Rezensionen zu Festa-Büchern

  • HIER etwas zur Sammlung MISTER TORSO - UND ANDERE EXTREMitäten
    Zitat: Mister Torso ist eine richtig gute Collection. So richtig. Nicht nur inhaltlich, das ist klar. Auch das Cover ist ziemlich abartig, wenn man es genauer betrachtet und die Übersetzung ist tadellos. Ich habe das englische Original daheim und der Vergleich spricht für Simona Turini. Lee macht es in vielen seiner Werke den Übersetzern alles andere als einfach – sein Faible für Slangs und absonderliche Ausdrücke ist stark ausgeprägt, in dem Fall sehr gut eingedeutscht.

  • John Ringo - Über ein dunkles Meer


    Ich habe den ersten Teil gelesen und fand ihn recht interessant. Besonders Familie Smith, die nicht ganz einer normalen amerikanischen Familie entspricht, hat es mir angetan. Man hat im Vorgänger den Ausbruch der Zombieapokalypse miterlebt und den Kampf der Smiths bis hinaus aufs Meer wo nun eine Flotte gegründet wurde um weitere Überlebende zu retten und für die gute Sache zu rekrutieren. Soweit so gut.


    Teil Zwei beschäftigt sich quasi genau mit dieser Thematik. Es wird ein Schiff nach dem anderen geräumt, wenn es lauffähig ist in die Flotte eingebunden und bemannt mit Geretteten, die innerhalb kurzer Zeit eine Ausbildung bekommen haben um selbst ein Schiff steuern zu können. Zwischendurch gibt es auch ein oder zwei Abstecher an Land um das eine oder andere Dorf zu säubern und den Hafen als sichere Anlaufstelle zu behalten. Unsere Hauptcharaktere Faith, Sophie, Steven und Stacey gibt es zwar immer noch, aber das Hauptaugenmerk liegt definitiv nur noch auf den beiden Töchtern Faith und Sophie. Steven ist als Flottenleiter mit der Planung und Organisation komplett eingebunden und tritt nur sporadisch im Buch auf, Mama Stacey hingegen bekommt lediglich ein einziges kleines Kapitel und ansonsten nur Erwähnungen in Nebensätzen.


    Dafür gibt es wieder einige Neuzugänge an Nebendarstellern, so dass ich noch verwirrter bin als nach dem ersten Buch. Viele Kapitel haben diese schnell wechselnden Abschnitte, im Film würde man sie Szenen nennen. Teilweise mal wieder unklar, wer mit wem spricht. Die ständig wiederholende Handlung ist auch nicht wirklich spannungsfördernd. Und wenn mal einer der Sidekicks stirbt, was selten genug passiert, geschieht dies völlig emotionslos für den Leser. War ja nur einer von gefühlt 50 wechselnden Crewmitgliedern, den ich zu dem Zeitpunkt nicht einmal wirklich zuordnen konnte.


    Ein ganz nerviger Punkt in dem Buch sind die zig Militärränge und nautischen Begriffe, die teilweise wenigstens erläutert werden, was ich dann wiederum interessant fand. Lernfaktor und so! Aber dann gibt es auch den ganzen Schranz in abgekürzter Form (NCCC, USNC, usw.) und teilweise so oft hintereinander, dass mein Lesefluss wirklich extremst gestört wurde. Anderes Beispiel ist eine Verleihung von Auszeichnungen und Badges am Ende. Da wird quasi nur aufgelistet, wer welche Auszeichnungen bekommt. Das geht dann über mehrere Seiten so hinweg. Sowas kann man auch echt knackiger präsentieren oder eben feierlicher.


    Wirklich positiv finde ich den Aspekt, dass es hier weniger um das blanke Überleben in einer Postapokalypse geht, sondern wohl der Wiederaufbau einer Zivilisation, wie man sie vorher kannte, im Vordergrund steht. Dieser Ansatz ist mal erfrischend neu und natürlich wirft es einen vor die Probleme, die in dem Buch geschildert werden. Bürokratie, Ausübung der Gesetze, Schulung der geretteten Menschen, Militärische Leitung der ganzen Aktion usw. sind solche Probleme, aber wo es im ersten Band noch genügend spannende Momente gab (Flucht aus New York, Bergung des Kreuzschiffs Voyage under the Stars) fehlt es mir hier einfach daran. Schiffsbergungen kennen wir schon, daher werden diese nicht mehr so detailliert beschrieben und die Säuberung von Städten ist quasi dasselbe zu Land.


