Fragen an den Festa Verlag

  • Und gleich noch eine Frage: gibt es auch mal wieder einen "Necrophobia"-Band mit Kurzgeschichten (wäre dann Bd. 4)?


    Ich schätze Short Storys als kleine Häppchen ungemein. Gibt es hier noch mehr Anhänger der kurzen Form? :)

  • Na klar, ich finde Kurzgeschichtena auch toll, aber Necrophobia gibt es schon lange nicht mehr - vielleicht mal zur Wiederbelebung wert, Frank? :D

    I saw the best minds of my generation, starving hysterical naked
    dragging themselves through the negro streets at dawn looking for an angry fix
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    Allen Ginsberg: Howl

  • Kurzgeschichten sind fantastisch! Lese ich immer gerne!


    Und außerdem sind Short Storys eine gute Meßlatte für das Talent eines Schriftstellers...denn hier muß er ökonomisch arbeiten und den Spannungspegel auf den Punkt bringen, bei Romanen kann er eventuelle Löcher in der Geschichte noch gut verschleiern, bei Kurzgeschichten muß jedes Wort sitzen!

  • Sehr sehr schade, das die "Necrophobia" Reihe eingestellt worden ist, genauso wie die Hot Blood" Bände...


    Ich lese oft das Kurzgeschichten nicht so ankommen, verstehen tu ich das aber nicht. Wie CREED geschrieben hat sind Kurzgeschichten oft ne Meßlatte und ein Einstieg zum testen. Außerdem noch abwechslungsreich (verschiedene Schreibstile, Härtegrade, Seitenzahlen ...). Ich lese gerne so ein Häppchen vor dem Schlafengehen oder mal in der Mittagspause.


    Aber der Festa Verlag muß letztendlich auch genügend Profit machen und Frank hat nichts davon, Bücher zu verlegen die nur wenige lesen mögen...

  • Ich liebe Kurzgeschichten eigentlich auch und man kann sie so schön zwischendurch platzieren. Nur leider hatten die es (egal in welchem Verlag) eigentlich immer recht schwer bei der deutschen Leserschaft. :S

    "Latet in veritate mendacium"



  • Beides. Schau einfach im Internet nach.


    Interessant finde ich, dass themenbezogene Anthologien wohl ein geringeres Risiko darstellen. Immerhin ist der angekündigte Band mit Mythos-Geschichten auch eine Sammlung kürzerer Beiträge. Wohingegen "Necrophobia" im Vergleich dazu ein roter Faden fehlt. Das sind, sagen wir mal, 10 Autoren, 10 Schreibstile, 10 verschiedene Thematiken ... Ich schätze, dass genau das fordernder ist. Und so ist es u. U. auch "leichter" einen (persönlichen) Ausfall in der Sammlung zu finden, als wenn es 10 mal um Cthulhu & Co., Vampire oder sonst etwas geht. Wie gut oder schlecht kam denn der Band um die Menschenfresser an?

  • Wie gut oder schlecht kam denn der Band um die Menschenfresser an?

    KANNIBALEN kam recht gut an, aber die Verkaufszahlen sind nicht so gut. Das Projekt ist noch im Minus ...


    Einen Kurzgeschichtenband zusammenzustellen bedeutet viel Arbeit. Zig Bücher kaufen, zig Geschichten sichten, auswählen, zig Autoren anschreiben, bezahlen usw. Ein Roman ist ein Roman, ein Autor, ein Vertrag, ein Übersetzer - und verkauft sich auch noch 3 bis 5 Mal so gut ...

  • Hi, Frank,


    eine Frage hätte ich noch für heute Abend:


    Was war deine persönlich oder geschäftlich größte Enttäuschung im Zusammenhang mit Deinem Verlag? Was war die größte positive Überraschung? Für mich war die Einstellung der "Nevermore" Reihe ein ziemliche derber Schlag, ich hatte mir schon einen Meter mit Nevermorebänden in meinem Zimmer vorgestellt der jedes Jahr um einen exklusiven Band wächst...mmmmmmhhhh.....


    Positiv war für mich als Leser sehr sehr sehr viel ;-))


    Grüße in die an Pfingsten rabenschwarze Stadt... ;-)

  • Einen Kurzgeschichtenband zusammenzustellen bedeutet viel Arbeit. Zig Bücher kaufen, zig Geschichten sichten, auswählen, zig Autoren anschreiben, bezahlen usw. Ein Roman ist ein Roman, ein Autor, ein Vertrag, ein Übersetzer - und verkauft sich auch noch 3 bis 5 Mal so gut ...


