Edward Lee

  • Hab jetzt auch " Mister Torso und andere Extremitäten" durch. Nach dem vielen Lob hier war meine Vorfreude groß, nach dem Lesen war meine Enttäuschung noch größer.
    Der Ekelfaktor war groß, die Storys so dermaßen flach das sie unter der Tür durchpassen. Ich kann Lees Extrem Bände einfach nicht ernst nehmen weil er eben so übertreibt und dann berührt es mich einfach Null.Immer muss noch mal eine Schippe Ekel draufgepackt werden und mir reicht einfach Sperma,Blut, Scheiße und vorallem Kotze nicht um Freude am Lesen zu haben. Ich gebe 6 von 10 Punkte und meine Top 3 sind:


    1. Mister Torso ( die einzige geschichte die mich ein wenig mitgenommen hatt, weil der gedanke einfach krank ist)
    2. Das McCrath Modell SS-40-C, S-Serie
    3. Maka

  • Auch ich habe gestern Mr. Torso beendet.
    Kann normalerweise mit Kurzgeschichten überhaupt nichts anfangen. Ich muss mich in ein Buch hineinsteigern. Und bei Kurzgeschichten gelingt mir das nicht.
    Mr. Torso hat mich jedoch sehr gut unterhalten. Ob es extrem lassen wir mal da hingestellt.
    Mein Ranking der Kurzgeschichten:


    1. Der Dritophile
    2. Das Baby (ich habe mir den Arsch abgelacht so Amüsant die Geschichte)
    3. Miss Torso
    4. Mister Torso
    5. Makak
    6. Der Falsche
    7. Die Mutter
    8. Madenmädchen
    9. Das McCrath Modell SS-40-C, S-Serie


  • Der Ekelfaktor war groß, die Storys so dermaßen flach das sie unter der Tür durchpassen. Ich kann Lees Extrem Bände einfach nicht ernst nehmen weil er eben so übertreibt und dann berührt es mich einfach Null.Immer muss noch mal eine Schippe Ekel draufgepackt werden und mir reicht einfach Sperma,Blut, Scheiße und vorallem Kotze nicht um Freude am Lesen zu haben.


    Mir reicht es auch nicht, um Freude am Lesen zu haben. Zum Glück sind die Geschichten von Lee meistens auch sehr gut geschrieben (besonders Der Dritophile) und oft mit viel Ironie und Humor. Ekel allein würde mir auch nicht ausreichen.
    Und soo flach sind die Storys nicht. Da gibt es wirklich viel flachere Kandidaten im Horrorgenre.


    Aber ist wie immer auch Geschmacksache und muss nicht jedem gefallen (bevor jemand wieder beleidigt ist) ;)

  • @ bighead Mir reicht es auch nicht, um Freude am Lesen zu haben. Zum Glück sind die Geschichten von Lee meistens auch sehr gut geschrieben (besonders Der Dritophile) und oft mit viel Ironie und Humor. Ekel allein würde mir auch nicht ausreichen.
    Und soo flach sind die Storys nicht. Da gibt es wirklich viel flachere Kandidaten im Horrorgenre.


    Aber ist wie immer auch Geschmacksache und muss nicht jedem gefallen (bevor jemand wieder beleidigt ist) ;)



    ist ja deine meinung damit hab ich kein problem. mir gehen nur kommentare auf den sack wo die unterschiedlichen meinungen nicht akzeptiert werden oder ins lächerliche gezogen werden. da werde ich dann beleidigt ^^ sprachlich sind sie auch gut geschrieben , aber die geschichten sprachen mich null an . es gab für mich persönlich einfach keine überaschungen, spannung auch fehlanzeige, atmosphäre war auch nix. bei jeder der geschichten hatte ich das gefühl das es nur darum ging möglichst krank und eklig zu sein. und genau das reicht mir einfach nicht. bis auf "muschelknacker" und zum teil auch "goon" fand ich bisher alle schwach von lee in der extrem reihe. gott sei dank gibt es ja noch wrath james white und tim miller die liegen mir deutlich mehr. ;)


    "das baby" fand ich persönlich auch grenzwertig. bei kindern hört da bei mir der spaß auf auch wenn die geschichte nur ironisch gemeint war.

  • Ja, so können sich Geschmäcker unterscheiden. Goon und Muschelknacker fand ich (von den Extrem-Lees) am schwächsten ^^


    Die Sache mit dem Baby empfand ich auch etwas grenzwertig, aber letztendlich ist es doch nur Fiktion und es war kein echtes Baby, das hier "gelitten" hat ;)
    Wrath James White und Tim Miller finde ich aber auch sehr gut, da sind wir wiederum einer Meinung.

  • spannung auch fehlanzeige


    Das ist für mein Empfinden ein Manko der kompletten heutigen Horrorliteratur...ich finde die meisten Bücher zwar interessant, fantasievoll oder überraschend, aber niemals spannend oder unheimlich...Extremliteratur sowieso nicht, weil sie in erster Linie darauf abzielt, dem Leser Übelkeit oder Ekel zu bescheren, spannend finde ich diese Werke nicht im geringsten. Wenn ich Unheimliches, Atmosphärisches und Spannendes lesen will, dann greife ich zu Lovecraft, Poe, Blackwood, James und Co. ...
    Aber auch den Begriff "Spannung" spürt und empfindet natürlich jeder Leser anders... ;)

  • Na ja, das hängt wohl davon ab, wie man "Spannung" definiert. Für mich ist es die Neugier zu erfahren, wie etwas weitergeht, die dann soweit führt, dass ich nicht aufhören kann zu lesen. Warum sollte diese bei Horror- und/oder Extremliteratur fehlen? Heißt das, ihr quält euch alle damit, diese Bücher einfach nur mechanisch irgendwie zu Ende zu lesen? Seid kein Stück neugierig, was sich der Autor noch alles einfallen lässt oder worauf das Ganze am Ende hinausläuft?

