Franz Kafka

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    • Eduardo Mendoza erhält Franz-Kafka-Literaturpreis

      Der Franz-Kafka-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den spanischen Schriftsteller
      Eduardo Mendoza. Das teilten die Organisatoren heute in Prag mit. Zu den erfolgreichsten
      Romanen des 72-Jährigen gehört "Die Stadt der Wunder" von 1986. Darin schilderte er nach
      Ansicht der Jury "in meisterhafter Weise die sozialen und politischen Kämpfe in Barcelona,
      Katalonien und ganz Spanien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts". Der Preis ist mit
      10 000 US-Dollar dotiert. Außerdem
      erhält der Preisträger eine Bronzefigur, die einem Kafka-Denkmal nachgebildet ist.
      2001 Philip Roth (usa)
      2002 Ivan Klíma (tschechien)
      2003 Péter Nádas (ungarn)
      2004 Elfriede Jelinek (österreich)
      2005 Harold Pinter (england)
      2006 Haruki Murakami (japan)
      2007 Yves Bonnefoy (frankreich)
      2008 Arnošt Lustig (tschechien)
      2009 Peter Handke (österreich)
      2010 Václav Havel (tschechien)
      2011 John Banville (irland)
      2012 Daniela Hodrová (tschechien)
      2013 Amos Oz (israel)
      2014 Yan Lianke (china)
      der preis wird von der franz-kafka-gesellschaft in prag verliehen.

      quelle: d-radio
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • Erfrischend und mitreißend: 'Kafka im Kopf'
      Was ist Überwachung? Was ist Demokratie? Und:
      kann da jeder mitmachen? Das sind Fragen, mit denen sich der
      Jugendtheaterclub "Active Player" des Heimathafens Neukölln in seinem
      neuen Stück beschäftigt. "Der Prozess" von Franz Kafka dient den
      Jugendlichen dabei als Vorlage. Gestern, 18.6.15 feierte "Kafka im Kopf"
      Premiere.
      Auf einer Leinwand am Bühnenende
      erscheint ein dunkles Zimmer, dann eine Tür. Auf der Bühne geht das
      Licht an, ein vielleicht 13-Jähriger steht auf einem Podest und liest:
      Der Prozess von Franz Kafka. Die Geschichte über Josef K., der nicht
      weiß, warum er beschuldigt und verhaftet wird, dient als Rahmen und
      roter Faden für die lose aufeinanderfolgenden Szenen. Plötzlich geht die
      Tür nach draußen auf, zwei Männer kommen herein, Kripobeamte.
      "Uns wurde mitgeteilt, dass auf dem Hof eine Schlägerei stattgefunden
      hat, dabei wurde eine Frau schwer verletzt, ich bitte Sie, sich einmal
      auszuweisen."
      Die Zuschauer werden Teil des Stückes.
      Sie müssen ihre Ausweise vorzeigen. Dann stürzen sich die Männer auf
      einen dunkelhäutigen Mann im Publikum. Ein Schauspieler, wie sie.
      Es ist ein gelungener Überraschungseffekt. Eine Szene, die das
      kafkaeske "Josef-K-Gefühl" direkt aufgreift. Warum werde ich verhaftet?
      Ich habe doch nichts getan. Was wird mir vorgeworfen? Warum hört mir
      niemand zu?
      Die 18 Zwölf- bis 24-Jährigen des Jugendtheaterclubs "Active Player"
      entwickeln aus dem Text Franz Kafkas ihren eigenen Kommentar zum
      aktuellen Weltgeschehen. Sie bringen eine Collage auf die Bühne aus
      literarischer Vorlage, Tagesschau-Zitaten und persönlichen Erfahrungen,
      Ängsten und Gefühlen.

      Das Bühnenbild besteht aus verschiebbaren Treppenpodesten und einem
      Kleiderständer. Das meiste allerdings drücken die Jugendlichen ohne
      Requisisten oder Kulissen aus. Sie sagen es mit ihren Körpern. Sie
      krümmen sich gequält, kratzen sich, raufen sich die Haare, versteinern,
      laufen in Zeitlupe rückwärts oder torkeln wie Zombis aufs Publikum zu,
      dann wieder tanzen sie, wild und frei.

