Steven Erikson: Das Spiel der Götter - (Leserunde und mehr)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Steven Erikson: Das Spiel der Götter - (Leserunde und mehr)

      Nachfolgend soll es nicht um den Autoren an sich und auch nicht um sein Gesamtwerk gehen. Vielmehr um ein Projekt, das ich mir jetzt seit einiger Zeit vorgenommen, welches ich bisher aber immer wieder aufgeschoben habe. Vielen Dank an dieser Stelle, dass ich das hier unterbringen darf.



      Worum geht es also? Zunächst darum, dass ich die Buchreihe "Das Spiel der Götter" noch einmal von Anfang an durchlesen möchte, soweit sie eben bisher in Deutschland in der neuen Fassung veröffentlicht ist. Bei mittlerweile 13 Büchern ein recht langwieriges Projekt (die weiteren Werke von Steven Erikson außerhalb der "Hauptreihe" lasse ich zunächst außen vor, ebenso die von Ian C. Esslemont (obwohl diese, soweit ich das beurteilen kann, ziemlich direkten Einfluss auf die "Hauptreihe" haben)), das durch einige Einschränkungen noch länger werden dürfte. Dazu gleich mehr.

      Zunächst einmal eine Einladung an alle, die möglicherweise darüber nachgedacht haben, die Reihe mal anzufangen, sich mir anzuschließen und die hier gemeinsam zu lesen. Ich rechne an dieser Stelle nicht mit großartiger Beteiligung, dafür dürfte das Interesse nicht groß genug sein. Das soll mich und vielleicht den einen oder anderen aber nicht abhalten.


      Wie ich mir das genau vorgestellt habe? Theoretisch möchte ich hier zum einen eine Anlaufstelle bieten, um sich über die Buchreihe, Fragen und Problemen mit der Handlung etc. austauschen zu können. Das allerdings nur als Nebeneffekt. Vorwiegend wollte ich diesen Thread nutzen, um die Inhalte der Bücher für mich selber, und eventuell interessierte auf relevante Informationen zusammen zu fassen, mögliche Querverweise innerhalb der Handlung zwischen den einzelnen Büchern herauszuarbeiten, eventuelle Vorgriffe auf die spätere Handlung herauszustellen und vielleicht ein paar Spekulationen anzustellen. Wie ich das genau gestalte, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Da rechne ich einfach damit, dass sich das im Laufe des Vorhabens ergibt.

      Dass sich das entsprechend ziehen wird, ist logisch. Da ich nebenher auch noch anderweitig Bücher lese und Dinge zu tun habe, muss ich mal schauen, wie sich das entwickelt. Wird wahrscheinlich mal mehr, mal weniger schnell vorangehen. Dazu kommt dann noch, dass in Deutschland noch lange nicht alle Bücher erschienen sind. Wahrscheinlich werde ich trotzdem nicht mit den bisherigen fertig, bevor das der Fall ist. Mal schauen. Alles in allem also ein sehr langfristiges Projekt.

      (So ein ähnliches (abgeschlossenes) Projekt gibt es im englischsprachigem Raum glaube ich schon, wobei das, soweit ich das beurteilen kann, ziemlich professionell gemacht wurde. Den Ansporn habe ich nicht und ich weiß auch nicht genau, wie es dort gemacht wurde. Aus spoilertechnischen Gründen habe ich mir das bisher nicht angeschaut.)


      Wer also Interesse hat, gemeinsam mit mir die Bücher zu lesen, oder einen Teil davon, ist herzlich eingeladen. Ebenso, wer hier einfach so mitlesen möchte. Wer überhaupt kein Interesse hat, dem sei das ebenso vergönnt.
      An dieser Stelle habe ich nur die Bitte, mir noch 10 Platzhalterposts zu gewähren, bevor hier etwas geschrieben wird. Ich rechne zwar damit, dass ich genug Zeit haben werde, so groß ist das Interesse wohl kaum, aber man weiß ja nie. Ich hätte die Bücher nur gerne möglichst nah beisammen. Aktualisieren werde ich das dann auch einfach, wie es gerade passt, ohne das dann immer separat anzukündigen. Man wird sich nach ein paar Tagen dann zwangsweise auf den nächsten Seiten umsehen müssen, wenn man den Thread finden will. Wenn. :D
      Don't tell me how to lead my world
      The dearest god sees it all
    • Die Gärten des Mondes [Gardens of the Moon]

      Direkt zu Beginn ein Spoiler zu beiden benannten Büchern. Betrifft eine sehr relevante Offenbarung. Nur lesen, wenn wenigstens eines der Werke gelesen wurde.
      Das Reich der Sieben Städte; Night of Knives.

