Posts by Creed

    Ich höre auch sehr gerne die deutsche Gothic-Band Mono Inc. , kennt die jemand? Ich persönlich finde die Musik gar nicht so gothic-lastig, auf jeden Fall zimmern sie immer wieder tolle Songs und Melodien zusammen.

    Ich habe sie mal als Vorband meiner Lieblinge Nr. 1 (Subway to Sally) gesehen und war mehr als angenehm überrascht. Manchmal kann man mit einer Support-Band richtig Glück haben!


    Hier als Beispiel ihre Single "Symphony of Pain":


    http://www.youtube.com/watch?v=Hqa8s8J6CjA

    Und das ist auch ganz gut so, denn dadurch kommen wir ja in den Genuß, amerikanische und englische Autoren lesen zu können, die sonst nicht veröffentlicht werden würden (Ketchum bei Heyne ist jetzt mal die große Ausnahme).


    Und der Büchermarkt wird mit deutschen Thrillern zur Zeit geradezu überschwemmt, wie mir scheint. Alleine die große Zahl der Bücher, die in meiner Heimatstadt Berlin spielen, nehmen täglich zu. Fast so rasant wie die skandinavischen Krimis, die inzwischen auch unüberschaubar sind. Da ist bestimmt auch eine Menge ödes Zeug bei, aber da muß man sich erstmal durchkämpfen...


    Also muß der Festa-Verlag da nicht auch noch mitmischen, denke ich.

    Die Pudel-Pastete ist echt Kult! 8)


    Kurz zuvor hat Vincent Price ja noch "Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes" und den Nachfolger "Die Rückkehr des Dr. Phibes" gedreht, beide kommen zwar nicht an "Theater des Grauens" heran, finde ich, bieten aber auch eine Menge makabre Morde und einen recht skurrilen Humor...sind ja auch englische Filme! :)

    Ja, Körber fand ich als King-Übersetzer auch am besten. Vielleicht hing es damit zusammen, dass er seinen eigenen unabhängigen Verlag starten wollte und zuwenig Zeit für Übersetzungen fand.


    Das kann uns aber Frank bestimmt beantworten!


    Und Brandhorst hat sich für jede Pratchett-Figur tolle und witzige Namen ausgedacht...die wurden teilweise bei den Neuübersetzungen verändert (zum Schlechteren) und der Lesefluß hat auch gelitten, finde ich zumindest.

    Mann, den habe ich schon tierisch lange nicht mehr gesehen, klasse Film! Und was für eine Besetzung! Den Song "Hush, hush, Sweet Charlotte" finde ich bis heute irgendwie unheimlich...


    Die guten alten Horrorthriller aus den 50er und 60er Jahren hatten meistens eine ganz eigene Atmosphäre.

    Oh, "Spiel mir das Lied vom Tod"...keine Ahnung, wie oft ich den gesehen habe! Jede Szene ist perfekt! Der Anfang, den Du beschrieben hast, sowieso, und meine Favoriten-Szene zeigt, wie Henry Fonda und seine Bande fast eine ganze Familie auslöschen...und dann marschieren sie mit wehenden langen Mänteln durch den Staub auf den überlebenden Sohn zu...und dabei die klagende Mundharmonikamusik...
    Da bekomme ich immer wieder Gänsehaut!


    So muß Kino sein!


    Und Kubrick kann für sich verbuchen, in beinahe jedem Genre einen Klassiker geschaffen zu haben...

    "Helle Barden" vom guten alten Terry Pratchett, eines seiner besten Bücher, finde ich. Hab ich zwar vor urschleimzeiten gelesen, aber nie vergessen!
    Schade, dass er aufgrund seiner Krankheit nicht mehr ganz so gute Romane abwirft...und die neuen Übersetzungen von seinen alten Romanen im Goldmann-Verlag gehören auf jeden Fall in den nächsten Müllschlucker-unglaublicher Mist!
    Der einzig wahre Pratchett-Übersetzer ist und bleibt Andreas Brandhorst! Keine Ahnung, warum man erstklassige Übersetzungen verschlimmbessern muß... X(


    Und die Cover der Neuübersetzungen machen auch blind...

    Genau, Toecutter, Hitchcock forever! :thumbsup:


    Aber auch die anderen von Dir genannten Namen verdienen äußersten Respekt...allen voran Sergio Leone, der (wenn auch nicht im Horror- und Thrillergenre) einer der Begründer der ästhetischen Bildsprache war...Das Dreier-Duell am Ende von "Zwei glorreiche Halunken"-unvergesslich!

    Da gebe ich Dir vollkommen recht, Sebastian, die deutschen Titel der Geschichten waren mitunter wirklich grausam...und das hat sich leider bis in die heutige Zeit gehalten, die deutschen Namen der Ketchum-Bücher sind auch absolut zum Davonrennen (man nehme sein geniales Buch "The Girl next Door"-was macht man in unserem Land daraus? Man nimmt einen nichtssagenden und blöden Titel, und dann auch noch ein englisches Wort! "Evil"... Wie doof ist das denn?)


    Aber ich schweife ab... ^^ Ich kenne leider recht wenig Blutbücher- Verfilmungen, lediglich "Lord of Illusions", der war ganz okay. Aber "Book of Blood" werde ich mir demnächst mal anschauen, und "Midnight Meat Train" bekommt man ungeschnitten nur in Österreich, glaube ich...

    "Blutbücher sind wir Leiber alle; wo man uns aufschlägt: lesbar rot."


