Jack Ketchum

  • Genau meine Meinung, Murxer! Ich fand sein Nachwort (oder seine privaten Erinnerungen) sehr interessant, sie lassen den Leser die erfundene Story nochmal in einem anderen Licht sehen...der Roman bietet meiner Meinung nach nicht nur Spannung, sondern auch psychologische Tiefgründigkeit und gut gezeichnete Charaktere...zusammen mit einer gewissen Tragik, die die gesamte Story umgibt. Toll!


    Und jetzt heißt es wieder warten...Heyne läßt sich ja mit weiteren Ketchum-Veröffentlichungen garantiert wieder Zeit... ;(

  • Heute hatte ich keine Zeit, aber morgen kommt die Rezi zu "Versteckt" :D


    Sag mal, du trödelst. :P


    Ich habe die Rezi zu VERSTECKT gestern getippt und abgeschickt. :thumbsup:


    Nur wann sie im Zauberspiegel engestellt wird, das liegt nicht in meiner Hand. :huh:


    Meine Meinung zu VERSTECKT in aller Kürze: Etwas zu kurz, aber der absolute Hammer. Hoffendlich beeilt sich der Heyne Verlag mal etwas mit einem neuen Ketchum. Seine Bücher haben kräftig Suchtpotential. :rolleyes:

    "Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln ... nur eben später!":D



  • Das ist ja prima, dass euch der neue Ketchum auch gefallen hat...ich hatte schon Sorge, dass ich wieder mal der einzige bin, nachdem ich einige Kritiken im Netz gelesen habe... ^^

    Der Roman ist einfach Hammer, auch wenn es einige Zeit dauert, bis das es richtig losgeht. Aber von Anfang an baut Ketchum eine unheimliche bis bedrohliche Stimmung auf, da kann man einfach nicht aufhören zu lesen. Was den meisten Leuten die es kritisieren wohl gegen den Strich läuft, ist die Tatsache, das sich am Ende nicht alles in einem seeligen Happy End auflöst.

    "Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln ... nur eben später!":D



  • für mich hat ketchum, nachdem ich nur noch sporadisch horror las,
    2009 eine rückbesinnung bedeutet. ihm und laymon folgend
    ging ich auf diese art unterhaltung erneut ein.
    was mich an ihm berührte ist die liebevolle, aufrichtige art seine
    figuren darzustellen... seine charaktere sind keine staffagen, sondern
    nachempfindbare wesen. in "versteckt" hat er sich als metapher an
    eine wichtige liebe seines lebens erinnert.mich erinnert das werk
    an ereignisse als jugendlicher bei verwandten auf einem bauernhof...
    ich konnte die luft des hauses "mitatmen"...
    ketchum ist an spannung, für mich, nicht zu überbieten...
    andere mögen brutaler, pornographischer, wüster sein --- seine
    texte sind wegen ihrer hohen qualität ein ewiger gewinn für
    die horrorliteratur.
    auch ich bedaure wie selten von ihm auf deutsch bücher dargereicht werden,
    dafür wird die geduld aber bestens belohnt. ;)

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • @ K. Wolfram: Ganz genau! Ich denke, viele Menschen brauchen beim Lesen stets eine Form von Happy End, oder zumindest einen Lichtblick, einen Hinweis darauf, dass die Protagonisten doch noch in eine schöne Zukunft steuern...


    Diese Happy-Ends gewährt Jack Ketchum nicht, und diese Tatsache empfinde ich als einen sehr großen Pluspunkt in seinem literarischen Schaffen. Er zeigt eine Realität, die für viele beim Lesen zu schmerzlich ist, aber gerade das erhebt seine Bücher über viele andere fiktionale Werke berühmterer Autoren.


    Er regt in seinen Büchern zum Nachdenken an, er möchte, dass der Leser sich auch nach Beendigung der Lektüre mit dem Buch auseinandersetzt...gerade in dieser Literaturgattung eine seltene Möglichkeit...

  • raubdrucke von ketchums werken in russland ?
    jack ketchum bekommt viele autogramm-anfragen
    von fans aus russland ohne dort überhaupt bücher
    auf dem markt zu haben. europäische und amerikanische
    autoren werden gern in östlichen ländern und südamerika
    ohne deren wissen rausgebracht und sehen keinen cent... :thumbdown:


    auch musiker erleben dieses debakel ... X(

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • Ja, das scheint ein kunstübergreifendes Problem zu sein...egal, ob Literatur, Musik oder Film...ein Künstler ist letztendlich ein Handwerker, und die wollen in ihrem Beruf auch bezahlt werden.


    Ungenehmigte Kopien wird es leider immer geben, man sollte jedoch dem Künstler stets dadurch Dank und Achtung zollen, dass man ein paar Euro in seine Werke investiert...und immer ist zu bedenken, wieviel Zeit und Anstrengung in die Produktion eines Buches, einer CD oder eines Filmes gelegt wird...

  • Obwohl Ketchum nicht gleich am Hungertuch nagen wird, ist das natürlich keineswegs in Ordnung.
    Am Härtesten triffts aber mMn Musiker und zwar solche, welche nicht so etabliert sind wie die ganzen Mainstreamheinis, da heutzutage ja alles rigoros illegal im Netz gezogen wird. Alben sind da ja manchmal mehrere Wochen vor offiziellen VÖ Termin zu haben :S


    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


  • wie ich eben von heyne erfahre,
    nach rücksprache mit dem lektorat, ist
    kein band mit ketchum erzählungen dort
    geplant... :(

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    Yves Klein (1928-1962)

  • die hoffnung stirbt zuletzt, sonst muss
    ich mein englisch hervorkramen... ;)
    aber leicht kommt man nicht an die
    kürzeren ketchum-texte...
    8)

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    Yves Klein (1928-1962)