Vorschau-Planung-News 2020

  • Ich muss gestehen, dass ich wirklich geknickt bin. Nein, ich ärgere mich sogar etwas...

    Limitierungen, Sammlerausgaben etc.pp. sind eine feine Sache und machen Sinn: Für den Sammler... und für Frank sind sie sicher auch eine geschäftlich geschickte Strategie. Kann ich alles gut nachvollziehen und gut heißen. Aber die krasse Limitierung des Lovecraft-Schachbuches kam schon ziemlich aus heiterem Himmel.

    Ich habe von Festa alles, was mit Lovecraft und auch nur annähernd dem Dunstkreis zu tun hat. Ich strebe diesbezüglich eine Komplettierung an. Und auch wenn ich die Howard- und Smith-Hardcvover schon habe, werden die Taschenbücher daher natürlich trotzdem geholt. Über die Sachbuchreihe habe ich mich besonders gefreut und es ist eine Schande, dass die anscheinend nicht so gut gelaufen ist. Dass ich bei dem Religionsband aber nun leer ausgehe oder einen horrenden Preis bei einer Privatperson zahlen muss, verhagelt mir gerade die Gerste...

  • ich würde empfehlen mit dem sich ärgern abzuwarten. oft ergeben sich möglichkeiten die ausverkauften bände doch noch zu humanen preisen zu erwerben.

    hier im forum habe ich dies schon mehrfach beobachten können.

    bzw. sind diese bücher kurz nach dem erscheinen mehrfach auf den bekannten plattformen zu finden, was die preise drückt.

    richtig teuer wird es meist erst bei etwas älteren titeln.

  • Ehrlich gesagt kann ich das wirklich verstehen. Ich hatte das Glück noch ein Exemplar zu ergattern, wobei ich den Newsletter mit der Info bekommen habe, als es schon zu 90% vergriffen war. Tatsächlich habe ich mit mir gehadert ob ich zuschlagen soll. Einerseits ist der Preis verdammt hoch. Ich verstehe, dass das bei der geringen Auflage wohl nötig war, was es mir umso unbegreiflicher macht, weshalb die Stückzahl so gering ausgefallen ist. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass 500 Stück sich nicht auch verkauft hätten. Allerdings habe ich auch keinen Einblick ins Verlagsgeschäft und sicher weiß Frank das besser einzuschätzen. Und natürlich ist mir auch klar, dass gerade jetzt wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen getroffen werden müssen, aber irgendwie habe ich hier den Eindruck der künstlichen Verknappung um den hohen Preis zu rechtfertigen. Das fände ich schade.

  • Ich muss gestehen, dass ich wirklich geknickt bin. Nein, ich ärgere mich sogar etwas...

    Limitierungen, Sammlerausgaben etc.pp. sind eine feine Sache und machen Sinn: Für den Sammler... und für Frank sind sie sicher auch eine geschäftlich geschickte Strategie. Kann ich alles gut nachvollziehen und gut heißen. Aber die krasse Limitierung des Lovecraft-Schachbuches kam schon ziemlich aus heiterem Himmel.

    Ich habe von Festa alles, was mit Lovecraft und auch nur annähernd dem Dunstkreis zu tun hat. Ich strebe diesbezüglich eine Komplettierung an. Und auch wenn ich die Howard- und Smith-Hardcvover schon habe, werden die Taschenbücher daher natürlich trotzdem geholt. Über die Sachbuchreihe habe ich mich besonders gefreut und es ist eine Schande, dass die anscheinend nicht so gut gelaufen ist. Dass ich bei dem Religionsband aber nun leer ausgehe oder einen horrenden Preis bei einer Privatperson zahlen muss, verhagelt mir gerade die Gerste...

    Du kannst noch versuchen eine Email an Frank bzw. das Festa-Team zu schreiben. Es gibt manchmal den Fall, dass es zum Nichtbezahlen kommt oder der ein oder andere es sich doch anders überlegt (was ich mir bei einem solchen Preis auch vorstellen kann). Für sowas gibt es manchmal eine Nachrückerliste. Vielleicht hast du ja Glück (ich hatte das bei Oktopus).

    Rezensionen im Blog...
    Festa-Sammlung im Forum
    "Ihr seid Ka-tet, eins aus vielen. So wie ich. Wessen Ka-tet das stärkere ist, werden wir jetzt herausfinden müssen."

