Herbert George Wells

  • der held dieses threads ist ein ungeheuer vielseitig interessierter mensch
    gewesen. leider gibt es in deutsch von h.g.wells keine umfassende biographie,
    als wollte die wucht des erfinders der zeitmaschine, des unsichtbaren u.a., die
    heute zum allgemeingut gehören, sich nur schwer ausloten lassen.
    einzig die essayistische erkundung "h.g.wells. der prophet im labyrinth" von
    elmar schenkel ( p.zsolnay verlag, hc, 2001) bringt den, mit jules verne,
    vater der science fiction und seine taten und werke dem geneigten leser näher.
    wells, dessen lieblingsbuch burtons "anatomie der melancholie" von 1621 war, wurde
    am 21.9.1866 geboren und verstarb am 13.8.1946. nicht nur als chef des pen-clubs kannte
    er, der kritische kulturpessimist, so gut wie alle größen aus kultur, politik und wirtschaft zu lebzeiten.
    er hasste es, daß die menschen aus den fehlern der geschichte nicht lernten, er
    war kein feind von wissenschaft und fortschritt, merkte aber früh, daß der menschliche
    geist mit der ewigen veränderung nicht gut zurechtkam...
    ich habe zahlreiche werke ersammelt, vieles gibt es aber noch nicht auf deutsch.
    einige seiner bekanntesten werke wurden teils öfters verfilmt, als musical und rockoper
    umgesetzt...

  • meine h.g.wells romane, 1.teil...


    1895 die zeitmaschine
    übersetzer: peter naujack, diogenes, tb 1974
    1895 der besuch
    ü: hermann fuchs, dtv, tb 2005
    1896 die insel des dr.moreau
    ü: paul felix greve. heyne, tb 1980
    1897 der unsichtbare
    ü: brigiite reiffenstein, alfred winternitz, dtv, tb 2004
    1898 der krieg der welten
    ü: g.a.crüwell, claudia schmölders, diogenes, tb 1974
    1899 wenn der schläfer erwacht
    ü: ida koch-loepringen, dtv, tb 2003
    1901 die ersten menschen auf dem mond
    ü: werner von grünau, dtv, tb 1996 :)

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  • meine h.g.wells romane, 2.teil...


    1905 kipps
    übersetzung: johann wagner, dtv, tb 2006
    1906 im jahre des kometen
    ü : karl reunert, ullstein, tb, 1984
    1909 tono-bungay
    ü: grit zoller, heinz v.sauter, dtv, tb 1996
    1910 mr.polly steigt aus
    ü: günther blaicher, insel, hc 1993
    1923 menschen, göttern gleich
    ü: paul v.sonnenthal, otto mandl, dtv, tb 2004
    1926 mr.blettsworthy auf der insel rampole
    ü: helene maria reiff, dtv, tb 1996
    1933 von kommenden tagen
    ü: liesel nürnberger-körbler, andreas c. körbler, ullstein, tb 1986
    1937 kinder der sterne, seinem "freund winston churchill" gewidmet
    ü: franziska pfeiffer, dtv, tb 2006 :)

  • Meine erste Begegnung mit H.G. Wells geschah über das Medium Film, natürlich in Gestalt des Klassikers "Die Zeitmaschine" von 1960 mit dem immer gern gesehenen Rod Taylor. Später interessierte ich mich dann für die literarische Vorlage.


    Insgesamt besitze ich leider nur zwei Bücher von Wells, die besagte "Zeitmaschine" und natürlich "Der Krieg der Welten", beide vom Diogenes-Verlag. Bei "Der Krieg der Welten" kenne ich merkwürdigerweise bis heute nicht die klassische Verfilmung, sondern nur die Special-Effects-Orgie von Spielberg.


    Wells wird ja häufig mit Jules Verne verglichen...natürlich kann man beide als Väter der SF bezeichnen, meines Erachtens lag aber der Unterschied der beiden stets darin, dass Verne im Grunde genommen Abenteuer erzählte, während mir Wells immer mehr als mahnender Autor im Sinne von George Orwell erschien...


    Unvergessen natürlich auch das berühmte "Der Krieg der Welten"-Hörspiel von Orson Welles aus dem Jahre 1938, welches so realistisch geriet, dass es bei der amerikanischen Bevölkerung für einige Irritationen sorgte...


    Auf jeden Fall ein unbestrittener Klassiker der utopischen Literatur, auf den sich bis heute viele SF-Autoren beziehen.

