Schriftstellerinnen des Horror-Sektors

  • wie festa-autorin ania ahlborn mitteilt, beginnt
    mit diesem ersten februar-tag, der monat der
    horror-schriftstellerinnen in den usa.
    besagt, es wird besonders auf bücher dieser
    frauen hingewiesen. ;):love:8o

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • habe eben ausgelesen:
    "im schatten des jaguar. elf erzählungen" - angélica gorodischer.
    golkonda, brosch., 2010, übersetzung: verschiedene, nachwort: rike bolte, 183 seiten.

    es war wirklich eine leseerfahrung, die texte der argentinischen autorin zu studieren.
    angélica gorodischer ( *1928) gelingt eine ureigene erzählweise, die, ohne den südamerikanischen
    realismus zu verleugnen, weirdwelten erschafft, landschaften, figuren und ereignisse bestaunend
    beschreibt, als würde sie wirklich in die exotik fremder welten gestrandet sein.
    herausgeberin rieke bolte hat hier texte von 1967 bis 2005 ausgewählt, in denen gorodischer
    ihre vision von weird und science fiction darstellt... es ist als betrete man ein museum der
    wunderlichen un-möglichkeiten. und argentinische geschichte lodert auch auf...

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • eben beendet:
    "GRM. brainfuck" - sibylle berg.
    kiepenheuer und witsch, hc mit reliefdruck, 2019, 640 seiten....


    als "auskenner-buch" hat frau berg, die ich seit dem sommer 1998 schätze, selbst,
    ihren roman GRM bezeichnet. schauspielerin katja riemann betrachtet das buch
    als bibel... und überhaupt schlägt der roman mit seiner wucht in die kerbe
    von frau bergs glanztaten, wie "sex II" von 1998 und "ende gut" von 2004.
    kritiker haben sibylle bergs werk damals gerne mit dem von michel houellebecq
    verglichen. in den werken beider kreatoren funkeln ihre ansichten unangenehm, bestens zu papier gebracht,
    sie laufen damit verstiegenen philosophen den rang ab.
    "grm. brainfuck", als drittes meisterstück der wahlschweizerin, spielt in england nach
    dem brexit. es ist so zeitnah, man kann es kaum als dysoptie bezeichnen.
    frau berg erschreckt mit der vermischung von fakten und ableitungen.
    sie erklärt die welt und weiß, sie kann sie nicht heilen.
    gier und geld zerstören die welt. heil ist sie ja schon ewig nicht mehr.
    ihre protagonisten erleben wahren horror.
    ungeheuer erschreckend ist dieses werk! mannohmann! :thumbsup::thumbsup::thumbsup:;):!:

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • "von menschen. 10 erzählungen" - iris antonia kogler.
    (epubli, tb, 2018, 140 seiten), beendet.


    10 geschichten hat iris a. kogler in ihrem debüt vereint, alle atmen weird und
    sind mit sf und horror-elementen gekonnt gespickt.
    die dramaturgie ihrer stories hat mich sehr begeistert. die gelernte theaterdramaturgin
    aus düsseldorf weiß ihre sätze präzise zu setzen und hat mich als leser sofort eingefangen.
    freue mich auf ihre lesung am ersten juni.
    meine lieblingsgeschichten sind:
    1. lebensläufe.
    2. lichtflecken.
    3. glaskörper.
    4. neununddreißig
    5. nessun dorma.


    klappentext:
    Eine Straßenbahn hält an einer Haltestelle außerhalb von Zeit und Raum,
    und keiner der Fahrgäste weiß, wie und warum er in diese Straßenbahn geraten ist.
    In einer nahen Zukunft durchstreift ein desillusionierter Vater ein ausgestorbenes Land,
    und findet Menschlichkeit und Zuneigung ausgerechnet dann, wenn er gar nicht mehr
    damit rechnet.
    Ein Soldat findet nach dem Krieg durch die Freundschaft zu einem Hund wieder ins
    Leben zurück, und eine Stadt verschwindet samt der darin lebenden Menschen im Nebel.



    Die Menschen in diesen Geschichten stehen vor Abgründen.
    Doch sie finden Freundschaft oder Liebe, wo sie es nicht erwarten;
    sie treffen unerwartete Entscheidungen und finden neue Wege.
    Ganz egal, ob die Protagonisten sich in der Gegenwart, einer nahen Zukunft
    oder einer noch nicht vergessenen Vergangenheit bewegen: Ihre Geschichten berühren.

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • Willkommen beim Nornennetz


    Das Nornennetz ist ein Netzwerk deutschsprachiger Fantastik-Autorinnen.
    Die Nornen, Schicksalsfrauen der Edda, lenkten nach der Vorstellung der nordischen Mythologie
    die Geschicke der Götter und der Menschen. Genauso lenken Autorinnen die Figuren ihrer Welten.
    Wir wollen in diesem Netzwerk gezielt deutschsprachige Autorinnen und ihre fantastischen Werke
    fördern.
    Wir bieten gegenseitige Unterstützung und Inspiration, kreative Gemeinschaftsprojekte und setzen
    uns gemeinsam gegen die Benachteiligung von Frauen in der Fantastik ein.


    https://www.nornennetz.de

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE
    (WIR HABEN SCHON IMMER IM SCHLOSS GELEBT) von Shirley Jackson


    DEUTSCHER KINOSTART: 3. Oktober 2019
    Wir freuen uns auf diesen Film und sind sehr gespannt, wie das Buch umgesetzt wurde.


    Trailer auf YouTube:

  • die entdeckung einer bedeutenden autorin liegt noch vor mir.
    unter dem pseudonym una chi (japanisch für: wissen, verstand)
    hat die italienische autorin bruna bianchi (*1942)
    einige bücher verfasst, die in deutschland, vom belleville-verlag
    dem geneigten leser / der geneigten leserin angeboten werden.
    "engelsgeschlecht".
    http://www.belleville-verlag.de/scripts/buch.php?ID=292
    "das bett ein schlachtfeld".
    http://www.belleville-verlag.de/scripts/buch.php?ID=274

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • Seit 200 Jahren treibt das Monster von Forscher Frankenstein in der Literatur sein Unwesen.
    Jeanette Winterson spielt mit der Entstehungsgeschichte des Originals und lässt dessen
    Personal in einem Zeitalter der künstlichen Intelligenz wiedergehen.
    In der Literatur begegnet man neuerdings immer öfter futuristischen Phantasien über
    künstliche Menschen oder über die Abschaffung des Todes. Don DeLillo etwa malte sich
    die kryonische Konservierung von Menschen aus ("Null K.“, 2016), und Ian McEwan erfand
    einen täuschend menschenähnlichen Roboter ("Maschinen wie ich“, 2019).


    Nun hat die englische Autorin Jeanette Winterson in ihrem jüngsten Roman die vielfältigen
    heutigen Spekulationen über eine post-humane Zukunft dank Biotechnologie, Kryonik, Robotik
    und Künstlicher Intelligenz zu einem unterhaltsamen Roman-Capriccio gebündelt – und das Ganze
    an die Schwarze Romantik rückgekoppelt, an den Science-Fiction-Urtext: Mary Shelleys Schauer-
    roman „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ von 1818.


    https://www.deutschlandfunkkul…tein-in-eine.1270.de.html?

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • ein ganz frisches vielschichtiges gemma amor - interview findet sich hier:



    ob bei FESTA wohl mehr von der sympathischen autorin erscheint ?

    wäre so klasse! ;):thumbup::thumbup:<3<3

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)