  • Ehrlich gesagt kann ich das wirklich verstehen. Ich hatte das Glück noch ein Exemplar zu ergattern, wobei ich den Newsletter mit der Info bekommen habe, als es schon zu 90% vergriffen war. Tatsächlich habe ich mit mir gehadert ob ich zuschlagen soll. Einerseits ist der Preis verdammt hoch. Ich verstehe, dass das bei der geringen Auflage wohl nötig war, was es mir umso unbegreiflicher macht, weshalb die Stückzahl so gering ausgefallen ist. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass 500 Stück sich nicht auch verkauft hätten. Allerdings habe ich auch keinen Einblick ins Verlagsgeschäft und sicher weiß Frank das besser einzuschätzen.

    Zunächst danke ich für das Verständnis bzgl. meiner Emotionen - habe mich sogar extra dafür angemeldet. :)

    Wenn Frank einen entsprechenden Preis kalkuliert, wird das schon seine Richtigkeit haben - und ich hätte es ja auch bezahlt. Wenn ein Titel aber so schnell ausverkauft ist, dann hätten sich natürlich auch noch mehr davon verkaufen lassen. Aber nun, aus Verlagssicht ist es so vielleicht besser als wenn man auf zu vielen Exemplaren sitzen bleibt. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Einschätzung hier (etwas sehr) daneben lag. Aber vielleicht gibt es neben mir ja wirklich nur noch zwei andere, die jetzt trauern - dann wäre die Einschätzung ja sogar goldrichtig gewesen.



    (...) aber irgendwie habe ich hier den Eindruck der künstlichen Verknappung um den hohen Preis zu rechtfertigen. Das fände ich schade.

    Auf sowas wollte ich nun NICHT hinaus. Ich gehe klar davon aus, dass das gut durchkalkuliert war und man Vergleichswerte herangezogen hat. Wie sich jetzt zeigt, wären weitere 50 (?) Exemplare wohl auch weggegangen, was ja auch finanziell begrüßenswert wäre. Aber gut, da war die Einschätzung wohl eine andere... Und vielleicht ist ein großer Teil tatsächlich von Spekulanten bestellt worden, was natürlich besonders ärgerlich wäre - auch wenn es für den Verlag keinen Unterschied macht. Wobei - eigentlich doch! Denn das Geld, das ich dann jemand Anderen nachwerfe, kann ich nicht für weitere Festa-Bücher ausgeben.

    Ach, ich drehe mich im Kreis... Ich sollte lieber nach Vorne blicken! ;)



    Du kannst noch versuchen eine Email an Frank bzw. das Festa-Team zu schreiben. Es gibt manchmal den Fall, dass es zum Nichtbezahlen kommt oder der ein oder andere es sich doch anders überlegt (was ich mir bei einem solchen Preis auch vorstellen kann). Für sowas gibt es manchmal eine Nachrückerliste. Vielleicht hast du ja Glück (ich hatte das bei Oktopus).

    Guter Rat. Vielen Dank! :)

    Werde es mal versuchen . . .


    So, und nun genug davon. Sorry , dass die Leidenschaft mit mir durchgegangen ist... :saint:

  • Hallo Jorge, ich kann Deinen Frust und Dein Unverständnis sehr gut verstehen. Es tut mir leid, dass Du kein Exemplar mehr erhalten hast.

    Ich möchte die Geschichte erklären: Unsere Sachbücher liegen wie Leichen im Lager. Es finden sich kaum Interessenten für SEX UND PERVERSION IM CTHULHU-MYTHOS oder MEIN FREUND H. P. LOVECRAFT.

    Schon der Doppelband MODERNE HORRORAUTOREN von S. T. Joshi war ein unglaublicher Flopp. 2001, also kurz nach der Gründung des Verlages, war das ein Schlag in die Magengrube des Unternehmens, der fast das K.O. bedeutet hätte. Inge und ich haben damals bei einer Bank einen Kredit aufgenommen und so ging es irgendwie weiter. Nun ja, nur die Bekloppten überleben.

    Dennoch habe ich es später noch mal mit Sachbüchern versucht. Weil ich sie selbst gerne lese und als wichtige Zusatzinfos zu unseren Autoren und unser Programm sehe.

    Die deutschen Rechte an GEGEN DIE RELIGION haben wir vom US-Verlag vor Jahren erhalten, und dafür bezahlt. Usch Kiausch hat zig Monate an der Übersetzung gearbeitet. In der Phase der Vorbereitung erschien dann plötzlich eine deutsche Raubkopie des Titels. Ohne Nennung vom Herausgeber S. T. Joshi, ohne die Vorworte von Joshi und Hitchens … Nachdem wir dem Verleger auf die Rechtslage aufmerksam gemacht hatten, nahm er das Buch aber sofort vom Markt.

