurzgeschichtensammlung in der Extremreihe. Literarisch hat Lee hier leider nicht ganz das Niveau erreicht, was er manchmal bei seinen längeren Werken durchaus haben kann (Stichwort: Incubus, Der Höllenbote, Gewürm). Aufgrund der Witzigkeit fällt die Wertung dennoch recht hoch aus, auch wenn der Roman teilweise ziemlich platt ist. Niveau darf man hier einfach nicht erwarten und will man hier auch gar nicht erwarten. Mir gefallen andere Werke von ihm mehr, dennoch halte ich "Ein Kühlschrank voller Sperma" für ein recht gut gelungenes Buch, was durchaus 08/10 Punkte verdient. Für Einsteiger der Extremreihe und auch Nicht-Kenner der Lee'Schen Erzählkunst nicht zwangsläufig ein typisches Werk, dennoch aber eine absolute Leseempfehlung, an Leser, die kein Problem mit einer extremen sexuellen Erzählung haben. Einziger Kritikpunkt, der noch nicht erwähnt wurde, ist das Ende
      Spoiler anzeigen
      (mit gefällt einfach diese Außerirdischen-Scheiße nicht)
      . Sonst wären sogar mehr Punkte drin gewesen.

      Aktuelles Lee-Ranking:

      1. Incubus
      2. Porträt der Psychopathin als junge Frau
      3. Der Höllenbote
      4. Dahmer ist nicht tot
      5. Gewürm
      6. Flesh Gothic
      7. Creekers
      8. Golem
      9. Ein Kühlschrank voller Sperma
      10. Mister Torso
      11. Die Minotauress
      12. Der Besudler auf der Schwelle
      13. Haus der bösen Lust
      14. Header
      15. Das Schwein
      16. Bighead
      17. Monstersperma
      18. Shifters
      19. Der Teratologe
      20. Goon
      21. Muschelknacker
      Rezensionen im Blog...
      Festa-Sammlung im Forum
      "Ihr seid Ka-tet, eins aus vielen. So wie ich. Wessen Ka-tet das stärkere ist, werden wir jetzt herausfinden müssen."
    • habe mein 29. buch -auf deutsch- von onkel edward ausgelesen... ;)

      lee hat seinen ruf als einer meiner lieblingsautoren des genres verteidigt! :thumbsup:

      totenlust - edward lee
      festa, tb, 2018, 573 seiten, übersetzung: renè ulmer.

      mit diesem umfangreichen horrorthriller hat der amerikaner edward lee mich richtig doll zu begeistern gewusst.
      weil er seine story gemächlich, old school mit extreme- anklängen, --- er hat das original bekanntlich 1988 verfasst,---
      sich entwickeln läßt. meinen schauder-faktor hat er zudem bestens bedient.
      als erzähler hat er hier frisch, gekonnt von sich reden machen können. denn das hat er drauf,
      texte abzuliefern, denen die flinken leseaugen bereitwilligst folgen wollen...


      meine aktuelle e.lee buchparade
      nach der "totenlust" - lektüre
      ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;
      1.incubus
      2.flesh gothic
      3.shifters. radikal böse (mit john pelan)
      4.porträt der psychopathin als junge frau (mit elizabeth steffen)
      5.haus der bösen lust
      6.totenlust
      7.der teratologe (mit wrath james white)
      8.white trash gothic
      9.golem
      10.dahmer ist nicht tot (mit elizabeth steffen)
      11.mister torso & andere extremitäten
      12.header
      13.der höllenbote
      14.creekers
      15.der besudler auf der schwelle
      16.das schwein
      17.das snuffhaus
      18.gewürm
      19.der muschelknacker (mit john pelan)
      20.ein kühlschrank voller sperma. - edward lee (mit john pelan)
      21.der hornbrecher
      22.65 stirrup iron road ( mit acht anderen autoren )
      23.innswich horror
      24.bighead
      25.die minotauress
      26.inferno 1
      27.inferno 2
      28.goon (mit john pelan)
      29.monstersperma
      ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;
      "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle."
      Albert Einstein (1879 - 1955)

      jörgs bücher des jahres 2018 :thumbup:
    • McFly74 schrieb:



      Schaltet mal die Untertitel ein, ist echt lustig! :D


      Obwohl, ich muss dem Untertitel recht geben, wenn dort Horror mit "Homer" übersetzt wird. DIE SIMPSONS sind für mich mittlerweile im Fernsehen (besonders dann noch Dienstags) schon der glatte Horror. :D
      Wenn Du ertrinkst, dann nimm wenigstens den Mund voll!

      Nur die wenigsten begreifen, wie bösartig mitunter ein Lächeln sein kann!