• Gießener Forscher dokumentieren Draculas Leben
    Die ersten beiden Teilbände werden am 12. Oktober präsentiert
    Historiker der Justus-Liebig-Universität Gießen haben das Leben von Vlad dem Pfähler
    alias Dracula (1431-1476) aufgearbeitet, der als Vorlage für Bram Stokers weltberühmten
    Vampir-Roman diente.
    Die ersten beiden Teilbände des „Corpus Draculianum“ werden am 12. Oktober auf der Frank-
    furter Buchmesse präsentiert, wie die Universität am Freitag mitteilte.
    Die von einem interdisziplinären Forscherteam erarbeitete Dokumentation vereint alle Quellen
    zu Vlad von 1448 bis 1650. Die Leitung des rund 190.000 Euro teuren Projekts der Deutschen
    Forschungsgemeinschaft liegt bei Thomas Bohn, Professor für Geschichte Osteuropas am Historischen
    Institut der Justus-Liebig-Universität.
    quelle: deutschlandfunk-kultur

    "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." =O

    Yves Klein (1928-1962)

  • "Obacht, Männer!
    Jetzt geht’s um die Wurst. Es ist doch immer das gleiche! Da kommt es, das Monster aus dem Osten,
    kurz vor Türkenland, gotteslästerlich vor Gottes Angesicht in Ungnade gefallen, dem heidnischen
    Aberglauben entsprungen und zu ewiger Verdammnis bestimmt, schlägt es des nächtens – halb Mensch, halb Tier,
    furchtbar gutaussehend und sportlich – seine langen, spitzen Eckzähne in die schneeweißen Hälse Eurer,
    unserer Frauen.
    Infiziert sie mit einer okkulten Mischung aus Blutkrankheit, mesmerisierendem Brainfuck und kontrollverlustreicher
    Hysterie. Schleicht sinister und verschlagen bis in das kultivierte Herz Londons. Allein, seine verdammte Erde,
    die braucht er, der DRACULA. Aber dann assimiliert er sich in bester Mimikry, tarnt, versteckt und windet sich
    mit rotglühenden Augen nachts in unserer Frauen Betten.
    Zuerst Lucie – wollüstig, promiskuitiv und selbstbestimmt will sie sein.
    Zur Strafe geht es stante pede in die Gruft, auf ewig Neugeborene ausschlürfen.
    Dann Mina! Schwach wie sie ist, wie sie alle sind, vereint sie sich mit dem finsteren Prinzen und sollte doch nur
    den Glanz ihres Jonathans in Steno archivieren.
    Die Rettung, wenn überhaupt, kann nur unser eigen männlich Blut sein, unsere anatomische Stärke und Unversehrtheit,
    gepaart mit Wissenschaft, Rechtschaffenheit und der richtigen Portion Katholizismus.
    Ein Professor, ein Arzt, ein Jurist, ein Cowboy. Die Rettung naht zu Pferde. Hier eine Hostie auf der Stirn,
    dort Weihwasser und Tageslicht in die Fratze des Monsters, ein Pfahl mitten durchs schwarze Herz, so jagen sie
    es mit aller Technik und dem geballten Fortschritt unserer Zeit zurück dahin, wo es hergekommen ist.
    In seine Ruinen tief im Osten, wo wir es endgültig besiegen und für immer vergraben. Glück gehabt.
    Puh!
    Klingt nach Bild von Springer? Ist aber Dracula von Stoker. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
    History repeats itself.
    Gibt ja irgendwie nix, was es nicht schon gab. Und den Vampir gibt’s hier jetzt öfter. Den mag ich nämlich, weil er
    alles sein kann und nichts ist. Über Jahrhunderte und Medien hinweg."
    Flo/Buchfink
    https://bookfink.de

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    Yves Klein (1928-1962)

  • bei fischerTOR ist eine üppig ausgestattete, kommentierte "dracula"-ausgabe
    erschienen, mit dem stolzen preis von 78 euro, zu teuer für meinereiner.


    nun hätte ich mir lieber eines seiner, noch nicht ins deutsche übertragenen
    bücher gewünscht, oder eine längst fällige biographie des autoren...
    auch hätte ich mir eine neue, andere übersetzung gewünscht, die die eigenarten
    von stokers text besser heraus ziseliert...


    https://www.tor-online.de/bram…sse-kommentierte-ausgabe/

    eine kritik dieser ausgabe:
    http://www.hysterika.de/tag/dracula/


    und was anderes:


    Grusel pur: Feiere Halloween in Draculas Schloss
    https://www.reisereporter.de/a…-transsilvanien-rumaenien

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    Yves Klein (1928-1962)

  • das copyright für die andreas nohl-übersetzung lautet 2012, folgt
    also der steidl-verlag-übersetzung von andreas nohl.
    neu ist die übersetzung der kommentartexte des herausgebers leslie s. klinger,
    durch andreas fliedner und michael siefener.

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    Yves Klein (1928-1962)

  • ich werde mich 2020, noch einmal intensiv, um stokers kultbuch
    kümmern, in der hanser-verlag-version, übersetzt von maren bonacker.
    als kommentarband habe ich mir, auf englisch, "a dracula handbook"
    der stoker-expertin elizabeth miller zugelegt. ^^


    so du dir @Kain , die fischerTOR-ausgabe anlachst, bin ich auf deine
    meinung gespannt. ;)

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    Yves Klein (1928-1962)

  • Ich weiß noch nicht. Ich habe das Buch. Ein so großer Fan bin ich eigentlich nicht. Und der Übersetzer hat sich mit seinem Interview auf das ich oben mehrfach angespielt habe, auch nicht gerade sympathisch präsentiert.


