DOCTOR WHO - 1963-2017 R.I.P.

  • Back to roots.
    Erinnert sehr an die Anfänge, nur auf modern gemacht.
    Erinnert mich aber auch an die Visualisierungsoptik der Windows Media Player :D


    Wenigstens nicht pink.


    Btw TARDIS.
    Gefällt mir irgendwie. Besonders die Minitardis ^^


    "Why should I apologize for being a monster? Has anyone ever apologized for turning me into one?"

  • Vorweg: Ich habe die Staffel 11 noch nicht gesehen, sondern warte auf die deutsche Synchro.
    Aber alles, was ich bis jetzt darüber gelesen habe, macht wenig Lust auf Vorfreude.
    Von den 'langweiligen, nichtssagenden, unlogischen Plots' über 'blasse, übergangene Charaktere', 'grausame Scripte' bis hin zu einem 'Doktor als 10th Doctor-Clone auf Speed', macht es die elfte Staffel für viele zu einer der schlimmsten in der NewWho-Ära.
    Und dabei ist das zuerst angenommene Antihauptargument eines weiblichen Doktors am Ende der Liste. Damit hat der Großteil gar kein Problem, im Gegenteil. Viele, die vorher geflucht haben, konnten sich dann doch damit anfreunden.
    Da stört in erster Linie, dass der Charakter in Mimik und Gestik total überzogen ist. Ein zweiter Zehnter Doktor, nur in Schlimm, der den Schallschraubenzieher nun für alles und jeden benutzt.
    Die Drehbücher, die hauptsächlich von Chibnall stammen, sollen so gut wie nie ein gewisses Doctor Who Feeling aufkommen lassen.
    Das habe ich mir aber schon gedacht.
    Es wird wirklich alles in die Schublade 'Political correct' gestopft, auch da wo es überhaupt keinen Sinn macht.
    Nicht mal den Ansatz eines Story Arc ist zu finden.


    Selbst das Staffelfinale wird als das mieseste überhaupt gewertet. Von zehn Folgen kamen vielleicht zwei als sehenswert zur Geltung.


    Und diese Meinungen kommen nicht etwa allein vom ewig murrenden deutschen Fanblock. Auch in englischsprachigen Foren gab es lange Gesichter und die Frage nach dem Warum.


    Natürlich werde ich sie mir ansehen, wenn Fox die Ausstrahlung startet. Aber die Floskel 'Ich bin gespannt darauf' unterlasse ich. Dafür ist mir das negative Feedback einfach zu breit gefächert, um es auf ein paar unbelehrbare Spinner zu reduzieren.

    "Why should I apologize for being a monster? Has anyone ever apologized for turning me into one?"

  • Witzig, ich habe bislang eigentlich nur Lobeshymnen gelesen...aber ich bin auch nicht bei Facebook oder sonstwo, kann also nur auf das sonstige Internet zugreifen. Und die Einschaltquoten haben wohl neue Rekordhöhen erreicht...wie auch immer, Meinungen sind wie Arschlöcher, jeder Mensch hat eins! ^^ Und ich bin jedenfalls mächtig gespannt und freue mich auf die Staffel , denn mögen die Stories auch noch so doof sein, Jodie Whittaker ist als Schauspielerin in jedem Fall eine Bank!

  • Vielleicht interessant:
    Polyband hat verkündet, dass am 5. April der Auftakt zu den "Sarah Jane Adventures" mit der Folge "Invasion der Bane" erstmals auf Deutsch erscheinen wird.
    Ist zwar nicht grad die beste Folge des Spin Offs, aber ein Anfang. Kann man nur hoffen, dass was nach kommt, denn die Serie hat auch ein paar sehr sehenswerte Folgen ^^

    "Why should I apologize for being a monster? Has anyone ever apologized for turning me into one?"

  • So...die deutsche Erstaustrahlung der 11. Staffel ist vorüber und mir fällt nur der Satz ein: "Wenn du nichts nettes zu sagen hast, sage am besten gar nichts."
    Trotzdem:
    Belanglos, öde, dumm, sinnfrei und schön mit der Abrissbirne dem Zuschauer aufzwingen, was 'politisch korrekt' bedeutet. Die hat dann auch das Doctor Who Feeling gleich mit vernichtet.
    Whittaker macht ihren Job, aber das einfach zu viel. Kein eigener Charakter, ein nervendes Overacting...viel mehr ein 10. Doktor mit Möpsen und die ein oder andere Speeddosis zuviel.
    Das Tardisteam (bis auf Mr. Walsh) ein langweiliger, konturenloser Brei aus verschiedenen Ethnien. Irgendwie hoffe ich ja (hoffnunglos) darauf, dass Bradley Walsh der eigentlich Doktor ist. Was aber nichts an den dummdämlichen Drehbüchern geändert hätte. Wer gibt sowas frei?
    Sorry, aber da habe ich mich wirklich durchgequält und werde mir mit Sicherheit keinen Silberling kaufen. Einmal gucken ist schon zu viel.


