Ich lese gerade...

  • Ich glaube, und das ist nur meine Ansicht/Interpretation/Meinung, dass man, um das Buch wirklich zu verstehen, hinter die ganzen abstrusen Kulissen der russischen Politik und Gesellschaft sehen muss.
    Vier Agenten, die sich mit allen Mitteln gegen das System wenden, sich am Ende selbst aufopfern. Ein Fingerzeig auf die Doppelmoral...siehe den Anfang mit dem alten Mann, der über das weggeworfene Brot lamentiert und danach einen Jungen missbraucht.
    Satire, zynisch gezeichnet. Für Aussenstehende mit Sicherheit weniger verständlich. Hat ein wenig Ähnlichkeit mit "Hundeherz" von Michail Bulgakow.


    Uneingeschränkt empfehlen kann ich "Der Schneesturm". Ist auch nur am Ende etwas verwirrend...alles davor ein wunderbares Märchen ^^

    "Why should I apologize for being a monster? Has anyone ever apologized for turning me into one?"

  • das ist nur meine Ansicht/Interpretation/Meinung

    Um nichts anderes hatte ich gebeten. Danke dir :)
    Das mit dem Brot fand ich klasse. Dem kleinen Oleg die Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg auftischen, nachdem er sein heruntergefallenes Brot weggeworfen hatte, und nach dem missglückten Missbrauchsversuch lässt Staube das eigene Brot im Bus liegen. Ich hab geschmunzelt. :)
    Und wie schon vermutet. Das Hintergrundwissen fehlt. Russische Politik kenne ich nur aus deutschen Medien und teilweise aus schulischem Unterricht. ^^
    Der Schneesturm wird dann mein zweiter Versuch mit dem Autor werden. :thumbup:

  • Dann viel Vergnügen dabei...ist wirklich eine schöne Geschichte.


    Durch die Spätschicht komme ich, mal wieder, kaum zum Lesen.
    Hab aber schon die dreistellige Seitenanzahl im ersten Bobby Dollar Band erreicht. Ich finds klasse. Also die Geschichte, nicht dass ich so langsam vorankomme.

    "Why should I apologize for being a monster? Has anyone ever apologized for turning me into one?"

  • mein 15. gelesenes buch des lesejahres 2020 war:
    stanislaw przybyszewski (1868-1927) :
    "studienausgabe: werke, aufzeichnungen und ausgewählte briefe in acht bänden
    + einem kommentarband"
    :
    band 8: briefe 1879 - 1927.
    * anmerkungen, nachbemerkungen, übersetzung aus dem polnischen von aurelia jaroszewicz.
    teils sind die briefe von stanislaw przybyszewski ohnehin auf deutsch verfasst.
    igel-verlag, hc, 1999, 192 seiten.



    meine nächste lektüre wird sein:
    dietmar dath (*1970):
    "niegeschichte. science fiction als kunst- und denkmaschine".
    matthes & seitz, hc, 2019, 942 seiten.


    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • Ich beginne nun mit "Das Institut" von Stephen King!

    Es gibt einen Grund unsterblich zu sein! Man kann die meisten wichtigen Bücher lesen!
    Real Music Fans: "God Give us Malcom Young back and we give you Justin Bieber!" God: "Fuck no!"

  • Gerade in einem Rutsch "Ein Brief vom Keilerstein" von Christian von Aster gelesen. Ein tolles Buch mit einer düsteren und packenden Atmosphäre wie man sie gern in mehr Büchern des Genres hätte! Holger Muchs Illustrationen tragen ihr übriges dazu bei. Bisher das beste Buch des Autors und des bisherigen Lesejahres für mich. Eindeutige Lesermpfehlung!


    Werde als nächstes, parallel zu Lovecrafts "Die geliebten Toten", "Der Kastanienmann" von Søren Sveistrup lesen.

  • ein schweres, aussage-gewichtiges buch und eine mitdenk-herausforderung
    für mich, lese ich deutlich ;) begeistert:
    dietmar dath (*1970) hat ahnung, weiß wovon er redet und hat ja
    etliche jährchen an diesem wälzer gerarbeitet:
    "niegeschichte. science fiction als kunst- und denkmaschine"- dietmar dath.
    matthes & seitz, hc, 2019, 942 seiten.
    werde noch einige zeit für diesen tausendsassa benötigen, da ich ihn, ob seiner
    schwere, nicht auf den arbeitswegen lesen werde.
    was für das lesen in der u-bahn von mir goutiert wird, entscheide ich morgen. ^^

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • meine u-bahn-lektüre: ;)
    "studienausgabe: werke, aufzeichnungen und ausgewählte briefe in acht bänden + einem kommentarband":
    stanislaw przybyszewski (1868-1927) & hrsg: michael m.schardt + div. mit-herausgeber.
    band 2: zur psychologie des individuums. erzählungen & essays.

