Die besten/interessantesten Buchzitate

  • "Es ist für mich vollkommen überflüssig zu wissen, was ich nicht ändern kann."
    Paul Valéry (1871-1945).

    "Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!"

    Karl Valentin (1882 - 1948).

  • "Eine Weile herrschte Schweigen. Meine Tante Alberte stand auf, um nach dem Feuer zu sehen. Sie blies lange auf das Holz, das nicht brennen wollte, und beklagte sich: 'Sie haben mir feuchtes Holz geliefert. Hörst du es weinen?'
    Tatsächlich war ein Zischen, ein Pfeifen, ein klagendes Maunzen zu hören, das vom Kamin kam. Ich lauschte fasziniert und stellte mir dieses weinende Holz vor, diese Scheite aus Birken-, Kirsch- oder Eichenholz, deren Tränen in großen silbernen Tropfen herabfielen."


    Irène Némirovsky "Die Jungfern"

  • "wir sterben.
    das mag der sinn des lebens sein.
    aber wir machen auch sprache.
    das sollte der maßstab des lebens sein."

    toni morrison (1931-2019).

    "Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!"

    Karl Valentin (1882 - 1948).

  • "was glück ist, bestimme ich selbst."


    "poesie ist zur rarität verpflichtet; sachlichkeit kann sich wiederholungen leisten."


    "die männer sind komisch. sie denken, wenn sie sich sorgen machen, ist das schon ein verdienst."


    "verschwiegenheit ist eine tugend, schweigsamkeit kann eine sein, verschweigen ist keine."


    wolfdietrich schnurre (1920-1989).

    "Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!"

    Karl Valentin (1882 - 1948).

  • "...dann kann ich sie endlich mal fragen, ob das Akne ist, oder bloß Narben davon, neun Monate lang dem Kleiderbügel auszuweichen."


    Kristopher Triana - Brutal


    Ich hab mich weggeschmissen vor Lachen. :D Böse, aber gut.

  • "Na und wenn schon? So ging es überall auf der Welt zu. Wen kümmerten schon die Arbeiter, die in indonesischen Ausbeuterbetrieben DVD-Player für hundert Dollar zusammenbauten? Mit Ungerechtigkeit hatte das nicht unbedingt etwas zu tun. Sie verdienten soviel wie jeder andere in Indonesien. In Jakarta bezahlte man keine Pariser Mieten und für einen Dollar pro Tag konnte man ganz anständig essen. Während Jo und er jeden Monat Tausende fürs Essen ausgaben und dabei ziemlich schlecht aßen. Sie waren kein bisschen glücklicher, weil sie ein seelenloses kleines Haus mit weißen Türen in einer seelenlosen Londoner Straße besaßen.Die Indonesier beneideten sie nicht. Niemand beneidete sie. Der Ton, den man ihnen gegenüber anschlug, verriet gewöhnlich eine Art mitleidiges Befremden."


    Lawrence Osborne "Denen man vergibt"

  • 'Jean Louise trat auf das Pedal des Abfalleimers und warf die Broschüre hinein.
    "Nicht", sagte Alexandra. "Die sind heutzutage schwer zu bekommen."
    Jean Louise öffnete den Mund, klappte ihn zu und öffnete ihn wieder. "Tantchen, hast du das Ding gelesen? Weißt du, was da drinsteht?"
    "Natürlich."
    Hätte Alexandra ihr irgendwas Vulgäres ins Gesicht gesagt, Jean Louise wäre weniger überrascht gewesen. "Du - weißt du, dass der Mist, der da drinsteht, Herrn Dr. Goebbels wie einen naiven kleinen Jungen vom Land aussehen läßt?"
    Ich weiß nicht, wovon du redest, Jean Louise. da steht sehr viel Wahres drin."
    "Oh ja, ganz bestimmt", sagte Jean Louise ironisch. "Besonders gefallen hat mir, dass die Neger, Gott segne sie, der weißen Rasse von Natur aus unterlegen sind, weil sie dickere Schädel und flachere Hirnschalen haben - was immer das bedeutet - , und deshalb müssen wir alle sehr nett zu ihnen sein und dürfen sie nichts tun lassen, wobei sie sich wehtun könnten, und wir müssen sie immer schön beaufsichtigen. Großer Gott, Tantchen - "
    Alexandra stand stocksteif da. "Na und?" sagte sie.'



    Harper Lee "Gehe hin, stelle einen Wächter"

  • "die menschen weinen auf dem stoppelfeld ihrer zukunft,
    und sehen die vollen scheunen ihrer vergangenheit nicht."

    aus "engel des letzten tages. roman" von michal viewegh.

    "Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!"

    Karl Valentin (1882 - 1948).

  • 2013 schrieb ich mal in einem nachdenklich Moment folgendes:
    "Das Leben ist wie ein Theaterstück. Manchmal Tragödie, doch hauptsächlich Komödie. Nur selten gibt es Applaus und Zugaben sind so gut wie ausgeschlossen.
    Man sollte immer versuchen der Protagonist zu sein, weniger Statist und niemals Zuschauer.
    Es wird eine nur sehr kurze Aufführung, deshalb vergiss das Drehbuch und lass dir nicht vorschreiben, wie DU DEIN Leben zu spielen hast."


    Das folgende Zitat aus DER LETZTE TAG DER SCHÖPFUNG, hat mich wieder daran erinnert...
    "Dies Stückwerk, fragte er sich bang, soll mein Leben gewesen sein? Irgendwie hatte er immer gedacht, dass es sich um eine Art Generalprobe handeln musste, nach deren Abschluss sich der Vorhang zum eigentlichen Akt erst heben würde, wenn alle Rollen optimal verteilt waren und jeder seinen Part souverän beherrschte. Niemand kann gezwungen werden, völlig unvorbereitet auf die Bühne zu stolpern, unwissend in einem Stück mitzuspielen, das er nicht kennt, dessen Handlung aber längst festgelegt ist."

    "Why should I apologize for being a monster? Has anyone ever apologized for turning me into one?"

  • "Luzifer war jener Engel, der "Non Serviam" sprach, "ich werde
    nicht dienen", und geht den modernen Ästheten deshalb etwas
    an, weil auch der keinen Herrn mehr finden kann außer dem Markt..."


    aus
    dietmar dath, "die salzweißen augen. vierzehn briefe über drastik und deutlichkeit", 2005,
    und zwar dem "brief über nachrichten".

    "Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!"

    Karl Valentin (1882 - 1948).

  • " Die Zeit ist das einzige Erzählen, auf das es ankommt. Sie
    dehnt Ereignisse, macht es möglich, dass wir Leid erfahren
    und wieder daraus hervorkommen und den Tod mit ansehen
    und wieder daraus hervorkommen. ..."


    aus
    don delillo, "körperzeit", 2001.

    "Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!"

    Karl Valentin (1882 - 1948).

  • "Er kannte den Unterschied zwischen Metapher und Vergleich,

    er konnte aus einem blutenden Klumpen roher Emotion dünne, elegante Prosascheiben schneiden."

    pippa goldschmidt ( * 1985)

    "Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!"

    Karl Valentin (1882 - 1948).