  • h.g.wells erzählungen


    das kristall ei
    nachwort: franz rottensteiner
    übersetzung: div., ullstein, tb 1981
    mit u.a. "im land der blinden", 1904, und der unheimlichen
    story "die geschichte des verstorbenen mr.elversham", 1896,
    von der lovecraft grauen lernte.


    die perle der liebe
    ü: diverse, dtv, tb 1998
    mit u.a. "jimmy googles, der gott" (1898 )


    außerdem hat er viele sachbücher über
    politik und zivilisation verfasst, die auch lovecraft
    für recherchen nutzte. :)

  • @ ronald
    auch ich fand durch pals "die zeitmaschine", ---einer meiner
    meistgesehenen filme, bis heute mein lieblingsfilm überhaupt--- dann 1979 zur buchvorlage,
    es folgten erzählungen und dr.moreau anfang 1980.
    die alte "kampf der welten"-verfilmung von byron haskin ist
    in meinen augenzwischen herzig und b-film-trash...
    grandios dagegen "der unsichtbare" aus den 30ern von james whale.
    episch things to come von william c.menzies.
    die neuverfilmung der "timemachine" von wells enkel simon wells
    ist interessant, da dieser notizen seines vorfahren zu dessen buch
    durchsehen und verarbeiten konnte. :)

  • Von H.G. Wells habe ich bis jetzt "Die Zeitmaschine", "Die Insel des Dr. Moreau" und "Wenn der Schläfer erwacht" gelesen. Die Zeitmaschine zähle ich zu meinen Lieblingsbüchern. Habe aber noch einige Schätze von ihm auf dem SUB liegen.
    Gesehen habe ich die Zeitmaschine von 1960 und The Time Machine vom 2002, beide haben mir sehr gefallen. Aber auch die Verfilmungen von Die Insel des Dr. Moreau von 1976 sowie die etwas abgeänderte Verfilmung, DNA - Experiment des Wahnsinns von 1996, habe ich gesehen. Hier hat mir aber der neuer Film besser gefallen.


    Wells hat es geschafft, dass mich der Inhalt des Buches noch Tage nach dem beenden beschäftigt hat. :thumbup:

  • Meine Buch Favoriten sind definitiv: Die Zeitmaschine, Die Insel des Dr. Moreau, Der Unsichtbare, Der Krieg der Welten & The Shape of Things to Come


    Von den Verfilmungen;


    George Pal´s Die Zeitmaschine = Xmal gesehen und nie langweilig :thumbup: ist und bleibt ein Klassiker, der Neuverfilmung kann ich leider nichts abgewinnen, finde ich pers. wirklich grottenschlecht.


    Kampf der Welten = ...unvergessen :!: & mit Aliens die nicht menschenähnlich sind (in Übersee kann man auch nette Modelle der Marsianischen Kampfschiffe und der Marsianer bestellen).
    Die Spielberg Neuverfilmung war auch ok, anders aber annehmbar.
    (wer´s noch nicht kennt dem empfehle ich die Krieg der Welten Fersehserie aus den 80ern, davor sollte man aber den Kampf der Welten schauen)


    Der Unsichtbare = die James Whale Verfilmung von 1933 ist sowas von genial :thumbup:


    Die Insel des Dr. Moreau = da gefallen mir alle Verfilmungen: Die Insel der verlorenen Seelen (1932), The Island of Dr. Moreau (1977) & DNA – Experiment des Wahnsinns (1996) auch wenn es über letzterem viel Kritik hagelt, mir gefällt der Streifen.


    The Shape of Things to Come oder Things to Come = geniale Atmosphäre, da merkt man das Wells der Zukunft der Menschheit doch sehr positive Aussichten gab...


    Seltsam? Aber so steht es geschrieben …

  • @ s.c.
    kennst du die englischen, illustrierten ausgaben von h.g.wells, (der und
    dessen werk ja auch in "warehouse 13", "the big bang theory" u.a. eine
    rolle spielt ) ? wie gefallen sie dir ?


    @ all
    kennt jemand von euch die romanbiographie "ein ganzer mann" von david lodge
    über h.g.w. ?
    ich mag lodges stelzige schreibe nicht und bin skeptisch ;)

  • @ s.c.
    kennst du die englischen, illustrierten ausgaben von h.g.wells, (der und
    dessen werk ja auch in "warehouse 13", "the big bang theory" u.a. eine
    rolle spielt ) ? wie gefallen sie dir ?

    Ich habe bis jetzt nur eine engl. Ausgabe von Der Krieg der Welten mit Zeichnungen von Edward Gorey, dessen Zeichenstil gefällt mir sehr gut, deshalb griff ich zu dieser Ausgabe.
    Wenn ich das Kleingeld hätte würde ich mir natürlich noch ein paar andere Versionen zulegen, leider ist das Sammeln von älteren Versionen oder Erstausgaben doch schon ein sehr kostspieliges Hobby.


