Posts by Perrish

    Vielleicht kannst du wenigstens die eine Buchhandlung "retten" Windir . Meine Buchhandlung ist auch nicht so groß, aber wichtige aktuelle Veröffentlichungen haben sie immer da. Stephen King müsste ich nicht vorbestellen, gibt immer einige Exemplare wenn was neues kommt und Der Astronaut von Andy Weir konnte ich auch direkt mitnehmen. Alles andere bestellen sie normalerweise innerhalb eines Tages. Für mich ist die Überschaubarkeit eigentlich eher ein Vorteil, sonst könnte ich mich garnicht entscheiden 😁

    Ist ja die Frage, wer Vernunft definiert.

    Wahrscheinlich der selbe, der Normal definiert hat.

    Die Definition ist garnicht so wichtig, sondern was die Gesellschaft darunter versteht. In Saudi Arabien sind schwere Strafen für Homo Sexualität normal, es ist daher vernünftig sich nicht zu outen. Eigentlich braucht es wohl keiner weiteren Erläuterung, um die Gefahr dieses Prinzips zu verdeutlichen. In unserer Geschichte findet sich ein noch krasseres Beispiel. Man kann immer nur an Besonnenheit, Respekt, Solidarität und Toleranz des einzelnen appellieren und darauf hoffen, dass diese Werte die Gesellschaft prägen, in der man lebt. Dann können die meisten für sich selbst bestimmen, was normal und vernünftig ist ohne dafür behelligt zu werden, solange niemand weiteres dadurch Einschränkungen hinzunehmen hat.

    Windir

    Such dir einen schönen Buchhandel vor Ort! Die persönliche Betreuung ist nett, seit sie mich einschätzen können bekomme ich gute Empfehlungen und es gibt immer einen kleinen Plausch. Was nicht auf Lager ist wird (sofern lieferbar) bei Bestellung bis 16:00 Uhr bis zum nächsten morgen beschafft, sogar liefern würden sie aber dafür stöbere ich zu gern. Und nebenbei unterstützt man die regionale Wirtschaft.

    Dann wünsche ich dir viel Spaß mit dem Marsianer. Ich hatte das Ding in einer Nacht durch, weil ich einfach nicht aufhören konnte 😅

    Das Buch ist wirklich toll, obwohl ich ungefähr wusste, wie es abläuft war es extrem spannend. Da ich zuerst den Film gesehen hatte waren natürlich die Gesichter der Schauspieler mit den Figuren verknüpft aber das hat mich nicht gestört. Finde auch immer noch, dass der Roman gut adaptiert wurde, ziemlich vorlagengetreu wenn ich mich recht entsinne. Der Humor ist wirklich überragend. Es macht viel Spaß die Werke von Weir zu lesen.


    Vom Stil ähnlich, ist Artemis etwas "konventioneller". Es sind mehrere Personen unmittelbar beteiligt an der Handlung, die ich als Wirtschaftsthriller auf dem Mond bezeichnen würde. Die Protagonistin ist mit dem typischen sarkastischen Humor ausgestattet und es ist spannend sie zu begleiten, würde ich ohne Bedenken empfehlen.

    Diese wissenschaftsbasierte Sciencefiction kombiniert mit dem genialen Humor gefällt mir hervorragend, bin schon gespannt, wohin Weirs nächster Ausflug in den Weltraum führen wird. Es wird echt schwer dieses Niveau zu halten.

    Habe den Marsianer auch bestellt, obwohl der mich erst nicht so gereizt hat, weil ich den Film gesehen und für sehr gut befunden habe. Nach deinem Edit werde ich den aber auch im Anschluss lesen. Da kommt mir zudem mein komisches Menschenhirn mit wenig Speicherplatz zugute, sehr konkret sind meine Erinnerungen nämlich nicht mehr. Zuerst aber Artemis.



    Bin gespannt auf die Verfilmung, hoffentlich wird das Werk ähnlich gut wie Der Marsianer. Werde mich melden, wenn ich das Buch gelesen habe, bin nun doch ziemlich neugierig. Romane von Weir werden ab jetzt jedenfalls prinzipiell vorbestellt.

    DER ASTRONAUT von Andy Weir beendet.

    Es war doch anders als erwartet, (...)

    Dieses Problem hatte ich nicht, da ich keine Erwartung hatte. Habe eben die letzten Seiten gelesen und es hätten ruhig noch ein paar (hundert) mehr sein dürfen. Es hat mir sehr gefallen und war super zu lesen, der gut dosierte Humor hat genau meinen Geschmack getroffen. Interessante Figuren, gute und vor allem wissenschaftlich unterfütterte Story, und abgesehen von der drohenden Apokalypse keine Gewalt. Trotzdem Spannung und Dramatik. Habe mir direkt Artemis von Andy Weir in meiner Lieblingsbuchhandlung bestellt.