    Rusty, der gegen Ende des ersten Buchs fast verhungert vom Kreuzfahrtschiff gerettet wird, kommt auch wieder vor. Ich dachte es handelt sich hier um einen wichtigen Charakter, der in Band zwei mehr Tiefe bekommen wird. Leider Fehlanzeige. Er kommt zwar vor, mutiert aber im Verlauf zu einer engagierten Person, die etwas zu trottelig ist, die einfachsten Aufgaben zu meistern. Andere Mitglieder von Sophias Crew verschwinden einfach, wenn das Schiff gewechselt wird. Im Nebensatz erfährt man, dass Paula jetzt nicht mehr Teil der Crew ist. Finde sowas sehr sehr schade und teilweise wirkt es auf mich, dass hier Einführungen von Charakteren stattfinden, deren Werdegang im Verlauf der Geschichte noch gar nicht fest steht. In Faiths Handlungsstrang ist es ähnlich mit den Marines. Soldaten aus dem ersten Buch, die Seite an Seite mit Faith gekämpft haben, tauchen nur noch sporadisch auf und wurden durch andere Charaktere ersetzt.


    Positiv finde ich jedenfalls die Entwicklung der Hauptstory und wie unsere Protagonisten hier eingebunden werden. Das lässt zumindest im Folgeband auf mehr Action bzw. Spannung hoffen.


    Mit Wohlwollen vergebe ich dem zweiten Teil 6 von 10 Punkten, weil Faith und Sophie immer noch als interessante Charaktere rüberkommen und ihre Abenteuer Spaß machen. Leider ist mir die Handlung zu repetitiv und die Hauptgeschichte kommt kaum voran. Das Buch hätte in meinen Augen auch locker 300 Seiten weniger haben können oder aber intensivere Gefechte mit den Untoten, mehr Härte, mehr Gore oder oder oder.


    Meine Hoffnung bleibt am dritten Band hängen. Mit Glück wird es ja besser. :)

  • "Extreme Horror"


    http://www.lovelybooks.de/auto…5-w/rezension/1249235686/


    Hab mich diesmal mit einer Bewertung echt schwer getan, grade weil 4 Sterne iwie keinen Unterschied zu den vergebenen 3,5 machen, 3 hingegen aber wieder Mittelmaß sind.
    Lange Rede, kurzer Sinn, jetzt habe ich fertig...

    Ja jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    aber das find' ich ganz okay
    denn ich hab' alles hinter mir gelassen
    was mich aufhält
    und jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    ja, vielleicht wirkt das arrogant
    doch vielleicht haben wir uns all die Jahre
    nie wirklich gekannt.


  • Tim Miller: WILLKOMMEN IN HELL, TEXAS
    Zitat: "Willkommen in Hell, Texas“ ist extrem, pornografisch und von einem Härtegrad, der schwer zu übertreffen ist – für Freunde der Reihe „Festa Extrem“ also genau das richtige Lesefutter. US-Autor Tim Miller schreibt drastisch und anschaulich, der Schmerz der Opfer wird beinahe körperlich spürbar. Was sie erdulden müssen, wünscht man niemandem. Das Buch sei hartgesottenen Lesern ans Herz gelegt – sie sollten aber außergewöhnlich hartgesotten sein.


    Und weils so schön war, wird Festa nächstes Jahr auch die Fortsetzung bringen. <X

  • Hoffentlich mit nem eigenen Cover, ich find das nämlich schrecklich^^

    Ja jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    aber das find' ich ganz okay
    denn ich hab' alles hinter mir gelassen
    was mich aufhält
    und jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    ja, vielleicht wirkt das arrogant
    doch vielleicht haben wir uns all die Jahre
    nie wirklich gekannt.


  • Patrick Senécal: 7 Tage der Rache ist ein äußerst lesenswertes Buch, das zwar etliche sehr derbe Härten aufweist, aber dennoch mehr Tiefgang hat als so mancher hochgejubelte Roman des Jahrzehnts, den uns die Verlagslobby, Kritiker oder wer auch immer mit schier unüberschaubaren Werbemaßnahmen unterjubeln wollen. Wer also gerade auf der Suche nach einem psychologischen Thriller ohne ausschweifendes Blabla ist und so einige gröbere Passagen ertragen kann, der sollte hier zugreifen. Es lohnt sich.