Backwood-Horrror

  • Hallo Thilo,


    ich habe noch ein Tip , ist mir gerade wieder eingefallen.


    Adam Nevill "Im tiefen Wald: Roman: Manche Dinge sind schlimmer als der Tod "


    Eigentlich wollen Luke und seine Freunde bei einem Trekkingausflug durch die schwedische Wildnis nur den Problemen des Alltags entfliehen und an alte Zeiten anknüpfen. Doch als sie sich in den Wäldern verirren, entwickelt sich der harmlose Männerausflug zum Horrortrip: Ausgeweidete Tierkadaver und eine mysteriöse Ruine mitten im Wald jagen den vier Wanderern bereits erste Schauer über den Rücken, und schon bald bringt die nervliche Anspannung die dunkelsten Seiten in den Freunden hervor. Dabei hat der eigentliche Alptraum noch gar nicht begonnen ...



    [Blocked Image: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51gBYgjAXxL.jpg]



    Noch ein Tip: Mark T. Sullivan "Panic: Der Schuss - Das Blut - Der TodThriller "


    Der alte Jäger und Trapper Pawlett hat allen Grund, um Panik zu haben. Mitte September hatte er in British Columbia im Norden Kanadas eine Begegnung mit einem Hermelin, der keineswegs wie üblich angstvoll, sondern äußerst aggressiv auf ihn reagiert und ihn plötzlich, wie aus dem Nichts, angefaucht hat. Besonders bedrohlich findet Pawlett, dass der Hermelin aus dem Rumpf eines gerade von ihm erlegten Hasen erschienen ist: für den alten Haudegen ein untrügliches Zeichen, dass er den Wald in nächster Zeit zu meiden hat. Unglücklicherweise arbeitet Pawlett für eine Firma, deren im Winter stillgelegte Holzfällercamps er kontrollieren muss. Und so zieht er missmutig doch wieder los -- und trifft auf seinen unbarmherzigen Mörder, eine unheimliche Gestalt, wie der Hermelin im Winterkleid, besser gesagt: „in einen schneeweißen Tarnanzug gehüllt“. Die Augen des blutrüstigen Mörders „glänzen wie Ebenholz“, als er seine primitive Waffe hebt, um den alten Mann regelrecht zu erlegen.

  • Zu den Büchern von Adam Nevill konnte ich mich bisher noch nicht durchringen...die Klappentexte lesen sich eigentlich immer sehr interessant und unterhaltsam, aber die Lesermeinungen sind bei all seinen Werken äußerst durchwachsen, Tendenz eher nach unten...


    Ich bilde mir zwar gerne stets meine eigene Meinung (denn Geschmäcker sind ja nun mal verschieden), aber etwas abschreckend sind solche Rezensionen schon...hat jemand hier im Forum Adam Nevills komplettes Werk gelesen? Wie lautet euer Urteil?

  • Danke doom!
    Nevill hab ich mir auch schon mal angeschaut, aber ich bin mir da nicht so sicher ob's wirklich in meine Ecke passt. Erinnert mich ein bisschen an "Snow" von Malfi.
    Mark T. Sullivan werd ich mir aber genau merken! Hast Du das schon gelesen? Die Meinungen gehn ein bissl auseinander, scheint kein Thriller zu sein, aber Backwood triffts auf jeden Fall. :thumbup:

    "Freaks and fiddles, banjos and beasts: writing redneck horror" - Weston Ochse -

  • Zu den Büchern von Adam Nevill konnte ich mich bisher noch nicht durchringen...die Klappentexte lesen sich eigentlich immer sehr interessant und unterhaltsam, aber die Lesermeinungen sind bei all seinen Werken äußerst durchwachsen, Tendenz eher nach unten...


    Ich bilde mir zwar gerne stets meine eigene Meinung (denn Geschmäcker sind ja nun mal verschieden), aber etwas abschreckend sind solche Rezensionen schon...hat jemand hier im Forum Adam Nevills komplettes Werk gelesen? Wie lautet euer Urteil?


    Also, von Rezensionen lasse ich mich kaum noch abschrecken. Da gibt es Bücher mit miesen Rezensionen, die mir beim lesen aber bestens gefallen haben. Besonders oft passiert mir das, zu Rezensionen in der Phantastik Couch.


