Pulp Legends

  • Die Pulp Legends - Reihe gehört zusammen mit der "Must Read" Reihe zu meinen absoluten Favoriten aus dem Verlag. Bisher fand ich eigentlich immer alle entweder von der Idee Ultra Spannend oder zumindest Interessant.
    Mein Highlight bisher auf Schriftstellerischer Ebene: Die Elementare, dicht gefolgtvon Komm wir spielen bei den Adams.
    Mein Highlight bisher von der Grundidee: Eat them Alive (herrlich schräg)
    Insgesamt konnten mich alle bisher, obwohl sie sehr verschieden sind in ihren Bann ziehen.

  • Die Idee hinter "Eat them alive" mag ich auch, nur die Umsetzung ist halt nix für mich ^^

    Ja jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    aber das find' ich ganz okay
    denn ich hab' alles hinter mir gelassen
    was mich aufhält
    und jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    ja, vielleicht wirkt das arrogant
    doch vielleicht haben wir uns all die Jahre
    nie wirklich gekannt.


  • Meine Meinung zu "Eat Them Alive"


    Positiv:
    Tolles Cover
    Nette Grundidee (ich hatte ja richtig Lust auf das Buch)
    Wie immer bei den Pulp Legends sehr lesefreundliche Schrift


    Negativ:
    Der ganze Rest.
    Ich finde ja auch, dass Laymon kein besonders guter Schriftsteller ist, aber Nace ist noch deutlich schwächer.
    Bis auf die Grundidee ist das Buch auch unfassbar ideenlos. Alles wiederholt sich.
    Nach vier wirklich gelungenen Büchern in der Pulp Reihe, ist dieses wirklich ein ganz böser Ausrutscher. Kompletter trash, aber nicht auf die amüsante Art. Irgendwie auch bezeichnend, dass hier kein anderer Autor über Nace oder dieses Werk ein Vor- oder Nachwort beisteuert. Ich hoffe das Niveau steigt nach diesem Band wieder deutlich an. Hauptsache brutal und ideenlos, dafür gibt es die Extremreihe.


    In Zahlen würde ich wohl 1,5/5 geben.


  • Kann ich echt nicht verstehen. Für mich ist "Eat Them Alive" das bisherige Highlight der PulpLegends - Reihe. Habe mich köstlich amüsiert und mich bestens unterhalten gehühlt.


    "Die "Elementare" hingegen (ich hatte es ja schonmal erwähnt), fand ich ganz furchtbar langweilig und den Schreibstil sehr ermüdend und schlecht. Musste ich abbrechen, sonst hätte ich mich zu Tode gelangweilt.

  • Also als bekennender Laymon Fan muss ich daVirginy etwas widersprechen! Ein bischen anspruchsvoller und abwechslungsreicher ist der gut Laymon schon.

    Es gibt einen Grund unsterblich zu sein! Man kann die meisten wichtigen Bücher lesen!
    Real Music Fans: "God Give us Malcom Young back and we give you Justin Bieber!" God: "Fuck no!"

  • Was mich noch gestört hat, waren die Logiklöcher, aber vielleicht bin ich da ja auch nur zu doof, das zu raffen.
    Die ganze Zeit wird erzählt, dass er nur ein kleines Boot hat, aber dann reicht es aus, um die ganze Dorfbevölkerung da zur Insel zu karren, hä?
    Und der andere Punkt folgt gleich danach.
    Es wird beschrieben, dass er die Insekten immer schon von weitem vom Boot aus sieht, da sie ja so groß sind, die Dorfbevölkerung ist also entweder blind als sie vom Boot zur Insel stürmt, oder die Viecher haben sich mal eben getarnt...

    Ja jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    aber das find' ich ganz okay
    denn ich hab' alles hinter mir gelassen
    was mich aufhält
    und jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    ja, vielleicht wirkt das arrogant
    doch vielleicht haben wir uns all die Jahre
    nie wirklich gekannt.


    Edited once, last by Virginy ().

  • am 05.05.19 schrieb ich hier im forum unter der rubrik "ich lese gerade...":
    "lese nun, u.a., den racheroman "eat them alive" von pierce nace aus dem jahr 1977.
    drei jahre später veröffentlichte richard laymon sein erstes buch,
    also ein möglicher einfluss auf laymon ?
    warum soll pierce nace keine frau gewesen sein ?
    immer wenn ich racheromane goutiere, denke ich an den berühmtesten:
    "der graf von monte christo" (1844/46 als fortsetzungsroman) von alexandre dumas (1802 - 1870).
    aus diesem roman stammt der bekannte satz:
    "man muß die nähe des todes empfunden haben, ... um zu wissen, wie schön das leben ist." "


    heute habe ich den pulp legends - band beendet.