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • "Berge des Wahnsinns" - Lovecraft

    Ja jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    aber das find' ich ganz okay
    denn ich hab' alles hinter mir gelassen
    was mich aufhält
    und jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    ja, vielleicht wirkt das arrogant
    doch vielleicht haben wir uns all die Jahre
    nie wirklich gekannt.


  • @Virginy: Meine liebste Erzählung von Lovecraft! Viel Spaß damit :)
    @Pythor: Kurze Meinung zum Höllenpanzer? Würd mich freuen. ;-)


    Bentley Littles - Die Universität:
    Sehr schöne Geschichte in der man lange nicht weiß, womit man genau es zu tun hat. Sind das jetzt einzelne Personen, die durchdrehen, ist es eine Sekte oder doch die Universität selbst? Vom Anfang bis zum Ende steigert sich der Wahnsinn, der passiert. Schlägereien und Vergewaltigung zählen dabei zu den harmloseren Vorfällen. Die Protagonisten sind wie so oft bei Little glaubwürdig gezeichnet. Keine Superhelden oder Spezialisten mit besonderen Fähigkeiten. Dennoch ein wenig mehr Tiefgang bei einigen Charakteren hätte ich mir schon gewünscht. Sie wirken wie gut gezeichnet, aber nicht komplett ausgemalt. Allerdings nur ein kleiner Mangel im Gesamtpaket. Das Buch selbst liegt schwer in der Hand ( ;-) ), ist aber hochwertig verarbeitet und macht sich auch noch gut im Regal. Klasse Unterhaltung. 8 von 10 Sterne und eine Leseempfehlung.


    Brad Harmer-Barnes - Vietnam Black:
    Jawoll! Endlich mal wieder eine geile Vietnamstory, und dann auch noch Horror! Eigentlich wollte ich nur kurz reinlesen nach Littles "Die Universität", aber ich fand die Geschichte sowas von spannend, dass ich das Buch noch am selben Abend ausgelesen habe. Das Setting ist genial, die Stimmung in der Einheit herbe, die Mission, einen Informanten zu finden, der sich eine Weile nicht mehr gemeldet hat, artet schnell zu einem Wettlauf ums Überleben aus. Ich verrate auch nicht zu viel, wenn ich sage, dass es nicht alle schaffen und zu Insektenfutter verarbeitet werden.
    Lediglich ein paar blöde Rechtschreib- oder Wortfehler sind nervig gewesen. Vor allem, wenn man die Sonderzeichen bei Viet Nam Den auf einigen Seiten richtig darstellt und auf anderen ein Rechteck mit [X] steht, ist schon richtig mies. Einmal wurde in einer Unterhaltung aus Walton -> Winters, der auch im Team ist, aber eben nicht an diesem Gespräch teilnimmt.
    Dennoch sehr gute 9 von 10 Punkten für die geniale Atmosphäre und den schonungslosen Ablauf :D


    Neue Lektüre ist "Trackers - Buch 4" von Nicholas Sansbury Smith.

  • Bin gerade im letzten Drittel von DIE VAMPIR-KLINIK von W.K. Giesa und Manfred Weinland.
    Das Taschenbuch beinhaltet die Dracula-Trilogie der beiden Autoren, welche bereits damals im GESPENSTER-KRIMI und späterhin nochmals im DÄMONEN-LAND (beides Heftromanreihen des Bastei Verlag) veröffentlicht wurden und nun seitens des Imprint ROMANKIOSK geschlossen als Paperback herausgegeben worden ist.
    Leider wechseln sich hier durchaus recht spannende Passagen mit solchen ab, an denen man den Heftroman wirklich herauslesen kann und wo die beiden Autoren wohl bei den "Helden" etwas zu viel des Guten einführten (z.B. plötzlich auftauchende paranormale Fähigkeiten), was die erst einmal aufgebaute Spannung leider auch bisher recht schnell wieder negativ drückt.

    "Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln ... nur eben später!":D



  • @Pythor: Kurze Meinung zum Höllenpanzer? Würd mich freuen

    Pulp Legends #8 : Graham Masterton "Der Höllenpanzer" ist ein kleiner, aber feiner okkulter Lesespaß.