    Unsere Situation sah also so aus: Wir hatten viel Geld in das Projekt gesteckt, Sachbücher über Lovecraft und dem Cthulhu-Mythos verkauften sich nicht, und eine Raubkopie hatte schon einen Teil der interessierten Leser mit dem Titel versorgt …

    Was sollten wir tun? Das Buch war eigentlich druckfertig. Monate vergingen. Ich überlegte, ob wir das Buch gar nicht erst rausbringen, damit der Verlust nicht noch größer wird. Letztendlich entschloss ich mich zu der kleinen, teuren Auflage, um zumindest die Kosten wieder einzunehmen.

    Tja, wie man es macht ist es verkehrt.

    Dass der Band sofort ausverkauft wurde, hat mich selbst am meisten überrascht. Ich verstehe nicht, weshalb das passiert ist. Hätte ich das vorausgesehen, hätten wir eine größere, günstigere Auflage gemacht … Doch jetzt ist es zu spät. Wir können das nicht mehr ändern. Festa steht zu seinem Versprechen. Die Auflage bleibt bei 250, und es gibt auch keinen Nachdruck und auch kein eBook.

    Immerhin: Die Sammler können sich über eine kleine Wertanlage freuen.

    Für mich ist das Thema Sachbuch damit auch zu Ende; wir planen in diese Richtung nichts mehr.

    Ich entschuldige mich bei allen Lovecraft-Fans. Ich verstehe den Ärger, aber ich kann es nicht mehr ändern. Es tut mir leid.

  • Unsere Sachbücher liegen wie Leichen im Lager. Es finden sich kaum Interessenten für SEX UND PERVERSION IM CTHULHU-MYTHOS oder MEIN FREUND H. P. LOVECRAFT.

    Schon der Doppelband MODERNE HORRORAUTOREN von S. T. Joshi war ein unglaublicher Flopp. 2001, also kurz nach der Gründung des Verlages, war das ein Schlag in die Magengrube des Unternehmens, der fast das K.O. bedeutet hätte. Inge und ich haben damals bei einer Bank einen Kredit aufgenommen und so ging es irgendwie weiter. Nun ja, nur die Bekloppten überleben.

    Da blutet mir so sehr das Herz, dass ich diese Ladenhüter gerade gekauft habe... natürlich in Kombination mit anderen Büchern.... 200 Euro weg.... ICH BEREUE NICHTS!!!!! :thumbsup::thumbsup::thumbsup::thumbsup::thumbsup:

  • Hallo Jorge, ich kann Deinen Frust und Dein Unverständnis sehr gut verstehen. (...)


    Hallo Frank, vielen Dank für die Erläuterungen!


    Inzwischen deprimiert mich wohl am meisten, dass die Bände "Sex..." und "Mein Freund..." anscheinend nicht mal 300 Käufer gefunden haben, denn imho sind sie großartig!!

    Wobei ich noch nicht mal glaube, dass es an einem prinzipiell fehlenden Interesse liegt, sondern vielmehr an einer Abwägung, wofür man als Nerd das Einkommen eintauscht. Deine Worte zu den Horrorautoren-Sachbüchern haben mich nämlich daran erinnert, dass ich damals schlechter finanziell aufgestellt war und auch ich diese zugunsten anderer Werke liegen ließ - obwohl ich sie mir gern zugelegt hätte. Insofern kann ich mich da reindenken...


    Ich verstehe natürlich, dass du das Thema Sachbücher nun zu den Akten legen willst, bedauere es jedoch zutiefst...

    Aber vielleicht zeigt der aktuelle Fall einen Weg auf:

    Eine eigene Reihe hochpreisiger Lovecraft-Sachbücher in geringer Auflage! Meine das ernsthaft. Denn klar, entsprechende Sekundärliteratur ist absolut Nische, aber wenn es eben diese kleine Gruppe gibt, bei der Interesse und Kaufbereitschaft eine entsprechende Schnittmenge bilden, wäre das doch eine Überlegung wert.


    Aber gut, sowas gehört nicht in diesen Thread... Nochmals vielen Dank für die Erläuterungen! :)

  • Ich verstehe natürlich, dass du das Thema Sachbücher nun zu den Akten legen willst, bedauere es jedoch zutiefst...