    Vielleicht mit Voraussicht oder Zufall...die BBC kann von einem Riesenglück sprechen, dass die Staffel einen neuen Sendeplatz bekommen hat. Die Konkurrenz auf einem Sonntag ist nicht wirklich stark und somit stimmten dann auch die Einschaltquoten. Das zeigt sich am Special, welches, wie vorherige auch, an einem Feiertag lief und die schlechtesten Zuschauerquoten seit langem hatte.


    Mr. Chibnall, das war gar nichts. Entweder besser machen oder jemanden ranlassen, der sich damit auskennt und Spaß an der Sache hat.

    "Why should I apologize for being a monster? Has anyone ever apologized for turning me into one?"

  • Na, da bin ich ja wirklich mal gespannt...dass gerade Chris Chibnall die Staffel anscheinend so gegen die Wand gefahren hat, wundert mich am meisten, denn er hatte in der Vergangenheit etliche wirklich gute Drehbücher für "Doctor Who" ("The Power of Three", "42", "The Hungry Earth/Cold Blood") und auch für "Torchwood" (z.B. "Adrift" und besonders das spannende "Countrycide") geschrieben.
    Vielleicht sollte er (wie im Falle von "Broadchurch") zukünftig dann doch lieber im Thriller-Genre bleiben...

  • Und gerade deshalb, eben weil er sich eigentlich durch seine Drehbücher mit der Serie auskennt, verstehe ich diese Staffel nicht ?( Aber da gibt es absolut keine Spannung, kein Storytelling, nada.
    Es muss nicht jede Staffel einen Storyarc haben...früher ging es ja auch mit Einzelfolgen...aber wenn ich ein vielversprechendes Historical, was echt hätte was werden können...wie zB die Rosa Parks Folge...so dermaßen in den Sand setze, indem ich einen Naziausserirdischen aus der Zukunft da reinschreibe, dann habe ich als Showrunner dafür zu sorgen, dass das Drehbuch umgeschrieben wird.
    Ich hoffe wirklich, dass mit Staffel 12 das Ruder herumgerissen wird und endlich wieder Doctor Who auf Sendung geht :/

    "Why should I apologize for being a monster? Has anyone ever apologized for turning me into one?"

  • Staffel 11 ist leider nicht so der Bringer! Hoffentlich kann man die älteren Staffeln weiter auf One sehen!

    Es gibt einen Grund unsterblich zu sein! Man kann die meisten wichtigen Bücher lesen!
    Real Music Fans: "God Give us Malcom Young back and we give you Justin Bieber!" God: "Fuck no!"

  • "The Sarah Jane Adventures - Invasion der Bane"


    So, gerade eben geschaut und für unterhaltsam befunden. Natürlich war dieser "Doctor Who"-Serienableger im Gegensatz zu "Torchwood" eher für ein jüngeres Publikum konzipiert, aber der Pilotfilm wirkt auf mich frisch und ist mit netten kleinen Spielereien ausgestattet. Die Tricks sind (gemessen am Zeitpunkt der Dreharbeiten 2006) gar nicht übel und alles in allem ist die Handschrift von Russell T Davies plottechnisch definitiv zu erkennen, was ich in einem positiven Sinne meine, da ich Davies Storys und seinen Stil stets gemocht habe.
    Die leider verstorbene Elisabeth Sladen ist als Sarah Jane Smith wie immer sympathisch und auch die junge Darstellerriege wurde gut ausgesucht. Mit Samantha Bond als Antagonistin wurde zudem eine altgediente Darstellerin mit an Bord geholt. Dezente Anspielungen auf den Doktor runden meinen positiven Gesamteindruck ab.
    Eine Weiterführung der deutschen Veröffentlichung der "Sarah Jane Adventures" würde ich für meinen Teil definitiv begrüßen.

  • Ich finde es zwar durchaus gut, dass sie sich daran versuchen, aber in dieser Form hält sich mein Interesse in Grenzen. Mir ist klar, dass sie ohne Sender im Rücken mit der Synchronisation keine andere Möglichkeit haben, als die Folgen einzeln zu bringen, aber dafür ist mir die Serie nicht wichtig genug.