      Captain Obvious lässt grüßen, allerdings wurde mir das erst beim zweiten Lesen klar.

      Das "Gedicht" direkt am Anfang, vor dem Prolog, ist ein ziemlich deutlicher Hinweis auf die Identität von Ammanas und Cotillion.

      Gesprochen wird u.a. von den sterbenden Schatten (Ermordung des Imperators und seiner Hand) und der keimenden Wiederkehr ("Eröffnung" der Schattensphäre)
      Der Gefährte des Imperators, das Seil, sauber durchtrennt. Der Schutzpatron der Assassine (Schattensphäre) wird auch "Das Seil" oder eben Cotillion genannt.

      Ammanas und Cotillion sind also Kellanved und Tanzer.

      Weitere Hinweise füge ich später entweder hier oder im jeweiligen Kapitel ein.


      Zu Beginn bleibt es sehr überschaubar. Das wird sich wohl mit der Zeit legen.
      Prolog (S. 13 - 20)

      Relevante Charaktere:

      Handelnde: Ganoes Stabro Paran, Elster, Fiedler, Hadra/ Laseen
      Erwähnt: Dujek, Dassem Ultor, Imperator Kellanved

      - Das Mausviertel in Malaz brennt (Hexenjagd zur Durchsetzung der neuen Gesetze zum Verbot der Zauberei; Gesetz veranlasst durch Hadra)
      - Paran trifft auf Elster, Fiedler und Hadra
      - Paran spricht mit Elster über den Fall von Dassem Ultor vor Y'Ghatan (Gerüchte darüber, dass er einen Gott betrogen haben soll)
      - Fiedler spricht mit Elster über Hadras neuen Namen, Laseen (napanesisches Wort, bedeutet "Thronmeister")


      Besonders relevant hier die Andeutung eines Putsches von Laseen gegenüber Kellanved.

      Kapitel 1 (S. 23 - 65)

      Relevante Charaktere:

      Handelnde: Ganoes Stabro Paran, Lorn, Leida, Topper, Laseen, Gamet, Tavore
      Erwähnt: Dujek, Felisin


      Abschnitt 1 (S. 23 - 32)

      - Riggalai (eine Wachshexe) prophezeit einem Fischermädchen, der Lord der Dunkelheit würde sie befreien, auch wenn er es nicht wüsste
      - Riggalai wird von einem Kavalleristen erschlagen
      - Ammanas lässt sieben Hunde ein Kavallerieregiment angreifen
      - Ammanas und Cotillion sprechen über ihre Rache und den Sturz von Laseen
      - Cotillion entscheidet, den Vater des Fischermädchens leben zu lassen, er übernimmt das Fischermädchen


      Noch etwas, was erst nach Ende des Buchs gelesen werden sollte.
      Spoiler anzeigen

      Captain Obvious lässt erneut grüßen.

      Die Prophezeiung von Rigga gegenüber dem Fischermädchen habe ich das erste Mal so überhaupt nicht als wichtig wahrgenommen, es nimmt aber u.a. vorweg, dass es im Verlauf der Geschichte zwischen Anomander Rake (Sohn der Dunkelheit), Ammanas und Cotillion zu einem Konflikt kommen wird, in dessen Verlauf Rake Ammanas dazu zwingt, sein Vorhaben in Darujhistan aufzugeben, was letztlich auch dazu führt, dass Leida (das Fischermädchen mit dem Namen, den Cotillion ihr gegeben hat) von Cotillions Einfluss befreit wird.
      Weiterhin prophezeit Rigga, dass sie die letzte wäre, die zu dem Fischermädchen sprechen wird und das Fischermädchen wäre die letzte, die sie hört. Der letzte Part ist recht offensichtlich, da Rigga kurz darauf stirbt (wenn man davon absieht, dass sie ein Teil von ihr wird und wahrscheinlich dafür verantwortlich ist, dass Cotillions Einfluss nicht ihr komplettes Selbst übernimmt). Der erste spielt wohl darauf ab, dass das Fischermädchen, nachdem sie vom Einfluss Cotillions gelöst ist, den Namen Apsalar annimmt. Das Fischermädchen ist also im übertragenden Sinne gestorben, was soweit in die Prophezeiung passt.


