Jim Thompson

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    • Jim Thompson

      :thumbup: Jim Thompson (geboren am 27. september 1906 in anadarko, oklahoma.
      verstarb 7. april 1977 in los angeles, seine asche wurde im pazifischen ozean verstreut.)
      geburtsname: james myers thompson.

      meine güte, jim thompson schreibt mitreißend. wie konnte ich sein werk nur zu lesen so lange versäumen ?
      zu lebzeiten war der in vielen berufen tätige autor in ständigem kampf mit dem alkohol.
      sein leben, was man so im netz in erfahrung bringen kann, ist verwegen und irre verlaufen, romanreif,
      mit drastischen zuspitzungen.da gibts ja auch: "Bad Boy. Eine amerikanische Jugend." von ihm, leider nur als
      ullstein-buch. - seine bücher von diogenes und heyne sind komplett übersetzt, unzensiert.
      bei so manchem mag jim thompson auch eine eigene legende geschaffen haben.
      wie dekkard schrieb hat thompson viel von seinem leben in seine romane einfliessen lassen:

      "Jetzt und hier auf Erden" hat mich damals jedenfalls tief beeindruckt. Der Hauptcharakter (welcher wohl
      Thompson ist oder zumindest sehr viel von ihm hat) wird dort im Muff der späten 40er und 50er Jahre fast
      verrückt zwischen elendiger Erwerbsarbeit und perspektivlosem Familienleben, zwischen Kollegenstreit in
      der Fabrik und politischer Verfolgung. Mir hat es gefallen."


      viele künstler wie stephen king, jason starr, bruce springsteen, jo nesbø u.a. verehren den handlanger von al capone.

      wegen seines brutalen grossvaters begann er früh zu trinken.
      er schlug sich als glücksspieler, ölarbeiter, schmuggler usw. durch, schrieb erste true crime-stories bereits mit 15
      jahren. er wurde vater zweier kinder.
      er schrieb hollywood drehbücher, später u.a. auch für stanley kubrick. "getaway" wurde sein kino-blockbuster.
      er verhungerte. war 1977 vergessen.
      heute sind seine erstausgaben kultobjekte in den usa.
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:

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    • seine werke und die us-ersterscheinung:
      now and on earth (1942)
      heed the thunder ( sins of the fathers) (1946)
      nothing more than murder (1949)
      the killer inside me (1952)
      cropper's cabin (1952)
      recoil (1953)
      the alcoholics (1953)
      savage night (1953)
      bad boy (1953)
      the criminal (1953)
      the golden gizmo ( the golden sinner) (1954)
      roughneck (1954)
      a swell-looking babe (1954)
      a hell of a woman (1954)
      the nothing man (1954)
      after dark, my sweet (1955)
      the kill-off (1957)
      wild town (1957)
      the getaway (1958)
      the transgressors (1961)
      the grifters (1963)
      pop. 1280 (1964)
      texas by the tail (1965)
      south of heaven (1967)
      nothing but a man (1970)
      child of rage (1972)
      king blood (1973)
      fireworks: the lost writings of jim thompson (1988)
      the rip-off (1989)

      habe gestern meine lesereise zu jim thompson mit meinem ersten roman von ihm begonnen
      jim thompson: ein satansweib.
      diogenes, tb, 1996, neuübersetzung: andrè simonoviescz. 225 seiten.
      original von 1954: "a hell of a woman".
      erschien in dt. erstmals 1988 im ullstein-verlag unter dem titel "höllenweib".
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • Als Jim Thompson am 7. April 1977 nach einer Reihe von Herzattacken verstarb und
      seine Asche kurz danach über dem Pazifischen Ozean verteilt wurde, war in Amerika
      keines seiner Büchern mehr erhältlich. Sein Werk schien vergessen zu sein, gestorben
      wie der Autor selbst.
      Doch als der amerikanische Verlag Black Lizard in den 80er-Jahren mit der Wieder-
      veröffentlichung von Thompsons Büchern begann, erlebte dieser außergewöhnliche
      Schriftsteller eine Renaissance, die bis heute anhält – so wie er es angeblich kurz vor
      seinem Tode, kaum mehr des Sprechens fähig, prophezeit hatte.
      Jim Thompson war gnadenlos: gnadenlos in der Offenlegung psychischer Defekte (oftmals
      seiner eigenen), gnadenlos in der Durchkreuzung gängiger Genremuster, gnadenlos
      in seiner Auffassung von künstlerischer Freiheit, gnadenlos in seinem Zigaretten- und
      Alkoholkonsum.
      Großautoren wie Stephen King, Joe R. Lansdale oder James Ellroy verehren ihn, Neo-Noir-
      Schriftsteller à la Daniel Woodrell oder Donald Ray Pollock sind ohne Thompson fast nicht
      denkbar. Kaum ein anderer Autor hat die psychischen Abgründe des Menschen auf derart
      verblüffende Weise mit den Mitteln der Pulp-Literatur verarbeitet. ...
      randomhouse.de/Special_zu_Jim_…on/aid58908.rhd?aid=58908

