Allgemeine Film- und Serienrezensionen

  • Den Hype um die Human Centipede Reihe werde ich wohl nie verstehen.

    Während die Idee ja doch recht böse ist und man sich das lieber nicht vorstellen mag, fand ich den ersten Film stinklangweilig, den zweiten noch schlimmer und den dritten hab ich mir ganz verkniffen.

    Na ja, zum Glück hat jeder einen anderen Geschmack, so gibt es für uns alle genug zum Ansehen. :)

    Ja jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    aber das find' ich ganz okay
    denn ich hab' alles hinter mir gelassen
    was mich aufhält
    und jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    ja, vielleicht wirkt das arrogant
    doch vielleicht haben wir uns all die Jahre
    nie wirklich gekannt.


  • Zum "Human Centipede" ...


    Der 1. Teil war halt Kopfkino und "lebt" von der absurden Idee...


    Der 2. Teil zeigte, was der erste nur andeutete... (Wobei ich ihn schon dezent verstörend fand) das schwarz weiß gab dem Film Stil .. es gibt auch eine ominöse Farbfassung.


    Teil 3 ist, wie das, was der zusammengenähte Verdauungstrakt für den Mund bedeutet : für'n Arsch

  • Ehrlich gesagt kenne ich nur den zweiten HUMAN CENTIPEDE und fand ihn vom Ekelfaktor her durchaus annehmbar (so pervers sich das jetzt anhören sollte). Doch am Ende des Films habe ich mich ernsthaft gefragt, ob da irgendwo noch was spannendes kommen würde, aber ... Pustekuchen.

    Seit dem steht der Film im Regal und wurde bisher nicht mehr in den Player gesteckt.:rolleyes:

    "Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln ... nur eben später!":D



    Edited once, last by K. Wolfram ().

  • Review zu Closer - Hautnah, nachdem ich das Theaterstück dazu von Patrick Marber im Original innerhalb von etwas mehr als einer Stunde gelesen habe. Review ist auch in der OFDB zu finden.


    Hier bei diesem Film fällt es schwer, eine Inhaltsangabe zu machen. Die Erzählung lebt sehr von den einzelnen Dialogen und Taten der Einzelcharaktere, so dass es schwierig wird einen Inhalt zusammen zu fassen, ohne, dass man gleich alles verraten wird.


    Es gibt insgesamt vier Hauptcharaktere, auf welche der Film auch reduziert ist, denn es kommen fast keine weiteren Personen außerhalb der Statisten vor. Und diese Hauptcharaktere setzen sich wie folgt zusammen (in der Reihenfolge ihres Auftretens):


    1. Alice (Natalie Portman)

    Alice ist 24 Jahre alt, Stripperin, wobei man manchmal nicht genau weiß, was sie wirklich ist. Sie ist unbekümmert und wird gleich nach dem Auftauchen einen Unfall haben, nach welchem sie von Daniel Woolf, genannt Dan, ins Krankenhaus gebracht wird. Im Verlauf entwickelt sich daraus eine Beziehung. Alice ist in Konkurrenz zu Anna um Dan, und Alice begreift praktisch sofort, dass sie eifersüchtig auf Anna ist, als sie sich zum ersten Mal begegnen. Außerdem besteht eine Beziehung zu Larry. Dieses Verhältnis ist jedoch nicht als Beziehungsverhältnis gedacht, jedoch benutzt Larry eben jene Alice für seine Zwecke.


    Natalie Portman passt perfekt in diese Rolle, da sie zum Zeitpunkt des Filmdrehs fast genau Alice Alter hat. Gerade der Charakter der Alice hat viele verschiedene Facetten, so dass die Rolle wahrscheinlich die komplexeste Rolle in diesem eigentlich in Buchvorlage als Theaterstück vorliegendem Film ist. Dabei wirkt Alice auch ein Stück weit naiv und gerade deshalb ist der Charakter so absolut authentisch.


    Natalie Portmans bester Film, wobei ich Black Swan noch nicht gesehen habe.


    2. Daniel Woolf genannt Dan (Jude Law)


    Dan ist ein etwas anderer Schriftsteller, denn am Anfang schreibt er hauptsächlich Nachrufe für eine Zeitung. Erst später hat er seinen Durchbruch mit dem Titel Das Aquarium, für welches Werk er in dem Studio von Anna Fotos machen lässt. Er liest Alice von der Straße auf, als diese ihren Unfall hat, und im Verlauf verliebt er sich in sie. Als er jedoch bei Anna ist, begehrt er sie sehr, und er findet, dass sie eine eigene Vernissage haben sollte. Alice passt natürlich überhaupt nicht, dass Dan sich an eine andere heran macht, was dann in einem tränenerfüllten Foto widergespiegelt wird. Doch Anna weist ihn zurück, und Dan macht per Zufall in einem Chatroom Larry auf Anna aufmerksam, gedacht als Streich mit einhergehender Belästigung, nichts ahnend, dass er damit Anna und Larry in eine Beziehung bringt.


    Auch Jude Law, den man vielleicht eher als Dr. Watson kennt, verkörpert den Charakter des Daniel Woolf ziemlich gut, denn dieser wirkt anfänglich wie ein verschüchterter, junger Mann, erweist sich im Film aber dann manchmal als das Gegenteil. Ab und an kommt aber genau die eben genannte Seite wieder zum Vorschein, woran man sieht, dass er als Person sehr verletzlich ist. Er ist am Ende wahrscheinlich der Verlierer der Geschichte.