      Abschnitt 2 (S. 32 - 42)

      - Paran und Lorn untersuchen das Massaker an dem 19. Regiment der 8. Kavallerie
      - Paran weist auf eine leere Fischerhütte und ein fehlendes Fischerboot hin (Vater des Fischermädchens und das Fischermädchen nicht aufzufinden)
      - Paran wird als Offizier in den Stab von Mandata Lorn berufen
      - Lorn weist auf den Magiebezug des Gemetzels und die Spur hin, die sie finden müssen


      Abschnitt 3 (S. 42 - 44)

      - Lorn veranlasst die Untersuchung aktueller Rekrutierungen auf alte Männer bzw. junge Mädchen (Spur des Fischers und seiner Tochter)


      Abschnitt 4 (S. 44 - 46)

      - Leida wünscht bei der Rekrutierung, dem Genabackis-Feldzug unter dem Kommando von Hohefaust Dujek Einarm zugewiesen zu werden


      Abschnitt 5 (S. 46 - 48)

      - Paran untersucht das Massaker im Sitz der imperialen Schutztruppen in Gerrom; er stellt fest, dass jegliche Unterlagen zur Rekrutiereung unbrauchbar sind

      Etwas weniger relevantes, dennoch erst lesen, wenn man zumindest "Das Reich der Sieben Städte" gelesen hat
      Spoiler anzeigen
      Paran fällt in Gerrom u.a. ein lahmes Maultier auf. Wahrscheinlich sehe ich nur Gespenster, aber Iskaral Pustl reitet ständig auf einem Maultier rum. Das ist allerdings nicht lahm. Fand es nur während des Lesens irgendwie komisch, dass so direkt auf ein Maultier hingewiesen wurde, nachdem Cotillion in dem Dorf so offensichtlich gewütet hat.



      Abschnitt 6 (S. 48 - 55)

      - Paran lernt Topper (den "Meister" der Klaue (Assassinenorganisation innerhalb des Imperiums, geschaffen von Hadra, unter Befehl von Laseen)) kennen


      Abschnitt 7 (S. 55 - 64)

      - Paran trifft auf Lassen (Anmerkung bzgl. erster Begegnung (Prolog))
      - Lorn und Paran besprechen das weitere Vorgehen nach dem Massaker an der Kavallerie und in Gerrom
      - Paran kehrt nach Hause zurück


      Abschnitt 8 (S. 64 - 65)

      - Unterschwelliger Konflikt zwischen Tavore und Felisin

      Kapitel 2 (S. 66 - 111)

      Relevante Charaktere:

      Handelnde: Flickenseel, Locke, Elster, Schneller Ben, Kalam, Leida, Calot, Tayschrenn, Dujek Einarm, Nachtfrost, Bellurdan, A'Karonys
      Erwähnt: Detoran, Fahrig, Spindel, Fiedler, Igel, Caladan Bruth, Anomander Rake (Anomandaris), Fäustel, Trotter, Tanzer, Kellanved, Oponn


      Abschnitt 1 (S. 66 - 75)

      - Fahl ist gefallen, die schwarzen Moranth marschieren ein
      - Die Brückenverbrenner, seit drei Jahren mit der Unterminierung der Stadtmauern beschäftigt, werden in ihren Tunneln begraben
      - Leida konfrontiert Flickenseel damit, dass Tayschrenn die Rettung weiterer Brückenverbrenner verhindert hat
      - Leida wirkt, als wüsste sie mehr über die Geschehnisse auf der Ebene (Hügel vor Fahl mit halbtotem Locke, leeren Rüstungen einstiger Soldaten etc.)
      - Flickenseel stellt fest, dass die einstigen Lieblinge des Imperators (Brückenverbrenner) unter Laseen für jeden "Dreck" eingesetzt werden, was letztlich für ihre beinahe komplette Auslöschung gesorgt hat
      - Einige noch übrige Brückenverbrenner (Elster, Kalam, Schneller Ben, Leida) verhandeln mit Locke über sein Leben


