Extreme (groteske) Filme

  • Ich hätte wirklich einen anderen Threadtitel nehmen sollen, weil dabei anscheinend alle an extreme Horrofilme denken. ^^

    "Cannibal Holocaust" ist ja einer der erklärten Lieblingsfilme von "Hostel"-Regisseur Eli Roth...aus diesem Grunde spielt CH-Regisseur Ruggero Deodato auch eine kleine Gastrolle bei "Hostel 2"... 8)

    Und jetzt hat Roth ja auch einen ähnlichen Kannibalenfilm gedreht, "Green Inferno".


    Den Regisseur von CH habe ich vor ein paar Jahren bei Weekend of Horrors gesehen, da hat er ein paar lustige Anekdoten über die Dreharbeiten von CH erzählt. Noch cooler fand ich aber Robert Englund.

  • "Irreversibel" kann ich nicht anschauen, der ist mir zu heftig.


    Aber "Enter the Void" finde ich genial. Ein ganz besonderer Film mit Niveau. Brauch man aber viel Ruhe beim schauen. Eignet sich nicht für einen Bierfilmabend mit Freunden.


    Die anderen habe ich noch nicht geschaut.


    LG

  • Gerade Menschenfeind ist ein Film, der wirklich nicht einfach zum Sehen ist, da sehr sehr viel aus dem Off gesprochen wird.


    Hier mal meine Wertung zum Film, ohne das vorangestellte Review:


    Ein Review für diesen Film zu erstellen war extrem schwierig, da der Film auch wieder mal so ganz anders daher kommt, als ein gewöhnlicher Film. Es ist fast ein Hörspielmonolog, der mit Bildern untermalt ist. Während des ganzen Films spricht die Hauptperson, von der wir noch nicht einmal den Namen kennen, aus dem Off zu uns. Und das in einer sehr rohen und brutalen Sprache, nie mit Aussagen hinter dem Berg haltend. Das ist das Besondere hier, und einen Monolog zusammen zu fassen, war nicht wirklich einfach.


    Wie ist dieser Film aber jetzt? Mir persönlich gefällt er sehr gut, auch wenn es Strecken gibt, die manchen Leuten einfach zu langatmig und langweilig erscheinen, aber gerade das macht diesen Film auch aus: Man begreift nur dadurch, dass der Schlachter ein absolut trostloses Leben führt. Einsam. Allein. Ohne Job. Ohne Geld. Ein Misanthrop. Irgendwie hasst er alles, sogar sich selbst, und bei der Darstellung kann man das sogar verstehen. Das kommt im Film nicht so ganz deutlich zur Geltung, was jetzt genau dort passiert oder nicht passiert ist. Ist die einzige Kritik am Film, die ich habe.


    Phillipe Nahon ist hier eine sehr gute Besetzung. Man sieht ihn auch in Irreversible (siehe andere Filmkritik hier in diesem Forum), als er nackt neben Marcus in einem trostlosen Raum sitzt, vielleicht sogar in einer Art Gefängnis. Das verbindet beide Filme, wobei "Menschenfeind" als erstes gedreht worden ist. Andere Schauspieler sind nur von sekundärer Bedeutung. Die Geräusche des Films sind ebenso spärlich. Neben einzelnen Gongschlägen und dem Schuss! gibt es nur zwei Musikstücke, die im Film zu hören sind. Davon ist eins die dem Bolero
    nicht unbedingt unähnliche absolut passende Titelmelodie. Fast schon militärisch. Das andere Stück wird in dem LKW gespielt. Sonst ist der Film musikfrei, was schon sehr ungewöhnlich ist.


    Wie wertet man aber sowas? Mir hat der Film sehr gut gefallen. Und ja, er bekommt von mir auch die Höchstpunktzahl. Hier glaube ich sogar fast noch eher, dass es Menschen gibt, die damit gar nichts anfangen können. Denn es ist kein einfach aufzunehmender Film, der schon aufgrund der ellenlos lang erscheinenden Dialoge aus dem Off bestimmte Ansprüche an die auditive Wahrnehmung seines Betrachters erhebt, obwohl es ein Film ist. Und gerade deshalb gefällt er mir.

