Michael Slade

  • @ Spiderblood: Auf der Festa-Homepage kann man unter der Rubrik "Autoren" nachlesen, dass der Name "Michael Slade" ein Pseudonym ist, unter dem mehrere Autoren für die 'Special X'-Serie schreiben. Die Aufsicht darüber hat Jay Clarke, seines Zeichens Fachanwalt für geistesgestöte Kriminelle. Clarke dürfte somit aufgrund seiner beruflichen Erfahrung die fachlichen Hintergründe und vermutlich auch die meisten Plotideen beisteuern...
    Ich lese aus dem Text heraus, dass zwar mehrere Schriftsteller für die Serie schreiben, denke allerdings, dass pro Buch jeweils ein Autor alleine tätig ist...Genaueres weiß Frank aber bestimmt... ^^

    Danke für die Info - Das habe ich irgendwie ignoriert :)

  • Wenn "Der Kopfjäger" dich nicht von einem Krimi überzeugen kann, wer kann es dann?



    Wenn das drin ist, was draufsteht


    Hier bekommt man noch einen wahren Krimi geboten und das nicht zu knapp. Die Ermittlungsarbeiten der RCMP werden in "Der Kopfjäger" wahrlich ausgeschöpft und jeder Schritt der Ermittler wird festgehalten. Das ist es, was das Buch ausmacht. Die Thriller-Elemente sind bedingt vorhanden, bekommen jedoch keine übermäßige Aufmerksamkeit - die man von anderen Krimis gewohnt ist - was bedeutet, dass sich die blutigen Szenen in Grenzen halten.
    Für mich ist diese Art von Krimi noch recht unverbraucht und ich bin froh zu sehen, dass es Autoren gibt, die das Abschlachten in Büchern nicht überstrapazieren müssen, um eine gute und überzeugende Geschichte zu schreiben.





    Wer bist du denn?


    Viele verschiedene Charaktere finden sich in dem Buch ein - mal mehr, mal weniger wichtig. Zu den wichtigsten Personen gehört definitiv Robert DeClercq. Er ist der Superintendent und dirigiert die komplette Mannschaft. Über ihn erfährt man als Leser einiges. Seine Gegenwart, wie auch die Vergangenheit wird durchleuchtet und dadurch kommt einiges zum Vorschein. Und das ist es, was mir bei den RCMP Leuten fehlt ... etwas Nähe zu den Charakteren. Bei R. DeClercq wird das Zusammenspiel zwischen Ermittlungsarbeit und privaten Ereignissen super umgesetzt, ohne, dass eins davon leidet. Dass das bei den anderen Personen nicht funktioniert, finde ich etwas schade. Sie trifft man häufig nur bei der Arbeit an, sodass es gar nicht möglich ist, hinter der Fassade zu schauen.





    Ein Sprung ...


    durch die Zeit kann nicht verkehrt sein und so bindet Michael Slade das des Öfteren in "Der Kopfjäger" mit ein. Aber nicht nur der Zeitsprung in die Vergangenheit und wieder zurück in die Gegenwart wird hier gerne mal verwendet, sondern genauso häufig wechselt der Schauplatz innerhalb des Jetzt. Das ist nichts Ungewöhnliches in Büchern und trotzdem hatte ich manchmal meine Schwierigkeiten der Handlung zu folgen - besonders am Anfang, als noch alles etwas unübersichtlich war. Ich kann aber jeden potenziellen Leser beruhigen - wenn man einmal in die Geschichte eingetaucht ist, sind die verschiedenen Wechsel kein Problem mehr und man sieht sie als Bereicherung an, die weitere Informationen zum Geschähen, liefern.





    Zu Empfehlen ist "Der Kopfjäger", wenn ...

    • eine ausführliche Ermittlung ein Muss für dich ist.
    • ein weniger blutiger Krimi dein Interesse wegt.
    • tiefgründige Charakterzeichnung bei dir auf den zweiten Platz stehen.
    • dich Sprünge von Schauplatz zu Schauplatz nicht verwirren, ...
    • ... genauso sollte es dir bei Zeitsprüngen ergehen.



    4 Sterne von 5 Sterne

    Gefällt dir etwas nicht, dann ändere es.
    Kannst du es nicht ändern, ändere deine Einstellung.
    Jammere nicht.