      Es geht um Überwachung und Datenmissbrauch, um Freiheit und was das
      eigentlich ist. Fragen werden aufgeworfen: Wie viel freie
      Meinungsäußerung muss die demokratische Gesellschaft eigentlich
      vertragen? Kafka im Kopf setzt Gedanken in Gang nach einem sehr
      erfrischenden, mitreißenden Theaterabend im Heimathafen Neukölln.

      beitrag von nadine kreuzahler ,rbb
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • Kafka-Nichte gestorben
      Vera Saudkova wurde 94 Jahre alt
      Vera Saudkova, die letzte Nichte des Schriftstellers Franz Kafka (1883-1924), ist tot. Sie starb
      im Alter von 94 Jahren in Prag, wie die Agentur CTK unter Berufung auf ihren Enkel Josef
      Trestik berichtete. In einem Interview sagte Saudkova einmal über ihren berühmten Onkel:
      "Dunkel erinnere ich mich an einen lieben, freundlichen, lächelnden Menschen."
      Saudkova war die Tochter von Kafkas Lieblingsschwester Ottla, die im Konzentrationslager
      ermordet wurde. Sie selbst überlebte den Holocaust, weil sie mit einem Nichtjuden, dem Literaten
      Karel Projsa, verheiratet war. In zweiter Ehe heiratete sie den berühmten tschechischen Shakes-
      peare-Übersetzer Erik Adolf Saudek, der 1963 starb.
      Später arbeitete Saudkova als Verlagslektorin und Redakteurin der Zeitung "Lidove noviny".
      quelle: d-radio
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • neuzugänge in meiner kafka-bibliothek:

      franz kafka: reisetagebücher.
      fischer, tb, 1994. 331 seiten.
      kafkas und seines freundes max brods aufzeichnungen
      werden gegenübergestellt.

      alois prinz: auf der schwelle zum glück. die lebensgeschichte
      des franz kafka.

      suhrkamp, tb, 2007. 392 seiten.
      der lange verborgene kafka wird in den vordergrund dieser
      biographie gestellt.
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • alois prinz: auf der schwelle zum glück. die lebensgeschichte des franz kafka.
      suhrkamp, tb, 2007. 392 seiten + kleiner fototeil.
      sehr einfühlsam, dabei keine wichtigen fakten unterschlagend, erzählt alois prinz
      das leben des weltweit bekannten franz kafka und versucht ihn über seine be-
      ziehungen zu seinen vertrauten dem leser nahezubringen.
      da sind natürlich seine eltern zu nennen. der vater ein neureicher, dem alle außer-
      halb der familie feinde waren, seine liebende mutter.
      seine drei schwestern, besonders ottla.
      dann max brod, dem wir durch sein nichtvernichten, eine masse text des vegetariers und
      pragers kafka, verdanken.
      besonders aber durch seine kontakte zu vielen frauen wird der am geschlechtlichen nichts
      findende autor, seine nöte und übergroßen ängste, erleiden und darzustellen versuchen,
      besonders erschütterten ihn:
      * felice bauer
      * julie wohryzek
      * milena jesenská
      * dora diamant - durch die er "auf die schwelle zum glück" gelangte.
      auch über seine texte weiss alois prinz präzise zu berichten, über seinen unwillen mit seinen
      arbeiten in die welt zu gehen. mehr ist ihm aber wichtig kafkas leid trotz äußerer lebensqualität
      zu verdeutlichen.
      als einstieg geeignet, aber auch als neuauffrischung um den an tuberkolose gestorbenen
      vertiefend zu begreifen. gerade die empathie in der biographie von prinz brachte mir
      kafka ganz eigentümlich nahe. :thumbsup:
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • Ich zitiere mal: "Vor hundert Jahren, im August 1914, begann Franz Kafka, den Roman "Der Prozess" zu schreiben. Anlass für den längst überfälligen Hörcomic! Für den entfesselten Kafka, befreit vom Vorurteil des Kafkaesken!".

      Wie auch immer, wenn ich Zeit und Lust habe, hör ich da mal rein. Muß nur mal den Deutschlandfunk im Radio suchen :D

      Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


    • @Jörg: Was würdest du einem Kafkaeinsteiger als Einstieg raten? Sollte nicht zu lang zu zu schwer sein.
      Es gibt einen Grund unsterblich zu sein! Man kann die meisten wichtigen Bücher lesen!
      Real Music Fans: "God Give us Malcom Young back and we give you Justin Bieber!" God: "Fuck no!"