Bram Stoker

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Bram Stoker

      bram stoker ( 1847-1912 ) gilt als schöpfer der bekanntesten horrorgestalt,
      dem vampirgrafen dracula. (als jugendlicher sah ich christopher lee, den parade-
      dracula in der 1.hammerverfilmung und hab mich echt gegruselt. )
      vorher war das vampirbild in der literatur recht unklar, nun bekam es kontur, seine bekämpfung
      ihre regeln...
      stoker ist auch als mensch sehr interessant, so war er als kind sehr krank,die heilung galt als wunder, versuchte
      sich in einigen berufen, er heiratete, war vater, kannte wilde, doyle etc. und schrieb....

      folgende bücher habe ich von stoker, der angeblich aus zensurgründen, vieles nur andeutete:
      * dracula (1979, heyne tb. übersetzer: wulf h.bergner) 1897 erstmals erschienen... :thumbup:
      über 30x verfilmt, in tagebuchform, ein klassiker durch & durch...
      * das schloss der schlange (1980 (?), bastei, tb. ü: ingrid rothmann)
      1911 als letztes stoker buch erschienen. es geht um draculas weibliches gegenstück.
      * das geheimnis des schwimmenden sarges (1982, bastei, tb. ü.ingrid rothmann ) :thumbsup:
      von 1909 ist sicher stokers sinnlichstes werk. auch hier wählte stoker die tagebuchform...
      * die sieben finger des todes (1981, bastei, 1981, tb. ü: ingrid rothmann ) ;)
      1903 veröffentlicht kreist dieses buch um die damals beliebte mumien-thematik.


      was bedeutet euch stoker und dracula ?? welche ausgaben habt ihr gelesen :?:
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:

      The post was edited 1 time, last by jörg wald ().

    • jörg wald wrote:

      was bedeutet euch stoker und dracula ??

      Das wird sich aus bekannten Gründen noch rausstellen, dann mehr dazu ^^

      Die Filmfigur hat natürlich auch ihren Reiz.

      Ob Nosferatu mit Max Schreck oder die mMn geniale Verfilmung mit Gary Oldman. Es gibt da wirklich einige tolle Filme.

      Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


    • Dracula ist eine der wichtigsten Gestalten der gesamten unheimlichen Literatur...sein Erbe besteht heutzutage leider nur noch aus "Ich liebe Dich , obwohl Du spitze Eckzähne hast"-Schmonzetten, die den gesamten Vampirmythos zu Tode reiten...

      Ich habe von Bram Stoker bislang lediglich einen Band mit (sehr guten) Kurzgeschichten gelesen..."Im Haus des Grafen Dracula" hieß es...

      Nichts desto trotz ein absoluter und äußerst wichtiger Klassiker!
    • Dracula = das Buch ein Muss und die guten alten Hammer Filme :thumbsup:

      Das Schloss der Schlange = die Geschichte ist schon abgedreht, wobei mir die Verfilmung -Der Biss der Schlangenfrau- besser gefällt.

      Das Geheimnis des schwimmenden Sarges = die Geschichte liegt noch in einer Bücherkiste, kommt bald dran...lieber spät als nie.

      Die sieben Finger des Todes = ein weiterer Stoker Klassiker, ich liebe diese Geschichte! Auch die beiden Verfilmungen -Das Grab der blutigen Mumie- aka -Blood from the Mummy's Tomb- von Hammer Films + -The Awakening- :thumbup: mit Carlton Heston (Grusel, Grauen, Gänsehaut)

      Seltsam? Aber so steht es geschrieben …

    • Ich würde DRACULA schlicht als Einstiegsdroge sehen. Kann mich noch daran erinnern, als Kind zuerst mal Samstagnacht mit den Eltern die Verfilmung mit Bela Lugosi gesehen zu haben (da war ich glaube ich 9 oder 10 Jahre). Nosferatu kam etwas später und dann natürlich die Filme mit Christopher Lee. Vieles davon steht jetzt als DVD bei mir im Archiv. Mit dem Roman DRACULA wurde ich seiner Zeit, so Mitte der 80er Jahre dann aber nicht wirklich warm. Das mag aber durchaus am Schreibstil von Stoker liegen, wenn da wohl auch das eine oder andere geglättet worden sein könnte.
      Einen Gentlemen erkennt man daran, das er einer Frau über der Kloschüssel die Haare hoch hält, bevor er selber anfängt zu kotzen.

      Ich tauge wohl nicht zum US-Präsidenten, denn mich würde es täglich in den Fingern jucken, den ultimativen roten Knopf zu drücken.