    ("Warehouse 13" gefällt mir gar nicht..."The Big Bang Theory" ist ok, u.a. das Poster von Wells Der Krieg der Welten aus den Amazing Stories & klar, die Folge mit der Zeitmaschine :thumbup: )


    @ all
    kennt jemand von euch die romanbiographie "ein ganzer mann" von david lodge
    über h.g.w. ?
    ich mag lodges stelzige schreibe nicht und bin skeptisch ;)

    Nein, das Buch kenne ich nicht.
    Habe mich gerade mal schlau gemacht...das Buch sieht doch interessant aus, danke für den Tipp JW :thumbup:
    Wenn die Euronen nochmal fliessen werde ich mir das Buch wohl mal zulegen.


    Seltsam? Aber so steht es geschrieben …

  • Ich habe mal ein wenig in die Romanbiographie von David Lodge hineingelesen...sein Schreibstil ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem recht gut lesbar. Andererseits habe ich meine Probleme mit Romanbiographien an sich...klar, Lodge hat garantiert das Leben von H.G. Wells gut recherchiert, keine Frage, aber die Romanform würde mich stören, da hier stets zuviel dazugedichtet wird, um den Charakter einer Erzählung zu wahren...


    Andererseits bleibt (um in das Leben des Visionärs Wells einzutauchen) keine große Auswahl an Werken übrig, die sich ausgiebig mit der Biographie des Schriftstellers befassen...

  • @ s.c. , ronald
    danke!



    ich mag romanbiographien auch nicht, in englisch
    gibt es ein paar bios zum thema.--- wie oben geschrieben,
    elmar schenkels buch hat z.b.eine ausführliche lebensübersicht
    zumindest, u.a. ... ;)

  • Meine Güte, mir war gar nicht bewußt, wieviele Bücher eigentlich von H.G.Wells ins Deutsche übersetzt worden sind...es befinden sich einige hochinteressant klingende Werke darunter, die mir bislang völlig unbekannt waren...


    Ich bin zwar ein großer Fan vom Diogenes-Verlag, muß im Falle von H.G.Wells aber zugeben, dass die Ausgaben von dtv wirklich gut aussehen...die Titelbilder mit Motiven (des von mir verehrten) H.R.Giger passen hervorragend...


    Schlimm, wenn immer wieder die Sammelleidenschaft erwacht... :)

  • dtv hat das wirklich sehr schön gemacht.
    ich mag, da ich ja auch viel nichthorror lese, auch
    z.b. mr.polly, kipps, siehe oben, aber auch die
    reise zum mond etwa. gerade aber auch die von mir
    hervorgehobenen erzählungen sind kult...
    "die geschichte des verstorbenen mr.elversham", 1896,
    ist horror vom allerfeinsten. ;)

  • wells war schnell, ende des 19.jahrhunderts, weltweit bekannt wie ein bunter
    hund, eine art moralischer instanz, wie man es bei heutigen autoren
    kaum mehr findet. soziale gerechtigkeit, pazifismus und nachfühlen
    wo etwas schieflief, ließen ihn nicht ruhen.
    gerade deshalb wäre mir endlich eine üppige deutschsprachige
    biographie recht...


    hinter seinen büchern, in denen er sich als visionär auszeichnet,
    steckt mehr als unterhaltung... 8o

  • Ich kenne Dr. moreau und Krieg der Welten, das erste aus dem englischunterricht, das zweite, weil mir der Film gefiel und ich die Vorlage lesen wollte. Die Zeitmaschine hatte ich mal, aber ungelesen einem Freund geschenlt, der es unbedingt haben wollte. Da hab ich sicher viel nachzuholen, aber momentsn gibt es andere Mustreads für mich. An die beiden wells-romane kann ich mich jedoch durchaus positiv erinnern :D

    I saw the best minds of my generation, starving hysterical naked
    dragging themselves through the negro streets at dawn looking for an angry fix
    ________________


    Allen Ginsberg: Howl

  • @ Jörg: Wells SF-Visionen sind fraglos genial, mich würden aber sogar in erster Linie seine humorvollen, satirischen Werke wie "Der Besuch", "Kipps", "Von kommenden Tagen" oder "Tono-Bungay" interessieren.


    Ganz besonders aber "Menschen, Göttern gleich" und "Wenn der Schläfer erwacht"...auf diese beiden Bücher freue ich mich besonders! ^^

  • @ ronald
    da erwartet dich einiges!


    wenn wells satire wählte, dann um mehr
    aussprechen zu können.
    wells welt ist insgesamt eigen!
    aber auch: very britisch...

  • @ Jörg


    Wie groß ist eigentlich Deine Privatbibliothek, ich schätze mal 10.000 Stück....!!!



    Ich habe von Wells nur die bekanntesten: "Die Zeitmaschine", "Der Krieg der Welten", "Der Unsichtbare" und "Die Insel des Dr. Moreau". Alle gehören zu meinen Lieblingen.


    Ich habe auch eine tolle Import DVD "The Island of lost Souls" ein herrlicher Klassiker von 1932 mit Charles Laughton und Bela Lugosi. Ein feiner, nie in deutsch erschienener klassischer Horrorfilm.