    Von Nevill habe ich auch Im tiefen Wald und Apartment 16 im Regal stehen. Aber irgendwie kam bisher immer ein anderes Buch dazwischen, was mich irgendwie mehr reizte. So stehen sie denn da und warten noch immer auf ihren großen Auftritt. :whistling:

    "Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln ... nur eben später!":D



  • Ja, nachdem ich immer häufiger feststelle, dass mein Geschmack offenbar nicht unbedingt massenkompatibel ist, lasse ich mich auch nicht mehr von Kritiken in meinen Entscheidungen beeinflussen...was aber nicht bedeutet, dass ich Rezensionen nicht unheimlich gerne lese! :)

    Lesen tue ich sie auch gerne, und manchmal sind wirklich lustige dabei. :D

    "Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln ... nur eben später!":D



  • Ich mag diese Art von Horror-Geschichte ja auch, habe auch selbst mal eine Kurzgeschichte als meine persönliche Reminiszenz an den Backwood-Horror verfasst. Trägt den Titel "Willkommen in Crystal Creek" und erzählt die Geschichte eines Pärchens im Urlaub irgendwo zwischen Kalifornien und Nevada. Sylvia entdeckt ein interessantes Hinweisschild am Highway und überredet Tobias, mal abzubiegen und sich diesen "Ancient holy Place" namens Crystal Creek einmal anzuschauen. Hätte er mal besser sein lassen...

  • Ich habe gerade "Wald der Schmerzen " von Marc Prescher gelesen. Das war ganz nach meinem Geschmack.
    Das gleiche Buch wurde auch unter den Titel " Fleischwald " von Dean Slaughter neu veröffentlicht.

  • Ich weiß nicht... irgendwie hat es die Filmindustrie mit ihren zahlreichen Veröffentlichungen seit dem Wrong-Turn-Wahn einfach übertrieben und das Genre dermaßen malträtiert, dass man eigenltlich (zumindest ich) übersättigt ist. Hab selbst nur "McBeans Die Bestien" gelesen und fand den auch ganz gut. Ich kann diesem Genre aber momentan nicht wirklich viel abgewinnen. War ähnlich mit der Torture-Porn-Welle seit SAW, die momentan aber Gott sei Dank ein wenig abgeebbt ist.

    Rezensionen im Blog...
    Festa-Sammlung im Forum
    "Ihr seid Ka-tet, eins aus vielen. So wie ich. Wessen Ka-tet das stärkere ist, werden wir jetzt herausfinden müssen."

  • Ich weiß nicht... irgendwie hat es die Filmindustrie mit ihren zahlreichen Veröffentlichungen seit dem Wrong-Turn-Wahn einfach übertrieben und das Genre dermaßen malträtiert, dass man eigenltlich (zumindest ich) übersättigt ist. Hab selbst nur "McBeans Die Bestien" gelesen und fand den auch ganz gut. Ich kann diesem Genre aber momentan nicht wirklich viel abgewinnen. War ähnlich mit der Torture-Porn-Welle seit SAW, die momentan aber Gott sei Dank ein wenig abgeebbt ist.


    Ich liebe Backwood-Horror, aber im Literatur-Bereich fallen mir da eigentlich nur die Bücher von Edward Lee ein (Creekers z.B.).
    Was die Torture-Porn-Welle angeht: ist eigentlich ein sehr interessantes Thema, wie dieser Trend aufkam. Ich denke ja, dass es eher mit dem Irak-Krieg und dem Foltergefängnis-Skandal zusammenhängt (wie man so schön sagt, spiegelt die Kunst unsere Gesellschaft wider), vor allem Filme wie Hostel.
    SAW wurde ja vor allem wegen den Wendungen, der Spannung, der Story so gut aufgenommen.


    Backwood-Horror spiegelt den Zwist zwischen dem Konservatismus und der modernen Welt wider.

  • "Albino Devil" von Andre Wegmann fällt dann wohl auch in diese Kategorie, fand das Buch nicht schlecht, aber irgendwie war alles irgendwo "zusammengeklaut", (böses Wort^^)
    mir jedenfalls kam der Großteil des Buches sehr bekannt vor.

    Ja jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    aber das find' ich ganz okay
    denn ich hab' alles hinter mir gelassen
    was mich aufhält
    und jetzt bin ich nicht mehr wie früher
    ja, vielleicht wirkt das arrogant
    doch vielleicht haben wir uns all die Jahre
    nie wirklich gekannt.


  • Zum Thema "Backwood"-Horror fallen mir natürlich Laymons "In den finsteren Wäldern", oder auch Jack Kilborns "Das Hotel" ein. Letzteren habe ich schon länger ungelesen hier stehen. War damals nach der Lektüre von "Angst" total heiß drauf, bin bisher aber trotzdem irgendwie nicht dazu gekommen, es zu lesen. Sollte ich demnächst vielleicht mal machen...

  • ich weiß von verwandten und freunden in den usa,
    das den amis in den städten, die in den
    dörfern, die da abgelegen hausen und vermeintlich
    die regierung stürzen wollen, sehr suspekt sind.
    die hinterwäldler-themathik mag abgelutscht sein,
    aber sie hat sicher noch kein grab verdient... :)

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • Ich vergaß auch Carlton Mellicks "Clusterfuck" und "Apeshit". Gibt es nur auf englisch, kann man aber auch zum Genre zählen.

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