Jack Ketchum

  • ketchums "vietnamroman", dieser krieg prägte nun mal seine generation,
    beginnt mit einem sehr offenen (biographischen) vorwort, :thumbup: --- des 5-fachen bram-stoker-
    award-gewinners, einen für sein lebenswerk,und von allen berühmten horrorautoren
    von heute - und robert bloch z.b. --- hochgeschätzten jack ketchum.
    ich hab alles von ihm auf deutsch übersetzte gelesen und finde seine bücher sehr besonders, so oft hier
    geschrieben, so oft auch gemeint.
    houdinix hat recht. einige seiner texte sind älter - wenn sie in deutsch erscheinen, schon fast historisch.
    das sich - vor augen zu führen - ist, auch für mich, immer wieder hilfreich. ;)
    nach der lektüre von "jagdtrip" werde ich hier auch meine aktuelle liste der ketchum - lieblingswerke
    posten.

  • Ganz meiner Meinung, Jörg, ich halte ihn für einen der ganz Großen...und er wird stets verkannt und in die Horrorecke geschoben (zum Teil Schuld des Heyne-Verlags), dabei sind seine Werke viel mehr...Horror streift er nur am Rande und bei seiner "Kannibalen-Trilogie"...ansonsten zeigt er düsteren Realismus. Sein Hauptthema ist und bleibt die Auswirkung von Gewalt in unserer Gesellschaft.

  • Bestes Beispiel dafür ist doch "The Lost"...

    Ja jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    aber das find' ich ganz okay
    denn ich hab' alles hinter mir gelassen
    was mich aufhält
    und jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    ja, vielleicht wirkt das arrogant
    doch vielleicht haben wir uns all die Jahre
    nie wirklich gekannt.


  • Jack Ketchum - Das Buch der Seelen│Buchvorstellung


    von ReadPlay :)


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  • ketchums "jagdtrip" ist sein bisher literarischster schreibtrip, wie ich merke,
    zumindest nach den eingedeutschten werken des manns aus livingston
    zu urteilen. ;)^^



    würde zu gerne seine theaterstücke kennen... :whistling:
    überhaupt seine frühen werke.

  • Irgendwann muss ich mich mal an "Evil" wagen! Warum traue ich mich nicht an das Buch?


    Trau dich ruhig ran, McFly74, sonst verpasst du echt was. In der ersten Hälfte ist er ja auch noch eher ruhig, aber dann...!!!

    "Das man lebt, ist Zufall; dass man stirbt, ist gewiss. :/

    (von Erich Kästner)



  • nach der lektüre von "jagdtrip" ( heyne, tb, 2016, übersetzung: urban hofstetter, 366 seiten)
    die rangfolge meiner gelesenen ketchum werke:


    1. evil
    2. the lost
    3. beutezeit
    4. die schwestern
    5. beutegier
    6. wahnsinn
    7. blutrot
    8. versteckt
    9. beuterausch ( mit lucky mckee )
    10. lebendig
    11. amokjagd
    12. 65 stirrup iron road ( mit acht anderen autoren )
    13. jagdtrip


    meinung: ketchums buch um die seelischen schäden, die der (vietnam) krieg bei teilnehmern
    hinterliess, ist sauber erzählt.
    die bilder der schrecken des metzelns gelingen ketchum eindrücklich.
    ketchums schreibe macht den eindruck von konzentriertheit, schreibt er doch über ein thema
    wo er nicht durch eigenerfahrungen bescheid weiss.
    dies muss kein manko sein, hindert den autoren hier aber am auskleiden, am fabulieren.
    der text wirkt statisch und auch seine, sonst so gelungenen, frauenfiguren sind erschreckend blass.
    kein glanzstück! || sein schwächstes buch...


    2. edit: trotzdem liebe ich ketchums gesamt-arbeit. :thumbup:

  • Ich habe "Jagdtrip" beendet und fand das Buch auch nicht besonders toll. Es ist okay, aber spannend wurde es erst im letzten Drittel und die Figuren sind recht leblos. Gehört für mich zu den schwächsten Büchern von Ketchum.