      Abschnitt 2 (S. 75 - 89)

      - Flickenseel hat ein Verhältnis mit Colat (Trotz widersprüchlicher Vorstellung wohl eine tiefer gehende Beziehung)
      - Mondbrut wacht über Fahl (Schon zu Zeiten des Imperators in Konflikt mit Mondbrut geraten, damals zog sich Mondbrut zurück)
      - Mondbrut hat ein Bündnis mit Fahl und der Karmesin-Garde (zu dessen Verstärkung Tiste Andii (Bewohner Mondbruts) ausgeschicht wurden) gegen das Imperium geschlossen
      - Flickenseel wünscht sich, Mondbrut würde dieses Mal keinen Rückzieher machen und das Imperium durch seine Anwesenheit in Schach halten (Wunsch nach Frieden)
      - "Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit", die Abmachung zwischen Magiern und Soldaten der zweiten Armee, Soldaten schützen die Magier vor weltlichen Feinden, Magier schützen die Soldaten vor Magie
      - Flickenseel stellt fest, dass Dujek als letzter großer Stratege des Imperiums die einzige Stütze der zweiten Armee ist, Andeutung, dass die Loyalität im Zweifel bei ihm und nicht dem Imperium liegen würde
      - Dujekt offenbart, dass ein Kommando der Klaue auf der Jagd nach Fahls Magiern ist, zudem soll ein Angriff auf Mondbrut erfolgen
      - Nach Flickenseels Kenntnis wurde Dassem Ultor verraten und ermordet
      - Locke ist aus dem Reich der Sieben Städte, war ehemaliger Feind des Imperiums und im Konflikt mit Tayschrenn vor Aren


      Abschnitt 3 (S. 89 - 96)

      - Alle Hohemagier (Nachtfrost, Bellurdan, A'Karonys) dienten schon zur Zeit des alten Imperators
      - Flickenseel glaubt, die T'lan Imass wären nach der Ermordung des Imperators und der Treueverweigerung gegenüber der Imperatrix in der Jhag Odhan auf einen Feind gestoßen, der sie dezimiert hat
      - Flickenseel glaubt, in Dujeks Gesicht Erkenntnis (wie bei einem Dolchstoß in den Rücken) gesehen zu haben
      - Der Herr von Mondbrut stellt sich dem Kampf
      - Locke wird zerschnitten, Calot verbrennt, Nachtfrost wird von einem Dämon in Stücke gerissen, A'Karonys zerfällt zu Staub
      - Flickenseel stellt fest, dass der Angriff nicht von Mondbrut, sondern von der Ebene erfolgt ist
      - Tayschrenn lenkt die Magie von Anomander Rake auf die Ebene und vernichtet unzählige Soldaten
      - Mondbrut, schwer angeschlagen, entfernt sich von Fahl
      - Flickenseel muss sich der stummen Anklage der leeren Rüstungen auf der Ebene stellen (Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit)


      Abschnitt 4 (S. 96 - 101)

      - Flickenseel vermutet, dass Leida gefährlich ist
      - Flickenseel spricht mit Locke, Vermutung, dass Tayschrenn sie während des Angriffs auf Mondbrut angegriffen hat
      - Der Schnelle Ben behandelt Locke magisch, dieser verstirbt
      - Die Brückenverbrenner schließen einen Handel mit Flickenseel gegen Tayschrenn ab
      - Flickenseel soll einen eingewickelten Gegenstand vor Tayschrenn verbergen


      Abschnitt 5 (S. 101 - 104)

      - Leida erweckt allgemeines Unwohlsein bei den Brückenverbrennern
      - Ihr nächster Befehl soll die Brückenverbrenner nach Darujhistan führen

      Don't tell me how to lead my world
      The dearest god sees it all

      Dieser Beitrag wurde bereits 19 mal editiert, zuletzt von Caffalor ()

    • Die Gärten des Mondes [Gardens of the Moon]

      Kapitel 2 (S. 66 - 111)

      Abschnitt 6 (S. 104 - 111)