    Aber vielleicht zeigt der aktuelle Fall einen Weg auf:

    Eine eigene Reihe hochpreisiger Lovecraft-Sachbücher in geringer Auflage! Meine das ernsthaft. Denn klar, entsprechende Sekundärliteratur ist absolut Nische, aber wenn es eben diese kleine Gruppe gibt, bei der Interesse und Kaufbereitschaft eine entsprechende Schnittmenge bilden, wäre das doch eine Überlegung wert.

    Genau das wollte ich auch schon anregen. Offensichtlich führt eine Limitierung zu einem gewissen Hype bei Sammlern. Ich fände es schön wenn man mit diesem Wissen die Reihe in niedriger Auflage fortführen könnte. Denn wir hier sind ja doch auch Liebhaber von Lovecrafts Literatur und seine umfangreichen Briefwechsel würde ich gerne bei Festa sehen!

  • Nun ja, so ganz überraschte es mich nicht, dass der Band bei einer Limitierung von "nur" 250 Stück so flott ausverkauft war. Denn die Auflagenzahl ist denkbar gering, so das man mit einer kleinen Ruhezeit diesen Band mit einem recht ordentlichen Aufschlag im Preis über ebay und Co. wieder profitabel zu Geld machen kann. Also dürften so einige Spekulanten-Bezieher hier durchaus große Dollar-Zeichen im Auge gehabt haben. Hinzu kommt dann aber auch, dass nicht wenige Fans bei einer so geringen Limitierung umgehend zuschlagen, weil auch sie damit rechnen, dass dieser Band verdammt schnell vergriffen sein könnte. Das ist dann so eine Art Schneeballeffekt, mit dem der Verlag nicht unbedingt gerechnet haben dürfte. Wäre die Auflagenzahl höher gewesen, sagen wir mal 500 Stück, hätte die Sache wieder ganz anders laufen können. Es können also genau diese zwei Faktoren hier mitgespielt haben: Faktor 1.: Hohe Wertsteigerung je geringer die Auflage und Faktor 2.: Schnell zuschlagen, bevor nichts mehr da ist.

    ~ ABANDON ALL HOPE YE WHO ENTER HERE ~

  • Habe ebenfalls leider erst viel zu spät erst von dem Buch erfahren als es bereits ausverkauft war (gerade kurz vor einem Feiertag in einigen Bundesländern guckt man auch nicht ständig in den Mail-Eingang) - bei dem aufgerufenen Preis für nicht mal 400 Seiten musste ich aber ebenfalls erst mal schlucken - ist ja nur limitiert und nicht signiert von irgendeinem Künstler. Es wäre allen fair gegenüber gewesen (so macht es der Letterpress-Verlag aus den USA), wenn es eine bestimmte Deadline gegeben hätte - die sammeln die Bestellungen innerhalb einer bestimmten Zeit von 4 Wochen und legen dann die Druckmenge fest - so hätte wenigstens jeder die Chance gehabt an ein Exemplar zu kommen - jetzt würde ich aber natürlich die anderen aus der Reihe auch nicht mehr haben wollen / müssen.

    Vermutlich werde ich da sogar auf das 2-Bändige Komplettwerk von Joshi umschwenken, das nun endlich erschienen ist.


    Ich würde mich auch freuen, bei aller Limitierung z.B. dass in der Sammlerreihe HEADER von Edward Lee nochmal in solch einer unsignierten Edition aufgelegt werden würde - ich habe mein Sammlerabo leider erst nach diesem Band damals abgeschlossen und nun kommt schon der 3. Band einer Reihe raus, wo mir das erste Werk fehlt (bei aller Freude über das Hörbuch bei Header 2) - aber gehört ist einfach nicht gelesen - das wäre doch schön, wenn hier sowas gemacht werden könnte, damit zumindestens alle die Chance haben das zu lesen. Wie gesagt - das Buch schmucklos als Hardcover einfach für die, die auch nicht die abstrusen Preise von teils 200€ für ein OVP-Exemplar auf diversen Seiten zahlen wollen und können wäre fein.


    Und mit Hinblick auf die genannten mit den Dollarzeichen im Auge - hier sollte evtl. mal auch nachgegangen werden, denn wer von einem Sachbuch mehr als eines kauft, hat bestimmt was anderes damit vor. Selbst mir wurden damals bei meiner Oktopus-Bestellung (die sehr früh von mir ausgelöst wurde - da waren noch mehr als 80-75% zu haben - von bestellten 3 Stück nur 1 (!!) geliefert - finde ich auch nicht ganz die feine englische Art (eines wäre für mich zum lesen, eines für meine Schwester und eines wäre OVP in mein Sammlungsregal gewandert - hätte auch nicht vor gehabt diese anderweitig zu verkaufen). Nur mal so...

