Bret Easton Ellis (American Psycho)

  • Bret Easton Ellis ist vor allem durch seine Romane "American Psycho" und "Unter Null" berüchtigt geworden und zähhlt zu meinen persönlichen Lieblingen. Seine surrealistischen Darstellungen der Oberflächlichkeit der Yuppiewelt haben eine unwiderstehliche - satirische - Note. Über Patrick Bateman kann man erst lachen, wenn man erkannt hat, welche großartige humoristische Arbeit Ellis hier geleistet hat. Selbst die vermeintlich langweiligen Beschreibungen der ganzen Kleidungs-Markennamen haben mich zum Lachen gebracht. Oder Patricks "Heiku" für sein Liebchen. Selten so viel gelacht.
    Da gab es ja viel Aufregung und so. Sorry, aber wer dieses Buch ernst nimmt, hat echt nicht alle Tassen im Schrank. :D
    Ich kann jedenfalls diese Bücher von Ellis empfehlen:
    - Unter Null
    - American Psycho
    - Glamorama
    - Einfach unwiderstehlich! (Rules of Attraction)


    Gibt es hier noch andere Ellis-Leser außer mir?

  • Also ich für meinen Teil hab American Psycho größtenteils als Satire erlebt. Wobei diese kalte Broker Welt doch sehr treffend beschrieben wird.


    In Glamorama versucht Ellis das selbe mit der Modewelt, wobei er hier für meinen Teil viiiiiiiel zu harmlos ist.


    John Niven tut das gleiche mit der Musikbranche in Kill your friends allerdings konsequenter.


    Yes Sir

    Bond: Wer würde wohl für meinen Tod eine Million Dollar bezahlen? M: Eifersüchtige Ehemänner, wütende Chefs, verzweifelte Schneider…die Liste ist endlos! –


    Der Mann mit dem goldenen Colt


    Tanaka: "In Japan kommen die Männer zuerst, die Frauen als zweite!" Bond: "Hier werde ich mich einmal zur Ruhe setzen!"


    Man lebt nur zweimal, 1967

  • ich hab "american psycho" als hörbuch und musste sehr lachen beim hören. ist halt total überzogen lustig ^^


    andere sachen habe ich leider noch nicht von ihm gelesen o. ä. sollte man vllt. mal nachholen :rolleyes:


    Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,
    aber nicht für jedermanns Gier.


    Mahatma Gandhi

  • John Niven ist auch super, aber er hat im Grunde nur "99 Francs" von Frederic Beigbeder von der Werbebranche auf die Musikindustrie übertragen. Und wurde viel von Irvine Welsh beeinflusst :thumbsup:
    Alles super Autoren!

  • Ich habe "Unter Null" und "Einfach unwiderstehlich" gelesen. Mir hat letzteres besser gefallen. Habe auch beide Filme gesehen. "Die Regeln des Spiels" sind meiner Meinung nach großartig. Mit der Verfilmung von "Unter Null" konnte ich irgendwie auch nichts anfangen. "American Psycho" und "Imperial Bedrooms" hab ich noch irgendwo rumliegen, allerdings ungelesen. Habe die Verfilmung von "American Psycho" bereits gesehen und finds gut! :)

  • Rules of Attraction hat mich auch positiv überrascht. Eigentlich ein super Film,wenn ich daran rückblickend denke.
    Hahaha, jetzt fällt mir auch die beste Szene ein. "Europatrip in 3 Minuten" :thumbsup:

  • @ Bighead.


    Ich weiß ja nicht ob dein Vergleich ein wenig hinkt.Schließlich hat John Niven selbst in der Musikbranche gearbeitet und hat in Kill your friends viele seiner eigenen Erlebnisse verarbeitet.


    Yes Sir

    Bond: Wer würde wohl für meinen Tod eine Million Dollar bezahlen? M: Eifersüchtige Ehemänner, wütende Chefs, verzweifelte Schneider…die Liste ist endlos! –


    Der Mann mit dem goldenen Colt


    Tanaka: "In Japan kommen die Männer zuerst, die Frauen als zweite!" Bond: "Hier werde ich mich einmal zur Ruhe setzen!"