  • Ist halt immer die Frage, wie viel davon abgesetzt werden müsste. Bei der Holmes-Serie mit Jeremy Brett hat Koch das Experiment gewagt, bei der letzte Staffel von "Twilight Zone" gab es nur O-Ton mit Untertiteln. Gut, dass ich diese Entscheidung nicht treffen muss. ;-)

  • Die BBC hat ja den AI (https://en.m.wikipedia.org/wiki/Appreciation_Index) und laut dem war die Quote im englischsprachigen Raum eher unterdurchschnittlich. Besonders das Finale mit einem AI von 79 war bisher somit eines der schlechtesten Ergebnisse.
    Sind halt nur Zahlen ;)


    Na ja, wenn Du schon mit Zahlen rumwirfst, solltest Du auch erwähnen, dass die tatsächlichen Einschaltquoten höher lagen als bei Capaldi. Und das z. T. recht deutlich:

    Staffel 8 9 10 11
    6.8/9.17 4.58/6.54 4.64/6.68 8.2/10.54
    5.2/7.29 3.7/5.71 4.25/5.98 7.11/8.67
    5.2/7.28 3.7/5.63 3.76/5.61 6.39/8.09
    4.8/7.01 4.38/6.05 4.32/5.73 6.43/7.97
    4.93/6.99 4.85/6.56 3.57/5.27 6.12/7.49
    4.89/6.82 4.34/6.11 4.16/5.53 5.77/7.23
    4.81/6.91 3.87/5.76 4.01/5.79 5.93/7.23
    5.08/7.11 4.13/6.03 3.01/4.82 5.66/7.03
    4.6/6.71 4.0/5.61 3.58/5.02 5.07/6.24
    5.03/6.92 4.42/6.05 2.89/4.73 5.32/6.48
    5.27/7.34 4.51/6.19 3.37/5.0
    5.45/7.6 4.8/6.17 3.75/5.29
    6.34/8.28 5.77/7.69



    http://www.doctorwhotv.co.uk/d…ngs-accumulator-88397.htm usw.


    Sicher, dass das nicht nur Leute sind, die einfach meckern wollen? Irgendwie kam mit Capaldi ein kontinuierlicher Einbruch der Einschaltquoten. Smith hatte es da im Schnitt deutlich besser. Interessanterweise habe ich die eine oder andere Folge mit 11 öfter gesehen. Bei Capaldi habe ich bisher noch nicht das Verlangen gespürt, mir irgendwas nochmal anzusehen. Dabei finde ich ihn als Doctor deutlich besser als Smith. Bei Frau Doctor kann ich das natürlich noch nicht sagen. Wird sich zeigen.

  • Wie ich schon schrieb, lief die elfte Staffel sonntags und nicht wie sonst üblich samstags. Somit ging man der größeren Konkurrenz aus dem Weg. Und wenn du die Seite schon verlinkst, dann schau dir die Overnightratings an, die kontinuierlich von Folge zu Folge abnehmen. Spricht nicht gerade für ein durchgehendes Interesse, sondern eher für Ernüchterung.


    Es mag ja keine schlechte Staffel gewesen sein...für eine SciFi Serie. Aber eben kein Doctor Who. Alles davorgewesene wurde einfach über den Haufen geworfen und missachtet.

    "Why should I apologize for being a monster? Has anyone ever apologized for turning me into one?"

  • Ich denke, das Hauptdilemma einer langlebigen Serie ist stets, die unterschiedlichen Erwartungshaltungen der Fans zu bedienen, was schlichtweg unmöglich ist, da man es niemals allen recht machen kann...und weil die Spezies "Fan" bekanntlich die nervigste Form der Gattung Mensch darstellt.
    Ich muss vorausschicken, dass mir (nach bislang sechs geschauten Folgen) für mich selbst überraschend die 11. Staffel von "Doctor Who" so gut gefällt, wie seit den Tagen von Russell T Davies nicht mehr, wobei mir auch die Moffat-Ära mit Abstrichen viel Spaß gemacht hat. Warum? Vielleicht, weil ich keinerlei Erwartungshaltung hatte. Fans haben den Hang, entweder alles komplett gut oder komplett kacke zu finden, ein Mittelding gibt es fast nie. Ich denke jedoch, man muss etwas differenzieren und auch betrachten, wie bislang jede neue Staffel von den Zuschauern aufgenommen worden ist.