    Wenn der Mensch ein gesundes Maß kennen würde hätte er aufgrund seiner Fähigkeit zur Empathie tatsächlich die Möglichkeit eine würdige Krone der Schöpfung zu sein. In der uns bekannten Geschichte der Alpha Predatoren auf dem Planeten stellen wir mit unserer kognitiven Leistungsfähigkeit alles in den Schatten. Umso seltsamer, dass wir uns trotzdem ständig selbst bedrohen. Wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen und wissenschaftlich arbeiten sehe ich viel Potential uns nicht umzubringen. Rücksicht und Solidarität wären gute Ergänzungen aber die Ansicht hat sich leider noch nicht durchgesetzt. Wir bräuchten eine "Sophokratie" aber das ist unrealistisch, also müssen wir uns wohl alle etwas zusammenreißen 😋

    Was für unfassbare Bilder aus Westdeutschland (und Belgien), es verschlägt einem die Sprache eine solche Katastrophe in unmittelbarer Nähe zu sehen. Solchen Naturgewalten hat der Mensch nichts entgegenzusetzen, in Nordamerika sterben die Leute an der Hitze. Zu sehen wie ein Ortsteil vom Wasser fortgespült wird ist kaum vorstellbar trotz der Aufnahmen und immer noch wird um die Talsperren gekämpft. Die Zahl der Opfer und derer, die alles verloren haben ist schwer zu realisieren. Es spielen sich täglich solche Dramen ab - aber meistens in anderen weit entfernten Regionen. Ich kann nicht leugnen, dass die räumliche Nähe die Bedrohlichkeit verstärkt. Es gibt keine Alternativen zu einer wissenschaftsbasierten ernsthaften Klimapolitik, das Thema wird schon viel zu lange ignoriert.

    Nun ja, ich will da ja jetzt nicht klugscheißen, aber das mal von "Europa angestrebte" ist ja auch längst in der Realität umgesetzt worden, egal ob mit "christlichen" Wertvorstellungen oder nur aus reinem Machtanspruch und Profitsucht.

    Ich stimme dir zu und will dir nicht widersprechen, aber mir ging es in dem Fall um die Unterdrückung ursprünglicher Völker und die Ausbeutung von Menschen. Dazu gehörte auch ihnen die "richtige Religion" zu oktroyieren, wobei es natürlich um Macht ging. Mittlerweile sind die meisten Europäer nicht mehr bestrebt die Welt gegen ihren Willen zu kolonialisieren. China geht da momentan sehr geschickt vor, indem sie wirtschaftliche Abhängigkeiten schaffen, während Europa es verpasst Beziehungen auf Augenhöhe zu knüpfen. Der europäische Einfluss hat jedenfalls deutlich abgenommen.

    Immerhin sind zumindest einige Länder hier bemüht eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einzunehmen aber dieses Thema hatte ich hier nicht im Sinn. Deine Überlegungen teile ich aber.


    jörg

    Deine Frage kann ich dir nicht wirklich beantworten, weil ich meistens nicht plane, was ich lese und daher auch nicht informiert bin was erscheinen wird. Das einzige, was definitiv immer gekauft wird sind deutschsprachige Veröffentlichungen von King.

    Besonders freue ich mich auf eine Sammlerausgabe zusammen mit seinem Sohn Joe Hill, signiert von beiden Frank Festa 😆

    und weiter gehts mit einem meiner lebens-themen: indianer oder erste amerikaner,

    wie ich sie gerne nenne.

    Erste Amerikaner ist auf jeden Fall besser und treffender 👍

    Auch wenn Eingriffe in unsere Sprache hier ein unbeliebtes Thema sind ist der Begriff "Indianer" einer, der den Native Americans von den Europäern übergestülpt wurde, zudem basiert er auf der leichten Fehleinschätzung Columbus'. Ähnlich verhält es bei den Inuit, die hier "Eskimo" genannt werden.


    Es sind Nachwirkungen der Zeit als Europa anstrebte den ganzen Planeten zu unterdrücken und auszubeuten mit den "christlichen Werten" im Gepäck, um den Bogen zum Thema zu schlagen. Erst kürzlich gab es Berichte über Massengräber von indigenen Kindern in den USA und Canada, bei denen die Bekehrung wohl etwas übertrieben wurde.