    Maya Angelou

  • Ich habe auch die Kopfjäger Ausgabe von Goldmann gelesen und muss sagen, dass ich damals das Ende ebenfalls nicht geblickt habe, das Buch aber insgesamt ziemlich cool fand.
    Jetzt habe ich die Festa-Ausgabe gelesen und muss sagen, diesmal habe ich durchgeblickt. In der Tat verwebt Slade seine Handlungsstränge mit viel Geschick und legt teuflisch
    gemeine falsche Fährten. Sparkys Urwaldabenteuer führt auf eine gänzlich falsche Fährte.
    Jetzt steht ein erneutes Lesen vom Gouhl auzf dem Programm und sobald erschienen auch Cutthroat, den ich zwar auch schon gelesen habe, aber der ebenfalls ein muss ist. Ich hoffe nur,
    das Slade genug Freunde hier in Deutschland findet, dass Herr Festa weitermacht und nicht vor meinem absoluten Favoriten schlapp macht: Ripper! Dieser Slade ist m.E. mit Abstand
    der beste der frühen Schaffensphase.
    Und weil wir schon dabei sind: Ich finde es faszinierend, wie Slade es immer wieder schafft historische Ereignisse mit in die Handlungen seiner Storys einzubinden, und zwar so, dass es
    zumeist Sinn macht und nicht "wie an den Haaren" herbeigezogen wirkt. Sicherlich ist das auch der Lebensgeschichte von Jay Clarke geschuldet, der sozusagen der Spiritus Rector hinter
    dem M. Slade Team ist. Sehr aufschlussreich und erhellend ist ein Blick auf dessen Website:
    http://www.specialx.net/specialxdotnet/novels.html
    Insbesondere die Sektion "Morgue" sei empfohlen.
    In diesem Sinne uns allen weiterhin viel Spass mit Slade und möge Herrn Festa den Elan und der verlegerische Erfolg nicht verlassen.
    Cheers
    Bildermensch

  • Ich lese gerade den ersten "Special X"-Band. Der spielt im Jahr 1982. Und Joseph wurde in der Ukraine geboren. Als die noch zur Sowjetunion gehörte. Die natürlich erst ca. ein Jahrzehnt später aufgelöst wurde ...


    Ich finde ja, dass ein Übersetzer auf solche Sachen achten sollte. Ist übrigens derselbe Mann, der Dirk Nowitzki in "Die Heimsuchung" aufs Spielfeld schickte, als der noch ein junger Bengel hier in Würzburg war.

  • Nun, das Buch ist von 1984. Damals dachte noch keiner daran, dass sich die Sowjetunion auflösen wird. "Die Heimsuchung" ist von Anfang der 90er. An Nowitzki dachte daran erst recht noch keiner. Scheint eine Angewohnheit von diesem Übersetzer zu sein ...

  • So, bin mit "Der Kopfjäger" durch. Hat mir alles in allem ziemlich gut gefallen. "Der Autor" hat ziemlich gekonnt falsche Fährten gelegt. Eine Weile hielt ich Scarlett für den Headhunter. Hardy war eine ganze Weile sicher eine gute Möglichkeit. Aber das eine abgehörte Telefongespräch hat klargestellt, dass er nicht der Täter sein kann (der sei nicht hart genug oder so ähnlich). Die wahre Identität des Kopfjägers hat mich dann doch ziemlich überrascht. Gerade auch wenn ich an Sparkys ersten Orgasmus denke. Da hatte ich schon das Gefühl, dass es um ...



    Bei den Vorfällen in Seattle am Ende war dann allerdings klar, wer der Kopfjäger sein sollte und es ging nur noch darum, wie die "Guten" das herausfinden. Tja.



    Das Buch hat mir wie gesagt ziemlich gut gefallen. Ich werde mir auch die nächsten Teile holen. Nur die Übersetzung ist ...


    Neben den oben schon angemerkten Dingen gab es zuhauf seltsame Formulierungen (was sind "homosexuelle Morde" oder eine "Grenzpersönlichkeit"?). Dann wechseln die Bezeichnungen in den Abhörprotokollen (Fuchs, Wolf) plötzlich von deutsch zu englisch (Fox). Und das Buch heißt "Der Kopfjäger" im Buch geht es dann aber um den "Headhunter". Da hätte ich es schöner gefunden, wenn jeweils der gleiche Begriff verwendet worden wäre.


    Keine Schwierigkeiten hingegen hatte ich damit, dass die Cops keine Handys o. ä. hatten. Aber die zum Teil technische Überholtheit der Story musste der Übersetzer erklären. Da hätte er auch die Situation mit der Sowjetunion für jüngere Leser erklären können.

  • Neben den oben schon angemerkten Dingen gab es zuhauf seltsame Formulierungen (was sind "homosexuelle Morde" oder eine "Grenzpersönlichkeit"?). Dann wechseln die Bezeichnungen in den Abhörprotokollen (Fuchs, Wolf) plötzlich von deutsch zu englisch (Fox). Und das Buch heißt "Der Kopfjäger" im Buch geht es dann aber um den "Headhunter". Da hätte ich es schöner gefunden, wenn jeweils der gleiche Begriff verwendet worden wäre.


