Algernon Blackwood

  • Nun gut ;)
    Ich habe gerade mit Michael Siefener gesprochen. Er möchte Blackwood gerne übersetzen, ist genau so ein großer Fan des alten Meisters wie ich.
    Also gehen wir dieses Projekt endlich an - ich habe nämlich seit vielen Jahren damit geliebäugelt.
    Wir starten mit einer Komplett-Ausgabe der John Silence-Geschichten. Erscheint 2024. Genaueres was geplant ist kann ich noch nicht sagen, aber die Arbeit hat zumindest begonnen.

    ich kann nur sagen: klasse-klasse-klasse! und danke Frank Festa ! :S

  • Ich muss noch ein paar Sachen anderen Verlagen vorschlagen. Wenn das immer so gut klappt … :D Und Siefener als Übersetzer ist natürlich auch eine Hausnummer. Da kann man nicht klagen. Es gibt also doch einen Grund zu leben. :D

  • ehrlich gesagt bin ich da sehr skeptisch... habe mit selbstkostenverlagen meist nicht so tolle erfahrungen gemacht.

    ist zudem nicht billig. da ist mir anderes, ausstehendes wichtiger.

    - ich warte lieber auf die festa-ausgabe, :);)

  • ehrlich gesagt bin ich da sehr skeptisch... habe mit selbstkostenverlagen meist nicht so tolle erfahrungen gemacht.

    ist zudem nicht billig. da ist mir anderes, ausstehendes wichtiger.

    - ich warte lieber auf die festa-ausgabe, :);)

    Definitiv die richtige Entscheidung. Schau dir die Leseprobe an, die wird das bestätigen.


    "Es ist nicht das; Seien Sie jetzt bitte ernst, denn ich brauche Ihre Hilfe“, sagte sie; „Und wenn ich meine Worte wähle Du musst Geduld mit meiner Unwissenheit haben. Der Fall, den ich kenne, wird Sie interessieren, und kein anderer könnte damit so gut umgehen. Tatsächlich könnte kein gewöhnlicher Berufstätiger überhaupt damit fertig werden, denn ich kenne keine Behandlung oder Medizin, die einen verlorenen Sinn für Humor wiederherstellen könnte!“

  • auf der seite des "arbeitskreises für vergleichende mythologie" aus leipzig

    hat annemarie mönch eine sehr interessante arbeit (auf deutsch) über

    algernon blackwood vorgelegt:

    "... Algernon Blackwood will nicht so ganz in die Kategorie des Horrorautors,

    in der er oftmals in einem Atemzug mit seinen Zeitgenossen Arthur Machen (1863-1947)

    und M.R. James (1862-1936) genannt wird, passen.

    Seine Geschichten sind zwar unheimlich, es treten zwar immer wieder Geister auf oder übernatürliche Ereignisse ein,

    aber dennoch entbehren sie nicht einer gewissen Hoffnung oder sogar Freude.

    S.T. Joshi, der über Blackwood in seinen Betrachtungen zur Weird Fiction schreibt, bezeichnet ihn als „most wholesome

    and cheerful horror author“, also als „erbaulichen und heiteren Horrorautor“ (1990, 89).

    Das Übernatürliche, das Unheimliche, das Nichtmenschliche, kurz, das „Andere“, ist – anders als bei seinen Zeitgenossen

    Arthur Machen, M. R. James oder H.P. Lovecraft (der ein großer Bewunderer von Blackwood war) – nicht nur angsteinflößend.

    In seinem Werk ist das „Andere“ auch etwas, das bewundert oder sogar ehrfürchtig betrachtet wird. ... "

    https://www.vergleichende-myth…ckwoods-leben-und-wirken/

  • michael k. vaughan. mal wieder ...


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  • ich habe zu algernon blackwoods büchern ein sehr tiefes, privates verhältnis. während der lektüre

    der suhrkamp-bände des gebürtigen engländers, anfang der 1980er, war ich am tiefpunkt meines lebens angelangt, aus dem mich

    schließlich dieter hallervorden befreite.


    deswegen haben die farben der geschichten blackwoods tief gesessen, meine nöte & ängste, mein leid illustriert.


    ein suhrkamp-buch habe ich nicht (*das leere haus").

    hier die fünf, die ich mein eigen nenne:

    "der griff aus dem dunkel. gespenstergeschichten" - algernon blackwood (1869-1951). --- suhrkamp, tb, 1980, übersetzung: friedrich polakovics, nachwort: kalju kirde, 261 seiten.

    "der tanz in den tod. unheimliche geschichten" - algernon blackwood --- suhrkamp, tb, 1982, übersetzung: friedrich polakovics, 222 seiten.

    "besuch von drüben. gruselgeschichten" - algernon blackwood --- suhrkamp, tb, 1977, übersetzung: friedrich polakovics, 247 seiten.

    "die gefiederte seele. erzählungen" - algernon blackwood --- suhrkamp, tb, 1989, übersetzung: friedrich polakovics, 221 seiten.

    "rächendes feuer, erzählungen" - algernon blackwood --- suhrkamp, tb, 1993, übersetzung: friedrich polakovics, 244 seiten.


    zudem habe ich in anthologien ein paar stories von ihm gefunden ... und besitze seit kurzem:


    "der zentaur. ein mystischer roman" - algernon blackwood.

    festa, hc, 2014, übersetzung: uschi kiausch, 346 seiten.

  • der zentaur. roman - algernon blackwood. :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    habe diesen wunderbaren ideenroman, für festa bestens übersetzt von usch kiausch, die fleißig den zitaten die blackwood benutzte, nachspürte,

    schlichtweg genossen.

    es geht hier in die (un)tiefen von naturverehrung, philosophischem rückverbinden mit dem urirdischem, dem vergangenen wahrhaftigen.

    das geheimnis ist gar keins, und doch sehen es nur die, die hinzuhorchen, hinzublicken vermögen.

    psychophysiker gustav theodor fechner(1801-1887) hat blackwood ebenso angeregt, wie der romantische, deutsche dichter novalis (1772-1801) und

    einige der englischen romantiker. jean jaques rousseau (1712-1778) "zurück zu natur" stand pate und theosophin helena

    blavatsky (1831-1891) lieferte ihm blicke hinter den vorhang.

    blackwood versuchte daraus kein sachbuch zu machen, sondern einen roman, für mich ist das werk ein hybrid.

    wer handlung und action will, bekommt hier quasi nichts geboten.

    auch blackwoods magisches wissen, schillert nur sanft durch.

    blackwood stellt hier, schlicht gesagt, die richtigen fragen, kritisiert die moderne lebensweise, staunt...