    Rezensionen im Blog...
    Festa-Sammlung im Forum
    "Ihr seid Ka-tet, eins aus vielen. So wie ich. Wessen Ka-tet das stärkere ist, werden wir jetzt herausfinden müssen."

  • Ich habe "Menschenfeind" und "Irreversibel" vor ein paar Jahren hintereinander geguckt, da mir diese sehr empfohlen wurden. Beide Filme schocken extrem, "Menschenfeind" hat mir persönlich aber besser gefallen.
    Die Beschreibung "Hörspielmonolog" mit Bildern passt sehr gut. Dieser Stil liegt mir persönlich sehr, also wo viel durch Off-Kommentare und Bilder gesagt wird, wie bspw. auch sehr viel in "Taxi Driver" oder "Apocalypse Now". Ist sicherlich nicht jedermanns Sache, ich mag dies jedoch sehr und daher war ich von "Menschenfeind" auch sehr angetan. Generell sprach mich die extreme Negativität sehr an.

  • Dekkard: "Apocalypse Now" ist mal ein klasse Film. Hab den vor ein paar Jahren das erste mal gesehen, als er auf BD rauskam.


    Bin ja nicht so für (Anti) Kriegsfilme, aber der ist neben "Full Metall Jacket" einer der besten, welchen ich bisher gesehen hab.


    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


  • @ Alex:


    Ich finde den auch extrem geil, schaue ich eigentlich mindestens einmal pro Jahr. Ich kann allerdings verstehen, dass viele ihn als langweilig empfinden, denn er ist schon eher schwer zugänglich, denke ich. Mich überzeugt die elektrisierende, unheilschwangere Atmosphäre und halt der gesamte Erzählstil. Musik und Martin Sheen tun ihr übriges.
    "Full Metal Jacket" ist auch sehr gut, leider wird er ja von manchen Leuten nur auf den Ausbildungsteil reudziert, da dieser als lustig empfunden wird. Sehr gut finde ich auch "Platoon" von Oliver Stone. In einer Doku habe ich mal gesehen, dass dieser wohl in Veteranenkreisen als bester Vietnam-Film gilt. Zu empfehlen sind auch "Die durch die Hölle gehen" mit Christopher Walken und Robert De Niro sowie "Jacknife", wiederum mit Robert De Niro und daneben Ed Harris. Diese Filme sind ebenfalls eher schwer zugänglich, da sie wenig Action zeigen und eher auf Psychologie gehen. Ich finde sie gerade deswegen interessant, man muss sich aber Zeit nehmen.
    Ein ernstzunehmender Genre-Beitrag ist auch, man glaubt es kaum, der erste "Rambo". Ich habe mal die Buchvorlage gelesen und die ist wirklich bitter, dass greift der Film leider nur in Ansätzen auf und geht dann mehr auf Action. Trotzdem ist er sehr gelungen und zeigt bestimmte psychologische Prozesse in Soldaten und Bevölkerung.


    Gibt schon einiges im Genre, was sehenswert ist. Plakative Hurra-Machwerke wie "James Ryan" oder "Band of Brothers" gehören aber wohl sicherlich nicht dazu.

  • denn er ist schon eher schwer zugänglich, denke ich. Mich überzeugt die elektrisierende, unheilschwangere Atmosphäre und halt der gesamte Erzählstil. Musik und Martin Sheen tun ihr übriges.


    Martin Sheen ist da toll, aber nicht zu vergessen Marlon Brando, trotz eher kleiner Rolle. Gruslig die Szenen da in Kurtz' Hauptquartier 8|


    Ein ernstzunehmender Genre-Beitrag ist auch, man glaubt es kaum, der erste "Rambo".


    Bin absoluter Stallone Fan und daher etwas befangen, aber mit Rambo haste schon Recht.


    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


  • War ja auch mehr so gemeint, daß ich die meisten Stallone Werke geil finde und da eh nichts erwidern könnte.


    Bist aber manchmal auch ein Krümelkacker :P


    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


  • ist das nicht ein kleiner widerspruch?
    dich kotzen solche leute an, die sowas gucken, warst aber früher auch eifrig dabei, es selber zu gucken. :?:


    Oh Gott, wollt Ihr mit mir mal zum Fussball gehen ? SGE dritte Halbzeit ! Das ist Hard ! Da hab ich so ein paar Videos, aber das wollt Ihr nicht sehen :!: :!: :!:

  • Damit hab ich nüscht zu tun Dekkard


    :P


    Da kann ich ja gleich mal Öl ins Feuer gießen und an Stallone herum kritisieren. Habe neulich "Escape Plan" geschaut, hatte mich sehr drauf gefreut. Aber was für ein Murks, wirklich sehr schlecht. Wie siehst du das?

