Posts by Vicomte

    edward lees neustes buch hat mich natürlich wieder sehr gut unterhalten, und einige male musste ich laut herauslachen, was sonst kaum einer schafft.
    aber ein bisschen mehr dürfte der gute herr dann doch auch in eine schlüssige story investieren.
    alles in allem bin ich dennoch zufrieden. in punkten ausgedrückt wären das 8/10.

    soeben habe ich den höllenpanzer auch beendet.
    ulic hat es bereits ganz passend zusammengefasst, das ist ein tolles buch mit einer durchgehend superspannenden story.
    anders als vielleicht der titel suggerieren mag, ist es eine klassische schauergeschichte mit den genannten okkulten elementen (also keine panzer-action). die schilderung der hauptfigur in der ich-form hat mich zwischendurch sogar ein wenig an lovecraft erinnert, so viel wie er da "grauenhaftes", "schreckliches" und vieles mehr übles erleben muss. aber das nur nebenbei, alles in allem ist es natürlich ein schnell und leicht zu lesendes buch.
    auf masterton ist eben noch verlass.


    und gleich geht es mit festa weiter, gerade ist nämlich der neuste lee eingetroffen.

    da passiert nicht viel, es sind nur knapp 2 seiten dazwischen, von 73 zu 75.
    es wäre super cool, wenn man erfahren könnte, wie es im original geschrieben steht.


    das buch hat ja noch andere mängel, die ich mir von festa halt nicht gewohnt bin:
    - beim coverbild sieht man, dass die frau lieblos hineingephotoshopt wurde. die konturen sind nicht präzis ausgeschnitten worden. sieht aus, als hätte ich es selber hobbiemässig gemacht. :)
    - zudem ist die grafik, die die kapitel dekoriert auf seite 64 oben fehl am platz (wo ein paar buchstaben überdeckt werden), weil das kapitel eigentllich erst auf seite 65 beginnt.


    naja, das ist alles nicht so schlimm, hinterlässt aber den eindruck, dass die extrem reihe vielleicht nicht mehr ganz mit der gleichen sorgfalt betreut wird wie früher.
    tadellos sind dagegen nach wie vor prestige reihen wie die pulp legends, von der ich mich gerade über den höllenpanzer freue.

    mir ist in boys' night von matt shaw und WJW etwas aufgefallen, was möglicherweise vergleichbar ist, weil es einfach nicht zusammen passt.
    auf seite 73 steht:
    - "paulo! paulo! beweg deinen arsch hierher!" brüllte mike.
    danach wechselt die geschichte wenige minuten in die vergangenheit zurück und die perspektive wechselt zu eben jenem paulo, der sich in einem anderen raum befindet. dort hört er auf seite 75:
    - "paulo! komm her!" das war big mikes stimme.
    der gleiche satz zum gleichen moment in der zeit wird also unterschiedlich vermerkt. das mag pingelig erscheinen, aber mal übertragen auf einen film würde dies extrem aufallen. das publikum würde sogar gar nicht mehr wissen, ob es überhaupt die gleiche situation ist. ich finde, da sollte man sich auch als autor besser achten.
    was mich hier nun sehr interessieren würde ist, ob bereits das original schludrig verfasst wurde (was mich nicht überraschen würde, weil ich es sowieso nicht so gut fand), oder ob der übersetzer nicht vorsichtig gearbeitet hat. ich hoffe es ist das erstere, denn festa ist in meinen augen ein gewissenhaft arbeitender verlag.

    die sprache ist halt keine mathematik. wie du, pythor, richtig vermerkt hast, habe ich mit "nicht unumständlich" bewusst auf das beispiel von mimi angespielt.
    andererseits meint in z.b. einem hörspiel ein satz wie "niemals nie habe ich das so gemeint" nicht dass "ich" das doch so gemeint habe, sondern, dass "ich" es mit nachdruck nicht so gemeint habe.

    vielleicht bezieht sich die bemerkung: "blödsinn" ja auch darauf, dass der andere sich so seltsam ausdrückt.
    dann stünde die nicht unumständilche formulierung wieder in einem nachvollziehbaren kontext.

    danke mimi, solche entdeckungen finde ich immer toll.
    ich finde das halt einfach als festa leser total einzigartig, dass man sich so direkt an den verlag wenden kann.
    dass sich leser ganz genau auf den inhalt achten, beweist dann auch wie wichtig ihnen die hohe qualität ist.
    das ist gleichzeitig lob und verpflichtung.


    ich habe übrigens in einem der letzten bücher auch etwas seltsames gefunden.
    aber ich will hier nicht reingrätschen. eins nach dem anderen.

    ich bin kein besonders grosser lovecraft fan, aber immer wenn festa alle paar monate etwas spezielles herausbringt, bin ich sehr gerne dabei und geniesse seine eigentümliche sprache.
    so auch kürzlich beim re-animator: ein wundervoll aufgemachtes buch mit schönen illustrationen. es ist ein weiteres highlight in meiner festa sammlung.
    für solche perlen werde ich immer bereit sein etwas mehr zu bezahlen und hoffe fest, dass zwischendurch immer mal wieder etwas kommt. 8o

    ich habe das buch sehr gemocht und überall die volle punktzahl gegeben. :thumbsup:
    leider sind aber in letzter zeit gefühlt von lee immer weniger seiner "normalen" romane erschienen. das programm von festa hat sich da mehr auf die wirklich extremen und halt auch nonsense-spass-sachen konzentriert.
    dafür kommt mit "succubus" dieses jahr ja wieder etwas klassisches.
    und ich zähle auf das versprechen sein komplettes werk zu veröffentlichen.