  • Es muss nunmal verlagsseitig entschieden werden, ob und wie ein Buch veröffentlicht werden kann. Und auch wenn Frank sich meiner Meinung nach sehr stark an den Meinungen anderer (auch hier im Forum) orientiert, muss er wirtschaftlich sein. Er ist Verleger und vor allem Arbeitgeber. Falsche Kalkulationen heißen für einen kleineren Unternehmer (und FESTA ist halt kleiner als z.B. Heyne und Co.) das Aus. Und ihr müsst hier auch sehen, dass FESTA keine Kapitalgesellschaft ist (also keine GmbH oder AG) - das wiederum bedeutet, dass im Falle einer Insolvenz mit Geschäfts- und Privatvermögen gehaftet wird. Unter diesem Aspekt freue ich mich einfach, dass das Buch überhaupt erschienen ist (und das ich EIN Exemplar ergattert habe) - unabhängig davon ob es nun 250, 500 oder 5000 Exemplare davon gibt ...

    "A life's a gospel - Some girls are soul
    Some baby's blues - Mine's rock'n'roll"


    Tiamat

  • Danke für die ausführliche Rückmeldung Frank. Ich kann jetzt wirklich die Beweggründe verstehen. Generell möchte ich mal an dieser Stelle anregen ob es nicht sinnvoll wäre in Zukunft limitierte Bücher für die ersten zum Beispiel vier Wochen auf ein Exemplar pro Person zu beschränken. Zuerst bekommt da jeder der es möchte sein Exemplar. Dann können die, die wirklich noch ein zweites bestellen wollen, einfach ein wenig Zeit abwarten und wenn sich nach dieser Zeit die Spekulanten einschalten bekommt ihr auch die Restbestände los.

  • Habe ebenfalls leider erst viel zu spät erst von dem Buch erfahren als es bereits ausverkauft war (gerade kurz vor einem Feiertag in einigen Bundesländern guckt man auch nicht ständig in den Mail-Eingang) - bei dem aufgerufenen Preis für nicht mal 400 Seiten musste ich aber ebenfalls erst mal schlucken - ist ja nur limitiert und nicht signiert von irgendeinem Künstler. Es wäre allen fair gegenüber gewesen (so macht es der Letterpress-Verlag aus den USA), wenn es eine bestimmte Deadline gegeben hätte - die sammeln die Bestellungen innerhalb einer bestimmten Zeit von 4 Wochen und legen dann die Druckmenge fest - so hätte wenigstens jeder die Chance gehabt an ein Exemplar zu kommen -

    Was bei dem Lovecraft-Band blöd gelaufen ist, hat Frank ja nun erklärt. Darüber müssen wir jetzt einfach mal Akzeptanz erlangen - und irgendwo bekomme ich das Teil schon her. Die Idee mit der Interessenten-Deadline gefällt mir allerdings sehr gut.


    - jetzt würde ich aber natürlich die anderen aus der Reihe auch nicht mehr haben wollen / müssen.

    Vermutlich werde ich da sogar auf das 2-Bändige Komplettwerk von Joshi umschwenken, das nun endlich erschienen ist.

    Du siehst die Lovecraft-Sachbücher als Reihe? Das sind doch eigenständige Werke, die man sehr gut auch einzeln schätzen kann. Und was heißt zu dem Joshi-Werk "umschwenken"? Die wohl gemeinte Biographie ersetzt mir weder den Religionsband noch den zum sexy Cthulhu-Mythos - und auch die Freundeserinnerungen haben eine so persönliche Perspektive, dass ich auf sie trotz der Gesamtbiographie nicht verzichten wollte. Zudem habe ich mir das Joshi-Werk eh zugelegt, und hätte es auch getan, wenn Festa bereits im zweistelligen Bereich andere Lovecraft-Sachbücher veröffentlicht gehabt hätte.