  • Hab ich noch bei der OFDb bestellt zusammen mit der BD von Zwei glorreiche Halunken, welche erst im Juni erscheint. Da das zusammen verschickt wird, kann ich dazu leider nichts sagen. Die Expendables Filme haben mir zumindest zugesagt und auch Shootout, auch wenn der nicht ganz so super war, aber so "Superduperhollywoodszeugs" hat Stallone ja eh nie gedreht ;) Mein Lieblingsrambo ist übrigends der letzte "John Rambo" :thumbsup:


    Mir gefällt zum Beispiel auch The Last Stand mit Arnold, obwohl den viele Scheiße finden.


    Hat bei mir aber viel mit Nostalgie zu tun ... :)


    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


  • Die Expendables Filme haben mir zumindest zugesagt und auch Shootout, auch wenn der nicht ganz so super war, aber so "Superduperhollywoodszeugs" hat Stallone ja eh nie gedreht ;) Mein Lieblingsrambo ist übrigends der letzte "John Rambo" :thumbsup:


    Mir gefällt zum Beispiel auch The Last Stand mit Arnold, obwohl den viele Scheiße finden.


    Hat bei mir aber viel mit Nostalgie zu tun ... :)


    Ich bin auch mit Arnie, Sly und Dolphi aufgewachsen, insofern ist es bei mir nicht anders. Für mich demontieren aber schlechte Machwerke eher das Bild, als das ich mir diese wohlwollend ansehen kann. "Shootout" war ok, aber hätte man sich auch sparen können. "Expendables" fand ich enttäuschend, "The Last Stand" habe ich bisher nicht gesehen.
    "John Rambo" ist aber definitiv sehr geil, geht gut zur Sache. Auch "Rocky Balboa" feiere ich.

  • Zu Escape Plan kann ich ja leider noch nichts sagen. Kenne nur die Internetbewertungen. Mein Kumpel hat ihn gesehen und fand den auch nicht so pralle und der hat eigentlich fast 1:1 meinen Filmgeschmack. Gezogenes guck ich mir nicht an, also werde ich mich überraschen lassen.


    Übrigends sollten wir die Diskussion (falls wir das weiterführen) eventuell in den Horror/Thrillerthread fortführen.
    Mit Extrem haben die Filme ja nicht wirklich was zu tun ^^


    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten ;)


  • Die im Eingangsposting erwähntne Filme sind schon alle ziemlich krasser Stoff. Noe hat ein Händchen für sowas. Besonders "Irreversibel" ist mit echt auf den Magen gegangen. "Martyrs" war auch hart am Limit, wobei mir da dieser übernatürliche Einschlag zu Beginn irgendwie nicht so passend schien und ich den Film ales in allem ohnehin etwas überbewertet fand. High Tension hatte auch etwas für sich, würde aber vermutlich schon zu dicht am Thema Horror vorbei schrammeln.


    Und dann dieser ganze (teilweise gefakte) Mondo-Scheiß wie Faces of Death/ Gore usw. In meinen Augen unnötiger Müll, aber wer's braucht...

  • High Tension ist in meinen Augen Psychohorror. Ist ja eine inoffizielle (Neu)Verfilmung von Dean Koontz' "Intensity", wobei ich das Buch deutlich besser fand. Der Film war gut, bis der unsinnige Twist am Ende kam (im Buch gab es das nicht). Das Filmende wollte überraschen, hat es auch, aber im Nachhinein ergeben die meisten Szenen keinen Sinn mehr. Der Film war absolut undurchdacht und wirkt lächerlich, wenn man ihn sich nochmal ansieht mit dem Wissen über das Ende.
    Martyrs fand ich auch schwach, aber nicht ganz so unlogisch wie High Tension.


    Intensity war bisher übrigens das einzige Buch von Koontz, das mir wirklich gefallen hat. Die anderen fand ich mittelmäßig bis schlecht.