    3. Anna Cameron (Julia Roberts)

    Anna ist eine Fotografin, die für das Fotoshooting mit Dan erstmals im Film auftaucht. Es entsteht dort auch direkt ein erster Annäherungsversuch durch Dan. Dieser bringt sie dann unfreiwillig mit Larry zusammen, den sie im Verlauf auch heiraten wird. Doch nach ihrer Vernissage, bei welcher Alice als Foto extrem markant auftaucht und alle vier Hauptpersonen erstmals gemeinsam interagieren, beginnt Anna ein Verhältnis mit Dan, obwohl sie weiß, dass diese mit Dan zusammen ist. Nur hält sie das vor Larry geheim, denn sie weiß nicht, wie dieser reagieren wird. Als es dann doch zur Sprache kommt, entsteht ein Bruch in der Beziehung Anna und Larry und es entsteht die Beziehung Anna und Dan.


    Julia Roberts passt zwar sehr gut in die Rolle der Anna, jedoch hat sie in ihrer Karriere weitaus bessere Rollen gespielt, wenngleich Anna Cameron keine schlechtere Rolle ist. Man kann diese aber nicht mit der Größe einer Rolle aus Die Akte als Darby Shaw oder einer Erin Brockovich vergleichen. Als am weitesten in ihrer selbst entwickelten Charakter bietet Anna aber einen guten Kontrapunkt zu der noch jungen Alice. Anna ist dagegen eher elegant, hat etwas erreicht im Leben, doch auch hier merkt man, dass sie sich nach Liebe sehnt, obwohl sie im Film auch auf ein Angebot eingeht, was das Gegenteil vermuten lässt.


    4. Larry Gray (Clive Owen)

    Larry Gray ist ein Dermatologe, der in einer Klinik arbeitet. Er wird eher zufällig über den bereits oben erwähnten Chat ins Geschehen gezogen, und gerade diese Anna, mit der er glaubt zu chatten, trifft er erstmals am Aquarium in London. Und er beginnt eine Beziehung mit ihr und heiratet sie schlussendlich. Doch erfährt er von ihrer Affäre mit Dan, so dass hier die Beziehung zu Ende scheint. Larry ist jedoch sehr berechnend, er scheint genau zu wissen, was er will und wie er das erreichen kann. Und außerdem weiß er auch genau, wie er seinem Gegenpart schaden kann, und das macht er dann auch mit einer trickreichen Tat, die ihn wieder zu Anna zurück bringen soll. Man merkt, dass er sie liebt, und durch die Lebenserfahrung, die er in diesen Film mitbringt, denn er ist der älteste der vier Charaktere, wird er wahrscheinlich als einziger zum Gewinner des Schauspiels.


    Neben Natalie Portman ist Clive Owen eigentlich der Star des Films, denn der Charakter, den er spielt, hat ein sehr starkes Gewicht im Film, obwohl ihm vielleicht weniger Zeit als Dan vergönnt ist. Durch sein Handeln bringt er aber das Gesamtgefüge zum Wanken und schlussendlich wahrscheinlich auch zum Einsturz, wenngleich dazu immer mehr als eine Person gehört.


    Clive Owens zweitbester Film, denn als Dwight McCarthy in Sin City gefiel er mir etwas besser.


    Durch diese vier Charaktere lebt der Film, der jeweils mit Zeitsprüngen versehen ist, ohne, dass diese angekündigt werden. Allein durch das, was die Personen sagen und machen, muss man auf die entsprechende Zeitdauer schließen, und das macht diesen Film etwas anspruchsvoller, als es bei vergleichbaren Filmen der Fall ist. Hautnah dem Genre eines Liebesfilms zuzuordnen, wird ihm eigentlich nicht gerecht. Am ehesten würde eigentlich die Bezeichnung Beziehungsdrama passen, denn das ist es, da alle vier Personen in unterschiedlichen Beziehungen zueinander stehen.


    Zu Atmosphäre trägt außerdem die Musik des Films bei, die auf der einen Seite aus Mozarts Cosi fan tutte besteht und zum anderen den extrem markanten Song The Blower's Daughter von Damien Rice beinhaltet. Insbesondere die Zeile I can't take my eyes off you ist extrem prägenden für den Song und so sehr passend für den Film, so dass diese eine Zeile das Gefühl und die Stimmung des Films sehr gut zu transportieren vermag.


    Im Nachhinein habe ich das Theaterstück von Patrick Marber in der Originalsprache gelesen, und in sehr großen Anteilen hält sich der Film an die gleichen Ausdrücke. Die Handlungsabweichungen sind zwar nur in ganz geringem Maße vorhanden aber an ein oder zwei Stellen durchaus markant, ohne dass man dadurch die Qualität des Films verminderte.


    Auch erst hinterher ist mir etwas aufgefallen, was mir bei vorherigen Sichtungen gar nicht bewusst war (hier muss ich leider etwas vage bleiben, damit kein Spoiler auftritt): Die Gedenktafel aus dem Film gibt es wirklich in London, und diese Tafel ist für den gesamten Film sehr bedeutend, so dass eine ganz andere Sicht auf den entsprechenden Charakter gelegt werden kann.


    Für mich ist es einer meiner liebsten Filme, die ich bisher gesehen habe, und ich kann ihn immer wieder ansehen, da immer wieder neue Aspekte zum Vorschein kommen. Nicht jeder kann mit so einem Film aber etwas anfangen, weshalb ich dieses Mal zwar die Höchstwertung aber keine klare Sichtungsempfehlung gebe.