    Jodie Whittaker wird z.B. vorgeworfen, kein eigenständiges Profil zu besitzen, ein Tennant-Klon zu sein, hysterisch zu agieren, politisch zu korrekt zu sein, Overacting zu fabrizieren, Schwäche zu zeigen, usw. Nun, was genau soll man denn nach so vielen Doktoren noch für Eigenschaften darstellen, zumal ich bislang Hysterie oder Overacting bei ihr nicht erkennen kann, so etwas empfindet wohl jeder Zuschauer anders. Ich weiß noch genau, wie die "Fans" auf Matt Smith eingeprügelt haben (seine Einführung war an Ovracting auch schwer zu überbieten), zumal ich seinen Serienstart seinerzeit recht öde und einfallslos empfand; bei Whittaker habe ich mich in der ersten Folge deutlich besser unterhalten gefühlt. Trotzdem haben sich die meisten Zuschauer an Smith gewöhnt und waren todtraurig, als er ging. Dann kam Capaldi, und ein Sturm der Entrüstung brach los: Zu mufflig, zu alt, unsympathisch. Als Capaldi ging, haben alle geheult. Jetzt ist Mrs. Whittaker konturlos, nervig und blass...wenn sie irgendwann das Amt niederlegt, wird dann ihr Nachfolger verdammt und kritisiert. (Übrigens muss ich nach Ansicht der Ur-Folge "Das Kind von den Sternen" feststellen, dass Hartnells Doktor, also der Beginn des Franchise überhaupt, ein alter, oftmals unsympathischer Knabe ist, dem die Begleiter ständig helfen müssen, weil er selbst kaum etwas hinbekommt. Ergo haben auch alle heutigen Doktoren eher wenig mit dem Original zu tun).


    Dasselbe Spiel bei den Companions: die neue Staffel setzt zu sehr auf ethnische Minderheiten und Political Correctness...gibt es nur bei Chibnall, lese ich oft...Bill Potts aus der Moffat-Phase war z.B. als farbige Lesbe angelegt, noch korrekter geht ja kaum noch, und auch Martha Jones sah nicht gerade arisch aus. Chibnall hat hier vielleicht ein wenig übertrieben, was die Charaktere angeht, andererseits gefällt mir jedoch, dass die Hintergründe der Companions zur Abwechslung mal recht genau beleuchtet werden und zum ersten Mal plausible Gründe genannt werden, alles stehen und liegen zu lassen und den Doctor zu begleiten. Companions wurden letztendlich auch schon immer kritisiert. Früher war z.B. nervig, dass die Mädels sich ständig in den Doktor verknallen, auch nicht sehr einfallsreich. Daher ist Donna Noble in der New Who-Ära bislang der realistischste Begleiter, wenn man es genau nimmt.


    Stichwort Chibnalls Drehbücher: Alles schon mal gesehen, einfallslos, unsinnig, auch zu politisch korrekt, blöd, was auch immer. Mag stimmen, aber mich haben sie bislang besser unterhalten als viele Moffat-Folgen, die seinerzeit oft einfach zu sehr auf Anspruch getrimmt und vom Drehbuch her etwas zu verschwurbelt waren, so dass kaum noch jemand die Handlung verstanden hat. Moffat hatte geniale Storyarcs; oftmals ist er aber auch etwas über das Ziel hinausgeschossen. Fans von Russel T Davies haben Moffats Drehbücher verdammt, jetzt kommt Chibnall und fährt intellektuell wieder einen Gang zurück, und schon wird auf ihn eingeprügelt. Wäre Chibnall der direkte Nachfolger der Davies-Ära gewesen, hätten alle die Chibnall-Plots toll gefunden, wie gesagt, Fans können nervig sein.


    Abschließend sei bemerkt, dass ich natürlich auch bei Chibnalls Stories einige Schwächen entdecke, das bleibt nie aus, und ich fand in allen bisherigen Doctor Who-Staffeln, dass es brillante Episoden gab, aber auch etliche Gurken darunter waren. Was ich sagen will, ist, man sollte versuchen, nicht alles nur toll oder nur schlecht zu finden Niemand hat bislang bei "New Who"komplette Meisterwerke erschaffen, es ist eben wie stets mit dem Geschmack: Jedem gefällt etwas anderes. Und wem der jeweils aktuelle Doktor und die neue Storykonzeption nicht zusagen, der wartet einfach auf den Nachfolger und den späteren neuen Showrunner! :)

  • dann schau dir die Overnightratings an, die kontinuierlich von Folge zu Folge abnehmen. Spricht nicht gerade für ein durchgehendes Interesse,

    Das war bei Capaldi aber auch nicht anders. Zudem ist der Einbruch nach Smith wesentlich größer.


    @ Creed: Wo Du bei Moffat irgendwas intellektuell anspruchsvolles siehst, müsstest Du mir mal genauer auseinandersetzen. Meines Erachtens bewegt sich Moff auf Fan-Fiction-Niveau.