    nachträglich betrachtet habe ich einfach viel zu lange gewartet "all die finsternis inmitten der sterne" zu lesen. ich kann mich den vielen guten kritiken wirklich nur anschliessen, und gebe auch die vollen 5 von 5 sternen. und diesmal mag ich auch nichts bemängeln. wie gut bryn die beschriebene gesellschaft beobachtet hat und dann vor allem auch treffend wiedergibt ist schon grosses kino. die taten der personen fallen so glaubwürdig auf sie zurück und werden fassbar, ohne dass die autorin diese gross erklären muss, man fühlt es einfach. die 500 seiten waren jedenfalls rum wie nix. danke für diesen hit.
    ich hoffe dieser band war auch im verkauf ein toller erfolg für den verlag.

    soeben habe ich "colony of whores" durch.
    das buch hat mir wieder sehr gut gefallen. der stokoe ist halt ein spezieller fall von autor. bezüglich den ganz heftigen szenen hat er sich hier weitgehend zurückgenommen. dafür erzählt er einen durchaus komplexen plot, bei dem man viel mitzudenken hat. gut, dass er einen aber nicht abhängt, indem die wichtigsten zusammenhänge zwischendurch wieder thematisiert werden.
    gerne mehr von stokoe und cool, dass ich nun seine signatur im schrank stehen habe.

    ich hätte auch noch etwas anzumerken:
    meine zuletzt in die schweiz bestellten bücher wurden statt wie früher in kartons, in gepolsterten umschlägen verschickt.
    während die bücher in den kartons satt fixiert waren, sind sie in den umschlägen relativ lose.
    unterwegs sind sie dadurch anfälliger auf schläge und ich hatte z.b. bei "eat dem alive" sichtbare stossspuren am buch.
    insbesondere beim versand der teuren werke, wie der kommenden header 2 sammlerausgabe mache ich mir da gedanken.


    vielleicht kann das wieder geändert werden.
    ansonsten bin ich seit jeher super zufrieden mir euch.

    da denkt man, man habe nach so einigen festa extrem büchern ziemlich alles fiese schon mal gelesen, und dann kommt da the gas...
    boah! wahnsinn, was da abgeht! ich habe mich köstlich amüsiert und spannend fand ich die story auch noch (mit ausnahme der ca. 2 kapitel über die halluzinationen. aber solche parts gefallen mir sowieso auch in anderen büchern nie). die vorsätzlich geplante totale provokation finde ich in diesem buch für einmal eben auch sehr packend erzählt. daran scheitern viele andere autoren bei denen sich die exzesse nur unmotiviert aneinander reihen.
    gelungen fand ich schlussendlich auch, wie das buch endet.
    ich freue mich jedenfalls darüber eines der wenigen exemplare dieses ganz speziellen werks zu besitzen.

    jeffrey thomas - tagebuch aus der hölle


    ich bin mega froh, dass wir im forum noch vor ausverkauf auf das buch aufmerksam gemacht worden waren.
    es ist eine wirklich schön geschriebene geschichte über einen sehr mutigen und menschlich handelnden hauptdarsteller in einer unwirtlichen phantastischen welt. er bemüht sich redlich seine werte aufrechtzuerhalten, obwohl seine umgebung dies keineswegs erfordern würde, einfach nur weil er es für moralisch richtig hält, ohne daraus einen vorteil zu ziehen. immerhin wird er dennoch durch die zuneigung einer schönen dämonin belohnt. und darin ertappe ich mich wieder bei meinem faible für eigentlich unmögliche beziehungen zwischen z.b. einem schwachen menschlein und einer unberechenbaren gefährlichen kreatur, wie carlton mellick iii es ebenfalls meisterlich beherrscht.


    positiv sind zudem die vielen schönen illustrationen zu erwähnen.


    schade, wird es das buch vermutlich nie mehr als neuauflage zu kaufen geben.

    Da gebe ich Dir völlig recht. Kannst Du mir bitte einige Bücher nennen, in denen das steht? Danke vorab.

    es kommt immer wieder mal vor.
    ich habe nun einmal von einigen leseproben die PDFs auf eurer homepage durchsucht. besonders auffällig ist es in "frostitute".
    im PDF findet man es auf den seiten 8, 12, 13, 14, 19 und 22.
    hier zwar auch im zusammenhang mit einem "animalischen grunzen" was ja ok ist.
    aber ebenfalls in dialogen wie "»Gut so«, grunzte er. »Jetzt der BH.«" (seite 12). da ist es etwas komisch.


    bei "white trash gothic" auf den seiten 15 und 29.
    im "rape van" auf seite 13.
    im "teratologen" auf den seiten 8 und 12.


    und das sind wie gesagt nur die leseproben.


    aber ich will nicht über die allgemeine qualität nörgeln. nicht falsch verstehen.

    ich habe mal eine nur ganz kleine unwichtige und vielleicht pedantische frage. :rolleyes:
    in festa büchern lese ich immer mal wieder, dass eine person "grunzt". ich vermute, das ist die übersetzung aus dem englischen "to grunt".
    mich irritiert das jeweils total, denn grunzen gehört für mich zu tieren, konkret zu schweinen. im deutschen würde ich die begriffe "räuspern", "knurren", "grummeln" o.ä. wählen.
    vielleicht steht ja aber im englischen original tatsächlich "to oink"?