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  • Vor einigen Tagen "Die Farbe aus dem All" von 2019 gesehen. Man darf keine 1:1 Umsetzung erwarten:


    Nathan Gardner lebt zurückgezogen mit seiner Frau Theresa und seinen drei Kindern Lavinia, Benny und Jack in der Nähe von Arkham. Aus heiterem Himmel taucht Ward Phillips bei ihnen auf, da etwas mit dem Grundwasser nicht stimme. In der folgenden Nacht kommt es zum Einschlag eines Kometen direkt vor dem Haus der Gardners. Es ist ein kleiner Komet und er ist heiß und alle wollen ihn eigentlich einer näheren Untersuchung unterziehen. Doch das Grundstück verändert sich: Immer wieder tauchen Purpurtöne begleitet von grellem Licht auf dem Grundstück auf. Die Alpakas wollen sich nicht ihr eigentliches Verhalten annehmen und fremdartige Pflanzen beginnen auf dem Grundstück zu wachsen. Telefone funktionieren nicht, der Fernseher spinnt ebenfalls. Und die gesamte Situation ist mehr als ungewöhnlich und ja sogar gefährlich, denn einer nach dem anderen fällt der Farbe zum Opfer.


    Wertung:


    "Die Farbe aus dem All" ist ein Film nach einer Kurzgeschichte von H. P. Lovecraft, die hier sehr frei in einer modernen Variante interpretiert worden ist. Es geht hier um eine Bedrohung die überirdischer Natur (Lovecraft selbst würde sie wahrscheinlich "kosmisch" nennen) ist. Und es kommt ziemlich gut zur Geltung, dass die Farbe selbst hier sowohl die Bedrohung durch ihren aggressiven Ton signalisiert als auch diese Farbe die Ursache oder sogar selbst das Unheil ist. Dabei ist hier der Aspekt des Außerirdischen relativ stark präsent, so dass hier auch Science-Fiction-Anteile neben einem starken Horrorteil vorhanden sind. Die Charaktere werden gar nicht groß beleuchtet, aber das kennt man (leider) auch von den Geschichten von Lovecraft selbst. Das gilt nicht generell, denn im vielleicht bekanntesten Lovecraft-Film "Re-Animator" ist durchaus einiges an Hintergrundinformation zu Dr. Herbert West vorhanden. An die Qualität eines "Re-Animator" kommt "Die Farbe aus dem All" aus meiner Sicht nicht ganz heran, obwohl die Filmtechnik deutlich moderner ist und dadurch gerade die technischen Aspekte der Farbeffekte viel besser zur Geltung kommen. Einen Vergleich mit "From Beyond" muss "Die Farbe aus dem All" aber nicht scheuen.



    Nicolas Cage ist hier als besorgt-zerstreuter Familienvater, der im Verlauf immer mehr dem Wahnsinn zu verfallen scheint, eine nahezu ideale Besetzung, da er genau das verkörpert, was es für eine solche Rolle braucht. Der einzige andere tragende Charakter des Films ist Lavinia, gespielt von Madeleine Arthur. Alle anderen Rollen sind formal zwar vorhanden und vielleicht auch nicht unwichtig, jedoch fehlt mir bei diesen etwas die Präsenz. Am ehesten kann noch Joely Richardson als Theresa Gardner überzeugen, gerade auch wenn man bedenkt, was ihr im Film widerfahren ist. Das ist vielleicht auch das, was man dem Film ankreiden kann: Zu wenige Schauplätze und zu wenig Charakterentwicklung und deswegen reduziert sich die Handlung fast rein auf die Farben. Gerade der häufig vorhandene Bogen, der von Lovecraft immer wieder zu Arkham als auch zur Miskatonic Universität in Massachusetts gespannt wird, fehlt hier leider. Die Geschichte ist hier allerdings auch so frei interpretiert worden, so dass ein Vergleich mit dem Original nicht zwangsläufig erfolgen muss. Deswegen kann die Wertung auch komplett losgelöst davon erfolgen. Die Effekte gerade was die Lichtspiele am Ende betrifft sind zwar sehr gut gelungen, allerdings hebt das nicht den etwas schwachen Tiefgang der gesamten Geschichte auf. Auch die Handlungsweise der Hauptcharaktere wirkt etwas einfallslos. Insgesamt würde ich dennoch bei guter Unterhaltung gerade so 07/10 Punkte vergeben.


    Eine Anmerkung für alle Lovecraft-Fans:
    "Die Farbe aus dem All" ist eine 1927 erschienene Geschichte von Lovecraft, die zeitlich Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist, in welcher es natürlich keine Handys gegeben hat. Auch das Fernsehen oder Autoverkehr gab es zu der Zeit noch nicht. Der Hauptcharakter heißt eigentlich Nahum Gardner und die Geschichte wird eigentlich als Rückblick auf das erzählt, was an diesem Ort passierte, bevor die "verfluchte Heide" sich dort ausgebreitet hatte. Es fehlt die Selbstzersetzung des Probestücks des Meteoriten, bevor es untersucht werden konnte. Die Familie Gardner ist außerdem komplett zerrupft worden, denn aus Nahum, Nabby, Zenas, Thaddeus und Merwin wurden Nathan, Theresa, Lavinia, Benny und Jack. Die Geschichte ist demzufolge nicht als getreue Umsetzung anzusehen. Auch der Zeitrahmen der Kurzgeschichte würde einen normaler Film sprengen, obwohl "Die Farbe aus dem All" nur knapp 40 Buchseiten lang ist. Die Filmwertung versteht sich deshalb losgelöst von einem Buchvergleich, denn beides ist einfach nicht zu vergleichen.

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  • Heute kam der Film "H. P. Lovecraft's Dagon" (2001) bei mir an und musste natürlich auch gleiche gesichtet werden.

    Man sollte hier nun aber nicht wirklich von der entsprechenden Kurzgeschichte von H. P. Lovecraft ausgehen. Vielmehr bekommt der Zuschauer hier nämlich quasi eine spanische Version von "Schatten über Innsmouth" geliefert, wo am Ende des Films dann auch gleich ein Zitat aus der Kurzgeschichte mitgeliefert wird.