    Man lebt nur zweimal, 1967

  • @ Bighead.


    Ich weiß ja nicht ob dein Vergleich ein wenig hinkt.Schließlich hat John Niven selbst in der Musikbranche gearbeitet und hat in Kill your friends viele seiner eigenen Erlebnisse verarbeitet.


    Yes Sir

    Yes Sir, da hast du recht. Wobei auch Frederic Beigbeder in der Werbebranche gearbeitet hat;)
    Aber nichts geht über "Drecksau" von Irvine Welsh.

  • Ich habe von Ellis lediglich "American Psycho" gelesen und empfand den Roman ebenfalls als Satire. Leider auch als ziemlich langweilige Satire, weshalb ich bis heute nichts weiteres von diesem Schriftsteller gelesen habe.
    Mag aber auch daran liegen, dass mich seine anderen Werke von den behandelten Themen her nicht wirklich interessieren...

  • ich hab von ellis alles auf deutsch erschienene zeitnah gelesen
    und mag eigentlich nur american psycho und
    imperial bedrooms. yuppies wurde doch damals alles
    zugetraut und so haben ich und bekannte a-psycho als gesellschaftskritik
    gelesen/ rezipiert. legendär auch sein spiegelgespräch mit dem von mir höher geschätzten
    michel houellebecq: :thumbsup:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14977446.html

  • Ich habe (natürlich) "American Psycho" gelesen und "Unter Null" und "Imperial Bedrooms".


    "American Psycho" lese ich gerade mal wieder, Wahnsinn wie gut. Wunderbar das Kapitel in dem Patrick Bateman sein morgendliches Aufstehen beschreibt und zu allem was er besitzt den Markennamen sagen muß.


    Da ich bei einer Bank arbeite kommen mir immer viele seiner Verhaltensweisen und Ansichten leider bekannt vor...

  • AMERICAN PSYCHO habe ich damals geschenkt bekommen (deshalb tat es im Nachhinein nicht so weh). Ob es Satire ist, kann ich bis heute nicht sagen, denn ich hatte nach einem Drittel angefangen die schon massiven Stellen mit diversen Markennamen und "wie liebe ich meine Rollex" quasi nur noch zu überfliegen. Hätte ich es mir gekauft, hätte ich mich wahrscheinlich maßlos geärgert, weil es sich über viele Längen liest wie ein Warenkatalog für Markenartikel die die Welt nicht braucht. Entsprechend wenig ist daher von dem Buch bei mir hängen geblieben, außer dass es ein paar nette heftige Szenen aufweist und ich kann gerade nicht einmal sagen, wo es rumfliegt in meiner Sammlung.
    In diesem Sinne hatte es sich Ellis direkt bei mir verscherzt. :evil:
    Was die Verfilmung angeht....reicht glaube ich, wenn ich gestehe, dass ich ab quasi der Hälfte abgeschaltet hatte, weil ich anfing, meine noch verbleibende Lebenszeit durchzurechnen. Kann da also nicht wirklich positiveres aus meiner Ecke vermelden zum Autor. ||

    Ist es erst in deinem Kopf, wird es sich einnisten und von deinem Geist zehren. Sich an deinem Verstand satt essen, bis nichts mehr bleibt als Wahnsinn. :evil:

    Zitat: Die Heimsuchung der Ivy Good/Seite 100


    Edited once, last by K. Wolfram ().

  • Ich fand "American Psycho" ja interessant, aber nicht so großartig, wie es mir von allen Seiten angepriesen wurde.
    Sollte mal was anderes von ihm versuchen irgendwann.. Hab ich schon Bock drauf.
    "Tranquil Reflections" sollte das neue Buch glaube ich mal heißen, und es ist seit Jahren in der Mache. Weiß nicht, ob ich noch aktuell bin damit..

  • Hab inzwischen auch "Imperial Bedrooms" hier bei mir zu Hause, aber bisher noch keine Zeit gehabt. American Psycho ist recht speziell gewesen, und gerade diese Zwischeneinschübe über "Phil Collins" und "Genesis" waren schon sehr merkwürdig. Und man kann das Geschreibsel auch nicht gut finden. Ich müsste es erst wieder lesen um das Beurteilen zu können.

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