    Die "Books of Blood" von Clive Barker kann man mit Fug und Recht als moderne Klassiker bezeichnen. Als sie in den 80er Jahren auf den Markt kamen, waren sie im literarischen Sinn eine richtige Offenbarung. Eine solche schriftstellerische Klasse und gehobene, beinahe lyrische Ausdrucksweise hatte man seit vielen Jahren vergeblich gesucht.
    Seit den Zeiten von Lovecraft und Blackwood schien dieser elegante und komplexe Schreibstil verschwunden zu sein; Barker verknüpfte ihn mit (für damalige Verhältnisse) recht erotischen und blutigen Momenten.
    Stephen King lobte ihn in den höchsten Tönen, Romane aus dem Horrorumfeld folgten, bis er sich später mehr der Fantasy und dem historischen Roman zuwandte und sogar Jugendbücher verfasste, wenn auch immer noch mit einer unerschöpflichen Fantasie.


    Für mich jedoch bleiben "Die Bücher des Blutes" am meisten in meiner Erinnerung. In der Qualität natürlich auch mal schwankend, sind jedoch viele Storys (besonders in Band 1-3) zeitlos und bis heute äußerst wichtig für die gesamte Horrorliteratur.


    Wie beurteilt ihr Clive Barker?

    Ich habe dieses Jahr bisher von den Thriller-Neuerscheinungen lediglich den neuen Fitzek gelesen (immer ein Muß!), ansonsten bin ich dabei, meinen SUB zu verkleinern, sprich auch ältere Bücher endlich mal zu lesen...


    Aber John Nivens "Das Gebot der Rache" interessiert mich sehr, der Klappentext klingt recht vielversprechend! Ferner steht das neue Buch von Michael Lister "Glutopfer" auf meiner Liste, seine bisherige erste Übersetzung ins Deutsche, "Selbstauslöser", fand ich absolut genial! Auch wenn seine minimalistische Sprache gewöhnungsbedürftig ist, mir hat's wahnsinnig gut gefallen, mein letztjähriger Geheimtip Nr.1!

    Tja, ich lese leider auch nicht ganz so schnell, wie ich gerne möchte...also höchsten 50-70 Bücher pro Jahr. Aber ich versuche mich zu steigern! ;)


    Es existieren durch Internet und so weiter eine Menge Ablenkungen, und arbeiten gehen muß man ja auch...


    Allerdings lese ich dafür wie Du, und zwar wo ich gehe und stehe. Meine Frau meint manchmal, ich sei vermutlich schon mit einem Buch in der Hand auf die Welt gekommen... Auf Wegen und Straßen, auf denen ich mich auskenne, lese ich auch gerne während des Laufens...nicht ungefährlich, aber bislang habe ich immer Glück gehabt!

    Ja, Grange ist klasse!
    Sehr spannend, gut recherchiert und mit einem für Thriller recht hohen Blut- und Ekelfaktor ausgestattet, jedenfalls recht häufig. Kenne leider noch nicht alle Bücher von ihm, war bislang aber nicht enttäuscht! Mein bislang letztes gelesenes Buch von ihm war "Im Wald der stummen Schreie", auch recht finster. Fand sogar "Der steinerne Kreis" genial, der ja wegen seines durchgeknallten Schlusses regelmäßig verrissen wird.
    Aber schrille Enden findet man bei Edward Lee ja auch des Öfteren! :)

    Nennt es pure Neugierde, aber ich finde es immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Lesegewohnheiten bei Bücher-Fans sind. Daher würde ich gerne von euch wissen, wann und wieviel ihr lest? Wieviel Bücher z.B. durchschnittlich im Monat? Seid ihr schnelle Leser oder eher langsam? Wo lest ihr am liebsten (im Bett, im Sessel, auf dem Fußboden)? Habt ihr oft Zeit zum Lesen, oder doch eher selten?


    Ich bin gespannt auf eure unterschiedlichen Antworten!

    Um so wichtiger, dass ich endlich mal mit Simenon beginne...und schlimm genug, dass ich als langjähriger Krimibegeisterter nie mit ihm in Berührung gekommen bin!
    Das Krimigenre ist aber auch ein extrem weites Feld...


    Wenn ich mich demnächst in diesen Autoren vertiefe, würde ich mich freuen, wenn wir hier im Forum ein wenig über Simenon diskutieren könnten, Jörg!

    Tja, eine Sammelleidenschaft an sich hatte ich eigentlich nie, aber bei Büchern muß ich einen extremen Suchtfaktor zugeben... :D


    Ja, gewisse Autoren (bei weitem nicht nur aus der Horrorecke) versuche ich so gut wie möglich komplett zu besitzen, auch wenn man aus Zeitgründen viele Bücher wahrscheinlich nur einmal in seinem Leben liest...

    Tja, bei Ketchum sind die lobenden Worte von Stephen King ja mal gerechtfertigt...leider prangen auf vielen heutigen Bestsellern Zitate von Schriftstellerkollegen, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind oder sich auf längst erschienene Werke beziehen (jedenfalls ist es bei den deutschen Übersetzungen so)...
    Auch eine Art von Kundenverarsche!


    Davon abgesehen ist es aber auch verdammt traurig, dass die amerikanischen (und vermutlich auch die deutschen) Leser ein Buch aus dem Horror-Bereich erst dann kaufen, wenn Stephen King meint, das Ding ist toll. Das Lob allein garantiert ja noch nicht, dass ich den gleichen Geschmack wie King habe... ?(

    Und auch Deine Non-Maigret-Empfehlungen werde ich beherzigen, Jörg, danke!


    Die Titel an sich hören sich schon sehr interessant...ich denke, Simenons Romane ohne seinen Maigret sind noch etwas psychologischer und teilweise auch düsterer, liege ich da richtig?

    Eine Neuauflage wäre echt wünschenswert, Dan, aber ich fürchte, da gibt es wenig Hoffnung... Manche Autoren verschwinden ganz einfach in der Versenkung, da ist wohl nichts zu machen !


    Aber ich hoffe weiterhin! ;)