    Was ich mir ohne zu zögern holen würde, wäre die "Holmes"-Ausgabe von Klinger. Ich hänge an meiner Haffmans-Ausgabe und würde die nicht hergeben, aber das wäre es mir aufgrund der Kommentierungen Klingers durchaus wert. Aber dafür dürften die Chancen leider eher schlecht stehen.

  • Ich habe die ersten beiden, der drei Folgen gesehen und fand sich ganz gut. Morgen folgt die finale Folge bei mir (jeweils 90 Minuten)!

    Es gibt einen Grund unsterblich zu sein! Man kann die meisten wichtigen Bücher lesen!
    Real Music Fans: "God Give us Malcom Young back and we give you Justin Bieber!" God: "Fuck no!"

  • "In den Karpaten wurde ein Mann gepfählt – so lässt Dana Grigorcea ihren neuen Roman beginnen.

    Der Kult um den „Pfähler“ Vlad Tepes, der als Vorbild für „Dracula“ gedient haben soll, ist in Rumänien

    ungebrochen, sagt die Schriftstellerin im Interview."


    Dana Grigorcea: „Die nicht sterben“

    Penguin, München 2021, 272 Seiten.


    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=493724

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    Yves Klein (1928-1962)

  • Hallo Jörg, mich würde jetzt wirklich mal interessieren, wie du die Mengen von gekauften Büchern liest bzw.

    finanzierst und auch unterbringst . Scheinbar inhalierst du die Bücher innerhalb kürzester Zeit, das ist eigentlich nicht

    mehr bibliophill sondern schon eine extreme Stufe weiter. Entschuldigung wenn ich so direkt nachfrage, ich lese ja auch viel,

    aber so ein Konsum Leseverhalten ist mir persönlich noch nicht unter gekommen. Du gehörst damit wahrscheinlich in das Guinessbuch der Recorde!!!

  • würde ich die bücher neu kaufen Slayer , könnte ich sie alle mir bestimmt nicht leisten.

    so muß ich halt abwarten und häufig auf günstige antiquarische angebote warten.:whistling:

    auf meine art liebe ich meine bücher und die autoren die da hinterstecken.

    und meine regale und truhen sind reich gefüllt.

    ich lese und sammle schon recht lange und interessiere mich für verschiedene genres

    und epochen.

    lesen ist für mich ein gegenpol zu schlimmen ereignissen die die krankheit meines sohnes

    betreffen... - danke für dein interesse.;)

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    Yves Klein (1928-1962)

  • Lieber Jörg, bei allem Respekt zu deinem wirklich antiquiert erlesenem Büchergeschmack, aber muss zum wiederholten

    mal Bram Stokers Werk mit einer Neuveröffentlichung in Erscheinung treten. ( Dein Veröffentlichungswunsch bei Festa)

    Es gibt doch mittlerweile viele, viele junge talentierte Autoren, die das Horror-Genre bereichern können.

    Ich glaube für die Zukunft sollte hier der Ansatz liegen. Die Vergangenheit hat mit Sicherheit auch ihren Reiz, aber irgendwann

    ist das Ganze einfach nur ein aufwärmen. Ich bin mittlerweile 68 Jahre alt , habe seit meinem 10. Lebensjahr immens viele Literatur

    speziell aus den Genres Horror/Phantastik/Fantasy/Mystery/Thriller und SF inhalliert und bin froh darüber das jetzt auch mal , außer den

    Altmeistern: Lovecraft/Howard/Stoker/Poe um einige zu nennen, neues Blut zur Bereicherung der genannten Genres beiträgt.

    Festa und auch der Luzifer Verlag sind Federführend was die weitere moderne Entwicklung für uns bereit hält.

    Ich persönlich wäre froh, wenn die Jüngeren, in unseren gesamten Lebensfacetten in Erscheinung treten würden.

    Das ist die Zukunft, bei allem Respekt vor der Erfahrung!!!!

  • altes und neues hat seine berechtigung. und ich lese beides gerne. in vielen genres.

    meinen büchergeschmack "antiquiert" zu nennen, warf mir bisher noch niemand vor.

    von bram stoker wurde, im gegensatz zu poes und lovecrafts werk, vieles noch nie

    ins deutsche übertragen. frank hatte 2020 eine stoker-erzählungsband in aussicht

    gestellt. und deshalb habe ich nachgefragt.


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    Yves Klein (1928-1962)

  • Hallo Slayer & jörg,

    Ich bin da mal ehrlich, Stoker würde mich jetzt ehrlich gesagt auch nicht reizen. Aber das ist mal meine persönliche Meinung. Auf der anderen Seite glaube ich, ist man beim Festa Verlag auch immer mit wachem Auge dabei, frisches Blut an talentierten Autoren für uns und den deut. Büchermarkt aufzutun. Und wenn dann halt mal so ein klassischer Autor wie Stoker seine zwei Bände zu in deut. noch nicht veröffentlichte Geschichten erhält, sehe ich da auch keinen Beinbruch drin.

    Verstehen kann ich da die Argumente von euch beiden, aber wir können ja auch nicht von uns einfach so dann auch auf andere schließen. Will heißen, dass unter Umständen auch andere an den noch unveröffentlichten Geschichten von Stoker interessiert sind und denen möchte z.B. ich ihren Spaß nicht verderben, nur weil ich persönlich für mich eher auch auf frische Talente des Genre setze (die kommen ja deshalb nicht zu kurz). Von daher, seit nett zueinander und gönnt dem jeweils anderen seine literarischen Wünsche.

    "Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln ... nur eben später!":D