      - Unmut über das Vorgehen des Imperiums mit der zweiten Armee macht sich breit
      - Flickenseel war die Geliebte von Mock (Herrscher über Mocks Feste in Malaz, ermordet von Tanzer und Kellanved)
      - Auswirkungen der Magie des Schnellen Ben: eine Seelenwanderung von Locke aus seinem Körper in den einer Marionette (eingewickelter Gegenstand)
      - Flickenseel legt das Fatid (Drachenkarten): Ritter des Dunkels als zentrale Gestalt (Darstellung halb männlich, halb Drache, schwebender Schatten im Hintergrund); Beteiligung von Oponn (Zwillinge des Zufalls), zwischen den Zwillingen rotiert eine Münze; Flickenseel beendet das Kartenlegen an dieser Stelle
      Vorsichtshalber Ende des Buchs
      Eigentlich recht offensichtlich, dass der schwebende Schatten Mondbrut ist. Der Ritter des Dunkels als Herr über Mondbrut

      - Flickenseel hört eine sich drehende Münze; Flickenseels Gefühl, der Ritter des Dunkels könne Erlösung bringen
      Don't tell me how to lead my world
      The dearest god sees it all

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Caffalor ()

    • Über weitere Mitleser würde ich mich immer freuen. (Wird sich sowieso alles deutlich länger ziehen, als es ohnehin schon veranschlagt war. Komme trotz großer Motivation nur sehr gemächlich voran.)
      Davon aber abgesehen, wie parat ist die Geschichte bei dir noch? Hätte da nämlich mal ein oder zwei Fragen. :D
      Don't tell me how to lead my world
      The dearest god sees it all
    • Das wäre super, von meiner Seite aus wäre ich auch schon mit Spekulationen zufrieden. :D

      Vorsichtshalber mal im Spoiler, bitte bedenken, dass ich erst bei "Im Sturm des Verderbens" bin.
      Spoiler anzeigen

      Was mich mit fortlaufender Serie immer weiter stört, ist das Vorgehen von Ammanas und Cotillion ganz am Anfang von Gärten des Mondes. (Über das Buch wird zwar gesagt, dass es als Beginn doch einige Unstimmigkeiten gibt, allerdings würde ich trotzdem gerne versuchen, dass irgendwie auf die Reihe zu bekommen)

      Ganz Am Anfang übernimmt Cotillion das Fischermädchen um sich in ihrer Person in die malazanische Armee dem Heer von Dujekt anzuschließen und in die Nähe der Brückenverbrenner und Genabackis zu kommen. Soweit so gut. Ammanas, der die Schattenhunde auf die Kavallerie hetzt, wirkt im Verhältnis zu dem Charakter, den man später im Buch kennenlernt, aber viel zu unüberlegt. Sogar Cotillion weißt darauf hin, dass es die Dinge nur erschwert, lässt im selben Atemzug aber den Vater des Mädchens leben. Das alles sorgt für immenses Aufsehen, dass das Imperium auf die Spur der beiden bringt. Inwiefern das dem eigentlichen Plan, Laseen zu stürzen, wie er anfangs zumindest noch besteht, nützt, weiß ich dabei nicht. Überhaupt wird mir hier nicht klar, wie das Alles zum Sturz von Laseen führen soll, der ja ausdrücklich die Intention hinter dem Vorhaben war. Die ganze Geschichte der Rache an Laseen passt zwar zu Ammanas und Cotillion, wirkt in sich aber nicht richtig stimmig.

      Später deutet Cotillion gegenüber Crokus ja an, dass es deren Plan besser passt, wenn Darujhistan eine freie Stadt bleibt und dass es Ziele dahinter gegeben hätte/ geben würde. Letztlich bleibt er aber sehr wage. Auch hier stehe ich etwas auf dem Schlauch.

      Es wird erwähnt, dass es möglich gewesen wäre, dass Cotillion in Form von Leida an der Seite der Brückenverbrenner sein wollte, wenn es gegen die Pannionische Domäne geht, ebenso wird erwähnt, dass es auch das Ziel hätte sein können, dass Leida an der Seite von Fiedler steht wenn es nach Lether geht. Das alles aber nicht von Cotillion oder Ammans bestätigt sondern lediglich Vermutungen von einzelnen Charakteren.

