Der gute alte Stephen King

  • Ja, man muß den aktuelleren Werken von King einfach eine Chance geben...denn schreiben kann er, ganz ohne Frage. Detailliert, emotional und mit teilweise unvergesslichen Charakteren.


    Ob man mit dem jeweiligen Thema des Buches etwas anfangen kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt...es kommt immer auf einen Versuch an. Von "Wahn" hatte ich auch etliche negative Rezensionen gelesen, sodaß das Buch lange unangetastet in meinem Schrank schmorte...dann las ich es doch und bin bis heute der Meinung, dass es eines seiner besten Romane ist.


    Auf jeden Fall finde ich die Ankündigungen seiner nächsten Bücher schon mal sehr vielversprechend! ^^

  • "Wahn" gefällt mir auch relativ gut.
    Bei "joyland" war es eher so, dass ich mir das Buch definitiv nicht gekauft hätte, wenn irgendein anderer Autor draufgestanden wäre, weil mir weder die Story noch das Buchcover wirklich zusagt.. aber der Vollständigkeit halber~

  • Tja, bei der Story von "Joyland" weiß ich auch noch nicht so genau, was mich da erwartet...und mit dem Cover hast Du vollkommen recht, Decarabia, eigentlich nichtssagend und langweilig...aber bis auf einige Spezialverlage wie Festa oder Atlantis fabrizieren die meisten etablierten Verlage größtenteils sehr schwache und öde Titelbilder...gibt nur ab und zu mal eine Ausnahme... ;(

  • ...aber bis auf einige Spezialverlage wie Festa oder Atlantis fabrizieren die meisten etablierten Verlage größtenteils sehr schwache und öde Titelbilder...gibt nur ab und zu mal eine Ausnahme... ;(


    Das stimmt allerding. Deutsche Buchcover sind an Langweiligkeit manchmal kaum zu überbieten. Warum da die Verlage nicht mehr Augenmerk drauf verwenden, verstehe ich nicht, schließlich macht ein schönes Cover auch noch mal neugierig :S


    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


  • Das mit den Covern war aber auch schon immer so, man sehe sich nur mal die 80er-Jahre-King-Ausgaben von Heyne an: Titel auf rotem oder schwarzem Grund, hatten die einfach nicht mehr Geld, keinen Bock mehr oder …?

    I saw the best minds of my generation, starving hysterical naked
    dragging themselves through the negro streets at dawn looking for an angry fix
    ________________


    Allen Ginsberg: Howl

  • Das mit den Covern war aber auch schon immer so, man sehe sich nur mal die 80er-Jahre-King-Ausgaben von Heyne an: Titel auf rotem oder schwarzem Grund, hatten die einfach nicht mehr Geld, keinen Bock mehr oder …?


    Brauchst mir nichts zu erzählen, hab alle zu Hause stehen. Einzig die Bertelsmann Ausgaben hatten dann auch mal so was wie ein Motiv vorne drauf, obwohl dieses Einheitsblau auch nervig war :wacko:


    Da kann man den Festa Verlag für seine Cover nur loben, auch wenn sie nicht immer unbedingt was mit dem Ihnhalt zu tun haben.


    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


  • seit 1840 gibt es schutzumschläge für bücher, angelegt für
    das massenpublikum wurden sie schnell knallbunt und
    von der bildwahl reißerisch...
    understatement, noblesse und designercharme wurde durch
    reine arbeiten mit typographie ein zeichen von anspruch...
    ;)

  • Die Umschlaggestaltung eines Buches soll ja (neben der Geschichte an sich) zusätzlich Appetit wecken und zum Kauf animieren...klappt bei mir nur sehr selten...meistens ist das Ganze nur sehr lieblos hingebastelt. Und wenn schon simpel, dann mit Stil: Bestes Beispiel ist für mich der Diogenes-Verlag; die Cover gleichen sich, haben aber in ihrer Schlichtheit einen gewissen Reiz.


    Am häufigsten findet man ansonsten noch im Fantasy-Bereich schöne Cover, die man gerne mal länger betrachtet...