    Es gibt beim Film so kleine Augenblicke, wo man schon erkennen kann, dass man es hier nicht mit einem Film mit hohem Budget zu tun hat. Das macht aber eigentlich nichts, denn man wird hier durchaus mit ziemlich düsteren Ideen und auch einigen recht derben bis ekligen Szenen (gerade so was liebe ich ja) ordentlich bedient und die Macher schaffen es auch, dem Film recht schnell eine recht intensive, düstere Atmosphäre zu verpassen, die den Zuschauer gleich mitzieht. Zumindest muss man den Machern also bescheinigen, das es ihnen hier durchaus gelungen ist, den Film DAGON nicht in Richtung Totalausfall zu manövrieren.

    Spannung und Atmosphäre machen den Film schön rund, der hier als BD mit einer Altersfreigabe von 18 Jahren daher kommt. Ein wenig dusselig in seiner Handlungsweise erscheint allerdings zumindest der Schauspieler Ezra Godden in seiner Rolle als Paul Marsh. Dafür wirkt Macarena Gomez optisch in Sachen "Leckerchen fürs Auge" wiederum recht positiv, zumindest wenn man sich mal ab der Taille abwärts die Tentakel wegdenkt.

    Gesamt betrachtet kann ich für den Film DAGON daher noch gute 7/10 Punkte vergeben, da er in Sachen Atmosphäre und Spannung durchaus auf einem recht ansprechenden Niveau liegt.


    Hier einige Kurzdaten:

    __________________________________________________________________________

    Regie: Stuart Gordon

    Drehbuch: Dennis Paoli

    Produktion: Brian Yuzna

    Cast: Ezra Godden, Macarena Gomez, Raquel Merono, Francisco Rabal, Birgit Bofarull u.a.

    Erscheinungsjahr: 2001

    Laufzeit: 97 Minuten (BD)

    Altersfreigabe: 18 Jahre

    Produktionsland: Spanien

    Originaltitel: Dagon, la secta del mar

    Label: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG


    Und hier noch zum reinsehen der Trailer :

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  • Review zu "Once upon a time in... Hollywood":


    Der Schauspieler Rick Dalton ist auf dem absteigenden Ast. Er scheint keine Rollenangebote mehr zu bekommen. Außerdem hat er einen Verkehrsunfall gehabt, weshalb ihm sein Führerschein abgenommen wurde. Das ist der Grund, warum sein Stuntdouble Cliff Booth ständig an seiner Seite ist, denn dieser ist quasi sein Chauffeur und erledigt auch sonst einiges um Rick herum. Die Lage von Rick ist teilweise so schlecht, das er über einen Agenten Aufträge in Italien annehmen muss. Er verbringt dort einige Monate und lernt auch seine Frau dort kennen. In den Staaten lebt er in einer wohlhabenden Gegend in Beverly Hills als Nachbar von Roman Polanski und seiner hochschwangeren Frau Sharon Tate. Und auf diese hat es jemand abgesehen...


    Wertung:


    "Once upon a time in... Hollywood" ist ein ganz erstaunlicher Film, der ganz einfach die damalige Zeit so detailgetreu wie möglich abbildet. Das beginnt über die typische Kleidung in ihren typischen Farben über den damaligen Verkehr mit entsprechenden Modellen bis hin zu den Fassaden, die sogar mit den Originalkinostreifen und entsprechenden Plakate0n versehen wurden. Das macht diesen Film liebenswert, denn er zeigt zwar extrem viele Details aus der Zeit, verliert sich aber nicht in diesen. Diese sind einfach da, ohne weiter auf sie einzugehen.


    Der Haupthandlungsstrang besteht um Rick Dalton, der von Leonardo DiCaprio sehr gut dargestellt wird, wie er nach fast schon Aussortierung über das ausländische Kino wieder zu Aufträgen in Hollywood kommt und somit noch gerade so die Kurve bekommt. Das wirkt ziemlich gut ausgeklügelt, gerade auch die Schwierigkeit einen Film im Film darzustellen, und derer sind es mehrere (Stichwörter: Western s/w, Western Farbe, Nazis), und das wird in unterschiedlichen Formaten sehr gut bewerkstelligt.


    Gegenpart in der Haupthandlung ist Brad Pitt als Cliff Booth, der in einer etwas ungewöhnlichen Rolle sich um alle Belange seines Chefs kümmert. Dabei wirkt er in seinen fast immer vorhandenen Hawaii-Hemden etwas schrullig. Die Aspekte durch seinen Charakter gehen von einem rüpelhaften Verhalten über eine gewisse Fürsorge bis hin zu einer Spracheleganz, die nur der Feder eines Quentin Tarantino entstammen kann. Das ist zum einen die Szene mit dem Radwechsel, die mir deutlich im Gedächtnis geblieben ist, und auch die Szene mit Bruce Lee.


    Der Nebenhandlungsstrang besteht um Sharon Tate und die Manson-Family, wobei hier lediglich auf Sharon eingegangen wird aber weniger auf Manson und seine Begleiter.


    Spannung an sich gibt es eigentlich nicht, denn der Film lebt von seiner Atmosphäre, dem Gesamtflair und seinen Dialogen, so dass hier ein typischer Tarantino vorhanden ist. Die ganzen vielen Stars, die in diesem Film als Charakter (Roman Polanski, Sharon Tate, Bruce Lee, Steve McQueen) oder als Schauspieler selbst (Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Emile Hirsch, Timothy Olyphant, Luke Perry, Al Pacino, Danielle Harris, Kurt Russell, Michael Madsen und viele andere) vorkommen komplettieren das Bild eines vergangenen Hollywoods.


    Der Soundtrack fügt sich ebenfalls wunderbar in den Film ein, da vor allem auch Lieder aus den 60er Jahren verwendet wurden. An einigen Stellen sind sie abgewandelt im Vergleich zum Original, ohne das der Zeitgeist verloren geht.