    • dracula gibt es in etlichen ausgaben, bestimmt 30 aktuell verfügbaren,
      andere stoker-werke jedoch sind schwer zu bekommen.
      über dracula gibt es aktuell etliche bücher in deutsch, über
      seinen schöpfer eine biographie in einem kinderbuchverlag mit 5 weiteren
      phantastischen autoren...

      deshalb war meine frage welche dracula-ausgabe ihr kennt ?
      oder habt ihr andere romane und stories von ihm ?
      dracula ist pop, er hatte seinen auftritt in "buffy" und in der
      sesamstrasse ist graf zahl ein kindgerechter adliger vampir...
      "hin und wieder kitzelt mich das leben!"
      jörgs bücher des jahres 2019 :thumbup:
    • Ich muss sagen das ich "Dracula" noch nicht gelesen hab^^
      Steht aber noch auf der Liste.
      Stimmt Dracula findet man tonnenweise Ausgaben, hab vor einiger zeit nach anderen Werken gesucht, aber recht weinig gefunden.
      Hatte in der Hörspielreihe "Gruselkabinett" einige seiner Kurzgeschichten vertont gehört und fand die sehr gut.
      Besonders "Das Haus des Richters" fand ich gut.
      “There are not many persons who know what wonders
      are opened to them in the stories and visions of their youth; for when
      as children we learn and dream, we think but half-formed thoughts, and
      when as men we try to remember, we are dulled and prosaic with the
      poison of life.”
      -H. P. Lovecraft
    • Von Stoker habe ich:

      Dracula (Insel TB)

      Im Haus des Grafen Dracula (Insel TB)

      Die sieben Finger des Todes (bastei Lübbe TB)

      Bei Bastei Lübbe gab es in den achzigern zwei schöne Horror Reihen: Die "Horror Bibliothek" und "Phantastische Literatur".

      Bei Ebay oft günstig zu ersteigern...

      Grüße!
    • Dracula von Stoker gelesen.

      Buch vom Bastei Verlag von 1993.
      Eine neu erstellte, Orginalgetreue Übersetzung laut Text.

      Die Geschichte ist ja in Form von Tagebucheintragungen,Briefen und Zeitungstexten (verschiedene Personen wechseln) geschrieben.Hat man sich an den Stil erst gewöhnt macht es einfach Spass es zu lesen.
      Alt aber Zeitlos.
    • Ich bin jetzt mit "Dracula" fast durch. Das Buch ist wirklich wesentlich besser, als ich gedacht hatte. Ich bin eigentlich kein Vampir-Fan und da das Buch mit über 500 Seiten auch nicht gerade ein Leichtgewicht ist, habe ich lange einen Bogen darum gemacht. Aber ich war dann doch wirklich positiv überrascht. Es ist sicherlich teilweise etwas sperrig zu lesen aufgrund des Stils, dieser bietet jedoch auch seine Reize und die Übersetzung ist dabei wirklich sehr gut.

      Der Anfang war schon ein wenig schwierig, muss ich sagen, denn der erste Teil, in dem Jonathan Harker den Grafen besucht, war nur spannend. 100 Seiten pures Lesevergnügen. Danach beginnt jedoch ein langer Abschnitt, der die Zeit in England beschreibt, während Harker unterwegs ist. Dies ist zwar auch interessant und wichtig für den späteren Handlungsverlauf, jedoch nicht im Ansatz so spannend wie der eigentliche Anfang. Da musste ich mich dann schon etwas durch beißen, der Anreiz ist allerdings der Verbleib von Harker. Denn dieser wird zunächst gar nicht mehr erwähnt und man will unbedingt wissen, was aus ihm nun wurde.
      Die Episode mit Lucy, Dr. Seward und Van Helsing zieht sich teils auch etwas, aber richtig langweilig wird es nie. Man hat eigentlich beim lesen immer das Gefühl, dass da noch etwas kommt und so ist es dann eigentlich auch immer. Stoker weiß definitiv spannend zu schreiben und den Leser konstant bei der Stange zu halten, indem er Akzente setzt und immer wieder kleine Höhepunkte vorkommen.
      Ich werde das Buch am Wochenende durch lesen und bin schon auf das Ende gespannt. Auf jeden Fall ein Klassiker, der sein Prädikat zu Recht trägt. Hut ab!