    Slayer

    Mich würde interessieren, was die Intention deiner Kritik ist? Du machst keine konstruktiven Vorschläge, sondern unterstellst jörg eine Überschätzung der "Sprachkenntnisse der Forenmitglieder". Erstens ist das sehr pauschal, da sicherlich viele User der englischen Sprache mehr oder weniger mächtig sind. Zweitens hat jörg hier lediglich in diesem Autorenthread eine interessante Information zur Verfügung gestellt und diese mit einem passenden Video ergänzt, welches im Originalton vorliegt.


    Was hätte er tun sollen, um einen Beitrag zu verfassen, der dich zufriedenstellt? Eine Übersetzung anfertigen? Oder ganz auf den Beitrag verzichten und allen die Neuigkeit zu F. Paul Wilson vorenthalten? Meines Wissens nach hat er niemanden gezwungen seinen Post zu lesen.

    Stockerlone

    Falls du dein Postfach nutzen kannst kannst du bei Olaf wahrscheinlich auch per Mail bestellen, oder direkt ein Abo für die CDG Reihe abschließen. Der ist da recht flexibel. Langsames Internet kenne ich leider, meine Hoffnung liegt auf einem Glasfaserkabel aber die Einrichtung zieht sich.

    Procyon Genau die beiden Serien hatte ich mir als letzte rausgesucht - von Sweet Tooth begeistert und schwer erschüttert davon, dass die Staffel plötzlich vorbei war und bei Katla hänge ich bei der dritten Folge. Werde ich aber irgendwann zuende schauen denke ich. Jedenfalls kann ich deinen Beitrag sowas von komplett unterschreiben, dass es mich ziemlich amüsiert.

    Bin seit gestern auch zweimal geimpft, in zwei Wochen sollte dann der volle Schutz bestehen. Dieses mal habe ich glücklicherweise nichts gemerkt, scheint aber wohl typisch zu sein.


    Mittlerweile lassen scheinbar viele ihre Termine verfallen weil die Lage entspannt erscheint, am Impfstoff sollte es mittlerweile in den seltensten Fällen mangeln. Immer wieder erstaunlich wie kurzsichtig manche Menschen handeln. Jedenfalls gut, dass die Impfkampagne läuft, das macht Hoffnung, dass die Zahlen Richtung Herbst nicht mehr so stark ansteigen werden und die Masken dann vielleicht ausgedient haben.


    Wie man es völlig vergeigt demonstriert aktuell die UEFA vor allem in Ungarn, Russland und Großbritannien. Bei letzteren explodieren die Zahlen - trotz hoher Impfquote. Über 25.000 neue Fälle auf der Insel und die packen zigtausend Leute in ein Stadion und lassen sie danach in überfüllten Pubs feiern. Finnische Fans haben Corona aus Russland nach hause mitgebracht, tausende Schotten aus England. Karl Lauterbach hat meiner Meinung nach recht, wenn er der UEFA die daraus zwangsläufig resultierenden Todesfälle anlastet.

    Natürlich hat jeder Einzelne eine Verantwortung, doch die Pandemie hat bewiesen, dass ein Teil der Menschheit einfach unsolidarisch und dämlich ist. Dass man die Verbreitung der mutierten Virusvarianten in dieser Situation durch eine paneuropäische Fußball EM in dieser Form forciert ist Wahnsinn und Irrsinn. Immerhin lässt das keinen Zweifel, dass es beim Profifußball um nichts - absolut überhaupt nichts - anderes als Profit geht, nicht dass das jetzt eine Überraschung wäre. Geld vor Gesundheit.

    Ich weiß garnicht, ob man so ein umfangreiches Buch überhaupt empfehlen kann. Mit den Gedanken bin ich immer noch bei Eines Menschen Flügel. Es beschäftigt sich mit so vielen Themen wie Gesellschaft, Moral, Gerechtigkeit, Besitz, Heimat, Natur, Umwelt, Individualität, Freiheit, Liebe. Wenn es um Handel, Industrialisierung, Wirtschaft, Politik oder Religion geht sieht man natürlich Parallelen zur Geschichte des Menschen und fragt sich, ob das besser anders gelaufen wäre.

    Das meinte ich damit, dass sich Eschbach irgendwie "mit Allem" auseinandersetzt und da ich immer noch darüber nachdenke hat es bei mir scheinbar Wirkung gezeigt. Es sind nicht unbedingt neue Erkenntnisse, aber er kann mit seiner alternativen Welt viel verdeutlichen, indem er es einfach fiktiv durchspielt.

    Danke Hahlebopp für deine Einschätzung, wird berücksichtigt bei der Wahl meines zukünftigen zweiten Eschbach-Romans!