    Schlussendlich ist "Once upon a Time in... Hollywood" ein Film, der von allen Filmbegeisterten gesehen werden sollte, denn er behandelt das Thema Film an sich und die damalige Situation in Hollywood. Die doch deutliche Länge von knapp 3 Stunden ist allerdings auch für einen solchen Film recht lang. Spannung im eigentlichen Sinn darf man nicht erwarten, obwohl man manchmal etwas überrascht wird. Gerade was die Szenen mit der Manson-Family betrifft, hätte etwas weniger Brutalität dem Film wahrscheinlich besser getan. Die Szenen kommen relativ plötzlich und man kann das so machen, aber das hätte es bei diesem Film jetzt nicht unbedingt gebraucht.


    Der Film ist insgesamt anders als die anderen Werke von Tarantino, was ihn besonders macht. Als Wertung für mich 09/10 Punkte, einzig aufgrund der Langatmigkeit etwas Punktabzug in der B-Note aber ansonsten vollends gelungen.

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  • Once upon a Time... In Hollywood spielt meiner Meinung nach ....


    [Spoiler]


    ...vor allem mit der Erwartungshaltung, dass es in der Nacht des 8./9. August 1969 -der Sharon Tate Morde - spielt. Die gesamte Handlung atmet den Flair der 60er ein & aus, der Summer of Love endete abrupt & der Summer of Hate nahm seinen Platz ein...


    Bis Tarantino dann kurz vor den entscheidenden Morden einfach den "es war einmal" Modus rein knallt.


    Der Film funktioniert v.a. wenn man sich mit der Manson Family & dem zeitlichen Ablauf der Tate / La Bianca Morde, der Spahn Ranch & Charlies Weltbild etwas auskennt und nun das Tate Massaker erwartet - bricht dann jedoch bewusst mit der Erwartungshaltung und endet im oben erwähnten Gewaltexzess...


    Mir gefiel OuaT...iH gut, die 3 Stunden im Kino verflogen, wie im Flug - auch wenn die Vorpremiere letzten August nur zu ca. 50% ausverkauft war...

  • Hell is where the Home is


    In der Mohave-Wüste mieten zwei Pärchen ein luxuriöses Anwesen für ein Wochenende. Eigentlich scheint alles entspannt, es werden Drogen eingeworfen, und alle fühlen sich dort wohl. Als eine Ältere Dame mal telefonieren möchte, versteht Victor nicht, wie Sarah das zulassen kann, so mitten im Nirgendwo. Und als die Dame dann nicht gehen möchte, kommt es zum Streit und leider getötet. Als dann noch Estelle während der Auseinandersetzung ihren Freund tötet und dann auch noch die herbeigerufene Polizei auftaucht, scheint die Situation komplett aus dem Ruder zu laufen, doch gerade die Polizei ist nicht das, was sie zu sein vorgibt...


    Wertung:


    "Hell is where the Home is" wirkt anfangs als dahinplätschernder Film, der zum "Homeinvasion-Horror" gezählt werden kann, und was man letzten Endes dort zuzählt, bleibt jedem selbst überlassen. Man wird nahezu eingelullt, bevor die Handlung erst innerhalb des Hauses stattfinden, und dabei gilt Victor als Verursacher, denn er ist der Unruhestifter, und ohne den gesamten Kontext zu kennen, kann man das als Kernhandlung vermuten. Die eigentliche Homeinvasion beschränkt sich im Verlauf leider auf weniger als die letzten 30 Minuten des Films, wo mehrere Maskierte Männer die Freunde bedrohen, so dass das Szenario dann eher mit einem Film wie "The Strangers" vergleichen lässt, obwohl der "Terror-Charakter" bei Letztgenanntem deutlich besser zur Geltung kommt. Vom Spannungsaspekt fand ich "Hell is where the Home is" ganz unterhaltsam, wenngleich ich mir gewünscht hätte, dass es nicht eine so geringe Begründung für den Angriff und Terror gegeben hätte. Leider wird aber erst am Ende klar, was die Vormieter gemacht haben und weshalb die "Homeinvasion" erfolgt. Die jetzigen Mieter sind also eigentlich nur Zufallsopfer, und das nimmt dem Film auch etwas an Qualität.


    Die Schauspieler kannte ich allesamt nicht. Auch Ton und Umfeld der Handlung lassen ein wenig zu Wünschen übrig, so dass dies zwar kein kolossal schlechter aber auch kein extrem guter Film entstanden ist. Diesen hier kann man etwas oberhalb des Durchschnitts ansiedeln, und damit ist er gut bedient. Wenn bereits mehrere Filme dieses Genres bekannt sind, dann kann man wahrscheinlich auf eine Sichtung verzichten, andernfalls darf man auch gerne mal zugreifen. Als Wertung gerade so 06/10 Punkten.

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  • Why don't you just die!


    Matvey hat den Auftrag erhalten Andrey, den Vater seiner Freundin Olya und ehemaligen Polizisten, zu töten. Er habe seine Tochter missbraucht, und deswegen muss er sterben. In seinem Batman-Pullover, bewaffnet mit einem rostigen Zimmermannshammer, steht er an der Haustür von Andrey, und will den Plan in die Tat umsetzen. er hat leider keinerlei Erfahrungen, was das Töten von Personen anbelangt, weshalb er etwas unbeholfen wirkt. Unter dem Vorwand auf die Tochter des Hauses warten zu sollen, wir er hinein gebeten, doch Andrey ist misstrauisch, und kommt den Plänen seines Angreifers auf die Spur, und so beginnt ein skurriles Machwerk an blutrünstigem Gemetzel innerhalb der Wohnung.