    Ja, kein Zweifel. Mir kommt es nur so vor, als würden themen- bzw. autorenspezifische Anthologien es einfacher haben. Ist aber reines Bauchgefühl.


    Bei den "Gemischten" ist das halt immer so eine Sache. So sehr ich Kim Newman mag, ich kann schon verstehen, dass nicht jeder seinen Humor zu schätzen weiß. "Viertel vor drei" im Innsmouth-Band z. B. ist schon recht eigen (könnte mir auch vorstellen, dass die nicht jedem Mythos-Fan gefallen hat). Wenn ich nun einen Blick auf den ersten "Necrophobia" werfe ... Jeffrey Thomas, William Hope Hodgson, Gustav Meyrink, Graham Masterton, S. P. Somtow ... Das sind jetzt nur einige der enthaltenen Autoren. Aber die sind so unterschiedlich, dass es eine Antho wohl von vorneherein sehr schwer hat. Leider. Ich persönlich bin ja großer KG-Befürworter. Ich gehöre auch zu den Leuten, die den Horror gewissermaßen als prädestiniert für die Kurzform ansehen. S. T. Joshi und Thomas Ligotti, um nur zwei zu nennen, sehen das ja ganz ähnlich. Aber irgendwie scheint es in Deutschland nicht so recht den Markt für Kurzgeschichten zu geben.



    Was war deine persönlich oder geschäftlich größte Enttäuschung im Zusammenhang mit Deinem Verlag?



    Mein Tipp wäre ja James A. Owen.

  • Wenn ich nun einen Blick auf den ersten "Necrophobia" werfe ... Jeffrey Thomas, William Hope Hodgson, Gustav Meyrink, Graham Masterton, S. P. Somtow ... Das sind jetzt nur einige der enthaltenen Autoren. Aber die sind so unterschiedlich, dass es eine Antho wohl von vorneherein sehr schwer hat. Leider. Ich persönlich bin ja großer KG-Befürworter.

    Sehe ich genauso, ist ja der VORTEIL der KG Sammlungen... Verschiedenes kennen lernen, über den Tellerrand schauen...

  • Hans Peter,
    ich glaube, Kain hat Deine Frage schon beantwortet. Mit Owen hat er ins Schwarze getroffen. Das war schon ein Ding, als der Autor nichts mehr ablieferte. :pinch:


    Wenn ich mich halbwegs recht an Kai Meyers Vorwort im ersten Band erinnere, war das auch noch total unnötig. Ursprünglich sollte ja jeder Teil von einem anderen Autoren geschrieben werden.


    @ Hans Peter: Ja, sicher. Aber wird wohl nicht so wahrgenommen. Wird sich wohl auf absehbare Zeit auch nicht ändern wodurch Anthologien wie "Necrophobia" eher gelegentlich als regelmäßig erscheinen. Ich glaube irgendwie nicht so recht daran, dass beim Festa Verlag schon die letzte Kurzgeschichtensammlung erschienen ist (oder, dass "Schatten über Innsmouth" die letzte sein wird). Unabhängig davon, wann sich mal wieder die Gelegenheit dafür ergibt. ;)


    Jetzt muss ich aber noch einmal neugierig sein. Wie kam denn damals "Die Pflanzen des Dr. Cinderella" an? Mir hat der Band ja verdammt gut gefallen. Aber da kommt ja noch hinzu, dass das alles alter Kram war. Könnte mir vorstellen, dass es für ein so spezielle Sammlung noch schwerer ist.

  • Wie kam denn damals "Die Pflanzen des Dr. Cinderella" an? Mir hat der Band ja verdammt gut gefallen. Aber da kommt ja noch hinzu, dass das alles alter Kram war. Könnte mir vorstellen, dass es für ein so spezielle Sammlung noch schwerer ist.

    Der lief gar nicht so schlecht - aber "damals" gab es noch keinen eBook-Markt und die Leser waren "irgendwie anders", interessierter an Klassikern. Das war 2007 und seither hat sich der Buchmarkt und die gesamte Medienwelt radikal verändert.