  • Fantasy-Cover von Piper und Heyne finde ich ermüdend, die Romane dahinter sind meist aber noch mieser …


    Festa hat eine wunderschöne Covergestaltung, Voodoo Press, Atlantis und Otherworld auch (auch wenn Otherworld sich ja aufgrund des Verlegerwechsels sehr vom Horror abgekapselt hat :(), ansonsten geben sich da viele einfach nicht mehr die Mühe, Leser zu ködern, die denken sicher, die kommen einfach so …


    Klappentexte sind auch nicht mein Ding, ich les in das Buch hinein oder ziehe mir ’ne Leseprobe auf den PC, nach dieser wird geurteilt!

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    Allen Ginsberg: Howl

  • Das mit den Covern war aber auch schon immer so, man sehe sich nur mal die 80er-Jahre-King-Ausgaben von Heyne an: Titel auf rotem oder schwarzem Grund, hatten die einfach nicht mehr Geld, keinen Bock mehr oder …?

    sowas gibts ja teilweise immer noch, find ich echt schlimm. Ich versteh gar nicht, wie man auf die Idee kommt, ernsthaft sowas zu veröffentlichen.

  • Fantasy-Cover von Piper und Heyne finde ich ermüdend, die Romane dahinter sind meist aber noch mieser …


    Okay, Fantasy-Cover (und der Inhalt) von Heyne oder Piper sind wirklich nicht so der Kracher...die Fantasywerke, die ich meine, stammen größtenteils auch von kleineren Verlagen wie 'Fantasy Productions', usw.


    Die größte Verschlimmbesserung der letzten Jahre wurde an Terry Pratchett begangen...früher zierten die deutschen Übersetzungen die Originalbilder von Josh Kirby, heute werden unsägliche Computerbilder darauf geklatscht...da wird einem echt übel... :wacko:

  • Jepp, ich hab alles von Pratchett (an die 40 Romane, hab ich recht? :D) und habe mich bemüht, noch alle alten Ausgaben zu bekommen. Seit Gerald Jung der Verschlimmbesserer-Lappen das ganze übersetzt, lese ich Pterry nur noch auf English :thumbup:

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  • Bevor dieser Thread gänzlich von King zu Pratchett kippt, nur noch kurz ein Satz dazu: Am 17. September erscheint der neue Pratchett-Roman "Dunkle Halunken" in einer Übersetzung vom einzig wahren Andreas Brandhorst! Endlich! Hoffentlich nicht eine einmalige Wiederkehr...


    So, zurück zum Thema: Das für mich noch am besten aussehende Stephen King-Cover in letzter Zeit ist bei "Zwischen Nacht und Dunkel" zu finden...das hat wenigstens einen gewissen Reiz...mal davon abgesehen, dass ich dieses Buch für eines der besten halte, das er in den letzten Jahren geschrieben hat...

  • Kings Cover sind in anderen Ländern aber echt cool gemacht, man denke nur an die Originalausgabe von UNDER THE DOME oder die russische IT-Zeichnung (gruseliger als das ganze Buch :thumbsup:) …


    @ pratchett-zeugs


    YEAH!!!! Ich kam, ich sah, ich bestellte es ganz schnell :D

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  • Ich hab einige King HC aus dem Bechtermünz Verlag. Die haben zum Teil nette Cover, nichts Besonderes, aber sie toppen fast jedes von Heyne ;)


    Creed: Stimmt, "Zwischen Nacht und Dunkel" sieht gut aus, mir gefällt auch "Wahn" ganz gut. In letzter Zeit wirds wohl in dieser Richtung besser. Nervig sind nur noch die einfallslosen deutschen Titel :wacko:


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  • Jau, "Wahn" hat auch kein schlechtes Titelbild, paßt zur Stimmung des Romans. Und klar, die Sache mit den deutschen Buchtiteln ist ja meistens ein Kapitel für sich...erstaunlich, dass man Kings neues Werk "Joyland" mit diesem Titel belassen hat...vermutlich, weil es ein Eigenname ist.


    Interessant wäre, mal (durch Umfragen oder ähnliches) zu ergründen, ob Leser durch reisserische Namen wie "Der Anschlag" oder "Wahn" eher zum Kauf eines Buches angeregt werden, als wenn es einen recht sanften, dafür aber treffenderen Titel trägt...

  • Ich finde zumindest (als Beispiel) Der Revolvermann oder Das wüste Land besser und ansprechender als Schwarz und Tot :)


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