    Wertung:


    Normalerweise kann ich mit russischen Film nur wenig anfangen, was nicht zuletzt an der teilweise undurchsichtigen bis für mich unverständlichen Namensgebung der Protagonisten liegt. "Why don't you just die!" ist eine willkommene Ausnahme, denn der Film hat mich richtig gut unterhalten und extrem überrascht. Das Genre, in welchem er sich dabei bewegt, ist mehr Komödie als Horror. Es gibt blutige mit auch sehr überzogenen Darstellungen als auch sehr lustige und abstruse Elemente (Stichwort: Wand), so dass hier weniger echtes Gruseln vorhanden ist, als vielmehr blutige Effekte. Dadurch entschärft sich der Film letzten Endes selbst, was hier sehr gut in das Gesamtkonzept passt.


    Der Film ist dabei allerdings nicht lustig im Sinne von humoristisch sondern eher im Sinn von Unterhaltsam zu verstehen, und aufgrund der stark überspitzen und überzogenen Darstellungen kommt kein Horrorfeeling auf und soll es wahrscheinlich auch nicht.


    Die Schauspieler sind passig für den jeweiligen Charakter, obwohl ich noch nie etwas von ihnen gehört habe. Auch der Regisseur, der unter anderem in Kurzfilmen in Erscheinung getreten war, ist mir nicht bekannt. Das Setting ist durch man gerade 5 feste Rollen sehr überschaubar aber ebenfalls genau für diesen Film geeignet. Man sollte allerdings weniger Realismus erwarten, denn dann wird man mit Sicherheit enttäuscht sein.


    Aus meiner Sicht jetzt zum Jahresende nochmal ein echtes Highlight der Independent-Horrorszene und ich kann diesen Film auf jeden Fall weiter empfehlen, denn gerade die Ungewöhnlichkeit des Films mit so sehr vielen Absurditäten kann mich begeistern. Deshalb auch 09/10 Punkte.

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  • Der Dunkle Turm


    Als Anmerkung vorneweg; Seht meinen Nutzernamen an, dann wisst ihr, was ich von der Buchvorlage halte...


    Jake ist ein Junge, der seinen Eltern mit sonderbaren Zeichnungen auffällig wird. Er ist in psychologischer Behandlung, um seine Bilder deuten zu können. Er hat die Vorstellung, dass ein Mann in Schwarz einen Turm zerstören will, aber er hat keine Ahnung, dass dies nicht nur in seiner Vorstellung bestehen könnte. Als Jake von zwei Mitarbeitern einer Jungendbehörde abgeholt werden soll, flüchtet er das erste Mal über ein Portal eines leerstehenden Hauses nach Mittwelt, wo er auf Roland Deschain trifft, und beide zusammen begaben sich auf die Suche nach dem Mann in Schwarz, denn dieser floh durch die Wüste und der Revolvermann und Jake folgten ihm...


    Wertung:


    Der Film "Der Dunkle Turm" ist der Versuch die großartige Saga von Stephen King zu verfilmen. Und das ist nur sehr eingeschränkt geglückt.


    Erwartet wurde der erste Teil der 7,5-teiligen Saga mit dem Titel "Schwarz" aber gleich zu Beginn findet sich die erste Enttäuschung: Der prägende Satz der gesamten Reihe ("Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste und der Revolvermann folgte ihm") taucht nicht als erstes auf, sondern findet erst nach der Einführung den Weg in die Handlung. Bereits da dürfte der Aufschrei vieler Fans des Dark Towers groß gewesen sein.


    Die Geschichte wurde im Gesamten sehr frei wiedergegeben, sodass der Film wahrscheinlich immer im direkten Buchvergleich den Kürzeren ziehen wird. Idris Elba kann man zwar in die Rolle von Roland stecken, jedoch ist in keinster Weise ein Hinweis darauf, dass dieser schwarz sein könnte. Das kann, wenn man sich an die Originalvorlage hält auch im Verlauf zu Problemen führen (Stichwort: Odetta/Detta Walker; eigentlicher Hauptcharakter des 2. Teils und späterer Teil von Rolands Ka-tet).



    Der Film hat aber auch gute Ansätze, denn sowohl der zwar eben von mir in ein eher schlecht gesetzte Licht Idris Elba als auch Matthew McConaughey als Walter O'Dim können überzeugen. Insbesondere letztgenannter fügt sich ziemlich gut in die Rolle des bösartigen Zauberers ein. Was wiederum gar nicht passt, sind asiatisch stämmige Seherinnen in Mittwelt, die versuchen die Zeichnungen von Jake zu deuten, Ich halte mich aber nicht mit einem Film-Buch-Vergleich auf, denn der Film wird den kürzeren ziehen. Beim "Herrn der Ringe" hat Peter Jackson ein glückliches Händchen bewiesen und sich sehr nah an der Buchvorlage orientiert, was ihm viele Preise für den Film selbst einbrachte. Hier wird sich bei einem vielleicht noch komplexeren Werk, da es zum einen länger als "Der Herr der Ringe" ist und auch noch in mindestens zwei Welten spielt, weit weniger an die Vorlage gehalten, und so wundert es nicht, dass "Der Dunkle Turm" auch weniger erfolgreich war. Vielleicht muss man aber auch so an eine Verfilmung dieses Mammutwerks herangehen, denn ansonsten ist ein Scheitern vielleicht bereits vorprogrammiert.



    Die Actionszenen können mich aber unterhalten. Auch der spirituelle Aspekt ("Wer mit der Hand zielt, hat das Gesicht seines Vaters vergessen.") wird ebenfalls gut gezeigt. Die Hintergründe der Revolvermänner, was es mit Gilead, Rolands Vater und Cuthbert und Alan auf sich hat, wird nicht weiter erzählt und ist für den Film nicht von Belang. Für Fans des Dunklen Turms sind es aber gerade diese Aspekte, die für die Gesamtbetrachtung von entscheidender Bedeutung sind. Es wird zwar ein Mysterium um den Revolvermann herum gesponnen, jedoch kann (und will) dies nicht so allumfassend sein, wie es in mehreren Romanen der Fall war.