    Ich würde mich auch freuen, bei aller Limitierung z.B. dass in der Sammlerreihe HEADER von Edward Lee nochmal in solch einer unsignierten Edition aufgelegt werden würde

    Das ist natürlich ein anderer Fall, da es um eine Romanreihe mit fortlaufender Handlung geht. Diesbezüglich bin ich im Zwiespalt: Persönlich halte ich nichts davon, "Inhalte" zu limitieren, denn ich bin der Meinung, dass auch in zwei, drei Jahren noch Personen (vielleicht auch, weil sie erst da das entsprechende Alter erreicht haben) die - finanziell angemessene - Möglichkeit haben sollten, in diese Werke einzusteigen. Daher würde ich es auch begrüßen, wenn sich die Sammlerausgaben "nur" durch einen Deluxe-Status auszeichnen würden und reguläre Alternativen (vielleicht mit einem zeitlichen Verzug) denkbar wären. Und ja - um beim Beispiel zu bleiben - wenn ich mir den ersten "Header" nicht ins Regal stellen kann, will ich die anderen beiden da eigentlich auch nicht stehen haben. Zumindest wenn man wie ich Züge von bibliophilen Autismus aufweist... ;)

    Aber ich verstehe auch, dass es hier um ein marktstrategisches Konzept geht. Und wenn das für den Verlag funktioniert, gibt es kaum Argumente dagegen. Es wir sogar (leider) so sein, dass die Spekulanten in diesem Konzept eine Rolle spielen. Denn auch wenn sie andere Liebhaber später unschön schröpfen, so sind sie es doch, die dem Verlag gegen Direkt-Kohle zeitnah das Lager räumen. Das kann man sich als Geschäftsmann nur wünschen. Ich würde Frank sogar darin bestärken, daran festzuhalten - denn wenn dies wiederum andere Sachen ermöglicht, die ansonsten zu risikolastig wären, ist es nur zu begrüßen. Franks Verdienste - insbesondere bzgl. Lovecraft und den anderen Weird-Fiction-Autoren - sind imho so groß, dass ich ihm eh nichts verübeln könnte. Trotzdem darf man die Sinnigkeit der Strategie natürlich hinterfragen. In zwei Jahren würde sich eine Header-Komplettausgabe sicher nochmal gut verkaufen. Auch würde ich mir persönlich eine "Edward Lee"-Edition seiner von Lovecraft inspirierten Werke wünschen. Und obwohl ich die bereits erschienenen schon habe, würde ich so eine Edition liebend gerne zusätzlich ins Regal stellen. Da aber "Der Besudler..." eine Sammlerausgabe war (die ich besitze), ist sowas leider nicht möglich. Und da gäbe es noch weitere Wünsche, die aufgrund der genannten Problematik unerfüllt bleiben. Schon schade...

    Fazit: Ja, auch ich würde mir eine andere Philosophie bzgl. der Sammlerausgaben wünschen, aber ich verstehe, wenn es so bleibt, wie es ist. Mal abgesehen davon, dass ich bisher nur aus der Verlagsperspektive im Verhältnis zu meiner (und auch wohl deiner) Sicht argumentiert habe. Es wird aber auch Sammler geben, die die Aufweichung der bisherigen Veröffentlichungspolitik auf das Schärfste kritisieren würden. Doch diese Perspektive spare ich mal aus, da ich - trotz der eigenen bibliophilen Obsession - nicht nachvollziehen kann, warum man die Exklusivität mehr als den Inhalt schätzt, was eine entsprechende Diskussion schnell emotional fehlleiten könnte.


    Und mit Hinblick auf die genannten mit den Dollarzeichen im Auge - hier sollte evtl. mal auch nachgegangen werden, denn wer von einem Sachbuch mehr als eines kauft, hat bestimmt was anderes damit vor. Selbst mir wurden damals bei meiner Oktopus-Bestellung (die sehr früh von mir ausgelöst wurde - da waren noch mehr als 80-75% zu haben - von bestellten 3 Stück nur 1 (!!) geliefert - finde ich auch nicht ganz die feine englische Art (eines wäre für mich zum lesen, eines für meine Schwester und eines wäre OVP in mein Sammlungsregal gewandert - hätte auch nicht vor gehabt diese anderweitig zu verkaufen). Nur mal so...

    Bin nicht sicher, für was du nun argumentierst. Ich verstehe dies so, dass du vermutest, dass beim Sachbuch besonders Wiederverkäufer zugeschlagen haben, führst dann aber ein persönliches Beispiel an, das aufzeigt, dass es auch andere Gründe geben kann, warum man mehr als ein Exemplar ordern will. Nun, ich wäre trotzdem für die Einzelabgabe. Und wenn man dann trotzdem noch ein weiteres zum Verschenken benötigt, kann man ja eine Person im Umfeld bitten, eine zweite Bestellung aufzugeben...

  • Letztendlich sind doch alle Bücher limitiert. Die einen mit einer Stückzahl von 250, die anderen mit 999 und noch andere mit 100000. O.k., man wird einen gut laufenden Titel eine zweite, dritte usw. Auflage gönnen.