    "eat them alive" - pierce nace.
    festa, hc, 2019, übersetzung: thomas schichtel, 285 seiten.


    seneca schrieb vor jahrtausenden: "rache ist eingeständnis des schmerzes".


    masochisten und rachelüsterne personen wollen den idealen ablauf des geschehens.
    in der phantasie oder als story funktioniert dies ganz vorzüglich.
    in der trash-perle "eat them alive" ist die geschundene figur dyke mellis auf rache
    aus. seine kumpane und mitgauner nahmen ihm seine männlichkeit und ließen ihn
    fast tot zurück. ...
    das buch ist nicht subtil geschrieben, die figur mellis hat ohne frage nen schlag schräg.
    ob sein verhalten glaubwürdig ist, bei menschen ist doch alles möglich.
    ob gottesanbeterinnen seinen zirkus mitmachen würden, wage ich jedoch zu bezweifeln.
    aber, heh, es ist nur ein roman.
    tierhorror war in den 70ern ziemlich "in" und das geslashe ist schlußendlich dekoration
    und hat nur geringe nuancen, weil menschen nunmal nur zwei beine, zwei arme, einen
    rumpf und den kopf haben.
    indem nace andere räume schafft in denen die massaker stattfinden gibt es schon vielfalt.
    schlimmer finde ich die gedanken die sich mellis macht.
    er ist schlicht gesagt ein primitiver, größenwahnsinniger, fieser kerl.
    das ende zeigt die vielen racheromane innewohnende moral. ...
    ich finde den text ein gutes beispiel dafür, wie extrem in den 70ern aussah, natürlich
    noch ohne diese griffige bezeichnung.
    mein lieblingsbuch ist es nicht, ich halte es für das schwächste der legenden.



    mein besonderes lob für timo wuerz mega-pulpiges cover!


    edit: falsche zahl.

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

    Edited once, last by jörg ().

  • Jörg, ich mag deine letzten beiden Sätze^^

    Ja jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    aber das find' ich ganz okay
    denn ich hab' alles hinter mir gelassen
    was mich aufhält
    und jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    ja, vielleicht wirkt das arrogant
    doch vielleicht haben wir uns all die Jahre
    nie wirklich gekannt.


  • So, nun hab ich alle bisher erschienen Bände dieser Reihe gelesen und bin, genau wie ich es erhofft habe, total begeistert :):thumbup:


    Alle Geschichten haben mich auf die ein oder andere Weise in ihren Bann gezogen und gerade die Tatsache, dass die Werke dieser Reihe so unterschiedlich sind, macht es noch besser. So weiß man nie, was im nächsten Band auf einen wartet. So komme ich auch dazu Werke zu lesen, welche ich auf anderen Wege nie in die Hand genommen hätte. Und dann hätte ich ganz schön was verpasst. ^^


    Danke lieber Festa Verlag, dass ihr euch zu dem Schritt entschieden habt, diese Werke durch die Pulp Legends Reihe in Deutschland zu veröffentlichen. Ich hoffe es folgen noch weitere Perlen wie die bisherigen. :thumbsup:

  • pulp legends sehe ich als reihe zum entdecken an.
    denn durch die vergangenheit wurde ja die gegenwart.
    so ist EAT THEM ALIVE ein wichtiges buch gewesen.
    ein vorläufer...
    es geht nicht um mögen oder sterne, die man vergibt.
    für mich gehts um freude am buch, und das vermitteln
    mutiger rückblicke, die wichtig: richtig einzuordnen sind.
    ich freue mich jedenfalls, daß es diese reihe bei festa gibt und
    bin froh, sie im abo zu haben.

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • Mir geht es um "mögen". 4/5 Büchern mochte ich, eines war beschissen. Wären 4/5 beschissen, dann würde ich das Abo kündigen.


    Wichtiges Buch, mutig...da sollte jemand wirklich mal lernen Bücher richtig einzuordnen...

  • Wow. Meinungsfreiheit. Leute bedrängen und das auch noch ständig (sogar groß geschrieben). Ich bin gerade etwas verwirrt.
    Virginy hat dem Buch 3 Sterne gegeben, aber es gleichzeitig als schlecht bezeichnet. Das hat für mich einfach nicht zusammen gepasst. Darauf habe ich hingewiesen. Ich denke das hat sie richtig einzuordnen gewusst (vermutlich war ihr das ziemlich schnuppe). Zumindest hat mein "Bedrängen" sie nicht veranlasst etwas zu ändern. Das sah nach der beleidigten Reaktion eines gewissen Verlegers auf eine mäßige Rezension zu einem seiner verlegten Bücher hin anders aus. Fragt sich wer hier wen bedrängt.