    Was bleibt unterm Strich übrig: Ein Film, der zwar den Zuschauer kurzzeitig an den Bildschirm fesseln kann, bei genauerer Betrachtung der Hintergründe aber die Erwartungen eigentlich von vorneherein nicht erfüllen kann. Man versteht den Dunklen Turm auch erst dann, wenn man Kings Gesamtwert gelesen hat, und dazu gehören auch mehr als die 7,5 Bücher des Dunklen Turms (wichtig für das Gesamtverständnis wären "Es", "Friedhof der Kuscheltiere", "The Stand" und vor allem "Schlaflos", um nur einige zu nennen), denn mit der Anpreisung des Scharlachroten Königs, wie sie im Haus, in welchem Jake Mittwelt betreten wird, zu lesen ist, kann sonst keiner etwas anfangen, und dabei ist dieser Satz vielleicht der bedeutungsvollste innerhalb des gesamten Films. Der Querverweis auf das "Shining" sorgt daneben zwar im Film für ein Aha-Erlebnis, findet sich nach meiner Erinnerung aber nicht in Bezug auf Jake wieder.



    In diesem Sinne, Lange Tage und angenehme Nächte. Und mögen sie Euch doppelt vergönnt sein (aber auch damit kann nur der Leser etwas anfangen).


    Vielleicht gäbe es mehr Punkte, wenn man sich mehr Mühe gegeben und die Geschichte in weiteren Teilen fortgeführt hätte. Als reine Filmwertung (vollkommen losgelöst vom Buch) 06/10 Punkte, als bekennender Fan der Buchvorlage eigentlich deutlich weniger.


    Darauf eine Nozz-a-la. Prost!

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  • Kennt zufällig jemand Helena Zengel? Habe sie gerade in Paul Greengrass' Neues aus der Welt an der Seite von Tom Hanks gesehen und bin erneut beeindruckt. Wobei ich nach Systemsprenger eher sprachlos war. Die 13-Jährige ist ein riesiges Talent und sie besteht locker neben Hanks.

    Den Film an sich finde ich auch gelungen. Score und Bilder sind erhaben, die Story vielleicht etwas dünn aber das hat mich nicht gestört. Den Verzicht auf extreme Gewaltdarstellungen fand ich sogar ganz angenehm, schon fast eine Ausnahme. Bin jedenfalls gespannt wie die Karriere von Helena Zengel weiterlaufen wird.

  • Perrish


    Im Film hab ich sie bisher noch nicht gesehen (außer Ausschnitte), aber sie war mir sympathisch, weil sie über Tom Hanks sehr ehrfürchtig und respektvoll gesprochen hat. In ihrem Alter hat sie ein tolles Benehmen gezeigt. Kam sehr intelligent rüber.

  • Eben habe ich eine große positive Überraschung erlebt, als ich mir Sweethearts auf Netflix angesehen habe. Die Bewertung in der OFDb ist echt nicht berühmt aber wenn man ein bisschen was mit deutschem Kino anfangen kann sollte man meiner Meinung nach einen Blick wagen. Der Film mit und von Karoline Herfurth ist eine tolle Mischung aus Melancholie und Action, Dramatik und Tragik, wobei das zum Teil fließend ineinander übergeht. Tolle Besetzung, wunderbarer Soundtrack, gelungene Inszenierung - für mich ein äußerstcharmanter Film.

  • Keine Rezension (die kommt vielleicht irgendwann) aber mal eine klare Sichtungsempfehlung: Charité


    Hat mich extrem begeistern können (aber ich bin vom Fach). Jede Staffel ist einzeln ansehbar und hat außer der Örtlichkeit "Charité" nichts miteinander zu tun. Immer vor dem Hintergrund der jeweiligen Epoche, in welcher die Geschichte angesiedelt ist.

    Staffel 1 zu Zeiten von Robert Koch, Rudolf Virchow und quasi den Anfängen der modernen Medizin. Vor dem Hintergrund des Kaiserreichs, als Frauen nicht so einfach studieren konnten.

    Staffel 2 im 3. Reich mit einigen Facetten sowie dem bekannten Prof. Sauerbruch, Probleme der behinderten Menschen sowie auch Probleme der Homosexualität und auch der Judenverfolgung. Auch der Krieg selbst spielt hier eine Rolle.

    Staffel 3 während des Mauerbaus mit seinen entsprechenden Problemen, Republikflucht und bekannten Größen wie Prof. Otto Prokop.


    Für mich war es eine der besten deutschen Serien der letzten Jahre. Vielleicht, weil sie zwar in der Zeit spielt, diese jedoch so wertfrei und so detailverliebt wie möglich wider gibt. Insgesamt exzellent gelungen. Jeweils 6 Folgen von etwa 45 Minuten pro Staffel. Sehr empfehlenswert.

    Rezensionen im Blog...
    Festa-Sammlung im Forum
    "Ihr seid Ka-tet, eins aus vielen. So wie ich. Wessen Ka-tet das stärkere ist, werden wir jetzt herausfinden müssen."

  • Hätte hier gerne meine Meinung zu NOS4A2 da gelassen, da Joe Hill hier bei Festa ja neu ein Zuhause hat. Leider kommt folgende Meldung: "Ihre Nachricht ist zu lang. Es stehen maximal 10.000 Zeichen zur Verfügung."


    Deshalb ist der kleine Text in der OFDB nachzulesen. NOS4A2 gibt es über Amazon Prime zu sehen. Soweit ich weiß, gibt es die Serie nicht auf Blu-ray oder DVD. Und leider wird es auch keine 3. Staffel geben.