    Aber seien wir doch mal ehrlich. Horror verkauft sich nicht 100000mal. Die Sammlerausgaben würden nicht soviel mehr verkaufen wenn sie unlimitiert wären. Außerdem ist es doch immer der Hype. Festa ist sehr im Hype.

    Buchheim noch nicht. Oder warum sind die limitierten Bücher von Cemetary Dance noch zu kaufen. Limitiert auf 999 Stück, günstiger wie die Festa Ausgaben und mit einer genau so schönen Aufmachung, dazu Topautoren.


    Ich finde beide Verlage top, will hier keinen Besser oder Schlechter reden. Das ist ja auch immer Geschmackssache.


    Mich würde mal interresieren warum z.b. Jonathan Janz sein vielleicht erfolgreichstes Buch, Kinder des Bösen, als limitierte Sammlerausgabe für den deutschen Markt freigegeben hat? Er weiß doch das er dann nur 999 deutsche Leser erreicht. Jeder Autor möchte doch möglichst viele Bücher verkaufen und Leser erreichen. Könnte mir vorstellen das er sich dadurch etabliert und auf weitere Verträge ziehlt. Im Spukhaus ist ja schon da

    und weitere werden hoffentlich folgen.


    Na ja, drifte ab. Es geht ja um das Sachbuch über Lovecraft. Da kann ich nur sagen " Wie man es macht ist es verkehrt und macht man es verkehrt, ist es auch nicht richtig"=O:D

  • Zur Header Diskussion :


    Header 1, 2 & 3 sind ja keine auf sich aufbauenden Geschichten, deren komplexer Handlung man ohne Vorwissen nicht verstehen kann, sondern eigenständige Werke, die auf der selben Grundidee basieren.


    Header 2 ist also locker auch ohne Vorwissen aus Band 1 verständlich & so wird auch Band 3 wieder eine eigene Geschichte erzählen.


    Vergleiche es mit James Bond ... Die Grundidee kennt ihr, aber ihr versteht den neuen Bond auch, wenn euch der essentielle & wohl beste Bond (ja, der mit George Lazenby) fehlt ... 🤗 Oder ihr nicht wisst, was es mit Dr. No auf sich hat ....


    Jeder Freitag, der 13. Film ist auch ohne das Vorwissen der drölfzig Vorgänger verständlich... Jason als Idee reicht für's Verständnis, egal ob in Camp Crystal Lake, Manhattan oder im Weltall...


    Und genau so ist es mit Header. Zur Not: kauft es euch auf Englisch, so schwierig ist es nicht zu verstehen, außer dem Slang von Granpa & den Rednecks

  • warum mich dieses buch mehr interessiert als die anderen h.p. sachbücher


    ich bin leider zu spät auf den verlag gestossen um die lovecraft bücher von anfang an sammeln zu können, und ehrlich gesagt hat mich der autor früher auch nicht so sehr interessiert. aber seit ich die ersten geschichten bei festa gelesen habe, kaufe ich die neuerscheinungen nur zu gerne und freue mich über die edlen teile, am liebsten jene mit illustrationen. aber ich kaufe halt nicht die sachbücher über ihn. dazu genügen mir vor- und nachworte in anderen büchern oder alle paar monate berichte in irgendwelchen magazinen (das gleiche gilt übrigens für andere autoren). eher kaufe ich mir noch geschichten anderer autoren seiner zeit.

    und damit wäre ich bei meinem bescheidenen input: für mich ist dieser band eben gar nicht unbedingt ein sachbuch, sondern einfach ein weiteres werk von ihm. halt nicht belletristisch sondern philosophisch und zu themen, die mich selber ebenso interessieren.

    vielleicht ist das auch ein kleiner faktor (von 15% oder so), der den überraschend schnellen ausverkauf ausgemacht hat (zu 80% wird es aber wohl doch die genial wertige präsentation im shop :thumbsup: plus die limitierung sein).


    keine ahnung, ob es sonst noch jemandem so geht.

  • Header 1, 2 & 3 sind ja keine auf sich aufbauenden Geschichten, deren komplexer Handlung man ohne Vorwissen nicht verstehen kann, sondern eigenständige Werke, die auf der selben Grundidee basieren.