      Um also zur Frage zu kommen: Was sollte der ganze Kram am Anfang von Gärten des Mondes? ?(
      Don't tell me how to lead my world
      The dearest god sees it all
    • Spoiler anzeigen
      Das ist jetzt auch nur Vermutung.
      Zum einen ist Schattenthron teilweise sehr naja labil/instabil. Was daran liegen könnte ,dass das Schattengewirr ja auch nicht vollständig ist. Er zeigt schon teilweise wahnsinnige Züge. Hm Leida/Apsalar/Cotillion war ja bei den Brückenverbrennern schon in einer vorteilhaften Position. Wenn man bedenkt welchen Einfluss, die Brückenverbrenner auf den Verlauf der Geschichte haben. Letztlich wird durch sie (Kalam) ja auch erst diese Revolution/ der Wirbelsturm in Genabackis ausgelöst. Ich könnte mir vorstellen, dass sie sicher gehen wollten, dass sie in der Nähe sind um entweder einige von ihnen zu töten oder auch zu retten. In diese Richtung gibt es ja Ereignisse (will da gerade nichts spoilern, weil ich mir des Buches nicht mehr sicher bin). Letztlich vermute ich, dass es darum ging Paran zu töten der ja nur durch Oponns Intervention gerettet wurde. Deshalb das Massaker um die Spuren zu verwischen. Viellecht wollte er auch die Mandanta oder Tayschrenn töten
      Wie gesagt, sind aber auch nur Vermutungen.
    • Zunächst vielen Dank dafür. Klingt durchaus plausibel und deckt sich auch mit Informationen aus den Büchern, soweit ich weiß, es wirkt nur irgendwie nicht so richtig rund, mMn. Ich will das auch gar nicht zu weit auswalzen, da es letztlich wohl nicht sehr weit führt, aber
      wohl zu allen mir bisher bekannten Büchern

      der Plan schien zunächst zu sein, dass Cotillion weiterhin Kontrolle über Leida/Apsalar behält. Für alles andere hat Shattenthron zu viel geopfert bzw. der Verlust von zwei Schattenhunden für einen Bluff wäre glaube ich wirklich kein Fehler, den er macht. Der Plan, Leida im Reich der Sieben Städte einzusetzen müsste also erst danach gekommen sein oder die Reserve gewesen sein für den Fall, dass das eigentliche Vorhaben nicht funktioniert.
      Dazu kommt, dass die Rebellion wohl auch ohne Apsalars Reise zurück nach Hause ausgebrochen wäre. Ob Fiedler dabei gewesen wäre, wahrscheinlich nicht, aber Kalam wäre nach den Geschehnissen so oder so ins Reich der Sieben Städte gezogen und hätte wahrscheinlich die Rebellion ausgelöst (Wobei es ihn wahrscheinlich nichtmal gebraucht hätte).
      Auch wirkt zumindest das Verhältnis von Schattenthron und Cotillion zu Tayschrenn soweit in Ordnung. Nicht unbedingt mehr Freunde, aber zumindest keine Feinde. Überhaupt hat Cotillion ja so ziemlich alles getan, damit Leida nicht akzeptiert wird und in den Brückenverbrennern eben keine Familie findet, sagt er ihr glaube ich auch selber später.

      Das eigentliche Vorhaben, Paran zu töten, könnte hingegen wirklich passen. Zumindest erwähnt Schattenthron später ja selber, dass er einen Herrn der Drachenkarten lächerlich findet, und da man nicht wirklich weiß, wie weit die vorausplanen und wie viel sie wussten, was passieren würde...nun, es wäre tatsächlich die Möglichkeit, mit der ich mich am ehesten anfreunden würde. Allerdings enthält auch die sehr viele wenns und abers.

      Und ja, Schattenthron ist verrückt, allerdings wirkte, von seinem Auftreten in "Die Gärten des Mondes" abgesehen, der Wahnsinn immer so, als würde er einem System folgen, als wäre es letztlich alles durchdacht. Außerdem schafft er es ja auch, aus jeder Situation die sich kurzfristig nicht zu seinen Gunsten entwickelt, letztlich einen Vorteil zu ziehen. Ich sehe einfach das gesamte Vorgehen nicht als wirklich passend.

      So viel dazu, dass ich das nicht zu weit auswalzen wollte. :D
      Don't tell me how to lead my world
      The dearest god sees it all