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  • Da ich gerade irgendwie mich durch einige Stephen King Verfilmungen und Kurzgeschichten arbeite, ist mir dann auch aufgefallen, dass ich noch keine Filmrezension zur vierteiligen Fernsehverfilmung von THE STAND (1994) verbrochen hatte. Aufgefallen ist es mir deshalb, weil ich meine DVD-Version vor kurzem durch eine Blu-ray ausgetauscht habe, bei der die Bildqualität um einiges verbessert daher kommt.

    Auch wenn THE STAND hier doch so einige Baustellen aufweist, wo man es sicherlich besser hätte machen können und es die Verfilmung auch nicht immer leicht hat, zumindest eine gewisse Spannung kontinuierlich aufrecht zu erhalten, so mag ich die Version von 1994 trotzdem irgendwie und sehe sie mir auch so alle eineinhalb bis zwei Jahre mal wieder an. Ein Grund dürfte hierbei auch die verdammt gute Besetzung der Miniserie bis in die Nebenrollen hinein darstellen.

    Meine Rezension zu THE STAND kam zwar bereits Samstag im ZAUBERSPIEGEL, ist aber eigentlich noch immer als recht frisch anzusehen. Wer also mal schauen will, der sollte gleich mal den entsprechenden Link bauchpinseln ;):


    https://www.zauberspiegel-onli…piel-des-boesen-the-stand


    Und hier auch gleich mal der Trailer dessen Bildqualität allerdings leider etwas zu wünschen übrig lässt :|:

    "Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln ... nur eben später!":D



  • Bleiben wir doch einfach noch bei Stephen King und den diversen Verfilmungen.

    Das "der Meister des Schreckens" schon mit der ersten Verfilmung von KINDER DES ZORNS von 1984 nicht glücklich war, konnte man durchaus verstehen. Denn hier wurde zum ersten mal eine seiner Kurzgeschichten auf Spielfilmlänge aufgeblasen und die Handlung im Film selbst ist auch an wesentlichen Punkten von der literarischen Vorlage ordentlich abgewichen. Und das deshalb, weil der Produzent des Films Donald P. Borchers z.B. damals die eiserne Regel umgesetzt sehen wollte, das Horrorfilme (oder auch Filme allgemein) ein Happy End benötigten. Mit den Jahren wurde Borchers mit seinem damaligen Erfolgsfilm KINDER DES ZORNS allerdings immer unzufriedener und auch Stephen King, der sich in einem Interview auf den Film angesprochen eher mit einem diplomatischen Satz aus der Affäre zog, distanzierte sich dann spätestens nach der ersten Fortsetzung völlig von den betreffenden Filmen zu seiner Kurzgeschichte. Lange Rede, kurzer Sinn, Borchers schrieb ein neues Drehbuch und hielt sich dabei nun recht eng an der literarischen Vorlage von King, schwang sich dann auch selbst in den Regiestuhl und verfilmte die Storie KINDER DES ZORNS (2009) nochmals neu. Das Drehbuch hierzu schickte er vorher auch Stephen King persönlich, von dem er jedoch nie eine direkte antwort erhielt. Dafür schickte der Anwalt von Stephen King Borchers das Drehbuch dankend zurück mit dem Hinweis, das Stephen King nicht gedenke, irgendwann das Drehbuch zu lesen und er auch sonst keinerlei Interesse daran hat, in die Filmarbeiten involviert zu werden.

    Ob ich allerdings nun die zweite Version von Donald P. Borchers aus dem Jahre 2009 besser fand als die Verfilmung von 1984 (die ich nur einmal gesehen hatte und der ich damals nicht wirklich viel abgewinnen konnte), könnt ihr seit heute im entsprechenden Zauberspiegel-Online-Artikel von mir nachlesen, der seit Mitternacht im Netz präsent ist. Hierzu einfach mal den Link mit der Maus anbetteln ... ;):


    https://www.zauberspiegel-onli…en-kings-kinder-des-zorns


    Und hier dann auch mal zum reinsehen der entsprechende Trailer zur damaligen Neuverfilmung, die es auch auf DVD und Blu-ray gibt:

    "Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln ... nur eben später!":D



  • Ich gucke mir gerade "11.22.63" bzw. "Der Anschlag" von Stephen King an. Gefällt mir ausgesprochen gut, James Franco spielt die Rolle wirklich super, aber auch die Nebencharaktere machen einen klasse Job. Absolut empfehlenswert und mal eine wirklich hochwertige (Mini-Serien-)Verfilmung von King-Material:thumbup:. Leider hab ich nur noch 3 Folgen übrig;(

  • Dann bleiben wir doch gleich bei Stephen King.

    KATZENAUGE ist ja ein Anthologiefilm bei dem zuerst zwei Kurzgeschichten von King verfilmt wurden die eigentlich keine phantastischen Elemente aufweisen, bis es dann zur letzten und dritten Geschichte "Der General" geht. Die wurde nämlich nie irgendwo vorher gedruckt bzw. konnte gelesen werden, denn Stephen King schrieb diese Geschichte extra für den Film KATZENAUGE und packte da ein phantastisches Element in Form eines bösartigen Kobolds rein. Hört sich erst mal im Gesamtkontex nicht gerade homogen an, dafür ist es aber eine durchaus passende Abwechslung die durchaus auch Spaß macht. Und mal ehrlich, dass es am Ende doch irgendwo passt, dafür hatte Stephen King auch bei der Verfilmung gesorgt, indem er gleich das Drehbuch von KATZENAUGE selbst schrieb.

    Hier nun meine Filmrezension zu KATZENAUGE, welche seit Mitternacht im Zauberspiegel-Online bereits zu lesen ist. Einfach hierzu den Link mit Katzenstreu bewerfen, irgendwann kommt dann schon der Artikel:D:


    https://www.zauberspiegel-onli…filmanthologie-katzenauge


    Und wie gehabt auch hier gleich der passende Trailer dazu8):

    "Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln ... nur eben später!":D