      "mit abstand der beste thriller-autor." new york times.
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • @ creed
      auch ich freue mich auf mehr stoff von meister thompson.

      ausgelesen:
      jim thompson: ein satansweib.
      diogenes, tb, 1996, neuübersetzung: andrè simonoviescz. 225 seiten.
      original von 1954: "a hell of a woman".
      erschien in dt. erstmals 1988 im ullstein-verlag unter dem titel "höllenweib", gekürzt.

      wie soll man einen thriller loben der einen gekonnt vom sitz haut ?
      ich habe, ich gebs zu, thompson nur deswegen zu lesen begonnen, weil er
      für jason starr so eine immense bedeutung hat.
      meine neugierde wurde belohnt, denn thompson erzählt einfach und
      darüber hinaus, pulp-noir-gold aus der jauche des niederschmetternden lebens.
      wer die biographie j.t.s kennt findet locker anspielungen zuhauf. seine
      underdogs sind in ihrer unberechenbarkeit weise und in ihrer brutalität
      gefühlskalte egomanen.
      sein werk will in seiner ganzen krassheit erobert sein... :thumbsup:
      ich bin dabei...
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • Na jetzt macht ihr mich mal wieder mega neugierig. Hört sich genau was für mich an.
      Gerade weil ich eh HeyneHardcore Bücher sammle und Diogenes total gerne habe, werde ich mir bald auch mal einige kaufen und auf meinen bald 1000 Buch großen SuB werfen.
      Menno mein Interessengebiet ist viel viel zu groß.

      Versuche in letzter Zeit eigentlich einige für mich unbekannte Autoren zu ignorieren, aber hier bei Thompson wohl absolut nicht möglich! :)

      LG
    • ich sammle von thompson unbedingt alles, power, vieles ist ja noch preiswert.
      hab ja keinen geldspeicher wie dagobert.

      je mehr man forscht desto mehr spürt man wie gross der
      einfluss thompson auf thriller- und horrorautoren war
      und ist. er schreibt sehr modern und ungeschönt. spannend
      sind auch die surrealen elemente in seiner prosa. daran merkt man,
      wie ich finde, auch seine künstlerische möglichkeiten
      nach oben offen in der anspruchs-skala.
      die lesbarkeit ist von bester klasse.

      @ dekkard: jetzt etwas billiger:
      amazon.de/gp/product/325722566…334%3BZwölfhundertachtzig schwarze Seelen von Jim Thompson&qid=1445947705&ref_=sr_1_1&sr=8-1
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • Ist doch deutlich weniger Diogenes, als ich dachte...

      Jetzt und auf Erden (Heyne Hardcore, 2011)
      Die Verdammten (Heyne Hardcore, 2014)

      Texas an der Kehle (Ullstein, 1988)
      Gefährliche Stadt (Ullstein, 1984)
      Nichts als Mord (Ullstein, 1988)
      Nach Einbruch der Dunkelheit... (Ullstein, 1984)
      Das Abtöten (Ullstein, 1988)

      Ein Satansweib (Diogenes, 1996)
      Muttersöhnchen (Diogenes, 1995)
      Der King-Can (Diogenes, 1996)
      Getaway (Diogenes, 1992)
      Kein ganzer Mann (Diogenes, 1996)