    Recht schnell wird man über den Hauptcharakter Dan McCook in die Story eingeführt, der seit Kriegstagen "gestrandete" Panzer strahlt eine eigentümliche sinistre Bedrohung aus, die durch Madeleine und Priester Anton bald bestätigt wird. Das ganze Unheil entfaltet sich...


    [Spoiler]


    ...als der Panzer geöffnet wird und der darin gebannte Teufel beginnt Druck auf Dan & Madeleine auszuüben, so dass die 13 Teufel wieder vereint werden, um ihren Gebieter beschwören zu können...


    Was im Endkampf passiert, sollte der geneigte Leser selbst heraus finden. Also : kauft das Büchlein bitte.


    Fazit : überaus spannend zieht einen das Buch in seinen Bann... Masterton hat eine gute Balance zwischen Anspannung & "Mal Durchschnaufen", wobei sich die Spannungskurve zum Finale hin steigert. Gefiel mir ausgesprochen gut & las sich sehr flott - wäre ich nicht immer so Hundemüde gewesen & hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich das auch in einem Rutsch durchgeackert. Trotz des okkulten Hintergrunds, nie zu weit hergeholt oder zu absurd, sondern eine in sich sehr stimmig geschriebene Story.


    Wer Bücher / Filme, wie "Der Exorzist" oder "Spuk in Hill Haus" mag, der sollte auch hier - von der Stimmung her - eine vergnügliche Lektüre finden.

  • habe in diesem jahr bereits drei bände dieser werksausgabe zuende gelesen, dies war
    mein 16. buch des lesejahres 2020:
    "studienausgabe: werke, aufzeichnungen und ausgewählte briefe in acht bänden + einem kommentarband":
    stanislaw przybyszewski (1868-1927) & hrsg: michael m.schardt + div. mit-herausgeber.
    band 2: zur psychologie des individuums. erzählungen & essays.
    >>> erzählungen: * himmelfahrt, * notturno, * in hac lacrymarum valle, * hymne der glückseligkeit,
    * auf kains pfaden, * die heimkehr.
    >>> essays: * zur psychologie des individuums I : chopin und nietzsche.
    * zur psychologie des individuums II : ola hansson.
    * nachbemerkungen von walter fähnders.
    igel-verlag, hc, 1991, 149 seiten. stanislaw przybyszewski schrieb diese texte auf deutsch.


    studiere behutsam, aber schwer begeistert: :thumbsup::thumbsup::whistling:
    "niegeschichte. science fiction als kunst- und denkmaschine"- dietmar dath.
    matthes & seitz, hc, 2019, 942 seiten.


    mein u-bahn-lektüre:
    "die unbeugsame. ... über jeannie ebner" - petra ganglbauer.
    mandelbaum-verlag, 2018, 72 seiten.
    vorfreude-alarm! ;)

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • als 17. buch 2020 beendet:
    "die unbeugsame. petra gangelbauer über jeannie ebner" - petra ganglbauer. :thumbsup:
    mit vorwort von julia danielczyk und dem essay "gone but not forgotten. über die gegenwart der jeannie ebner" von monika bargmann.
    zeittafel zu leben & werk j.ebners und ihre auszeichnungen aufgelistet.
    (mandelbaum-verlag, hc, 2018, 72 seiten, aus der reihe autorinnen feiern autorinnen).


    jeannie ebner (1918-2004) begann ihre schriftstellerischen veröffentlichungen 1948 mit der
    utopischen erzählung "maschinenstadt" in der zeitschrift der basilisk, schrieb dann gedichte,
    stories und romane, übersetzte einiges ( z.b. "die möve jonathan"), leitete die zeitschrift literatur
    und kritik, entdeckte viele, heute berühmte, autoren, pflegte ihre mutter, schuftete wie ein
    pferd und ist heute leider fast vergessen.
    diese biographischen eindrücke machen lust die autorin unbedingt lesen zu wollen.
    einige bücher der in australien geborenen österreicherin liegen bei mir bereit.

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • Dank einer weiteren schlaflosen Nacht nun auch endlich ES beendet.
    Falls mir ein weiteres Mal danach ist, greife ich aber aufs Hörbuch zurück.


    Weiter geht es mit den letzten 200 Seiten des ersten Bobby Dollar, welcher mich überaus unterhält. Vielleicht war jetzt der richtige Zeitpunkt für den Engelanwalt und die Heerscharen des Himmels und der Hölle, denn die Bücher stehen schon einige Zeit unangetastet im Regal.

    "Why should I apologize for being a monster? Has anyone ever apologized for turning me into one?"