    Na ja, das ist aber Meckern auf hohem Niveau, oder? ;):P

  • Ähm, sorry dass ich nochmal frage, aber das war für mich nicht schlüssig. Warum ist Novitzki in dem Buch (Heimsuchung)? Das klang für mich, als ob Du meinst der Übersetzer hätte Novitzki dazu erfunden? Und der Kopfjäger spielt etwa in einer Zukunft von 1984, also so um die Gegenwart aktuell, in der die Sovjetunion aber noch besteht - wenn ich das richtig verstanden habe?
    Hab halt als erstes angenommen, dass die Autoren das so geschrieben haben und nicht der Übersetzer. Und das so zu übernehmen, egal ob sinnvoll oder nicht, wäre doch dann genau sein Job. ?(


    Allerdings der ständige Wechsel zwischen englischen und deutschen Namen wäre mir vermutlich aber auch aufgefallen, zumal es sich um eine Übersetzung aus dem Amerikanischen handeln dürfte, aber wie soll ich da jetzt groß mitreden, da müsste ich die Stellen im Buch erstmal gelesen haben.


    Und "homosexuelle Morde" und "Grenzpersönlichkeit" nehme ich mal völlig blauäugig an, sollte man irgendwie im Kontext verstehen können und finde es deshalb erstmal auch nicht so schlimm (vielleicht gehts um eine Mordserie an Homosexuellen und eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die aus jedem Muster fällt), aber okay, auch hier fällt mir es schwer mir eine Meinung zu bilden ohne das Buch zu kennen.

  • Das Buch spielt zu einer Zeit, als Nowitzki noch in die Schule ging. Da wurde es auch geschrieben. Strieber hat Nowitzki damals nicht gekannt. Und ob er ihn heute kennt ist fraglich.


    "Der Kopfjäger" wurde 1984 geschrieben, die UdSSR in den frühen 1990ern aufgelöst. Davon hat Slade & Co. 1984 noch nichts gewusst. Dementsprechend wurde das kaum so geschrieben. Das Buch selber spielt 1982. Mit einigen Rückblenden in frühere Jahre.


    EDIT:


    Und ja, mit den "homosexuellen Morden" ist eine Mordserie an Homosexuellen gemeint. Aber geschrieben heißt es halt "schwule Morde". Und mit der "Grenzpersönlichkeit" ist jemand mit einer Borderline-(Persönlichkeits)-Störung gemeint. So spricht halt kein Mensch.

  • Gestern habe ich meinen ersten Festa Crime Krimi gelesen. "Der Ghoul" von Michael Slade und damit der 2. Special X Thriller.


    Ich interessiere mich auch ein bischen für Psychologie und daher konnte ich den twilweise doch recht ausführlichen Beschreibungen zu verschiedenen psychischen Krankheiten recht gut folgen. Der Roman war eine interessante Mischung auch Psychologie, anspruchsvoller Handlung mit verschiedenen Handlungssträngen und gleichzeitiger Brutalität.


    Dieser und sicherlich auch andere Special X Thriller, sollten sie genau anspruchsvoll sein, liest man am besten in einem Rutsch durch.

    Es gibt einen Grund unsterblich zu sein! Man kann die meisten wichtigen Bücher lesen!
    Real Music Fans: "God Give us Malcom Young back and we give you Justin Bieber!" God: "Fuck no!"

  • Haste den Ghoul gekauft, ohne zu wissen, dass das schon der zweite Teil ist? ^^ Sind die nicht miteinander verwoben?


    Ich habe wirklich aus Versehen den 2. Special X Thriller gekauft und nicht Band 1. Ob die Bücher zusammenhängen weiss ich nicht und werde es aber sicherlich feststellen, wenn ich mir irgendwann den 1.Band zulege.

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  • Die Bücher kann man unabhängig voneinander lesen. Zumindest bei den beiden ersten Special-X-Bänden sind es verschiedene Ermittlerteams. Ich weiß nicht, wie sich das bei den weiteren Bänden verhält, aber zumindest die ersten beiden haben nichts miteinander zu tun...
    Bei der Gelegenheit muss ich mich auch noch mal darüber auslassen, wie sehr ich mich auf den 3.Band "Der Gnadenlose" freue. Michael Slades Thriller sind ein wahrer Hochgenuss...

  • Inspektor Zinc Chandler ist lt. Beschreibung wie auch bei Teil 2 dabei!

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  • Hm, okay. Vielleicht habe ich bei der Komplexität der Romane nicht so ganz aufgepasst. Hatte beim Lesen des 2.Bandes aber nicht den Eindruck, dass er großartig mit dem 1. verknüpft ist...


    Er kommt in Band 2 und 3 vor - nicht in Band 1 (zumindest lt. Buchbeschreibung).


    PS: Ich fand Band 2 auch wirklich sehr komplex und daher ist es auch für mich nur bedingt für zwischendurch geeignet - lieber an einem Stück!

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  • Okay. Dann hab ich ja doch nichts verpasst. :D
    Es ist ja wohl so, dass hinter dem Namen "Michael Slade" ein ganzes Team von Autoren steckt. Ich weiß jetzt nicht, wie man sich das vorstellen soll, aber wahrscheinlich wechseln sich die Autoren ab und jeder steuert einen Roman zur Serie bei. Und dann schickt womöglich jeder Autor sein eigenes "Team" ins Rennen, so dass die Romane nicht wirklich zusammenhängend sind... Vielleicht kann Frank da mal etwas Licht ins Dunkle bringen...