  • Creed: Die komplette heutige Horrorliteratur? Hast du schon etwas von Thomas Ligotti gelesen? :)


    Es kann aber auch an unserer "Abstumpfung" liegen, Creed. Vielleicht haben uns die Horrorbücher früher mehr mitgerissen, als/weil wir noch nicht so viele davon gelesen haben. Man gewöhnt sich ja an alles, und zudem kommt noch, dass wir inzwischen etwas älter sind als damals ;) Das könnte auch von Bedeutung sein, weshalb uns die heutige Horrorliteratur nur noch selten wirklich spannend vorkommt.
    Ein weiterer Punkt könnte auch die technische Entwicklung sein. Als es noch keine Handys gab, konnte ein Horrorautor viel leichter (oder glaubhafter) die notwendige Atmosphäre schaffen - weil man heute immer wieder Gründe finden muss, weshalb die Opfer in einer Horrorgeschichte keinen Notruf tätigen können. Immer Stromausfall, Handys gehen nicht mehr - wirkt langsam ausgelutscht. Es wird immer schwieriger, plausible und neue Gründe dafür zu finden und wirklich spannende, unheimliche Literatur zu schreiben.

  • Na ja, das hängt wohl davon ab, wie man "Spannung" definiert. Für mich ist es die Neugier zu erfahren, wie etwas weitergeht, die dann soweit führt, dass ich nicht aufhören kann zu lesen. Warum sollte diese bei Horror- und/oder Extremliteratur fehlen? Heißt das, ihr quält euch alle damit, diese Bücher einfach nur mechanisch irgendwie zu Ende zu lesen? Seid kein Stück neugierig, was sich der Autor noch alles einfallen lässt oder worauf das Ganze am Ende hinausläuft?


    ja bodde so definiere ich das auch. bei dem buch war es so das ich weitergelesen habe was noch passiert. genau das hat mich ja so enttäuscht. es gab schlicht keine Überraschung für mich. vielleicht bin ich aber auch wirkich schon abgestumpft wie bighead sagt. ich hab das buch gelesen und schon nach wenigen stunden hab ich vergessen um was es ging weil ich es so belanglos fand. klar ein paar ekelszenen bleiben natürlich hängen aber sonst nix .davor hab ich ja "swan song" gelesen und davon kann ich dir ganze textpassagen auswendig sagen obwohl es schon eine weile her ist. da war alles spannend und atmosphärisch . da hatt alles gepasst. vielleicht muss ich wirklich aufhören die extrem reihe zu lesen weil es mir einfach nicht liegt, wobei mir einige bücher richtig gut gefallen haben.

  • @ Bighead: Okay, Ligotti hat natürlich durchaus Spannung und mächtig Atmosphäre, aber er schreibt auch eher in der Tradition der früheren Schriftsteller...andererseits fand ich Stephen King in seinen Anfangsjahren bis in die frühen 90er hinein oftmals ziemlich unheimlich und dessen Plots auch spannend, klappt also auch bei moderneren Autoren. Die Story ist natürlich der ausschlaggebende Faktor, ob ich ein Buch spannend finde oder eher weniger.
    Bei den Extremautoren läuft es ja ziemlich oft darauf hinaus, dass der Großteil der Charaktere das Zeitliche segnet und die Überraschung lediglich darin besteht, auf welche Weise sie umgenietet werden.


    Aber natürlich stelle ich meine Eindrücke sehr pauschal dar, also keine Steine werfen... ^^ Spannende Ausnahmen gibt es immer wieder mal, wenn auch seltener als früher, finde ich...


  • Vielleicht ist das auch das Problem ;)
    Wenn ich etwas echt "Gewaltiges" gelesen habe, wirken solche Extrem-Horror-Sachen auch immer etwas "blass" und "billig"...


    Ich weiss jetzt spontan nicht mehr, was ich nach den beiden Bänden "Swans Song" gelesen habe, die nächsten 2-3 Bücher kamen mir aber sehr flach/unbedeutend vor!

    Es gibt einen Grund unsterblich zu sein! Man kann die meisten wichtigen Bücher lesen!
    Real Music Fans: "God Give us Malcom Young back and we give you Justin Bieber!" God: "Fuck no!"

  • @weasley14
    Mir geht es wie dir, wobei ich von Lee nur bighead und die Torso Sammlung gelesen habe.
    Dass ist einfach nicht meins, weil ich da nicht mit den Charakteren mitfühlen kann. Es ist mir schlicht egal, ob denen was abgeschnitten wird, weil sie allesamt debil, kaputt oder Arschlöcher sind. Ich will beim lesen "mitleiden" und zittern um den Charakter. Also ich muss mir vorstellen können, dass die Geschichte wirklich passieren könnte. Aber Lee bringt mich dennoch mit absurden und kreativen Beschreibungen schon zum lachen.


    Vielleicht sollte ich es aber mal mit Wrath James White versuchen, man hört ja, dass er einen ersten unironischen Stil hat - das könnte mir gefallen. Hat jemand sonst empfehlungen wenn es um den Oberbegriff "Realistischer /psychologischer Horror" geht?