    Ist mir bewust. Trotzdem ist es eine lose zusammenhängende Trilogie - mit der entsprechenden Nummerierung. Daher verweise ich nochmal auf meine Ausführungen zu meinen Zügen von bibliophilen Autismus... ;)


    Zur Not: kauft es euch auf Englisch, so schwierig ist es nicht zu verstehen, außer dem Slang von Granpa & den Rednecks

    Das ist nicht der Punkt. "Header" war für mich ja nur ein aufgegriffenes Beispiel dafür, dass man eine - wenn auch nur konzeptionelle - Reihe/Trilogie nicht ohne den ersten Band ins Regal stellen möchte. Im Fall von "Header" habe ich die ersten Bände bereits auf Deutsch gelesen. Und was ist das für ein Argument? Wenn mir die englischen Versionen reichen würden, müsste ich keinen der Festa-Bände kaufen. Das wäre deutlich günstiger, aber ich will ja eben die Festa-Qualität - wenn sie für mich auch nicht so exklusiv sein müsste. Es ging mir hier vielmehr um die prinzipielle Problematik. Denn in drei, vier Jahre gibt es bestimmt "nachgewachsene" Lee-Fans, die sich über einen schönen deutschen "Header"-Sammelband freuen würden. Dass so etwas konzeptionell ausgeschlossen ist, finde ich halt schade.


    Aber gut - nachdem ich das Prinzip nochmal konkretisiert habe - denke ich, dass ich dazu erstmal alles gesagt habe... 8):)

  • Aber nun mal ehrlich Freunde,

    wenn sich hier noch zehn Festa-Freunde melden, die "gerade" diesen Band haben wollten oder die für einen Band zu spät gekommen sind, werden wir hier auch wohl noch weitere zehn verschiedene Wunschlisten vorfinden. Nur so läuft der Hase im Verlagswesen nun mal nicht. So muss der Verlag kalkulieren z.B. auch indem er vergleichbare Werte heranzieht und da liefen bisher die Sachbücher eben nicht. Wenn ich als Verleger da auf jeden Wunsch eines Fans eingehen würde, gebe ich Brief und Siegel, dass der Laden dann bald dicht machen könnte, was wir nun wirklich alle auch wieder nicht wollen. Und zum ersten Band von HEADER sei gesagt, ich will da nicht wissen, wie viele da plötzlich aufheulen würden, wenn eine Sammlerausgabe, die wie angekündigt auch später nicht mehr aufgelegt wird, plötzlich doch um die Kurve kommen würde. Dabei schätzt der Verlag und Frank und Inge die Fans trotzdem recht hoch, auch wenn man nicht für jeden eine besondere Wunschveröffentlichung schneidern kann. Daher sollten auch wir mal das alles im Ganzen betrachten und irgendwo dann auch die Kirche im Dorf lassen.

    ~ ABANDON ALL HOPE YE WHO ENTER HERE ~

  • Nur weil ich das Gefühl habe, missverstanden zu werden . . .


    So muss der Verlag kalkulieren z.B. auch indem er vergleichbare Werte heranzieht und da liefen bisher die Sachbücher eben nicht. Wenn ich als Verleger da auf jeden Wunsch eines Fans eingehen würde, gebe ich Brief und Siegel, dass der Laden dann bald dicht machen könnte, was wir nun wirklich alle auch wieder nicht wollen.

    Das habe ich doch genau so eingeräumt. Hier das Eigenzitat...

    Ich gehe klar davon aus, dass das gut durchkalkuliert war und man Vergleichswerte herangezogen hat.

    ...oder...

    Das kann man sich als Geschäftsmann nur wünschen. Ich würde Frank sogar darin bestärken, daran festzuhalten - denn wenn dies wiederum andere Sachen ermöglicht, die ansonsten zu risikolastig wären, ist es nur zu begrüßen.



    Und zum ersten Band von HEADER sei gesagt, ich will da nicht wissen, wie viele da plötzlich aufheulen würden, wenn eine Sammlerausgabe, die wie angekündigt auch später nicht mehr aufgelegt wird, plötzlich doch um die Kurve kommen würde.

    Auch dies sind meine Worte gewesen...

    Es wird aber auch Sammler geben, die die Aufweichung der bisherigen Veröffentlichungspolitik auf das Schärfste kritisieren würden.



    Daher sollten auch wir mal das alles im Ganzen betrachten und irgendwo dann auch die Kirche im Dorf lassen.

    Passt zu meinem Fazit...

    Fazit: Ja, auch ich würde mir eine andere Philosophie bzgl. der Sammlerausgaben wünschen, aber ich verstehe, wenn es so bleibt, wie es ist.


    Ich habe meine Sicht zwar wortreich und begründet dargelegt, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich hier unangemessen hart kritisiert hätte.