    Wenn ich ein mittelmäßiges Buch lese, dann verliere ich nicht viele Worte darüber. Wenn mich ein Buch beeindruckt oder ich es richtig schlecht finde, dann schreibe ich das vielleicht auch mal an mehreren Stellen. "Eat Them Alive" war eines der schlechtesten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Klar kann man sagen, dass es reicht, wenn man das einmalig kundtut, aber ich hatte mich auf das Buch gefreut und auch immerhin einiges an Geld und auch ein bisschen Zeit investiert. Gerade nach den bisher, aus meiner Sicht so gut ausgesuchten Titeln der Reihe, war ich schon ein bisschen entsetzt. Das habe ich öfter als einmal geschrieben, zugegeben. Ich habe aber auch mehrfach geschrieben, wie gut mir die Pulp Legends Reihe gefällt. Das scheint aber erlaubt zu sein. Die Meinungsfreiheit scheint hier wohl für gewisse Meinungen etwas mehr als für andere zu gelten.
    Ich erinnere z.B. ein einige Beiträge von Leuten, die den Festa Verlag kritisiert haben. Nicht wenige davon wurden direkt von den Fanboys hier niedergeschrieben. Komischerweise wurde da seitens des Verlags nicht auf die Meinungsfreiheit hingewiesen.
    Wenn man in seinem Dunstkreis nur Lob erlebt, dann fällt es manchen sehr schwer mit Kritik umzugehen. Speichellecker gibt es genug, vielleicht sollte man die ein oder andere abweichende Meinung als Bereicherung und nicht als Majestätsbeleidigung sehen.


    Wenn ich mich danebenbenehme, dann habe ich auch kein Problem mein Fehlverhalten einzugestehen. In diesem Fall kann ich allerdings wirklich nicht sehen, was ich falsch gemacht habe und kann und will daher mein Verhalten auch nicht ändern.
    Da ich mich hier aber in Franks "Haus" bewege und dort seine Regeln gelten, werde ich das natürlich respektieren. Spielen möchte ich nach diesen allerdings nicht und werde daher zukünftig meinen Mund halten.
    Als Mitleser freue ich mich weiterhin auf die vielen tollen Tips und werde das Geschehen interessiert verfolgen.


    Sollte sich tatsächlich jemand von mir bedrängt gefühlt haben, möchte ich mich dafür entschuldigen und würde mich freuen, wenn diese Personen sich bei mir per PN melden würden. Das würde ich gern aus der Welt räumen.


    Alles Gute :)

  • 3 Sterne ist für mich keine gute Bewertung, das ist Mittelmaß und wer will das schon sein?
    Just for Info.
    ;)

    Ja jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    aber das find' ich ganz okay
    denn ich hab' alles hinter mir gelassen
    was mich aufhält
    und jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    ja, vielleicht wirkt das arrogant
    doch vielleicht haben wir uns all die Jahre
    nie wirklich gekannt.


  • Wenn ich mich danebenbenehme, dann habe ich auch kein Problem mein Fehlverhalten einzugestehen. In diesem Fall kann ich allerdings wirklich nicht sehen, was ich falsch gemacht habe und kann und will daher mein Verhalten auch nicht ändern.
    Da ich mich hier aber in Franks "Haus" bewege und dort seine Regeln gelten, werde ich das natürlich respektieren. Spielen möchte ich nach diesen allerdings nicht und werde daher zukünftig meinen Mund halten.
    Als Mitleser freue ich mich weiterhin auf die vielen tollen Tips und werde das Geschehen interessiert verfolgen.

    Das Problem ist wohl nicht, dass du etwas kritisierst, sondern dass du anscheinend nicht damit klar kommst, das andere etwas toll finden, was du scheiße findest.

  • Jimmy, es geht doch nicht um ein Buch und deine Meinung... Es geht darum, wie du mit Menschen umgehst. Du solltest dich bei Jörg entschuldigen.
    Das du mich eben auch sofort auf ein billiges Niveau reduziert hast, dafür musst du dich jetzt aber nicht entschuldigen, das ertrage ich locker. :)


    Edit: Jörg hat sich zu diesem Vorfall übrigens nicht gemeldet, nicht, dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht.
    Ich möchte einfach nicht, dass hier in diesem Forum ein aggressiver Ton herrscht - das ist nicht unsere Art.


    Und nochmals zu Büchern, die nicht gefallen: Nach 20 Jahren als Verleger rege ich mich doch nicht mehr über schlechte Bewertungen auf. Das gehört zu einer Welt mit freier Meinung! Und das ist auch gut so!! Natürlich freue ich mich mehr über positive Bewertungen, aber bitte, ich bin ja kein Kind, das bei Kritik rumheult ...
    Jimmy, schick bitte alles an uns zurück, was Dir nicht gefällt, es gilt unsere Fairness-Garantie mit kompletter Kostenerstattung.