      Im Anschluss wartet dann direkt "Draculas Gast", was eine Art Prequel zu "Dracula" sein soll, wenn ich korrekt informiert bin.
    • Bin mit "Dracula" durch. Obwohl ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte bzw. die generelle Tendenz der Geschichte noch etwas düsterer hätte sein können, bin ich doch vollauf zufrieden mit der Lektüre und kann nur jedem Phantastik-Freund raten, dass Buch einmal zu lesen. Gelesen habe ich übrigens die Übersetzung von Karl Bruno Leder aus den 60er Jahren, die absolut klasse ist. Der Text behält seine Altertümlichkeit und seine Besonderheiten, ohne das er sich stockend liest. Das zeigt mir, wo ich gerade mit der Wallace-Übersetzung ein gutes Negativbeispiel an der Hand habe, dass es auch vor 50 Jahren schon möglich war, alte Texte lesbar und gut zu übersetzen, so man denn wollte.
      Zwei Mankos hat Stokers Geschichte aus meiner Sicht. Zum einen wirkt die Interaktion der Protagonisten aus heutiger Sicht arg übertrieben. Da wird viel geweint und geschworen, Gefühlsausbrüche am laufenden Band. Die Männer sind durchweg edelmütige Gentleman, die Frauen liebreizend und von ebenso edlem Gemüt. Dies wirkt teils doch sehr dramatisch und, ja, unrealistisch. Einfach sehr übertrieben und aufgesetzt aus heutiger Sicht. Dies wird aber wohl dem literatischen Stil der Zeit geschuldet sein oder vielleicht hat man in bestimmten Gesellschaftsschichten im viktorianischen England tatsächlich auch solchen Umgang mit einander gepflegt.
      Kritikpunkt Nummer zwei ist die schon an Fanatismus grenzende Fixierung auf die christliche Religion. Es wird munter drauf los gebetet und gefleht und den Untoten ist nur mit geweihten Gegenständen bei zu kommen. Sicherlich, dies gehört mit zum Mythos den Stoker erschaffen hat und ist heute untrennbar mit Vampiren verbunden. Aber wer das Buch gelesen hat, wird wissen, was ich meine. Jemandem wie mir, dem Religion nichts bedeutet, wird es zwangsläufig auffallen. Das kann man sicherlich gut überlesen, aber dann und wann nervte es trotzdem, wenn einer der Charaktere auf einer einzigen Seite dann zum vierten Male den Allmächtigen um Beistand bittet. Irgendwann ist auch mal gut. Aber möglicherweise war auch dies in England zu früheren Zeiten einfach so, als ich letztes Jahr zum ersten Mal "Robinson Crusoe" von Dafoe las, fiel mir das auch schon auf.

      Dennoch bleibe ich bei meiner Einschätzung: "Dracula" ist zu Recht ein Klassiker und für Genre-Fans Pflichtlektüre. Einige Längen hat das Buch wohl. aber bei über 500 Seiten, welche vor über 100 Jahren verfasst wurden, ist das Buch beinahe ein Reißer. Zumindest die finale Jagd auf den Grafen hat Thriller-Charakter.

      *Achtung Spoiler*
      Direkt im Anschluss habe ich die Kurzgeschichte "Draculas Gast" gelesen, von der ich aber sehr enttäuscht war. Um sie einordnen zu können, muss man die Hintergründe kennen. Die Geschichte spielt in München und handelt von einem (nun namenlosen) Engländer, der in der Walpurgnisnacht trotz mehrfacher Warnung einen Friedhof aufsucht und dort dann Schrecken erlebt. Er wird gerettet und überlebt, aber nur durch briefliches Geheiß des Grafen Dracula, der ihn als Gast erwartet, wie man zum Ende erfährt.
      Liest man die Geschichte einfach so, fragt man sich, was das soll, denn es ergibt keinen Sinn. Die Geschichte hat kaum 20 Seiten und hat keine Pointe. Dies kommt daher, dass es sich eigentlich um eine Einleitung zum Roman "Dracula" handelte, die Stoker im Nachgang heraus genommen hat, da sie nicht mehr ins Konzept passte. Statt dessen veröffentlichte er sie als eigene short story. Der namenlose Engländer ist also niemand anderes als Jonathan Harker persönlich, der Mann, mit dem in "Dracula" alles beginnt. Tatsächlich wird im Roman auch mehrfach erwähnt, dass Harker sich nun "von den Schrecken der Walpurgisnacht erholt" habe. Dies überliest man als Randnotiz einfach, den SInn versteht man jedoch erst, wenn man "Draculas Gast" kennt. Etwas inkonsequent von Stoker, dann nicht auch einfach die Anspielungen auf den alten Anfang des Buches zu streichen und die paar Seiten einfach einzumotten, denn als eigene Geschichte taugen sie nichts.