Ania Ahlborn - Bruder

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  • Rebel und Michael gehören neben Misty Dawn und Lauralynn zu den Geschwistern der Familie Morrows, die sich im Waldland in einem Haus vor der Allgemeinheit verbergen. Sie haben Spaß daran, junge, alleinstehende und augenscheinlich einsame Frauen zu quälen und zu töten. Besonders gut geeignet sind hier Ortsfremde wie Anhalter. Vor allem Momma und Rebel haben gefallen daran, aber auch Michael nimmt durchaus Anteil. Momma herrscht über ihre Familie in grausamer Weise und misshandelt körperlich ihre Kinder, was vor allem die beiden Mädchen zu spüren bekommen. Als Michael im Dervish, dem örtlichen Plattenladen, Alice kennen lernt und Rebel sich an ihre Partnerin Lucy heran macht, ahnt Michael noch nicht, was sich daraus entwickeln wird, aber er merkt, dass damals, als er von Rebel von der Straße gepflückt worden ist, er nicht wirklich zu den Morrows gehört und einen Ausweg aus seiner Situation sucht, doch die gebürtigen Morrows wollen dies mit allen Mittel verhindern. Im Verlauf scheint sich deshalb ein Konflikt zwischen beiden Brüdern anzubahnen, aus dem es keine unblutige Lösung zu geben scheint…

    Wertung:

    „Bruder“ ist ein exzellenter Horrorroman, der mit extrem vielen Dramamomenten aufwartet. Allein die Art und Weise, wie die Situation entstanden ist, zeigt deutlich, dass hier alle Protagonisten mehr oder minder unfreiwillig handeln. Dies soll keine Erklärung für die Grausamkeiten sein, aber sie bietet eine Möglichkeit der Erklärung der gesamten Situation. Michael und Rebel sind hier die Hauptpersonen, was sich natürlich auch im Titel des Buches widerspiegelt, dennoch gibt es auch einen anderen Aspekt bezüglich dieses Titels, der aufgrund der Spoilergefahr hier nicht verraten wird. Man vermutet anfangs einen weiteren Roman der Reihe „Torture-Porn“ und wird sehr angenehm überrascht, dass dem überhaupt nicht so ist. Die Spannung hält sich in Grenzen und ist für einen Horrorroman recht niedrig gehalten, aber die Geschichte selbst weiß durchaus zu fesseln, und das Gute daran ist, dass sie dieses Mal nicht die extreme Brutalität erfährt, wie dies manchmal bei solchen Romanen der Fall ist. Hier wird viel mehr Wert auf sprachliche Eleganz und hintergründige Handlung gelegt, so dass sich dieser Roman angenehm von dem Horroreinheitsbrei abhebt, wo es immer mehr und immer brutaler zugeht. Ob es noch weitere Romane von Ania Ahlborn gegeben wird, ist noch nicht klar, wäre aber wünschenswert. Im Festa-Programm ist dies eins meiner liebsten Bücher und konnte mich absolut überzeugen, weshalb ich natürlich nur die Höchstwertung vergeben kann: 10/10.
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    "Ihr seid Ka-tet, eins aus vielen. So wie ich. Wessen Ka-tet das stärkere ist, werden wir jetzt herausfinden müssen."

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