    1. Blutrot
    2. Beutejagd
    3. Evil
    4. Die Schwestern
    5. Lebendig
    6. Beuterausch
    7. The Lost
    8. Wahnsinn
    9. Versteckt
    10. Beutegier
    11. Amokjagd
    12. Jagdtrip

  • Irgendwie hatte ich bei Lesen von "Jagdtrip" das Gefühl, die Story und die Figuren hätte gut zu einem Laymon gepasst. Musste das ein oder andere Mal aufs Cover schauen, um mich zu vergewissern, dass ich wirklich einen Ketchum in den Händen halte. Für seine Verhältnisse war der Roman in der Tat nicht wirklich der Beste, aber ein Rohrkrepierer ist er mit Sicherheit auch nicht...

  • laymon hätte da bestimmt einiges mehr laymonisiert.


    Das stimmt schon. Aber dieses "Camping"-Setting, die Figuren mit sexuellen Verstrickungen untereinander (Ehefrau und Geliebte) und nicht zuletzt die Story des "Psychopathen", der im Wald Jagd auf die Gruppe macht, hätten auch von Laymon sein können. Für einen Ketchum war das echt schon fast zu flach...

  • Jagdtrip von Jack Ketchum
    rezi von Padi LoveBooks
    ein bisschen viel horror ? ;)

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  • Ich lese es ja immer noch und habe es leider nicht geschafft vor meinem Urlaub zu beeneden. Allerdings finde ich ebenfalls, dass es etwas müßig im Beginn ist. Ketchum hat definitiv schon besser abgeliefert, aber ich finde das Thema unheimlich interessant. Bin schon sehr auf den Rest des Buchs gespannt.

  • Jagdtrip:


    Jack Ketchum liefert hier seine kleine Variante einer Abrechnung mit dem Vietnamkrieg. Wie er schon im Vorwort andeutet, ist es etwas, was seine Generation geprägt hat und ihm war klar, dass er eines Tages etwas hierzu in Romanform beitragen wird.


    In Jagdtrip geht es um eine Gruppe Camper, die sich ein paar schöne Tage in der Wildnis gönnen wollen. Zelten, schwimmen, Lagerfeueratmosphäre, etwas Alkohol und ein wenig auf die Jagd gehen. Kriegsveteran und Deserteur Lee lebt in diesen Wäldern. Flashbacks und ständige, paranoide Anfälle haben ihn der Fähigkeit in der Gesellschaft zu leben beraubt. Aber so ganz ohne Geld geht es dann doch nicht, also züchtet er Mariuhana und verkauft dies kiloweise um sich ihn und wieder etwas zu gönnen.


    Als Die Camper in sein Revier eindringen, fühlt sich Lee wieder in die Zeit des Kriegs zurückversetzt, wo der Tod hinter jeder Baumstamm, jedem Stein und in jeder Minute auftauchen kann. Seine Feinde haben sein Marihuanafeld entdeckt und seine Existenz ist bedroht. Zusammen mit seinem Hund Pawlow macht er sich auf die Jagd.


    Das Buch hat anfangs eher schleppend eine Einführung der verschiedenen Charaktäre gebracht. Wirklich tiefsinning sind diese auch nicht gezeichnet, aber um das Prinzip hinter dem Roman zu verstehen, muss dies auch nicht sein. Das Hauptthema ist einfach die Konsequenz für jemanden, der an einem Krieg beteiligt war. Wie kaputt das einen machen kann und was für drastische Folgen das für sein späteres Leben und seine Mitmenschen haben kann. Amoklaufende oder selbstmordgefährdete Veteranen waren in den USA nach dem Vietnamkrieg keine Seltenheit.


    Dieses ernste Thema interssiert mich persönlich sehr und daher puktet Ketchum natürlich mit dieser Geschichte bei mir. Ab dem letzten Drittel wird es auch spannend und die Jagd liefert gewohnt gute Unterhaltung mit genug Gewalteinlage. Das Ende ist fast schon zu simpel, passt aber einfach wunderbar für dieses Drama, wie ich finde.


    Ich gebe dem Buch 7 Punkte von 10 möglichen und spreche eine klare Leseempfehlung für alle aus, die gerne eine dramatische Antikriegsgeschichte lesen wollen.